21. Mai 2026

Aalener Gießerei-Kolloquium 2026 an der Hochschule Aalen bringt Industrie und Forschung zusammen

Rund 180 Fachleute aus Industrie und Forschung trafen sich Anfang Mai zum Aalener Gießerei-Kolloquium an der Hochschule Aalen. Unter dem Leitthema „Innovationen in Druckguss“ diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen und Zukunftschancen der Branche. 

Isabel Jeschek, Dirk Seckler (beide Albert Handtmann Metallgusswerke) und Prof. Dr. Lothar Kallien (v.r.n.l) beim Aalener Gießerei-Kolloquium 2026

Initiator Prof. Dr. Lothar Kallien, ehemaliger Leiter der Gießerei Technologie Aalen (GTA), sowie Rektor Prof. Dr. Harald Riegel begrüßten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Aalener Gießerei-Kolloquium 2026. Die Veranstaltung bot mit 16 ausstellenden Unternehmen, einer begleitenden Table-Top-Ausstellung und einem hochkarätig besetzten Vortragsprogramm erneut eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Industrie, Forschung und Hochschule. „Das Aalener Gießerei-Kolloquium zeigt eindrucksvoll, wie wichtig der enge Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie für die Zukunft unserer Region ist. Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird“, betonte Prof. Dr. Harald Riegel in seiner Begrüßung.

Im Mittelpunkt der Vorträge standen aktuelle Strategien für einen zunehmend umkämpften Automobilmarkt sowie innovative Technologien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Produktionsstandorten. Diskutiert wurden unter anderem digitale Entwicklungsmethoden mit durchgängiger Simulation, moderne Werkzeug- und Anlagenkonzepte sowie effiziente Prozesslösungen, mit denen Unternehmen und Traditionsstandorte wie BMW Landshut ihre Fertigung zukunftssicher ausrichten.

Weitere Fachbeiträge zeigten, wie neue hochfeste Aluminiumlegierungen leichtere und gleichzeitig stabile Karosseriestrukturen ermöglichen. Ebenso wurden die Potenziale von Mega- und Gigacasting für großflächige Strukturbauteile sowie aktuelle Entwicklungen in der Druckgusstechnologie vorgestellt. Einen wichtigen Schwerpunkt bildeten zudem nachhaltige Produktionsverfahren: Experten präsentierten Ansätze zur Reduzierung von CO₂-Emissionen in Gießereien, etwa durch den Einsatz von Wasserstoff, optimierte Prozessführung und ressourcenschonende Technologien. Auch nachhaltiger Zinkdruckguss und Konzepte einer zirkulären Wertschöpfungskette wurden intensiv diskutiert.

Das Aalener Gießerei-Kolloquium unterstreicht damit einmal mehr die Rolle der Hochschule Aalen als bedeutende Innovations-, Forschungs- und Netzwerkpartnerin für die Industrie – sowohl in der Region als auch weit darüber hinaus.