13. Mai 2026

Gastprofessor aus Südafrika bereichert das Sommersemester

Im Sommersemester 2026 begrüßt die Hochschule Aalen Prof. Dr. Danie Schutte von der North-West University (NWU) in Potchefstroom, Südafrika, der im Rahmen des Förderprogramms des Deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) eigene Lehrveranstaltungen an der Hochschule Aalen übernimmt. Studierende profitieren dabei nicht nur fachlich, sondern auch von neuen Perspektiven auf globale Fragestellungen.

Gastprofessor Danie Schutte mit Prof. Härting an der Hochschule Aalen

Im aktuellen Semester ist mit Prof. Dr. Danie Schutte ein Professor von der North-West University (NWU) aus Südafrika zu Gast an der Hochschule Aalen. Die NWU kooperiert mit der Hochschule Aalen seit über zehn Jahren mit den Fakultäten Chemie sowie Wirtschaft und Gesundheit. Initiiert und gepflegt werden diese Partnerschaften durch Prof. Dr. Dirk Flottmann, Dekan der Fakultät Chemie, und Prof. Dr. Ralf-Christian Härting, Leiter der Studiengänge „BWL für KMU“ und „Mittelstandsmanagement“ in der Fakultät Wirtschaft und Gesundheit. „Der Austausch mit unseren Partneruniversitäten in Südafrika stärkt unsere internationale Ausrichtung und bringt neue Impulse“, betont Härting.

Internationale Erfahrung trifft auf praxisnahe Lehre

Als Programme Leader Research unterrichtet Schutte an der North-West University Finanzbuchhaltung, Bilanzierung und Controlling. In der Lehre setzt der südafrikanische Gastprofessor verstärkt auf Praxisorientierung, damit Studierende reale Problemstellungen aktiv bearbeiten. Zudem bringt er die südafrikanische Perspektive ein: Erfahrungen aus einer dynamischen Volkswirtschaft mit Ressourcenkonflikten und starkem Unternehmertum eröffnen Studierenden neue Blickwinkel, die den bekannten europäischen Kontext sinnvoll ergänzen. Dieser internationale Austausch zeigt Studierenden laut Schutte, „dass es nicht den einen richtigen Weg gibt.“ 

Neue Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven

„Internationaler Austausch bereichert sowohl die Lehre als auch die Forschung“, erklärt Prof. Dr. Danie Schutte, warum er an die Hochschule Aalen kam. Besonders reize ihn, seine Erfahrungen aus Südafrika in einem neuen akademischen Umfeld einzubringen und internationale Forschungsbeziehungen zu knüpfen. Die Wahl der Hochschule Aalen ist für ihn auch persönlich bedeutsam, da die Stadt seiner Heimatstadt Potchefstroom ähnele – beide haben ein starkes Gemeinschaftsgefühl und eine klare akademische Ausrichtung, was den Einstieg erleichtert habe. Dennoch stellt die Sprache eine Herausforderung für ihn dar: „Ich hätte mir gewünscht, mehr Zeit zum Deutsch lernen zu haben.“ Trotz dieser Hürde schätzt Schutte die offene, bodenständige Atmosphäre in Aalen. Besonders beeindruckt sei er zudem von der engen Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis im deutschen Hochschulsystem. Die Kooperationen mit Unternehmen böten wertvolle Impulse für seine Heimatinstitution.

Auch über den aktuellen Aufenthalt hinaus sieht der Gastprofessor großes Potenzial für eine langfristige Zusammenarbeit. „Ich würde sehr gerne gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Aalen ein Forschungsprojekt realisieren“, sagt Schutte. Gerade die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven und institutioneller Hintergründe böte großes Potenzial für innovative Ergebnisse. Für ihn ist klar: „Ich sehe diesen Aufenthalt als Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit.“

Die Hochschule Aalen setzt konsequent auf Internationalität, verbindet regionale Stärke mit globaler Vernetzung und bietet Studierenden sowie Mitarbeitenden Auslandserfahrungen und Internationalisierung vor Ort. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt dies durch ein Gastdozentenprogramm, das auch die aktuelle Gastprofessur der Hochschule Aalen fördert.

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