Vision Science and Business (Optometry) (berufsbegleitend)

Master of Science

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Karl Amon Optometry Award 2016

Janina Braun und Martin Kündig

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Augengesundheit im Mittelpunkt

Am Samstag, 19.11.16 wurden an der Hochschule Aalen über 40 Bachelor- und über 20 Masterbriefe an Augenoptiker/Optometristen überreicht. In Rahmen dieser feierlichen Veranstaltung wurde auch der neunte Karl Amon Optometry Award verliehen. In diesem Jahr ging der mit insgesamt 2.000 Euro dotierte Preis an Janina Braun und Martin Kündig. Beide Studierende des berufsbegleitenden Masters Vision Science and Business (Optometry) haben mit ihrer Thesis eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit von praktischem Nutzen für die Branche erarbeitet, so die Begründung der Jury.

AALEN Janina Braun hat in ihrer von dem äußerst praxiserfahrenen Optometristen, Dozenten und Masterabsolventen Thomas Hofmann (Basel, Schweiz) betreuten Masterthesis das relativ neue Screeningverfahren RetinaLyze untersucht. RetinaLyze kann fundiert ausgebildete Augenoptiker/Optometristen effizient dabei unterstützen eine diabetische Retinopathie (DR) und altersbedingte Makuladegeneration (AMD) aufzudecken. Frau Braun analysierte dazu 100 gesunde Netzhautbilder sowie jeweils 100 Fundusbilder mit den Merkmalen einer DR- und AMD-Erkrankung. Von den insgesamt 300 Netzhautbildern wurden seitens RetinaLyze 73,7 % korrekt und 26,3 % falsch ausgewertet. Es zeigt sich also, dass auch hier dass das Zusammenwirken von Mensch und Maschine erfolgsentscheidend ist. Oder anders ausgedrückt: Nur ein sehr verantwortungsbewusster Umgang mit RetinaLyze durch fachlich kompetente Optometristen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten aus dem Berufsfeld der Augengesundheit sind Voraussetzung für das Wohl der AMD- und DR-Patienten.

Martin Kündig hat seine Masterthesis an der US-amerikanischen Partneruniversität, dem College of Optometry der Pacific University in Oregon, geschrieben. Im Rahmen der Visual Fatigue Studie wurden weltweit erstmalig visuelle Funktionen und subjektive Empfindungen während achtstündiger Bildschirmarbeit kontinuierlich aufgezeichnet. In der durch Doktor Yu-Chi Tai, Professorin am Vision Performance Institute (VPI) der Pacific University, betreuten Thesis berichtet Martin Kündig von Veränderungen in der Nahtrias und korreliert diese mit der subjektiv empfundenen mentalen und physischen Ermüdung. Bis dato wurde es vermutet, Martin Kündig hat empirisch belegt: Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit wirken der Ermüdung entgegen und sind somit unverzichtbar. Die Ergebnisse dieser praxisorientierten Masterthesis enthalten Handlungsempfehlungen für den Augenoptiker zum Umgang mit betroffenen Kunden bzw. Patienten und unterstützen Hard- und Software- Unternehmen in der Entwicklung optimierter Geräte.

Auf dem Foto v.r.: Martin Kündig und Janina Braun (Preisträger), Karl Amon (Stifter des mit 2.000 Euro dotierten Karl Amon Optometry Awards)

Karl Amon Optometry Award 2015

Nataša Vujko Muždalo und Markus Ritzmann

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„Silver Ager“ können ihr dynamisches Sehen trainieren

Am 14.11.2015 wurden an der Hochschule Aalen 50 Bachelor- und 30 Masterbriefe an Augenoptiker/Optometristen überreicht. In Rahmen dieser feierlichen Veranstaltung wurde auch der Karl Amon Optometry Award 2015 verliehen. In diesem Jahr teilen sich Nataša Vujko Muždalo aus Kroatien und Markus Ritzmann aus der Schweiz diesen mit insgesamt 2.000 Euro dotierten Preis. Beide Studierende des berufsbegleitenden Masters Vision Science and Business (Optometry) haben mit ihrer Thesis eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit von praktischem Nutzen für die Branche erarbeitet, so die Begründung der Jury.

AALEN Die von Dr. Matjaz Mihelcic, dem Präsidenten des slowenischen Augenoptikerverbandes, initiierte und von Dr. Dörband mitbetreute Masterthesis von Nataša Vujko Muždalo beschäftigt sich mit der bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessenen dynamischen Sehschärfe. Frau Vujko Muždalo hat ein Verfahren entwickelt, das neu in der Branche ist. Bisher waren diese Messungen eher experimentell durchgeführt worden. Mit ihrem neuen Messverfahren hat die Aalener Masterabsolventin gezeigt, dass die Sehschärfe auf bewegte Objekte in die optometrische Praxis integrierbar und einfach messbar ist. Dies wird gerade älteren Menschen, die im Straßenverkehr unsicher sind, helfen, sich besser einzuschätzen. Das Programm ermöglicht nämlich eine Berücksichtigung motorischer Reaktionen auf visuelle Reize in Straßenverkehr und ergibt das dynamische Äquivalent der Sehschärfe. Ferner wird dieses System es auch zulassen, dynamisches Sehen zu trainieren. Muždalos Arbeit ist ein wissenschaftlicher Beitrag, der nicht nur „Silver Agern“ helfen kann, ihr dynamisches Sehen zu verbessern – sondern auch Freizeit- und Spitzensportler sollten sich damit in der schnelleren Erfassung dynamischer Objekte trainieren lassen.

Nicht weniger interessant für die Branche ist die von Prof. Caroline von der Pacific University (Forest Grove, Oregon, USA) und Prof. Dr. Börret betreute Arbeit von Markus Ritzmann: Er hat die Form der Sklera vermessen und damit neue Grundlagen für die Entwicklung von Sklerallinsen geschaffen. Mit aufwändigen Messungen hat Markus Ritzmann eindrucksvoll gezeigt, wie die Sklera in Limbusnähe relativ regelmäßig ist und weiter in der Peripherie die Irregularität zunimmt. Der Übergang von Hornhaut zur Sklera zeigte sich nasal ausgeprägt-konkav, während in den anderen drei Kardinalrichtungen sich dieser als fließend-tangential präsentierte. Damit beschreibt Ritzmann mit seiner Arbeit erstmals umfassend die Form der Sklera in acht Segmenten des anterioren Augenabschnitts. Seine Erkenntnisse werden das zukünftige Design von Sklerallinsen maßgeblich beeinflussen. Damit trägt diese Masterthesis dazu bei, dass Sklerallinsen, die gerade in solchen Fällen zum Einsatz kommen, in denen die konventionellen Kontaktlinsen an ihre Grenzen kommen, in Zukunft sicherlich für die Betroffenen verträglicher und damit noch erfolgreicher sein werden.

Auf dem Foto (vrnl): Prof. Dr. Anna Nagl, Preisträgerin Nataša Vujko Muždalo, Prof. Scott Cooper (Pacific University, Oregon, US), Karl Amon, Stifter des mit 2.000 Euro dotierten Karl Amon Optometry Awards, Prof. Graham Erickson (Pacific University), Preisträger Markus Ritzmann, Prof. Dr. h.c. Kümmel.

Download Artikel aus DOZ 02 | 2016

Karl Amon Optometry Award 2014

Georg Scheuerer

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Im Jahr 2013 hat man im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Vision Science and Business (Optometry)“ damit begonnen, mit einem Logbuch zu arbeiten: Jeder Studierende musste 15 Fälle aus der  klinischen Versorgung der Kunden dokumentieren und einreichen. Anschließend wurden alle Fälle mit den Dozenten durchgesprochen. Die Ergebnisse einer anonymen Befragung der Masterstudierenden gaben Aufschluss über den Nutzen des Logbuchs. Das Resultat in Kürze: Unter anderem bei der Spaltlampentechnik, der Ophthalmoskopie und bei den Vortests war die Arbeit mit dem Logbuch aus der Sicht der Masterstudierenden eine große Hilfe für das Erlernen dieser Techniken. Auch die Verbesserung der optometrischen Untersuchungen im Rahmen der Erstversorgung wurde sehr positiv bewertet. Alle Masterstudierenden gaben an, dass durch den Einsatz des Logbuchs Anomalien aufgedeckt werden konnten, die ansonsten nicht erkannt worden wären. 

Georg Scheuerer hat das Logbuch im Rahmen seiner Master-Thesis entwickelt. Er ist Inhaber eines augenoptischen Fachgeschäfts und Dozent im berufsbegleitenden Masterstudiengang "Vision Science and Business (Optometry)“ an der Hochschule Aalen. „Das von Georg Scheuerer entwickelte Logbuch zeigt, dass hohe Dokumentationsstandards in der täglichen Praxis von Augenoptikern und  Optometristen durchaus erreichbar sind“, betont Studiendekanin und Betreuerin Prof. Dr. Anna Nagl. Das klinische Logbuch ist vor kurzem im DOZ-Verlag als Informbroschüre veröffentlicht worden.



Karl Amon Optometry Award 2013


Doris Arnold und Christian Befort

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Auch in diesem Jahr wurde wieder der mit 2.000 € dotierte Karl Amon Optometry Award an der Hochschule in Aalen im Rahmen der feierlichen Bachelor- und Masterbriefübergabe verliehen. Die Jury des Karl Amon Optometry Awards hat sich 2013 für Doris Arnold und Christian Befort entschieden, weil beide Absolventen des Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry) mit ihrer Thesis eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit von praktischem Nutzen für die Branche erarbeitet haben.

Eingereicht werden alle Thesen des Masterstudiengangs, diese werden dann von Karl Amon, Dipl. Ing. (FH), M.Sc. Vision Science and Business (Optometry), Geschäftsführer AMON+SEBOLD, Aschaffenburg gesichtet und mit der Jury gemeinsam mit Prof. Bina Patel, OD, International Director The New England College of Optometry, Boston, MA, US, Prof. Wid Bleything, OD, College of Optometry an der Pacific University, Forest Grove, OR, US, sowie Prof. Dietmar Kümmel von der Hochschule Aalen intensiv diskutiert. Dieses Jahr hat sich die Jury des Karl Amon Optometry Awards für Doris Arnold und Christian Befort entschieden, weil deren Master Thesen aus Sicht der Jury den höchsten praktischen und schnell umsetzbaren Nutzen für die Branche bietet.


Kurze Beschreibung der Master Thesen

Doris Arnold:
In ihrer Thesis „Unterschiede visueller Fähigkeiten zwischen Profisportlern und Freizeitsportlern im Fußball“ konnten dank des Engagements und der Kontakte von Prof. Dietmar Kuemmel die visuellen Leistungen von den Profi-Fußballern des VfR Aalen mit denen der Bezirksliga Mannschaft TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verglichen werden. Die Auswertung der Daten ergab in den meisten visuellen Anforderungen mehrheitlich bessere Sehfunktionen der Profi-Fußballer im Vergleich zu Amateurfußballern. Bei folgenden visuellen Fähigkeiten konnte statistisch belegt werden, dass die Profifußballspieler signifikant bessere Ergebnisse im Vergleich zu den Freizeitfußballspielern aufweisen:
- Binokulare Sehschärfe
- Akkommodationsflexibilität
- Horizontale Augenbewegung
- Auge-Fuß-Koordination.
Vergleicht man darüber hinaus die einzelnen Normwerte der Durchschnittsbevölkerung mit Amateursportlern schneiden die Amateursportler meist signifikant besser ab.


Christian Befort:
In seiner Thesis „Raus aus dem Mittelmaß“ geht Christian Befort auf die Möglichkeiten und Chancen einer intensiven und gewinnbringenden Zusammenarbeit von Augenärzten und Optometristen ein. In seinem Ansatz beschreibt er die Einführung eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements im optometrischen Bereich und zeigt damit eine Möglichkeit auf, sich erfolgreich vom Wettbewerb abzuheben. Bei dem Ansatz von Christian Befort steht eine optimale Versorgung der Patienten aus medizinischer und augenoptischer/optometrischer Sicht im Vordergrund. Den gesetzlichen Forderungen nach einem ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem wird durch ausgearbeitete Handlungsrichtlinien für den augenoptischen/optometrischen Bereich nachgegangen, so dass diese als Grundlage für die Einbindung in ein mögliches betriebsspezifisches Qualitätsmanagementsystem verstanden werden können.

Diese Master Thesis ist bereits im DOZ-Verlag erschienen:
http://www.doz-verlag.de/shop/informbroschuren/228-inform-nr-30-raus-dem-mittelmass-c-befort-et-al.html#



Karl Amon Optometry Award 2012


Mario Rehnert und Christian Richert

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Jedes Jahr wird ein Optometry Award an der Hochschule in Aalen vergeben. Die Jury des Karl Amon Optometry Awards hat sich für Mario Rehnert und Johann Richert entschieden, weil beide Absolventen des Studiengangs Vision Science and Business (Optometry) mit ihren Master Thesen eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit von praktischem und schnell umsetzbarem Nutzen für die Branche erarbeitet haben.

Eingereicht zum Karl Amon Optometry Award werden alle Thesen des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Vision Science and Business (Optometry) sowie ausgewählte Bachelor Thesen. Diese werden dann von Karl Amon, Dipl. Ing. (FH), M.Sc. Vision Science and Business, Geschäftsführer AMON+SEBOLD, Aschaffenburg, gesichtet und mit den Jury-Mitgliedern Bina Patel, OD, The New England College of Optometry, Boston, MA, US, Wid Bleything, OD, College of Optometry an der Pacific University, Forest Grove, OR, US, sowie Prof. Dietmar Kümmel von der Hochschule Aalen intensiv diskutiert. Die Gewinner 2012 heissen Mario Rehnert und Johann Richert und erhielten ihre Auszeichnungen und ihr Preisgeld am 24. November 2012 im Rahmen des Hochschulfestes vom Preisstifter Karl Amon feierlich überreicht.

Die Versorgung der Alterssichtigkeit mit Kontaktlinsen war das Thema der Master These von Mario Rehnert. Rehnert beschäftigte sich mit der Fragestellung, weshalb diese speziellen Multifokallinsen bei einigen Anwendern selbst nach bestmöglicher Modifikation nicht funktionieren. Nach seinen Erkenntnissen scheint ein entscheidender Grund die individuelle Veränderung der Kontrastwahrnehmung mit Mehrstärkenlinsen zu sein. Der Masterabsolvent geht durch seine Tätigkeit als Kontaktlinsenspezialist dieser Frage weiterhin intensiv und tagtäglich mit Begeisterung nach. Die Master These von Mario Rehnert ist im Academica Verlag erschienen.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) vermindert nicht nur den Visus sondern auch die Kontrastsehfähigkeit. In seiner Studie über den Einfluss der optischen Refraktion am Macular Mapping Test stellt der zweite Preisträger Johann Richert gerade diese beiden Aspekte des Sehens gegenüber. Das Ziel war dabei die Wichtigkeit der aktuellen Brillenrefraktion für eine gute Leseleistung und somit am Macular Mapping Test (MMT) von Werner Eisenbarth, einem Sehsystem für über 60-jährige Personen zu belegen. Dabei wurde die Leistung am MMT von Patienten mit Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) derer von Testpersonen ohne bekannte okuläre Befunde gegenüber gestellt. Die Aktualisierung der optischen Refraktion brachte nicht nur eine Verbesserung beim Visus sondern signifikante Verbesserungen beim MMT-Ergebnis, auch bei den AMD-Patienten. Besonders vorteilhaft hierfür zeigte sich die Programmierbarkeit des MMT auf verschiedene Kontraststufen, was diesen direkt für den Einsatz in der optometrischen Praxis qualifiziert.



Karl Amon Optometry Award 2011


Theres Bucher und Maarten Hobé

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Zum vierten Mal wurde Ende November 2011 an der Hochschule Aalen der Karl Amon Optometry Award verliehen. Mit herausragenden Master Thesen profilierten sich die Low Vision Spezialistin Theres Bucher aus der Schweiz und der Kontaktlinsen- und Sportbrillen-Spezialist Maarten Hobé aus Düsseldorf.



Karl Amon Optometry Award 2010


Stephan Berner und Matjaž Mihelčič

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Dritter Karl Amon Optometry Award 2010 für Stephan Berner und Matjazž Mihelčič


Master Thesis Stephan Berner: "Der Zusammenhang zwischen der Größe funktioneller Gesichtsfelder und der Leseleistung von Grundschulkinder."


Master Thesis Matjazž Mihelčič: "Accommodation and pupillary response in the reading of texts with varying cognitive demand."



Karl Amon Optometry Award 2009


Robert Duschner

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2. Karl Amon Optometry Award 2009 für die Diplomarbeit von Robert Duschner.

"Kostenrechnungssystem für die Augenoptik, Softwareentwicklung zur Glaspreiskalkulation und Erstellung von individuellen Glas-Verkaufspreislisten."



Karl Amon Optometry Award 2008


Thomas Wollherr

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1. Karl Amon Optometry Award 2008 für die Diplomarbeit von Thomas Wollherr mit dem Titel "Die Kunst, Brillen zu verkaufen."