Die ZVO-Oberflächentage sind der Jahreskongress des Zentralverbands Oberflächentechnik e.V. und das größte Zusammentreffen der Branche in Deutschland: Industrie, Forschung und Dienstleister kommen zusammen, um sich über Trends und Zukunftsthemen auszutauschen. In der frisch renovierten Stadthalle Karlsruhe boten 95 Fachvorträge und 69 Aussteller einen Rundumblick – von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz über Ressourceneffizienz, Automatisierung und Recycling bis hin zu Funktionsschichten und neuen gesetzlichen Vorgaben.
Aalener Forschung mitten im Geschehen
Auch die Hochschule Aalen war im Fachprogramm durch die Arbeiten des „Zentrum Elektrochemische Oberflächentechnik“ sichtbar vertreten: Mahmoud Elkady stellte Chrom-(III)-basierte Chrom-Borcarbid-Kompositschichten vor, Max Braungardt präsentierte Ansätze für nachhaltige Natrium-Schwefel-Batterien und Luis Bösnecker zeigte, wie Aluminium auf 3D-gedruckten Templaten für Batteriestromsammler abgeschieden werden kann. Ein weiteres Highlight war die Verleihung des Heinz-Leuze-Preis an Prof. Dr. Timo Sörgel, seinen Doktoranden Christoph Kiesl und an die Kollegen des fem in Schwäbisch Gmünd für ihren Artikel „Galvanotechnik als Wegbereiter der nächsten Batterie-Generation“.
Direkter Draht zur Industrie und zum Nachwuchs
Am Eröffnungsabend nutzten die Aalener Studierenden die Industrieausstellung, um mit Unternehmen und Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Viele Aussteller signalisierten Interesse an Bachelor- und Masterarbeiten. Beim ZVO-Nachwuchsabendessen entstanden Kontakte zu Studierenden anderer Hochschulen. „Besonders wertvoll waren die offenen Gespräche und die vielen Anknüpfungspunkte für Studium und Beruf“, lautete das gemeinsame Fazit der Gruppe. „Für die Einladung und die Chance, die Praxis aus nächster Nähe zu erleben, möchten wir dem ZVO unseren besonderen Dank aussprechen.“