Mit dem Programm „Leuchttürme MINTernational“ zeichnet der Stifterverband Regionen aus, in denen Hochschulen, Unternehmen und Behörden gemeinsam internationaler MINT-Studierender beim Berufseinstig unterstützen. In Ostwürttemberg knüpft das Vorhaben an die gewachsene Zusammenarbeit in der Region an, etwa in der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg, im Welcome Center Ostwürttemberg und in der regionalen MINT-Initiative, mit der sich Ostwürttemberg als MINT-Modellregion Baden-Württembergs positioniert. Nun soll der Übergang vom Studium in den Beruf gezielt gestärkt werden: Internationale Studierende bringen gefragte Kompetenzen mit – und können so zur Zukunft der Unternehmen in Ostwürttemberg beitragen.
„Mit unserem Masterstudiengang Datenmanagement in Produktentwicklung und Produktion an der Hochschule Aalen bilden wir gezielt Fachkräfte für eine zentrale Herausforderung des Maschinenbaus aus: Künstlicher Intelligenz so einzusetzen, dass industrielle Abläufe effizienter werden“, sagt Studiendekanin Prof. Dr. Doris Aschenbrenner. Internationale Studierende seien für die technologische Zukunft der Region immens wichtig. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir die bereits enge Zusammenarbeit unseres Studiengangs mit der IHK durch die Förderung als MINT-Leuchtturm weiter ausbauen können. Unser Ziel ist es, internationale Talente nicht nur für ein Studium in Aalen zu gewinnen, sondern ihnen gemeinsam mit den regionalen Unternehmen auch langfristige berufliche Perspektiven zu eröffnen.“
Prof. Dr. Anja Dieckmann, Prorektorin für Internationales und Kommunikation der Hochschule Aalen, ergänzt: „Internationale Studierende sind für unsere Region ein enormer Gewinn – kulturell, fachlich und wirtschaftlich. Die Förderung als MINT-Leuchtturm helfe dabei, ihnen den Berufseinstieg zu erleichtern.
Schon heute gibt es vielfältige Angebote: Von Orientierungswochen, Deutschkursen und Buddy-Programmen an der Hochschule über die Beratung im Welcome Center bis hin zu Unternehmensbesuchen mit dem JOB-BUS und dem Programm MINTconnect International. Künftig sollen die Angebote besser gebündelt und sichtbarer werden. Geplant sind ein digitaler „MINT Talent Hub“ mit Praktikums- und Einstiegsbörse, ein Karriereprogramm mit Bewerbungstraining und berufsbezogenem Deutsch, Mentoring sowie ein jährliches „MINT Talent Forum“.
„Die Auszeichnung ist ein gutes Signal für ganz Ostwürttemberg: Hochschule, Unternehmen und IHK zeigen gemeinsam, wie internationale Talente in der Region ankommen und bleiben können. Unsere Unternehmen brauchen diese Fachkräfte“, sagt Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg.
Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung arbeiten dabei Hand in Hand: Die Hochschule Aalen übernimmt den Kontakt zu den Studierenden, ihre Qualifizierung und die wissenschaftliche Begleitung. Die IHK Ostwürttemberg und das Welcome Center Ostwürttemberg bringen Studierende und Unternehmen zusammen. Weitere Partner sind die J. Rettenmaier & Söhne GmbH + Co. KG und das Landratsamt Ostalbkreis.
Eine berufliche Zukunft in Ostwürttemberg können sich auch Adrian Rojas und Sharon Vásquez vorstellen. Die beiden kommen aus Costa Rica, haben bei Prof. Dr. Doris Aschenbrenner ihre Bachelorarbeit geschrieben und studieren inzwischen den Masterstudiengang Advanced Materials and Manufacturing an der Hochschule Aalen: „MINT voranzubringen ist wichtig – und MINTernational zeigt, wie internationale Studierende und Unternehmen dabei zusammenfinden können“, sagt der 24-Jährige. Und seine 25-jährige Kommilitonin fügt hinzu: „Wir finden das Programm großartig, es ist eine tolle Unterstützung. Nach unserem Master können wir uns gut vorstellen, als Fachkräfte in Ostwürttemberg einzusteigen und unser Wissen hier einzubringen.“