Unter Anleitung von Prof. Dr. Marcus Gelderie erfuhren die Jugendlichen, wie spannend der Bereich Cybersecurity ist. Zunächst stellte Gelderie kurz das Projekt BAKSecure vor, im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene an der Hochschule entwickelte Cybersicherheits-Lernspiele eigenständig ausprobieren. Dazu gehörten unter anderem „Critical Chains“ zur spielerischen Vermittlung von Auswirkungen auf Lieferketten, „StealthSec“, bei dem die Teilnehmenden in die Rolle eines Angreifers schlüpften, sowie „SecurityCards KRITIS Edition“ und das VR-Spiel „Password Game“. Ergänzt wurde das Angebot durch Spiele aus dem Vorgängerprojekt BAKGame, beispielsweise mit einem Phishing-Quiz.
Roboter im Alltag – Technik, die begeistert
Im Labor für Robotik und Automation erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner Robotersysteme. Prof. Dr. Markus Glück stellte verschiedene Roboterarten vor – von klassischen Industrierobotern über Delta- und SCARA-Roboter bis hin zu mobilen und humanoiden Systemen. Anschließend wurden der Aufbau und die grundlegende Funktionsweise eines Roboterarms erläutert. In der anschließenden „Roboterfahrschule“ konnten die Zehntklässler dann selbst aktiv werden, eine Trainingszelle programmieren und dabei die Möglichkeiten automatisierter Handhabungsaufgaben kennenlernen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten kollaborative Roboter (Cobots), die durch integrierte Sicherheitsfunktionen eine direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglichen.
Health Heroes - Der Weg zwischen IT, Medizin und Management
Das Studienangebot Medizintechnik sowie die Studiengänge Physician Assistant und Gesundheitsmanagement eröffneten den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die verschiedenen Möglichkeiten eines Studiums im Gesundheitsbereich. Dabei konnten sie auch selbst aktiv werden: So entwickelten sie Ideen, wie die Rettungskette im Notfall schneller und effizienter gestaltet werden könnte. Im Kontext des Studiengangs Physician Assistant übten sie den Umgang mit Pulsoximeter, Blutdruckmessgerät und Reflexhammer und erhielten so einen praktischen Einblick in die medizinische Versorgung. Und beim Studiengang Gesundheitsmanagement stand das Thema Stress im Fokus.
Einblicke in KI und Robotik am Zentrum für Optische Technologien
Am Zentrum für Optische Technologien (ZOT) gab's eine kurze Einführung in die Künstliche Intelligenz (KI). Nico Zettler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZOT, erläuterte ihre aktuellen Einsatzmöglichkeiten sowie zukünftige Entwicklungen - und ein praktisches Beispiel in ihrer Anwendung in der industriellen Oberflächenpolitur. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler selbst praktische Erfahrungen mit einem kollaborativen Industrieroboter (UR3e) sammeln. Unter Anleitung des wissenschaftlichen Mitarbeiters Adam Wilczek lernten die Teilnehmenden, den Roboter zu steuern und einfache Bewegungsabläufe zu programmieren. Gemeinsam wurde ein Programm erstellt, bei dem der Roboter mithilfe eines Saugnapfes Süßigkeiten transportierte und an die Teilnehmenden verteilte.
Begeisterung auch bei den Lehrkräften
Das vielseitige Programm sprach nicht nur die Interessen der Jugendlichen an. Auch die begleitenden Lehrkräfte aus dem sprachlichen Bereich konnten wertvolle Impulse für fachübergreifendes Lernen im Unterricht mitnehmen und gewannen interessante fachliche Einblicke über den eigenen Fächerkanon hinaus. Der Blick über den Tellerrand sei in dieser Form für Lehrkräfte nur selten möglich und stelle eine echte Bereicherung dar, auch im Hinblick auf die aktuellen Angebote an der Hochschule, so eine begleitende Lehrkraft.