Vision Science and Business (Optometry) (berufsbegleitend)

Master of Science

Voices Alumni

Karl Amon

Thumb karl amon

„Das Ziel des Masterstudiums war es, die Lücke zwischen den Lehrinhalten des Hochschulstudiums und den erweiterten Anforderungen der Praxis zu schließen. Die erweiterten Anforderungen sind unter anderem das Erkennen und Aufdecken von Auffälligkeiten am Auge. Da heute aufgrund einer Unterversorgung im medizinischen Bereich der Großteil der 18- bis 65-Jährigen den Augenoptiker als erste Anlaufstelle für gutes Sehen nutzt, ist eine fundierte Ausbildung für obiges Ziel erforderlich.

Das Masterstudium hat uns die perfekte Grundlage für obiges Ziel geboten und ich möchte auf kein einziges Modul verzichtet haben. Dass wir damit unsere Kompetenzen nicht überschreiten, beweist mir ständig mein seither nochmals verbessertes Verhältnis zur hier ansässigen Augenklinik mit den fünf niedergelassenen Ärzten. Die Augenärzte schätzen es sehr mit kompetenten Augenoptikern zusammenzuarbeiten. Ich habe seit meinem Masterstudium sehr viele Glaukomfälle aufgedecken könnnen, die sicher unentdeckt geblieben wären oder erst Jahre zu spät aufgedeckt worden wären. Für eine professionelle Übersendung waren die Ärzte stets dankbar.

Die Ausbildungsinhalte des Optometrie Masters entsprechen exakt dem, was wir täglich am Kunden in der Augenprüfung umsetzen können und müssen. Ich kann mir eine Augenprüfung nach altem Muster nicht mehr vorstellen, weil sie unvollständig ist. Dass die höhere Kompetenz den Kunden Sicherheit vermittelt und damit Kundenzufriedenheit, muss ich eigentlich nicht erwähnen."


Michael Wyss

Thumb michael wyss

„Als "vollamtlicher" Kontaktlinsenanpasser im Kontaktlinsenstudio Bärtschi, Switzerland, fordert meine tägliche Arbeit ein außergewöhnlich hohes Know-how, gerade auch in den Bereichen der Pathologie und Pharmakologie. Deshalb gehörte das lebenslange Lernen und Weiterbilden schon immer unabdingbar zu meinem beruflichen Verständnis.

Der modulmäßig aufgebaute Masterstudiengang M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) ermöglichte das Weiterarbeiten und damit auch das sofortige Implementieren des neu gelernten in die Praxis. Als besonders wertvoll habe ich das neue Wissen in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen beteiligten Disziplinen erlebt. Ich kann diesen umfangreichen Studiengang nur empfehlen!"


Katharina Breher

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Warum den berufsbegleitenden Masterstudiengang M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) studieren?

Der Masterstudiengang M.Sc. Vision Science and Business vereint zwei wesentliche Aspekte: Zum Einen ist er berufsbegleitend ausgelegt, was eine perfekte Vereinbarkeit von Theorie und Praxis bzw. von Studium und Berufserfahrung ermöglicht. Zum Anderen lehrt er wichtige Inhalte für die Zukunft der deutschen Optometrie, wie beispielsweise fundiertes medizinisches Wissen, welches die bisherige Augenprüfung eines Augenoptikers ergänzt und abrundet.

Als Optometristin in einer Augenklinik / Laserzentrum bietet mir das Masterstudium die perfekte theoretische Grundlage für eine reibungslose Arbeit mit Ärzten, welche weit über die optischen Tätigkeiten hinausgeht und entsprechendes ophthalmologisches Wissen und Können voraussetzt. Dabei ergänzen die monatlichen Veranstaltungen ideal das Know-How um eine ideale Patientenversorgung zu gewährleisten.

Zusammenfassend habe ich mich für den M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) entschieden, da dieser eine wichtige und notwendige Schnittstelle zwischen Augenheilkunde und Optik darstellt, von der drei Parteien auf einmal profitieren: Optometristen, Ophthalmologen und nicht zuletzt vor allem die Patienten.


Thomas Wollherr

Thumb thomaswollherr

"Der Aalener Optometrie Master in Vision Science and Business (Optometry) war für mich Zukunftsmusik, die sich sehr gut angehört hat. Bereits während des Studiums zum Dipl.-Ing (FH) Augenoptik und Hörakustik war der Kontakt zu den Masterstudierenden sehr fruchtbar und brachte mir noch tiefere Einblicke in die Augenoptikerbranche - sowohl die in Deutschland, als auch die im Ausland. Durch die vielen internationalen Studierenden im Kurs herrscht an den Masterwochenenden immer ein multikulturelles Flair an der Hochschule, was eine ganz spezielle Atmosphäre ausmacht.

Wohin sich die deutsche Augenoptik auf Dauer entwickeln wird, steht im Augenblick noch nicht genau fest, jedoch ist klar: Die optimale Ausbildung, die nicht mit der ,,einfachen" Augenglasbestimmung endet, sichert auch langfristig den persönlichen Erfolg und gestaltet den persönlichen Berufsalltag noch attraktiver.

Deshalb freue ich mich nach dem Abschluss des berufsbegleitenden Masterstudiengangs M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) nun zumindest ab und zu als Dozent zurück in diesen großartigen Studiengang an der Hochschule Aalen zu kommen und meine interessanten Eindrücke aus der Optometrie Welt an die Masterstudierenden weiter zu geben."


Nina Müller

Thumb nina m ller

Es ist geschafft - 10 Jahre nachdem der ursprüngliche Wunsch entstanden war, Optometrie wie in Nordamerika praktizieren zu dürfen halte ich das Diplom des „Doctor of Optometry" in den Händen. Vor 10 Jahren durfte ich während des Studiums in Aalen zum Dipl.-Ing. (FH) ein sechsmonatiges Praxissemester in einer Privatpraxis in Victoria, Kanada durchführen. Die Art und Weise, wie man dort Optometrie praktizierte faszinierte mich von der ersten Minute an.

Es war ein harter, steiniger Weg zum O.D., aber er hat sich gelohnt. Nach Abschluss des Studiums in Aalen 2001 begann für mich eine interessante Zeit als Kontaktlinsenspezialistin. 2005 entschied ich mich dann, den M.Sc. Vision Science and Business berufsbegleitend in Aalen zu machen. Während des Studiums zum Master keimte der alte Wunsch erneut auf, die Ausbildung komplett abzurunden, und am New England College of Optometry den O.D. zu machen. Kurse, die von Professoren des New England College of Optometry im Masterkurs belegt wurden und mit einer gewissen Mindestpunktzahl abgeschlossen wurden werden in der Regel in Boston komplett anerkannt. Kurse, die von Pacific University unterrichtet wurden, können anerkannt werden, sofern ein „exemption exam" erfolgreich abgeschlossen wird.

Fällt man die Entscheidung als Ex-Aalener, sich in Boston im Rahmen des ASIP (Advanced Standing International Programs) auf den Weg zum O.D. zu begeben, so sollte man sich bewusst sein, dass man zwei Jahre seines Lebens voll und ganz der Optometrie opfert. Keine leichte Entscheidung, denn man gelangt sehr häufig an seine Grenzen. Alle gesammelten Erfahrungen sind jedoch sehr eindrücklich. 12 bis 14 Stunden Tage plus Lernzeit sind keine Seltenheit. Chronischer Schlafentzug ist an der Tagesordnung. Ferien gibt es während des kompletten Studiums praktisch keine.

Das ASIP Programm besteht aus 9 bis 12 Monaten Studium mit begleitendem klinischen Praktikum, sowie 12 Monaten Vollzeit klinischem Praktikum. Man bekommt Einblick in den Tagesablauf in „Neighborhood Health Centers", militärischen Einrichtungen wie z.B. „Veterans Hospitals" oder „Naval Bases" oder auch Spezialkliniken in verschiedensten Bereichen der Optometrie (z.B. Low Vision, Kontaktlinsen, Netzhautkliniken, Laser Center etc.). Gearbeitet wird unter Aufsicht von Optometristen und Ophthalmologen. Auch wenn man es als Europäer zunächst nicht unbedingt für nötig hält, an allen Praktika teilzunehmen, so kann man doch im Laufe der Monate fasziniert feststellen, wie viel Sicherheit man während des Studiums im Diagnostizieren vieler Augenkonditionen (z.B Katarakt, Glaukom, Diabetische Retinopatie oder andere Netzhauterkrankungen) gewinnt. Wie häufig im Leben, so trifft auch hier der Spruch: „Übung macht den Meister" zu.

Fazit: Das ASIP Programm ist eine echte Herausforderung, der nicht unbedingt jeder gewachsen ist. Hoffen wir, dass sich die Optometrie in Europa zukünftig so entwickelt, dass man das erworbene Wissen auch in jeder Hinsicht anwenden darf!


Studien- und Abschlussarbeiten:

2017

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Fran Drobec

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Kristina Mihic, M.Sc


Abstract


Purpose

This study is focused on comparing measurements between manifest refraction and refraction measured with iDesign device. The purpose of this study is to show if myopia, hyperopia, astigmatism, age and gender influence the measured results.


Methods

A total of 101 test subjects were included in this study. It was taken into account that the sample be equally represented by both sexes, to include a wide age range and that the sample is represented by an equal number of myopia and hyperopia patients. Out of 101 test subjects, 53.5% were female and 46.5% male. The age range of test subjects was between 19 and 64. The sample was balanced by age, and the test subjects were divided into two age groups for statistical analysis. The first group included patients between the age of 19 and 41, while the second group included patients between the age of 42 and 64 (49.5% of the sample). The average age of patients was M = 39.7. In order for the study to test the proposed hypotheses and to answer research questions, the sample included about half myopic patients (53.5%) and half hyperopic patients (46.5%).

Measurements were done in Optical Express (refractive surgery center in Zagreb, Croatia) in the period between 2016-2017. All measurements were done with trial set for manifest refraction, optotypes and Abbott iDESIGN Advanced WaveScan Studio System.

The measurements were made on the day of first examinations. With all the results gathered three groups were made: GROUP 1 (myopic patients), GROUP 2 (hyperopic patients) and GROUP 3 (divided by patients’ age and gender).

While measuring manifest refraction and refraction made with iDesign, a statistical analysis was carried out to show how the measurements of specific features manifest within different patient groups.


Results

The result shows that both myopia and hypermetropia, and the age and gender of the patients make a statistically significant difference, but they do not have any clinically significant effect on the outcome of measurements.

Average manifest refraction measures for right eye are as follows: Dsph (OD) M = -0.85, Dcyl (OD) M = -1.01, Visus cc (OD) .94, SFE (OD) M= -1.35

Average manifest refraction measures for left eye are as follows: Dsph (OS) M = -0.79, Dcyl (OS) M = -0.95, Visus cc (OS) .94, SFE (OS) M= -1.27

Average iDesign measures for the right eye are as follows: Dsph (OD) M = -1.24, Dcyl (OD) M = -1.17, Visus cc (OD) .87, SFE (OD) M= -1.83

Average iDesign measures for the left eye are as follows: Dsph (OS) M = -1.09, Dcyl (OS) M = -1.11, Visus cc (OS) .88, SFE (OS) M= -1.65


Conclusion

For myopia, there is a statistically significant difference between manifest refraction and iDesign measurements for both right and left eye. Namely, measured values obtained by iDesign device are significantly lower in corrected visual acuity, spherical correction, cylindrical correction as well as spherical equivalent.

For hyperopia, the situation is not as clear as it is for myopia. For both eyes, there was a difference between manifest refraction and iDesign measurements for corrected visual acuity and cylindrical correction, but not for spherical correction and spherical equivalent. When measuring corrected visual acuity and cylindrical correction lower values were obtained by using iDesign device.

With neither right nor left eye age had statistically significant influence on deviation of iDesign measurements and BCVA. Gender also proved as not a significant factor.

We can conclude that there are statistically significant differences between iDesign refraction and manifest refraction, when measuring nearsightedness, farsightedness, astigmatism, spherical equivalent and BCVA, but clinically there is no relevant difference.


Key words:

Manifest refraction, iDesign, myopia, hyperopia, astigmatism, spherical equivalent, sphere, axis, unaided visual acuity, best corrected visual acuity.

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Marc Fankhauser

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Michael Wyss, M.Sc.


Abstract

Purpose

The purpose of the study is to show that the neurological training for presbyopia of RevitalVision helps improving distance and near vision (visual acuity and contrast sensitivity) without changing the power, the system or the material of a given contact lens. In conclusion presbyopic multifocal contact lens wearers can continue wearing their habitual multifocal contact lenses that cover their needs.


Methods

The prospective, single center, randomised study was designed to prove that presbyopes with modern multifocal contact lenses have better optical performance post training. 16 eyes were analysed objectively, 12 completed the post treatment examination. Based on the regular measurements of the RevitalVision presbyopia training, the visual acuity for distance and near, contrast sensitivity for distance and near and accommodation amplitudes were measured pre and post training. Near and distance visual acuity was measured on the F.A.C.T chart. Contrast sensitivity for distance and near was measured on the Vistech charts. Additionally, the study included a subjective questionnaire pre and post training, which covered the subjective visual performance for distance and near by good and poor light conditions, the use of additional reading glasses and safety while driving on nighttime. Finally the questionnaire asked if the presbyopes would recommend the training.


Results

The mean value improvement for distance visual acuity was 0.08 LogMar. The mean value improvement for near visual acuity was 0.04 LogMar. The mean improvement of contrast sensitivity for far was 2.0 lines. The mean improvement of contrast sensitivity for near was 1.7 lines. Accommodation amplitudes increased by a mean value of 0.4 diopters.

Subjectively the distance vision at good light conditions did not get better. The near vision improved by 0.15%. Distance vision at night increased by 14.08% and near vision at night improved by 5.98%. Supplement reading glasses were used 6.53% less often and safety while driving at night increased by 14.58%. 4 participants completed the subjective questionnaire post training and the recommendation rate was 100%.


Conclusion

In conclusion the study shows that RevitalVision presbyopia training also works on multifocal contact lenses, as good as it does without. Objectively vision (Contrast sensitivity and visual acuity) increased for far and for near. Subjectively these results could not be confirmed. Nevertheless the recommendation rate is phenomenally high.

As it is very difficult to demonstrate the effect of the training in advance, establishing RevitalVision training as a package together with the fitting of multifocal contact lenses should be recommended.


Key Words

RevitalVision, multifocal contact lens, contrast sensitivity, visual acuity, accommodation amplitude

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Markus Hofmann

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl, Hochschule Aalen

Externer Betreuer: Dr. med. Gery Büsser


Abstract

Goals
The present study aims at four main goals:
1. It should use plain and intelligible language to show the role played by the visual system in concussions occurring in sports and especially in ice hockey.
2. It should provide the participating sports vision optometrist and the club’s attending medical team with a set of guidelines for how to professionally approach and assess regularly occurring eye problems following concussions.
3. The recording of quantitatively measured data should create a baseline that can be subsequently used for comparative purposes and which is also ideallysuited for the observation of long-term effects. This individual dataset can be consulted over the course of the season in case of injuries and any ensuing visual abnormalities.
4. The author posits the thesis that the procedure described in this paper offers an additional new piece of the puzzle for the professional treatment ofconcussions in ice hockey and their ramifications: “Is vision a part of the
puzzle?” 


Method
The facts in the written part are based on extensive research of the relevant literature including scientific studies, reference books and various other sources. The functional and visual data of the ice hockey players were recorded
in summer 2016 at sehzentrum zurich on the basis of a one-hour test course conducted with all 26 players on the ZSC Lions team roster. The screening tests used in this study are modelled after internationally recognised guidelines of the OEP and Pacific University in Portland/Oregon, a highly renowned and experienced leader in the field.


Results
The findings in this paper show how eye problems following concussions in ice hockey can be quantitatively measured. It also demonstrates how the data can be further applied for comparative purposes in diagnosis and rehabilitation.


Summary
The impact of sports-induced concussions has become a topic of global relevance and concern for a wide range of stakeholders (sports physicians, players, coaches, clubs, federations). Contact sports are a key area of focus in this regard and ice hockey also finds itself increasingly confronted with this issue. Each season around 25% of the players on a competitive ice hockey team suffer a concussion. Between 80% and 90% of the affected individuals recover within 14 days to an identical neuro-functional level. 2.5% of those affected still remain symptomatic 45 days after the incident. The diagnosis differentiates between sub-categories of concussions and symptoms. Around 67% of these players report changes and symptoms in their eyes and in their visual perception. Damage to the oculomotorius region influences essential functions of the outer eye muscles and impairs pupil function and accommodation. This serious combination is responsible for the “functional and visual abnormalities following diagnosis of a concussion in ice hockey” discussed in this work. In the pre-season, neuropsychological tests are conducted with the team’s players. These were now supplemented with anoptometric baseline evaluation. If a player suffers an injury during a game, the so-called “BandenCHECK-UP” (information sheet on concussion injuries for players and medical attendants) helps to verify the diagnosis of concussion. The return-to-play plan brings the affected athlete back to the playing field through rehabilitation and a step-by-step approach. Should an injury fall in the vestibular-oculomotoric sub-category, a longer rehabilitation phase can beexpected. As in the other categories, these players should also be treated with an individual programme of care. Evidence-based reports show success with visual-oculomotoric training (vision therapy). Both case descriptions show impressive applications of the theoretical treatments in the real world of professional sports and that is what it is ultimately all about! As concussions have cumulative effects, young players should be protected more systematically and have their brain functions regularly examined.

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Matthias Schöttle

Erstbetreuer: MSc. Martin Kündig

Externer Betreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel


Abstract

Zweck:
Die Untersuchung und Analyse von nicht strabismisch bedingten binokularen Störungen soll vereinfacht werden. Hierzu beschreibt die vorliegende Arbeit die Funktion eines EDV-Tools, welches auf Basis standardisierter Messungen eine mögliche Diagnose stellt.


Methoden:
Das Programm orientiert sich an der „Integrative Analysis“ von Scheiman und Wick. Die Eingabe der Messresultate erfolgt in eine Maske. Anschließend werden die Werte mit vorhandenen normativen Werte verglichen. Über die Z-Transformation wird jeweils ein Point Score berechnet. Unter Berücksichtigung der Messresultate fließen die Point Score in die Index Score für Vergenz und Akkommodation ein. Durch geeignete Abfragen ermittelt das Programm einen möglichen Befund.


Ergebnisse:
Anhand einzelner Befunde wurde die Funktion des Programms gezeigt. Geprüft wurde das Programm an 25 vorliegenden Fällen mit gesichertem Befund. Auch hierkonnte die Funktionsfähigkeit des Programms bestätigt werden.


Schlussfolgerung: 
Das Programm bietet dem Untersucher einen schnellen Überblick über den binokularen Zustand des Klienten. Damit wird Freiraum für die Kommunikation mit dem Patientengeschaffen um die Situation zu besprechen und mögliche Lösungen zu erörtern.


Keywords:
Nicht strabismisch bedingte binokulare Störungen, Integrative Analysis, Diagnosestellung

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Oliver Strobel

Erstbetreuer: Dr. Daniela Nosch

Externer Betreuer: Thomas Hofmann M.Sc.


Abstract

Purpose:
The aim of this study was to assess the effect of gas permeable contact lens (GP CL) wear on lid margin sensitivity (at the lid wiper) and if a correlation between subjective general pain sensitivity and successful adaptation to GP CLs can be observed.


Methods:
Volunteers aged between 18 and 50 years of age were recruited. The sensitivity of the lidwiper was measured on the right eye, at upper and lower eyelid, with use of the Cochet-Bonnet esthesiometer. The measurements were carried out at baseline and after a 14days wearing period of customized, GP CLs. In addition, a pain sensitivity questionnaire3 was filled in by all subjects. The subjective wearing comfort of the GP CL was assessed immediately after the short initial wearing time and after a 14days wearing period, with aid of a specifically designed questionnaire. The most important exclusion criteria were previous GP CL wear, as well as symptoms and signs of dry eyes.


Results:
32 volunteers aged 18-50 years (median age 29.00 SD: 7.30) took part: 16 males (median: 27.50; SD: 8.78) and 16 females (median: 30.50; SD: 5.75). All 32 subjects completed the study successfully. The mean value (±standard deviation, SD) for the sensitivity of the lidwiper (corresponding to the length of the nylon thread) at baseline was 3.30±1.78 cm at the upper lid and 3.44±1.16 cm at the lower eyelid and after the 14-day wearing of the GP CLs, it was 1.97±0.91 for the upper, and 2.46±0.91 for the lower lid. Results in g / mm2: upper lid pre (median 3.91 SD 6.25), lower lid pre (mean value 2.50 SD 1.94), upper lid post (mean value 13.81 SD 19.19) lower lid post (mean value 5.96 SD 8.05).
The mean score (±SD) for the general subjective pain questionnaire (SF1) was 53,00 SD± 16,0 (52.5±14.4 for males and 54.1±17.9 for females). The mean score for the feedback questionnaire (FB1) immediately after the initial GP CL wear was 38.8±19.8 (34.8±18.4 for males and 42.8±20.9 for females). After the 14-day wearing period of the GP CLs the mean score was 32.7±19.4 (27.4±18.3 for males and 37.9±19.6 for females).
The correlation coefficient between subjective pain sensation at baseline and the first impression after initial placement of the GP CLs, determined in the corresponding questionnaires according to Spearman, was 0.169, p = 0.354. The motivation continuing wearing contact lenses, calculated with the Pearson correlation between the initial impression of the lenses and the subjective impression after the 14-day wearing period is 0.356, p=0.045. The Wilcoxon signed rank test has the values for W: 159.5, difference of mean values: -3.25, sum of positive ranks: 246.5, sum of negative ranks: 159.5, Z value: -0.9906, mean value (W): 203, standard deviation (W) : 43.91, sample size n: 28.Z value: -0.9906. P: 0.32218. The result is not significant for p ≤ 0.05. The critical value for W at n = 28 at p ≤ 0.05 is 116. The result is therefore not significant for p ≤ 0.05


Conclusion:
Based on the results and findings of this study, it is assumed that the sensitivity of the Lidwipers wearing customized gaspermeable CLs will be reduced. For the whole group, no correlation was found between the personal pain perception shown in the pain questionnaire with the subjective wearing comfort. However, a subgroup analysis reveals a trend here.


Keywords:
Cochet-Bonnet esthesiometer, lidmargin sensitivity, lidwiper, pain questionnaire, rigid contact lenses, habituation, feedback questionnaire, fitting success, subjective, objective.

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Anke Preu

Erstbetreuer: Dr. Martin Lörtscher PhD, Optometrist M.Sc

Externer Betreuer: Prof. Dr. Anna Nagl


Abstract

Purpose:

Evaluation of post-surgery visual acuity with LETNIS Mplus intraocular lenses. Additional technical information such as angel Kappa and near segment orientation are measured and compared.

Methods:

This is a retrospective and monocentric study of 318 eyes.

It includes cataract patients aged between 45-85 years. All patients had a cataract surgery by one and the same surgeon from January 2014 to January 2017.

Excluded are patients with anterior and posterior eye diseases, irregular corneal astigmatisms or strabisms.

Results:

58,2% of the patients have the mode of mix and match implanted (dominant eye MF 20 and MF 30 in non-dominant eye). Average of UDVA is 0,72 (s= 0,014) and average of UNVA is 0,6. Only eyes with implanted binocular MF 30 reach a visual acuity of 0,8. Target value of post-surgery refraction was emmetropia, so there is a difference between pre- and post-surgery refraction (p= 0,019). The average of post-surgery refraction is -0,46 dpt (s= 0,696). 85,4% of all implanted IOLs, the near segment is positioned inferior. The biggest amount of angle kappa is located inferior and temporal. X-values of angle kappa are - 0,26 s= 0,49. Y-values are - 0,37 s= 0,32.

Conclusion:

The UDVA post-surgery is higher than pre-surgery. For all types of this segmental refractive multifocal IOLs the UNVA is similar at 0,6. The Visual axis of the sample is almost located inferior temporal (angle kappa).

Keywords:

Segmental refractive multifocal Intraocular lens, Oculentis LENTIS® Mplus, angle kappa

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller:Roland Haas

Erstbetreuer: Professor Dr. h.c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Georg Scheuerer, M.Sc.


Abstract

The aim of this study was to examine if there is any significant shift in pH while wearing Mini-Scleral lenses with 500 μm sagittal height over a time period of four to five hours.

40 subjects between 18 and 29 years of age were tested. Contact electrodes were used to measure pH at 3 data points. Data point 1 was the unpreserved saline itself (pH 7,23, s.d. +/- 0,023). Data point 2 was a baseline after two to three minutes (pH 7,08 s.d. +/- 0,17). Data point three was after wearing the Mini-Scleral lenses for four to five hours (pH 7,34 s.d. +/-0,13). Comparison of these mean values showed statistically significant differences (p < 0,01)

Comparing the different values between data points 1 and 2 (Delta 1 = -0,14) and the 2 and 3 (Delta 2 = +0,25) also showed a highly significant difference, with p < 0,01.

Based on a study done by Abelson, Udell, & Weston in 1981, the physiological range of tear film is between pH 6,5 and 7,6. Almost all values of subjects in this study stayed in this physiological range except for two data points out of the 80, where the pH rose above 7,60.


Conclusions and recommendation:

This study shows that the pH of an unpreserved saline after a short period of time drops down to “acidic” but after wearing the Mini-Scleral lenses for four to five hours the pH recovers and becomes “basic”. However, while there are different Mean values, the pH value stays 98% within a physiological range. Only ~2% of the data points were outside the physiological pH range.

Subsequent research should be done to answer whether the pH shift is due to extended wearing of Scleral Lenses, or how an unbuffered solution reacts.

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Hendrik Edelthalhammer

Erstbetreuer: Dr. Nina Müller

Externer Betreuer: Prof. Dr. Konstantin Gugleta


Abstract


Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Mario Denny Sprötge,

Erstbetreuer: Dr. Bernd Dörband

Externer Betreuer: Dr. Samuel H. Dremmel


Abstract


Purpose:
The primary aim of this study was to determine the ability of device parameters of the DNEye scanner to provide an index indicator for the practicing optometrist and optician to allow them to make a safe sales recommendation. To achieve this goal, a randomized double-blind cross-sectional study was conducted at an optometry institute.


Methods:
From the beginning of March to the end of June 2016, 75 subjects aged between 18 and 47 years were recruited, with a time window of 2 to 3 examination appointments of 90 minutes each. The imaging errors of the lower and higher order were determined as central measurements using the DNEye® scanner. Under mesopic conditions the differences in visual perception between DNEye and non-DNEye optimized lenses were examined by means of the twilight vision devices Optovist and CSV-1000E as a discriminatory instrument. The sensitivities and specificities of 32 device parameters and their performance were calculated using ROC analyzes.


Results:
The parameter Denny IV (corneal diameter minus central corneal radius) with an AuROC of 0.677 and a sensitivity of 49.10% at a specificity of 80% achieved the best result in the function of a constant visual performance. In the function of a DNEye-optimized glass recommendation, the Cornea diameter achieved the best result with an AuROC of 0.661 and a sensitivity of 38.91% at a specificity of 80%.


Conclusion: The best indicator for a positive success probability and thus also an indicator for the recommendation of DNEye optimized glasses is the corneal diameter. In conjunction with the central corneal radius (Denny IV), it is also the best indicator for a negative success probability and thus also an indicator for disadvising DNEye optimized spectacle lenses. That means, DNEye glasses are good for small corneal diameters and small central corneal radii.
Pupil diameter and the DNEye root mean square (RMS) index play in the decision question whether DNEye or nonDNEye recommendation a subordinate role. However, a probable recommendation could be made.
As a result of a very high proportion (36%) of eyes experiencing a visual impairment in the discrimination process between DNEye and nonDNEye, this study (working title ESAD = decision criteria for the sensible selection of DNEye lenses) invites further research on the DNEye scanner.
Keywords: DNEye, aberrations, Optovist, CSV-1000.

2016

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Benjamin Lanzinger

Erstbetreuer: Prof. Dr. Annette Limberger

Externer Betreuer: Prof. Dr. Steffen Kreikemeier


Abstract

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht in welchem Maße die Verbesserung des Signal Rausch Abstandes (SNR), welcher mit dem Oldenburger Satztest validiert wurde, von der Hörminderung abhängt. Des Weiteren wurde untersucht, ob sich ein Unterscheid in der Sprachverständlichkeit nachweisen lässt, wenn zwischen High End und Low End Versorgungen verglichen wird.

Die Studie wurde mit 35 Probandinnen und Probanden mit einem sensorineuralem Hörverlust durchgeführt, welcher mittels des „Pure Tone Average“ (PTA) klassifiziert wurde. Die Anpassung der Hörsysteme erfolgte nach dem Anpassalgorithmus NAL – NL2, welcher durch eine In Situ Anpassung verifiziert wurde. Die Validierungsmessung wurde mit dem Oldenburger Satztest durchgeführt.

Bei einem Störschallpegel von 45 dB konnte bei geringgradigen Hörminderungen eine Verbesserung des SNR um 2,5 dB erreicht werden, sowie eine Verbesserung des SNR um 5,3 dB bei mittelgradigen Hörminderungen. Im Vergleich zwischen einer High End Versorgung mit einer Low End Versorgung bei einer mittelgradigen Hörminderung konnte bei einem Störschallpegel von 45 dB einer Unterschied von 2,3 dB zugunsten des High End Hörsystems gemessen werden. Die Versorgung einer geringgradigen Hörminderung ergab keinen signifikanten Unterschied zwischen den unterschiedlichen Qualitätsstufen der Hörsysteme.

Zusammenfassend sollte bei einer Hörsystemanpassung generell die zu erzielende Verbesserung des SNR in Abhängigkeit der Hörminderung ausgegeben werden. Bei einer Hörsystemanpassung im High End Bereich muss darauf geachtet werden, dass die Verbesserung des SNR um etwa 2 dB größer sein sollte als bei Hörsystemen aus dem Basissegment.

Aufgrund der mittels dieser Arbeit gewonnen Erkenntnisse ist es von primärer Bedeutung die Hörsystemanpassung In Situ zu verifizieren um ein für Patienten zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Benjamin Schäfer

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel


Abstract

Ziel dieser Masterarbeit ist es, dass neue Partnerkonzept „Lens & Life“ der Firma Galifa Contactlinsen AG anhand des heutigen Verständnisses des B2B-Marketing, Kundenbindung und Kundenbindungsmanagements zu bewerten. Dazu werden die zentralen Begrifflichkeiten anhand der aktuellen Literatur definiert und geklärt. Die einzelnen Bestandteile hinsichtlich der Kundenbindungswirkung des Partnerkonzeptes „Lens & Life“ werden einzeln aufgezeigt, beschrieben und bewertet.

Die Vereinfachung resp. die Reduzierung der bestimmbaren Kontaktlinsenparameter führt zur Vergrößerung des Kundenklientels und zur Bildung einer Alternative für Standardlinsen. Mit der Einführung der Verkaufsart „Life“ entsteht das erste B2B-Abo für Kontaktlinsen mit wesentlichen Vorteilen für Kontaktlinsenanpasser und Kontaktlinsenträger. Der Abo-Charakter bedeutet für die Firma Galifa Contactlinsen AG regelmäßige Umsätze und führt zugleich zu einer Fixkostendegression. Die gesamten Fixkosten werden bei steigender Ausbringung auf eine größere Menge von Kostenträgern verteilt. Die Einbindung der neuen GalifaID gibt dem Kontaktlinsenanpasser die Möglichkeit eines besseren Trägermanagements: Eine nicht-monetäre zusätzliche Dienstleistung zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

Die Firma Galifa Contactlinsen AG erfüllt mit dem Lens & Life-Partnerkonzept wesentliche Bestandteile des heutigen Verständnisses des Marketing, der Kundenbindung und des Kundenbindungsmanagements. Viele Instrumente der Kundenbindung finden sich hier wieder. Vor allem der Fokus auf Zufriedenheit und Wechselbarrieren gewährleisten die Zielerreichung.

Um das System langfristig erfolgreich zu gestalten, bedarf es noch weiterer Integrierungen von Kundenbindungsinstrumenten um möglichst viele Determinanten der Kundenbindung zu erfüllen. Diese müssen im Sinne des Kundenbindungsmanagements strukturiert erarbeitet werden. Vor allem das bereits entwickelte Online-Tool mit der integrierten GalifaID hat großes Potential zur Erweiterung zum ganzheitlichen Trägermanagement mit der Einbindung eines Logistikzentrums für zusätzliche Angebote.

Schlüsselwörter: Kundenbindung, Kundenbindungsmanagement, CRM, 4 P´s, SAVE, Galifa, Abo, B2B



Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Christian Peter Bartels

Erstbetreuer: Professor Dr. h. c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Wollherr


Abstract

Ziel:

Im Augenblick wandelt sich das Berufsbild des Augenoptikers durch akademische Aus- und Weiterbildung an Hochschulen, aber auch durch die 2013 geänderten Arbeitsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie des ZVA hin zum „primary eye care provider“.

Hier stellt sich die Frage, ob der Augenoptiker / Optometrist die damit verbundenen Kosten und Aufwendungen im täglichen Geschäftsablauf wieder refinanzieren kann und gegebenenfalls sogar einen Mehrwert generieren kann. Dies gilt insbesondere für die Anschaffung der dafür benötigten Untersuchungsgeräte und die Aus- und Weiterbildungskosten. Die Alternative besteht darin, und dies ist an vielen Stellen zu beobachten, diese Dienstleistung ohne Angabe eines Preises anzubieten. Dies mag daran liegen, dass kein kostenorientierter Preis berechnet wird, auf eine Angabe absichtlich verzichtet oder die Leistung gar „verschenkt“ wird.

Wird der dafür benötigte Zeit- und Materialaufwand für die durchzuführenden Untersuchungen betrachtet, so stellt sich die Frage: Wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft (willingness to pay) beim Kunden?

Die Ermittlung dieser Zahlungsbereitschaft bzw. des Maximalpreises ist Gegenstand dieser Untersuchung.


Methode / Vorgehensweise:

Einführend wird die aktuelle Situation der Augenoptik in Deutschland und international betrachtet. Danach werden Einflussfaktoren für die zukünftige Entwicklung des Aufgabenfeldes der Augenoptiker / Optometristen betrachtet. Ein mögliches Szenario kann hier im verstärkten Angebot „produktbegleitender Dienstleistungen“ vermutet werden. Daher wird der Begriff im folgenden Kapitel zum einen definiert und zum anderen werden die unterschiedlichen Angebotsformen einander gegenübergestellt.

Vorteilhaft kann dieses Angebot nur sein, wenn der Kunde bereit ist, mindestens einen kostendeckenden Preis zu zahlen. Auf der Basis einer Kalkulation werden daher – mit unterschiedlichen Gewinnzuschlägen – mögliche Preise für das „Screening“ ermittelt.

Zentral ist dann im letzten Schritt die Beantwortung der Frage, welchen Preis der Nachfrager für die produktbegleitende Dienstleistung zahlen will. Der Verfasser hat einen Fragebogen erarbeitet, der nach einem Pretest dann in einer überarbeiteten Version den Kunden vorgelegt wurde. Um es dem Kunden zu ermöglichen, den Umfang des Angebotes zu beurteilen (und damit eine Grundlage für die Einschätzung der eigenen Zahlungsbereitschaft zu schaffen), werden die Inhalte dieser Informationsmappe beschrieben.

Anschließend werden die Ergebnisse dokumentiert. In einem kurzen Fazit beleuchtet der Verfasser, wie diese Ergebnisse bereits umgesetzt wurden – und welche Gestaltungsspielräume hinsichtlich der Preisfestsetzung des Screenings als produktbegleitender Dienstleistung vorhanden sind. Mit einer zusammenfassenden, kritischen Würdigung der Ergebnisse – vor allem auch unter dem Blickwinkel der Relevanz für die Branche der mittelständischen Augenoptiker - schließt die Arbeit.


Ergebnis:

Der ermittelte Preis, den die Befragten bereit sind, für die angebotenen Untersuchungen zu zahlen, liegt im Mittelwert (Median) bei 100 €.

Es gibt keinen signifikanten Unterschied zwischen den verschiedenen Altersklassen, zwischen privat und gesetzlich Versicherten und zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern der Studie.

Mit dem ermittelten durchschnittlichen Preis, den die Probanden breit sind zu zahlen, kann das in dieser Studie dargestellte Unternehmen ein Gewinnzuschlag von 105 Prozent erreichen. Mit 100 € wird nicht nur kostendeckend gearbeitet, sondern es würde dadurch auch ein Gewinn erwirtschaftet.


Schlußfolgerung:

Die große Akzeptanz der produktbegleitenden Dienstleistung „optometrisches Screening“ vom Kunden und die in dieser Studie dargelegte „willingness to pay“, zeigt deutlich, dass das Screening ein zukunftsfähiges und lukratives Standbein der deutschen Augenoptik ist.

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Damjan Žunić

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Matjaž Mihelčić, M.Sc.


Abstract

Purpose
This research is focused on anatomical features of the cornea and how they react to Riboflavin UVA induced cross-linking (CXL). The purpose of this study is to show if age, keratoconus stadium or corneal thickness influence the outcome effect of the treatment.

Methods
A total of 63 test subjects were included in this study, 15 females and 48 males. As CXL was done one eye at a time, 32 left and 31 right eyes were included. The subjects ranged between 12 and 48 years of age. All subjects were diagnosed with keratoconus, but not all were diagnosed with a progressive type. CXL treatments were done in Optical Express (refractive surgery center in Zagreb, Croatia) in the period between 2014-2015. All measurements were done with Oculus Pentacam with Sheimpflug system. The measurements were made on the days the procedure was done and 1 month - 3 months - 6 months - 12 months after the procedure. With all the results gathered three groups were made: BLUE GROUP (divided by patient’s age), ORANGE GROUP (divided by pre-CXL corneal thickness) and PURPLE GROUP (divided by pre-CXL keratoconus stadium). A statistical analysis was made that will show how specific features of the cornea act within the different groups.

Results
Results show that patient’s age has no clinically significant effect on the outcome of the treatment. Corneal cylinder, thickness and KC stadium showed poor correlation to patient’s age throughout the entire 12 month period. Pre-treatment corneal thickness showed negative correlation with bot KC stadium and corneal cylinder post treatment and a positive correlation with post treatment corneal thickness values. Pretreatment KC stadium showed a positive correlation between both corneal cylinder and KC stadium post treatment and a negative correlation with post treatment corneal thickness. A “thinning” effect of the cornea was shown immediately after CXL in all groups. Corneal thickness gradually returned to its previous
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values over the period of 12 months. This is explained as temporary corneal haze interfering with our measurements.

Conclusion
In conclusion we can say that CXL was successful in all groups. All of the parameters taken into consideration didn’t show any clinically significant influence on the outcome of the treatment. All of the measured values remained the same in patients of all ages. Patients with thinner corneas tend to have larger KC stadium and cylinder values while patients with thicker corneas tended to have lower KC stadium and cylinder values. Patients with lower KC stadiums tend to have thicker corneas and low cylinder values while patients with higher KC stadiums tend to have thinner corneas with larger cylinder values.

Key words:
Riboflavin UVA induced cross-linking, keratoconus, KC stadium, corneal thickness, corneal cylinder

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Jaka Kukovič

Erstbetreuer: Matjaž Mihelčič, M.Sc.

Externer Betreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel


Abstract

PURPOSE:
Progressive addition lenses are one of the most common ways of correcting presbyopia. While the
majority of people have no problems adapting to this kind of lenses, there are a few problematic
individuals. It is very difficult to predict the outcome beforehand, and therefore an application was
created to help the practitioner measure the size of field of clear vision at near while using trial PAL
lenses. It also helps the customers to understand how these lenses work and what they can expect
from their new glasses.


METHODS:
The application was created using canvas element as a part of the HTML5 to dynamically display
different optotypes. Two pilot studies were done with this application to compare short and long
corridor PAL Hoya Livestyle V+. Trial frame lenses were also compared to previously owned
glasses with the same prescription. Study was made to measure effect of add power on field of
clear vision at near.


RESULTS:
Pilot study 1 shows that in most of the cases longer corridor lens provides larger field of clear
vision at near with an average difference in the area of clear vision between two lenses of 16.26%.
Pilot study 2 indicates that in all cases custom made PAL performs better (16.38% on average)
than trial lenses. Study surprisingly suggests no correlation between add power, visual acuity, and
age with field of clear vision at near with p values of -0.126, 0.105, and -0.076, respectively;
average surface of clear vision (n=25) was 706.26 +/- 34.91 cm².


CONCLUSION:
Application provides good repeatable results and could be very useful to assess if individual is
appropriate PAL candidate, and which lens model should be applied to get the best results.
Surprisingly, add power didn’t have effect on near field narrowing, however there was large
fluctuation of results with the similar prescription data which makes a strong argument for individual
approach that application enables.


KEY WORDS:
progressive addition lenses, PAL, field of clear vision at near.

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Jasna Beljan & Zdravko Beljan

Erstbetreuer: Prof. Dr. Dietmar Kuemmel

Externer Betreuer: Matjaž Mihelčić, M. Sc.


Abstract

Purpose:

This research has been carried out in order to analyse the change of refraction parameter in relation to aging. The purpose of the research was to analyse the incidence and change of total astigmatism which occurs during the mature years in life, determine the movement of the sphere, spherical equivalent and visus in relation to aging. The research has been carried out by comparing the values of astigmatism and determining the incidence of the types of astigmatism (with-the-rule, against-the-rule, oblique) in age groups. The prevalence of ametropic error, astigmatism and types of astigmatism regarding gender have been presented.


Methods:

The total number of 642 subjects participated in this retrospective research. The birth dates of the study participants were between 1940 and 1986. The criterion of selecting the participants of research was that the best corrected visual acuity was ≥1.0. The measurement was done by an optometrist by subjective method in photopic conditions. The measurement yielded the refraction value of the sphere, cylinder and axis. The participants were distributed into groups according to the type of ametropia: hyperope’s (325 participants, with 56% females, and 44% males), and myope’s (317 participants out of which 45.43% females, 54.57% males). Each eye was analysed separately. The eyes were divided into groups regarding their age at the time of the first refraction. The prevalence according to the gender was analysed with regard to ametropic error (hyperopia/myopia), type of astigmatism (with-the-rule, against-the-rule, oblique), best corrected visual acuity and spherical equivalent.

The difference between two refractions was analysed regarding the sphere, cylinder, visus and spherical equivalent. The eyes which had astigmatism in the first refraction, which in the second refraction was not measured were separately analysed. Similarly, the eyes which did not have astigmatism in the first refraction and measured astigmatism in the second refraction were also separately analysed.


Results:

In this research the results showed statistically significant change (p<0.05) of the sphere, cylinder, spherical equivalent, in relation to the age groups of the subjects.


Conclusions:

Changes of the dioptre and visus in this research indicate the changes of the eye optical system related to age. The changes caused by aging have been individualised. In this research the used subjective method of refraction has given reliable condition of the subjects refraction. Some of the results that have been presented are consistent with previous research, showing the change regarding the age.

It is recommended to monitor the change in the refraction values by regular controls at an eyecare practitioner. The question that can be raised is whether the change has occurred as the result of degenerative pathological change and to direct further research in that direction, or to understand the changes as a predictable flow of movement through years. In order to improve the performing of everyday obligations the change in sphero-cylindrical eyeglasses or contact lenses should be corrected.

By monitoring and correcting the changes in visual capabilities during the lifetime, one can raise the quality of living, improve the working ability, traffic safety, and personal safety.


Key words:

aging, sphere, astigmatism, visual acuity, spherical equivalent, subjective method

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Martin Kündig

Erstbetreuer: Prof. Yu-Chi Tai, MA, PhD

Externer Betreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel


Abstract

Purpose: Prolonged near-distance viewing has long been regarded as the main source of visual fatigue; however, the physiological causes remain unclear. Using within-subject design, this study examined the changes of accommodative, vergence, and pupillary functions over a long reading time (≈8 hours). We hypothesized that, with increased reading time, visual fatigue would be increased and oculomotor system would be affected.

Methods: Thirty-four subjects (normal vision, no history of eyestrain) read from a computer screen at 55 cm for 5 blocks (50-60 min each). Real-time measurements of accommodation (Spherical Equivalent Refraction = SER), vergence (through eye positions recording), and pupil size were recorded. Clinical tests were conducted off-screen at baseline and after each block, including accommodative amplitude, accommodative facility, fusional vergence reserve (base-in break, base-in recovery, base-out break, base-out recovery) and vergence facility. A survey with 27 questions was administered at the same time. The total test time was about 8 hours. Mixed model ANOVAs were used to analyze the effect of time (Block) on the objective responses, with baseline measurement as covariant. Subjective symptom ratings were categorized into four latent factors using factor analysis before further analysis.

Results: Significant effect of time was observed on real-time SER (p=.007), accommodation facility (p=.003), base-in break (p<.001), base-in recovery (p=.036), and vergence facility (p=.001). Overall, negative fusional vergence ranges, accommodation facility, and SER decreased (i.e., accommodative lag increased) while vergence facility increased as reading continued. No significant effect was observed on other objective measurements. Subjective symptoms were significantly higher (p<.001) in later blocks for factors of Mental & Physical Fatigue, Eye Discomfort and Text Perception while they were significant lower (p=.029) for Display Setting.

Conclusions: Previous research has found increased accomodative lag and decreased accomodative facility associated with accommodative insufficiency, which contributes to visual fatigue. The current study found increment in subjective symptoms and changes in objective measurements of accomodative lag (increased) and accommodative facility (decreased) over time, consistent with these reports. However, in this study subjects with normal vision reported moderate symptoms when reading with frequent breaks, suggesting reserved capacity even after 7-8 hours of testing. To determine if this leads to lack of significant effect on the pupillary and vergence system, other than the negative fusional vergence reserve (base-in break and recovery) and vergence facility, further studies are needed to investigate how more severe visual fatigue may affect the ocular system.

Zweck: Ausgedehntes Sehen im Nahbereich wird seit langem als Hauptgrund für visuelle Ermüdung (visual fatigue) betrachtet, jedoch sind die physiologischen Ursachen nach wie vor unklar. Mit Hilfe eines Innersubjet-Designs wurden in dieser Studie Veränderungen der Akkommodations-, Vergenz- und Pupillen-Funktionen über eine lange Lesedauer (≈8 Stunden) beobachtet. Wir stellten die Hypothese auf, dass mit zunehmender Lesedauer die visuelle Ermüdung zunimmt, was die Okulomotorik beeinflusst.

Methode: Vierunddreissig visuell unauffällige Probaten lasen auf einem Bildschirm in 55 cm Entfernung für 5 Blöcke von je 50 bis 60 Minuten. Die Akkommodation (sphärisches Äquivalent = SER), die Vergenz (via Aufzeichnung der Augenpositionen) und Pupillengrösse wurden kontinuierlich in Echtzeit gemessen. Zusätzlich wurden mittels klinischen Tests nach jedem Leseblock sowie vor dem ersten Lesen die Akkommodationsbreite, Akkommodationsflexibilität, Fusionalevergenzreserven (Basis-Innen und – Aussen, Break und Recovery) und Vergenzflexibilität gemessen. Ein 27 Fragen umfassender Fragebogen zur Ermittlung von subjektiven Symptomen wurde zeitgleich abgefragt. Die totale Testdauer pro Proband betrug acht Stunden. Mixed model ANOVAs wurden verwendet um den Effekt der Lesedauer (Block) auf die Variablen zu analysieren. Dabei wurden die Ausgangsmessungen als Kovarianzen verwendet. Die Bewertungen der subjektiven Symptome wurden, vor der weiteren Analyse, mittels Faktoranalyse in vier Faktoren unterteilt.

Resultate: Signifikante Effekte der Lesedauer auf das Echtzeit SER (p=.007), die Akkommodationsflexibilität (p=.003), Basis-Innen Break (p<.001), Basis-Innen Recovery (p=.036) und Vergenzflexibilität (p=.001) wurden gefunden. Gesamthaft nahmen die negativen Fusionalenvergenzreserven, die Akkommodationsflexibilität und das SER mit zunehmender Lesedauer ab (entspricht einer Zunahme des Akkommodations-Lag), während die Vergenzflexibilität zunahm. Es konnte kein signifikanter Effekt auf die weiteren objektiv gemessenen Variablen gefunden werden. Die subjektiven Symptome der Faktoren mentale & physische Ermüdung (Mental & Physical Fatigue), Augen Unbequemlichkeit (Eye Discomfort) und Text Wahrnehmung (Text Perception) wurden in späteren Blöcken signifikant höher (p<.001) bewertet, die Unzufriedenheit mit den Bildschirmeinstellungen (Display Setting) war gegen Ende der Untersuchung signifikant tiefer (p=.029).

Schlüsse: Frühere Forschungen haben ein erhöhtes Akkommodations-Lag sowie eine reduzierte Akkommodationsflexibilität mit Akkommodationsinsuffizienz, welche zur visuellen Ermüdung beiträgt, in Verbindung gebracht. Die vorliegende Studie hat einen Anstieg von subjektiven Symptomen sowie Änderungen im Akkommodations-Lag (Zunahme) und der Akkommodationsflexibilität (Abnahme) über eine längere Lesedauer, im Einklang mit diesen früheren Berichten, gefunden. Indes haben in unserer Studie, Subjekte mit normalem, unauffälligem Visuellem System beim Lesen mit regelmässigen Pausen lediglich moderate Symptome angegeben. Was auf ausrechende Reserven des Visuellensystems selbst nach 7 bis 8 Stunden des Testens schliessen lässt. Um festzustellen ob das Fehlen von signifikanten Effekten auf die Pupillenreaktion und das Vergenzsystem (mit wenigen Ausnahmen) diesem Umstand geschuldet ist, sind weitere Studien nötig die den Einfluss von schwerwiegender visueller Ermüdung auf die Okulomotorik und das Visuellesystem untersuchen.

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Michaela Brummer

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Georg Scheuerer


Abstract

Aim: This thesis aims developing and describing games which can be used without great material effort in kindergarten to encourage and improve visual development.

Method: Essential for this thesis were journals’ research, research in early childhood development and research in graphomotor, occupational therapy, development psychology, visual coaching, perceptional psychology, brain science and at last motor activity research.

Results: Ten games resulted, which can be played without great material effort in kindergarten, other institutions and at home. Most important are joy in playing and trying the games with all their possibilities.

Summary: Learning is a holistic progress, which can only work appropriate with an adequate and balanced stimulation of the sense areas at this stage of age. Especially fast changing, exciting and intense sensational environment makes it important for children to be furthered holistically and appropriate. Well-established basic functions support children in reading, writing and calculating at school.

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Thomas Heiliger

Erstbetreuer: Dr. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Schrage


Abstract

This master's thesis deals with a mobile and interactive application concept to run on a PC, laptop or mobile device, called VisusTas. VisusTas has the goal to be a self-controlled tool by the patient via differnt tests for ones visual accuracy of the eye. The investigations are a static vision test, eye test dynamic, color vision and Amsler grid. Futher Tests are planned. The control as a screening of the eye condition takes place before, during and after an illness or eye surgery. This crossplatform app is developed by Acto e.V. (Aachener Center of Technology Transfer in Ophthalmology) and has been tested by the author with patients and optician custumers.
In the individual chapters, the master's degree candidate will relate to the scientific background describing the Vision Tests and disease patterns as well as represent and analyze selected Online Vision Tests. The chapter “materials and methods” describes in detail the technical background and the results obtained. Also in the chapter “view” possible tests are shown in which the application could be expanded. Since the new technical advencements the conventional vision tests within the application are more interactive and user-friendly than ever before. In the results, it is shown that this application is still not significantly different from the conventional testing and this indicates that more solutions should be developed. VisusTas can contribute to the detailed eye check. Due to the modular design, it easy to add new developed tests to the app. static vision test; dynamic vision test; iPad app; online vision test; Landolt ring;
Color test

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Verena Roth

Erstbetreuer: M.Sc. Irk Halter

Externer Betreuer: Prof. Dr.h.c. Dietmar Kümmel


Abstract

Ziel:
Das Intention der Masterthesis „Kompetente Dienstleistungen als zukunftsweisender Erfolgsfaktor im Geschäftsmodell beim Augenoptiker“ ist es, herauszufinden, welchen Stellenwert aus Kundensicht das Angebot der „Optometrischen Dienstleistung“ hat und ob dies zu Kundenzufriedenheit im Geschäftsmodell von SICHTBETONT führt. Zusätzlich soll geklärt werden, ob der Kunde durch eine kompetente und personalisierte Untersuchung mit anschließender individueller Empfehlung, bei seiner Kaufentscheidung beeinflusst wird, was auf lange Sicht zu wirtschaftlichem Erfolg für das Unternehmen führt. Es wird die These verfolgt, dass die akademische Ausbildung im Bereich Optometrie, die technische Ausstattung und die kompetente Beratung zu erhöhter Kundenzufriedenheit im Geschäftsmodell von SICHTBETONT führt und dies die Schlüsselpunkte für ein zukunftsorientiertes und erfolgreiches Geschäftsmodell sind. Methode / Vorgehensweise: Nach der Darstellung der aktuellen Situation in der Augenoptik - Branche werden zukunftsweisende Änderungen der Tätigkeitsfelder in der Augenoptik beleuchtet. Im Hauptteil wird ein Geschäftsmodell erarbeitet welches seinen Schwerpunkt auf optometrische Dienstleistung legt. Dabei wird in vier Elementen das Handeln und die Struktur des Unternehmens SICHTBETONT dargestellt. Im Rahmen der Zielsetzung wird eine empirische Erhebung zur Relevanz und Bewertung der optometrischen Dienstleistung durchgeführt. Mit der Auswertung dieser Ergebnisse soll die These belegt werden. 


Ergebnisse:
Sowohl die Auswertung der Befragung als auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens SICHTBETONT liefern eindeutige Resultate. Ein klares Ergebnis von 94%für „sehr zufrieden“ liefert die Frage zur Zufriedenheit mit der optometrischen Dienstleistung. Darüber hinaus gaben 91% der Befragten an, dass sie die Empfehlung nach  der Untersuchung bei ihrer Kaufentscheidung unterstützt hat.


Schlussfolgerung:
Für eine erfolgreiche, zukunftsorientierte Positionierung im Markt bedarf es einer akademischen Ausbildung in der Optometrie, kombiniert mit technischer Ausstattung und kompetenter Beratung.


Schlüsselwörter:
Optometrische Dienstleistung - Geschäftsmodell - Kundenzufriedenheit

Jahr: 2016

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Chiara Toffoli

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Stephan Berner, M.Sc.


Abstract

PURPOSE: According to the literature, yoked prisms have an effect on posture. Using healthy adults, this study investigates if the effect of vertical yoked prisms (VYP) on the center of pressure (CoP) can be foreseen by calculating the “K-fraction”, Melvin Kaplan’s basis for determining if VYP are recommended to the patient, and in which direction. If the K-fraction’s suggested direction is the one that improves patient’s comfort, or if there is a significant trend, this would facilitate the prescription of VYP during the optometric practice.

METHODS: In 59 healthy adults (mean age 32,14), the CoP is assessed using a stabilometric force platform while wearing 2 and 5 cm/m yoked prisms, positioned base up (BU) and base down (BD), as well as without prisms. The patient stands for 51,2 seconds on a stabilometric platform fixating on a target at 2,40m and measurements of their stability and forward, backward and lateral movements of the CoP are recorded.  Using the phoropter, Von Graefe phorias at near are measured to calculate the “K-fraction”.

RESULTS: The CoP was affected by low power VYP. As previously reported in literature, wearing VYP BU move the CoP forward, whereas wearing VYP BD move it backward. In addition to this, it is also evidenced that VYP BU move the CoP to the right and VYP BD to the left. Our stabilometric analysis shows patients wearing VYP are more stable with prisms, in particular women against men and the age group 40-49 against 30-39. However, the correlation between the effectiveness of the VYP suggested from the calculated K-fraction and the results obtained on the stabilometric platform is not significant. The prisms predicted by the K-fraction measurement are often not the prisms that result in greater stability in the CoP and comfort.

CONCLUSION: The study confirms that VYP have an effect on the CoP, therefore they can be used during vision therapy sessions to induce an effect on posture. However, we determine that the K-fraction is not the correct measurement to ascertain which kind of vertical yoked prisms will have the optimal effect on the CoP, therefore a new metric is needed.

KEY WORDS: yoked prisms, K-fraction, Kaplan, center of pressure, posture, von Graefe phorias

Jahr: 2017

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Annika Elixmann

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Thomas Wollherr


Abstract

2015

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Vera Fleckenstein

Erstbetreuer: M.Sc. Anne Suckow

Externer Betreuer: M.Sc. Annette Schmitt-Lieb


Abstract


Ziel:

Ziel dieser Studie war, die individuell veränderte Sphäre und Zylinder durch den Operateur mit den empfohlenen Herstellernomogrammen bei einer LASIK-Operation zu vergleichen. Dabei war festzustellen, ob eine individuelle Anpassung der Kalkulationswerte sinnvoll ist.

Methode:

Hierzu wurde eine prospektive Vergleichsstudie mit 106 Patientenaugen durchgeführt. Die Patienten waren zwischen 18 und 50 Jahre alt. Der Mittel-wert der präoperativen Fehlsichtigkeit lag bei -3,98 dpt ± 1,60 dpt. Die Sphäre, welche letztendlich korrigiert wurde, wies den Mittelwert von -3,44 dpt ± 1,63 dpt auf. Der Mittelwert des Zylinders betrug -0,89 dpt ± 0,68 dpt. Alle Messungen, Operationen sowie postoperativen Kontrollen wurden in der Augen-Laser-Klinik Lohr vorgenommen. Dabei erfolgte jeweils zunächst eine Voruntersuchung der Patienten. Anschließend wurde die wellenfrontgesteuerte Femto-LASIK mit Irisregistrierung vorgenommen. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe von SPSS Statistics und Datagraph-med® ausgewertet. Es wurde die empfohlene Anpassung der Werte mit der individuell durchgeführten Änderung der Sphäre und des Zylinders verglichen.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse der durchgeführten Vergleichsstudie zeigten auf, dass die individuell geänderten Werte im Vergleich zu dem Herstellernomogramm ähnlich waren. Es konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden.

Schlussfolgerung:

Dies lässt den Schluss zu, dass individuell kalkulierte präoperative Daten nicht wesentlich genauer als die des Herstellernomogrammes sind. Trotzdem ist in eingen Fällen eine individuelle Kalkulation weiterhin sinnvoll, da die Anpassung der Werte so genau wie möglich sein sollte.


Schlüsselwörter: Femto-LASIK; Wellenfrontaberration; prospektive Ver-gleichsstudie

Category: Masterthesis

Author: Andreas Christian Herrmann

First Examiner: Prof. Dr. Anna Nagl

Second Examiner: M.Sc. Christian Befort

Delivery: January 2015


Abstract:

The major objective of this study was to improve the revenue of the ZEISS ophthalmic lens business in a medium sized optical chain retail business in the booming market of Dubai in the United Arab Emirates.

The empirical part of this study was conducted in a 6-month employment in a joint venture of the Rivoli Group and Carl Zeiss Vision Middle East & North Africa in the position of a head optometrist. The Rivoli Group consists out of more than 400 luxury lifestyle boutiques mainly selling watches in the high luxury segment. Carl Zeiss Vision is one of the worlds leading ophthalmic lens manufacturer.

The structure of the thesis is following the principles of the 4P´s of the marketing mix. Place, Product, Price and Promotion and ends up with the detailed Project. Under these headlines the implementation of a standard operation procedure in the process of selling ophthalmic lenses to an end consumer is explained. As a guideline for the optometrist the ZEISS Vision Analyses Booklet was created. Furthermore a wholesale and retail pricelist was developed and introduced in the shops. A poster called the 4 Steps To Your ZEISS Lenses, used as a dispensing tool contributes to a successful selling process. To safe the patient data’s in the shops a patient management system was implemented. Detailed information and insights about the competitive environment in this unique and oriental market are highlighted.

The results of this thesis shows that an higher average revenue per piece was achieved and also the quantity of sold lenses increased due to a more intense customer consultation with different marketing materials and a defined standard operation procedure on shop level. On the basis of the results of this research, it can be concluded that the Rivoli group with eleven optical outlets will increase their business performance in terms of ZEISS lens revenues both in quantity and in average revenue per piece. Further improvement in many business directions is necessary and will be discussed in detail in the last section of conclusion, results and recommendations.



Jahr:  2015

Studiengang:  Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie:  Masterarbeit

Autor: Marion Beck

Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Dr. Heiko Pult


Abstract

Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gemacht, eine theoretische und empirische Analyse zur Diagnose und zu Handlungsempfehlungen des Trockenen Auges vorzunehmen. Im ersten Teil der Arbeit wird die bisherige internationale Literatur zum Trockenen Auge vergleichend dargestellt, im zweiten Teil der Arbeit wird die empirische Analyse zur Diagnose des Trockenen Auges von Befragten (Optometristen und Augenoptiker)aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dargestellt. Außerdem wird untersucht, wel-che Zeit sie für die Durchführung dieser Tests benötigen und zu welchem Zeitpunkt die Tests durchgeführt werden. Des Weiteren werden Behandlungsempfehlungen der Be-fragten aufgrund der Diagnose Trockenes Auge untersucht. Im Unterschied zu bisheri-gen internationalen Studien, werden die Ergebnisse nach Unterschieden hinsichtlich Alter, Geschlecht und Bildungshintergrund der Befragten beleuchtet. Zudem werden Länderunterschiede innerhalb der D-A-CH-Region analysiert.

Insgesamt haben an diese Studie insgesamt 254 Befragte teilgenommen. Die Befragten wenden durchschnittlich vier Tests zur Diagnose des Trockenen Auges an. Neben der Spaltlampenuntersuchung sind die Beurteilung der Horn- und Bindehaut durch Anfär-ben mit Fluoreszein, die Patientenbeobachtung sowie die Beurteilung der Tränen-filmstabilität (BUT) die am häufigsten in der Praxis angewendeten Tests in der D-A-CH Region. Die durchschnittliche Testzeit variiert zwischen fünf und zehn Minuten und die Tests werden in erster Linie vor der Kontaktlinsenanpassung durchgeführt. Nicht-standardisierte Fragebögen bzw. das mündliche Interview werden wesentlich häufiger benutzt als standardisierte Fragebögen. Werden standardisierte Fragebögen angewendet, sind dies der McMonnies Fragebogen, der DEQ Fragebogen, der OSDI und CLDEQ Fragebogen. Die verwendeten, standardisierten Beurteilungssysteme sind Efron Grading Scale, Jenvis und CCLRU-Grading Scale. Die Lidrandhygiene- und Lidmassage sowie das Tränenersatzmittel sind die am häufigsten empfohlen Behandlungen beim Trockenen Auge. Grundsätzlich zeigt sich, dass die Länderunterschiede eher gering sind. Die genannten Tests zur Diagnose des Trockenen Auges werden von allen drei Ländern gleichermaßen häufig angewendet.


Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Stephan Hirschfeld

Erstbetreuer: Prof. Dr. Kümmel

Externer Betreuer: Prof. Dr. Stephan Degle


Motivation.

In der heutigen Zeit steigen die Sehanforderungen vor allem im Nahbereich. Viele Fehlsichtige haben große Probleme beim Sehen in der Nähe
und vor allem am PC-Arbeitsplatz. Die Etablierung moderner Fertigungstechnologien der Brillenglasindustrie und aktuelle Forschungsarbeiten führen weiterhin dazu sich intensiver mit dem Thema Nahastigmatismusauseinanderzusetzen. Diese Arbeit soll ein schnelles und sicheres selektieren aufzeigen, um mit vorhandenen Equipment und Techniken die Nahastigmatismus- 
Problemfälle auf zu finden. 

Material und Methoden.

An 202 Studienteilnehmern wurden die Fern- und Nahrefraktion, Akkommodationsbreite, Topographie der Hornhaut, Lage der
Pupille, Pupillometrie gemessen. Dies geschah subjektiv mittels Kreuzzylinder in Ferne und Nähe, an einer dafür neu entwickelten Strahlenfigur.

Ergebnisse. 

Einen Zusammenhang zwischen Alter und dem ermittelten Nahastigmatismus konnte festgestellt werden. Es wurde kein Zusammenhang zwischen Δ Amax und dem Nahastigmatismus gefunden. Die Höhe des Fernzylinderbetrages steht bei der Studie auch in keinem Zusammenhang mit den ermittelten Nahastigmatismen. Die Dezentration der Pupille hatte keinen Einfluss auf den Nahastigmatismus. Inder Studie konnte kein Zusammenhang mit dem Pupillenspiel und dem Nahastigmatismus festgestellt werden.

Schlussfolgerung / Fazit.

Nahastigmatismus ist kein Einzelfall. Eine Prüfung ist bei entsprechenden Anzeichen, unabhängig von Δ Amax sinnvoll. Weitere Studien zur Tauglichkeit der Verfahren und zu Toleranzgrenzen sind nötig.

Schlüsselwörter: Nahastigmatismus - Akkommodation - Pupillendezentration -
Pupillengröße - Screening

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Vanessa Deisinger

Erstbetreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Prof. Dr. Anna Nagl



Abstract:
Ein trockenes Auge gehört mit zu den verbreiteteren Erkrankungen der chronischen Augenirritationen. Es gibt eine Vielzahl von frei erhältlichen Benetzungsmitteln die zu
einer Linderung der Symptome oder Beseitigung von Ursachen verhelfen soll. 50 Probanden im Alter zwischen 23 und 67 Jahren beantworten einen Anamnesebogen
und werden mit dem Tear Lab, dem Keratograph und der Spaltlampe untersucht. Die Probanden werden in fünf Gruppen eingeteilt. Gruppe 1: NaCl (Kontrollgruppe);
Gruppe 2: Thera Tears; Gruppe 3: Vislube; Gruppe 4: LipoNit und Gruppe 5: Spreyes. Je nach Benetzungsmittel erhält der Proband eine mündliche und schriftliche Einweisung in die Handhabung der Benetzungstropfen. Dies wird voneiner unbeteiligten und außenstehenden Person erledigt. Die Benetzungsmittel werden 14 Tage dreimal täglich verwendet. Zwischen den Applikationen liegen jeweils vier Stunden. Bei der Nachkontrolle wurde die Eingangsuntersuchung wiederholt. Es wurde, außer bei der Kontrollgruppe, keine signifikante Veränderung in den Messwerten festgestellt.

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Daniel Römmel

Erstbetreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dr. Nina Müller , O.D., M.Sc., FAAO, Dipl.-Ing.(FH) Augenoptik



Zweck der Masterarbeit:

Eine Amblyopie bzw. amblyogene Faktoren sollten möglichst in den ersten Lebensjahren erkannt werden, damit eine Therapie erfolgreich durchgeführt werden kann. Diese Arbeit soll aufzeigen, ob die bestehenden, nicht reglementierten Screenings, die momentan in der Schweiz, durchgeführt werden, ausreichen.

Methodik:

16 Vorschulkinder im Alter zwischen 4-6 Jahren wurden in einem Kindergarten in einer ländlichen Region der Schweiz einem Sehscreening unterzogen. Des Weiteren, wurden bei einem Optometrie Betrieb in derselben Gegend die Kundendaten der 7800 Kunden von 20 Jahren retrospektiv ausgewertet. Es wurden Daten aufgenommen die aufzeigen, wie viele der in 20 Jahren getesteten Patienten eine Amblyopie aufweisen.

Resultate:

Zusammenfassend lässt sich aus den Screening Daten ersehen, dass in dem getesteten Kindergarten fast 20% der Kinder eine Auffälligkeit aufwiesen, die es weitergehend bei einem Ophthalmologen abzuklären bedarf. Die Auswertung der Kundendatei zeigt, dass die Erfassung einer Amblyopie (ein Auge Vcc.<0.60, das Andere Vcc.>0.60) meist erst im Kindergartenalter oder später stattfindet. 1.55% der Kunden sind betroffen.

Schlussfolgerung:

Aus den Ergebnissen dieser Arbeit kann man schliessen, dass sich das Problem des Zeitpunktes der Diagnose einer Amblyopie in der Schweiz und insbesondere in einer ländlichen Region nicht wesentlich im Vergleich zu anderen Regionen im In- und Ausland unterscheidet, bei denen ebenfalls keine Reglementierung besteht. Damit aber die Anzahl der Amblyopen reduziert werden könnte, müsste ganz klar ein Screening und Therapien zwischen dem 3-5 Lebensjahr durchgeführt werden. Es ist wünschenswert, dass es Ophthalmologen und / oder Pädiatern gelingt, dies in einem Reglement klar fest zu halten.

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Sebastian Wagner



Abstract

„Die Glücksschmiede für Ihre Trauringe“ ist das Fachgeschäft für Partner- und Trauringe der Ernst Febon GmbH & Co. KG. Die Spezialisierung auf das Segment der Partner- und
Trauringe sollte eine neue Kundengruppe ansprechen, das Einzugsgebiet der Ernst Febon GmbH & Co. KG erweitern und sich positiv auf die Deckungsbeiträge der Uhren und Schmuckabteilung auswirken. In einem Businessplan wurde das Konzept für die Unternehmensstrategie zusammengefasst. Dieser stellte die Realisierungsstrategie der Unternehmensziele dar und diente als Grundlage bei Verhandlungen mit Finanzinstituten. Fünf Jahre nach der Eröffnung hat sich „Die Glücksschmiede für Ihre Trauringe“ zu einem etablierten Geschäft entwickelt und ist damit ein wichtiges Standbein der Ernst Febon GmbH & Co. KG geworden. Das Angebot von Partner und Trauringen hat das Einzugsgebiet der Firma deutlich, über die Landesgrenzen hinaus, erweitert und trägt 
überaus positiv zur Unternehmensentwicklung bei. Der Umsatz in diesem Segment konnte in den letzten zwei Jahren über alle Erwartungen und Prognosen hinaus
gesteigert werden. Dieser Erfolg beruht im Wesentlichen auf der Konzentration dem Kunden ein sehr persönliches, emotionales Kauferlebnis zu bieten und verschiedenen
anderen Marketingmaßnahmen. Die Master Thesis beschreibt die Konzeption und die Umsetzung dieser Geschäftsgründung. 

Sperrvermerk
Diese Arbeit darf Dritten, mit Ausnahme der betreuenden Dozenten und befugten
Mitglieder des Prüfungsausschusses, ohne ausdrückliche Zustimmung des
Unternehmens und des Verfassers nicht zugänglich gemacht werden.


Schlüsselwörter: Geschäftsgründung, Businessplan, Unternehmensstrategie, Marketing

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Dede Römmel

Erstbetreuer: Prof. Dr. h.c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dr. Nina Müller, O.D., M.Sc., FAAO, Dipl.-Ing.(FH) Augenoptik



Abstract

As a result of the rising demand for fast and easily accessible optical care, clinical optometry has gained in importance in Switzerland in the recent decade. This rise in demand is closely linked to the general shortage of doctors in Switzerland, particularly in more rural areas. 

Anglo-Saxon countries like the USA, Great Britain or Australia are more advanced in adequately training and using optometrists as the first line for eye-related health problems. As a result, master courses are offered in Switzerland and Germany which closely follow the experience of these countries. 

This master thesis demonstrates how the knowledge acquired after completing a masters course in optometry at the Hochschule Aalen can be practically applied to various operational procedures/workflows in a medium size, rural company. Furthermore, the results of three conducted case studies reveal the valuable impact that detailed clinical examinations can have on maintaining healthy eyesight. All examination methods used were compliant with the existing regulatory framework for optometrists in Switzerland, i.e. they did not include any diagnostic or therapeutic eye medication. 

The detailed and correct analysis of the results of the various eye examinations and the accurate assessment of ones own competencies and limitations are vital for a successful outcome.

Using the described medium-size company as an example, it is shown how the knowledge acquired in a Masters course can serve to improve and promote the interdisciplinary collaboration between various medical professional groups, in particular with medical specialists.

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Nadine Guschall


Ziel:
Die vorliegende Arbeit vergleicht zwei sphärische Intraokularlinsen miteinander und beantwortet die Frage:
Gibt es Qualitätsunterschiede in der optischen Güte der betrachteten Intraokularlinsen? Hierbei wird
untersucht, inwiefern Unterschiede in der Stabilität der Restrefraktion, des sphärischen Äquivalentes zu dem
vorberechneten Zeiss IOL Master Daten und der Autorefraktion Topcon RM-8000B nach der Operation bei
den Intraokularlinsen nach 6 Wochen und nach 6 Monaten bestehen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden
im Arbeitsalltag der KammannEye AG umgesetzt und verbessern somit die Qualität der Prozesse und die
Resultate für die Patienten.


Methode/Vorgehensweise:
Die Untersuchungen basieren auf einer klinischen Fallstudie. Es werden 106 Probanden einbezogen. Die
Auswahl der Probanden erfolgte durch Herrn Dr. med. Marc T. Tell Kammann. Ausschlaggebend für die
Einbeziehung ist die Diagnose Katarakt mit anschließender Kataraktoperation. In der Fallstudie wurden 172
Augen im Zeitraum vom 01.04.2011 bis 01.04.2013 durch ihn operiert. Es wurde in 83 Augen (48%) die
Zeiss CT Spheris 204 und in 89 Augen (52%) die Bausch&Lomb Akreos MI60 implantiert.
Betrachtet werden 3 Bezugsdaten und Zeiträume, vom sphärischen Äquivalent des vorberechnetem Zeiss
IOL Master 500 Messwert zu dem Autorefraktometer Topcon RM-8000B nach 6 Wochen sowie dem
Messwert des Autorefraktometer Topcon RM-8000B nach 6 Monaten.

Ergebnisse:
Der Mittelwert aller Restrefraktionen zum vorberechnetem Zeiss IOL Master 500 und der Autorefraktion des
Topcon RM-8000B nach 6 Wochen beträgt 0,5036dpt. Bei der nächsten Betrachtung des Mittelwertes aller
Intraokularlinsen zum Zeiss IOL Master 500 und der Autorefraktion des Topcon RM-8000B nach 6 Monaten
ergibt sich ein Mittelwert von 0,5945dpt. In der letzten Unterteilung zwischen der Autorefraktion des Topcon
RM-8000B nach 6 Wochen zu der Autorefraktion des Topcon RM-8000B nach 6 Monaten ergibt sich ein
Mittelwert von 0,0908dpt. Der direkte Vergleich der beiden Intraokularlinsen miteinander zeigt, dass sich die
erzielten Ergebnisse nur geringfügig voneinander unterscheiden. Die Zeiss CT Spheris 204 schneidet
allerdings etwas besser ab. Alle gemessenen Werte sind statistisch signifikant und nicht klinisch relevant.

Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse zeigen, dass es eine allgemeine gerundete Abweichung zwischen dem sphärischen
Äquivalent des vorberechnetem Zeiss IOL Master und der Autorefraktion des Topcon RM-8000B nach 6
Wochen und nach 6 Monaten um die 0,5dpt gibt. Hier muss immer nach der klinischen Relevanz
unterschieden werden.
Für die Kataraktchirurgie beweist diese Masterthesis die sehr gute Qualität der beiden sphärischen
Intraokularlinsen. Die Messwerte sind sehr stabil und es gibt nur eine marginale Veränderung zwischen der
Autorefraktion des Topcon RM-8000B nach 6 Wochen zu der Autorefraktion des Topcon RM-8000B nach 6 Monaten von einem Mittelwert des sphärischen Äquivalentes von 0,0908dpt, die im optischen Sinne nicht relevant ist. Das zeigt uns eine sehr gute und stabile optische Qualität der Produkte und den hohen technischen Standard in der Industrie.

Schlüsselwörter:
Kataraktoperation, Intraokularlinsen, sphärisches Äquivalent


Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Thomas Holl


Ziel:
Das Ziel dieser Arbeit ist die Beleuchtung der Diagnose, Differentialdiagnose, und
Therapieformen einer Konvergenzinsuffizienz.
Methoden:
Mit Hilfe einer Literaturrecherche wurde ein Mess- und Prüfverfahren zur Diagnose
einer Konvergenzinsuffizienz erarbeitet. Ebenso wurden die möglichen
Therapieoptionen aufgezeigt und miteinander verglichen. Die Konvergenznahpunkte
von 141 Probanden mit symptomatischer Konvergenzinsuffizienz wurden analysiert.
Der Schwerpunkt lag dabei auf der Untersuchung der Wirksamkeit von Vision
Therapie und des Einflusses von Alter und Geschlecht der teilnehmenden Patienten
im Verlauf der Konvergenzinsuffizienz. Entwicklungsverzögerungen und
Entwicklungsstörungen wurden mit Hilfe eines Fragebogens bei 130 Kindern mit
symptomatischer Konvergenzinsuffizienz ermittelt.


Ergebnisse:
Es wurde ein praktischer Leitfaden mit klinischen optometrischen Messungen zur
Diagnose und Differentialdiagnose einer Konvergenzinsuffizienz erarbeitet.
Unter den verschiedenen Therapieoptionen wurde eine Vision Therapie als
bestmögliche Option zur Therapie einer Konvergenzinsuffizienz betrachtet. Als
Alternative kann eine Prismennahbrille mit Basislage innen gefertigt werden.
Bei 4 % der 141 Probanden wurde ein Konvergenznahpunkt größer 50 cm gefunden.
Der Verlauf des Konvergenznahpunktes während einer Vision Therapie zeigte eine
Normalisierung auf unter 6 cm innerhalb 4 Wochen im Durchschnitt auf.

82,3 % der 130 untersuchten Kinder wiesen eine oder mehr Entwicklungsverzögerungen oder eine Entwicklungsstörung auf. 60,8 % berichteten von einem Verdacht auf LRS. 41,5 % hatten bereits eine Ergotherapie absolviert. Bei 16,2 % der Probanden war ADHS diagnostiziert oder bestand ein Verdacht darauf.

Schlussfolgerung und Ausblick:
Nur mit einer umfangreichen Analyse des visuellen Systems lässt sich eine Konvergenzinsuffizienz von pathologischen Zuständen differenzieren.
Durch die Verkürzung des Arbeitsabstandes bei modernen Kommunikationsmitteln ist mit einem Anstieg der Prävalenz der symptomatischen Konvergenzinsuffizienz zu rechnen.
Es scheint einen Zusammenhang mit ADHS zu geben, der noch genauer erforscht werden muss.

Keywords:
Konvergenzinsuffizienz, Therapie, Vision Therapie, Entwicklungsverzögerungen, Konvergenznahpunkt, Binokularsehen


Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Markus Ritzmann

Erstbetreuer: Prof. Patrick J. Caroline

Externer Betreuer: Prof. Dr Rainer Börret



Abstract

Purpose
Interest for Scleral Contact Lenses has vastly increased over the last decade, as they have become more important in the fitting of specialty contact lens eye care. The shape of the
sclera has primarily been studied and described in the literature with regard to the nasal and temporal segment. Some recent studies have also investigated the superior and inferior
segment. Yet, no study has been performed to also describe the oblique cross sections. The Scleral Shape Study was designed to thoroughly describe the shape of the anterior sclera in
each of the eight sections individually, and contribute relevant data to the eye care community, particularly in the field of scleral contact lens fitting.

Materials and Methods
In the present study 78 normal eyes, void of any pathological changes, of 39 subjects with an average age of 25.4 ±2.0 years were investigated. The sagittal height, corneoscleral angle
and scleral angle were measured in all eight segments of the anterior eye at three chord lengths 10mm, 12.8mm and 15mm by utilizing the Visante OCT. A Medmont E300
topographer was used to describe the corneal power and shape. To measure the horizontal and vertical visible iris diameter digital slit lamp images were evaluated. In addition, an
objective refraction was measured with the Grand Seiko WAM-5500 and Ocular fixation dominance was determined.

Results
Significant differences between the right and left eye of subjects were shown in sagittal height (p = 0.0004) and scleral angle (p < 0.0001) in the infero-nasal segment at a chord of 15mm, as the average right eye was shown to be smaller (50μm) and flatter (1.09°). Eye dominance showed a weak association in this respect (56% flatter on dominant eye), yet laterality had more influence (75% flatter on right eye). Highly significant intra-eye differences were found in the horizontal and vertical scleral diameter (anterior and posterior scleral diameter both p < 0.0001), and in all sagittal height and scleral angle measurements at a chord of 15mm in the opposite segments (sagittal height p ≤ 0.0021; scleral angle p ≤ 0.0105). As an unexpected side result, the thickness of the sclera showed a significant variance of the opposite segments (p ≤ 0.0038), as it was found to be the thinnest in the supero-nasal segment and thickest in the inferior segment.

Conclusion
The cornea shows a nasally declined shape in respect of the sclera. At a chord of 12.8mm the shape of the anterior eye is highly symmetrical and becomes slightly irregular at a chord of 15mm. Both, corneoscleral and scleral angles follow a similar shape pattern, whereas the nasal hemisphere has a flatter scleral angle and a concave transition. In the temporal hemisphere scleral angles are steeper and a less concave but rather tangential or convex transition occur. These findings are relevant factors to consider in the fitting and designing of Scleral Contact Lenses. Further investigation of factors that influence the shape of the sclera will be required, namely the investigation of the scleral shape beyond 15mm. Instruments for simplified and faster data acquisition are necessary to make them usable in clinical contact lens practice.

Keywords
Sclera, scleral lens, scleral contact lens, scleral shape, anterior eye shape, sagittal height, corneoscleral profile, limbal zone, Visante OCT, cornea, corneal shape, eye dominance, fixation dominance, extra ocular muscles

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Markus Leonhard

Erstbetreuer: Prof. Dr. Sc. D. h.c. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dipl.Ing.(FH) M.Sc. Alexa Kaltenborn


Abstract

Subjektive Befunde entscheiden größtenteils über Erfolg und Misserfolg einer Kontaktlinsenversorgung. Auch wenn Kontaktlinsen noch nie so verträglich waren wie heute,
bleiben Ausstieg und Abwanderung das Damoklesschwert, das über dem Kontaktlinsenanpasser schwebt. Er hat daher ein hohes Interesse daran, möglichst viele Erkenntnisse über die subjektive Zufriedenheit des Kontaktlinsenkunden in der Befragung zugewinnen. Um Antworten und erhobene Daten im Praxisalltag auch nutzen zu können ist ein
einfaches Analysetool sinnvoll.

Die bereits in der Praxis genutzte App „iScale Optometry“ (iPad App, iTunes 2012) wird zur Datenerhebung für diese Arbeit verwendet. Bei der Untersuchung einer Stichprobe eines Augenoptik-Geschäftes (n = 603) werden Korrelationen berechnet um den Zusammenhang von Gesamtzufriedenheit und einzelnen, eventuell veränderbaren Kategorien zu zeigen. 


Die Gesamtzufriedenheit korreliert deutlich mit dem Komfort (r = 0,72; p<0,01) und dem Sehen (r = 0,6; p<0,01), was im direkten Zusammenhang mit Studien zu Drop-out-Gründen steht. Dass ein hohes Trockenheitsgefühl die Gesamtzufriedenheit weniger beeinträchtigt (r= 0,43; p<0,01), ist ein Ergebnis das überrascht, da ein Trockenheitsgefühl häufig im Zusammenhang mit Drop-out genannt wird.
Das Nahsehen nimmt in Bezug auf Mittelwerte, Median und Standardabweichung eine Sonderrolle bei den Sehbereichen ein; auch die Korrelation mit dem Gesamtsehen ist unterschiedlich zu den anderen Sehbereichen Ferne und Mittelbereich. Die in der App integrierte Ampelskala zeigte im Praxistest Schwächen. In dieser Arbeit wird eine neue Ampelskala vorgeschlagen, die aufgrund der erhobenen Daten für jede Frage individuell berechnet wurde. Die neue Ampelskala zeigt eine bessere Praxistauglichkeit. Die Vorhersagekraft der bisherigen Ampelskala liegt bei 78% Treffsicherheit, die der neuen Ampelskala bei 95%. Das heißt in 95% aller Fälle stimmten die Antworten, welche durch die App erhoben und interpretiert wurden mit einem tiefergehenden Gespräch und der Einschätzung eines Kontaktlinsenanpassers überein (n = 36).

Jahr: 2015

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Stephanie Liebing

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Externer Betreuer: Prof. Dr. med. Gerd U. Auffarth

2014

Jahr: 2014

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Ursula Hall und Johannes Schlegel

Erstbetreuer: Dipl-Ing. Dietmar Kümmel, Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Dr. med. Frank Sachers, Dr. Marianne Kinner


Abstract

In der vorliegenden Masterarbeit wurden bei 50 Probanden (35 Frauen, 15 Männer) im Alter von 16 bis 75 Jahren (Durchschnittsalter 41,4 Jahre) im Augenzentrum Bahnhof Basel die Eignung von Fragebögen, Testverfahren zur Diagnose und Therapieempfehlungen zur Linderung von subklinischen Sicca Symptomen untersucht. Der von uns ausgearbeitete Anamnesefragebogen diente als Grundlage zur Diagnosefindung von subklinischen Sicca Symptomen. In allen Altersklassen sind bei der Erhebung und Auswertung des Fragebogen Einflüsse gefunden worden, die auf den Tränenfilm unterschiedlich einwirken und die Stabilität der einzelnen Schichten verändern können. Der internationale OSDI© - Fragebogen hat sich in unserer Masterarbeit als ein wichtiges Instrument zur subjektiven Beurteilung des Trockenen Auges und zur Beurteilung der Schweregrade in allen Altersklassen bewährt. Bei der Nachkontrolle von 11 Probanden ergab der OSDI© - Score bei 10 Probanden eine subjektive Verbesserung der Schweregrade des Trockenen Auges und bestätigte somit unsere Therapieansätze. 10 Probanden zeigten eine subjektive Durchschnittsverbesserung des Trockenen Auges von 11.7 Punkten. Bei einem Probanden ergab der OSDI© - Score eine Verschlechterung um 06.25 Punkte, die auf einen grippalen Infekt und eine Pollenallergie während der Nachkontrolle zurückzuführen war. Bei der Augenglasbestimmung in die Ferne war bei 12 Probanden eine Sehleistungssteigerung möglich, die Probanden erhielten eine neue Verordnung. Bei der Überprüfung der Nähe wurde bei 25 Probanden eine Nahaddition festgestellt und 8 Probanden erhielten eine neue Verordnung mit Nahwerten. Beim Phorietest in die Ferne nach Maddox ergaben sich für 21 der insgesamt 50 geprüften Personen keine Auffälligkeiten, es lag Orthophorie vor. Bei 16 Personen wurde eine Esophorie festgestellt, bei 12 Personen eine Exophorie und ein Proband zeigte eine Basic - Exophorie. Keine der Testpersonen, die eine Phorie in die Ferne zeigte, gab Sehbeschwerden an, die einen eindeutigen Zusammenhang mit der Phorie vermuten ließen. Der Phorietest in die Nähe nach Maddox ergab für 9 Personen Orthophorie, für 8 Personen eine Esophorie und für 32 Personen eine Exophorie und bei einem Probanden eine Basic - Exophorie. Insgesamt zeigten 41 Probanden eine Nahphorie. 37 Testpersonen, die eine Phorie in die Nähe aufzeigten, gaben Sehbeschwerden an, die keinen eindeutigen Zusammenhang mit der Phorie vermuten ließen. 3 Probanden zeigten in die Nähe eine dekompensierte Nahexophorie mit eindeutigen Sehbeschwerden, die in einen Zusammenhang mit der Phorie in Zusammenhang gebracht werden konnte. Ein Proband zeigte in die Nähe eine kompensierte Nahexophorie mit eindeutigen Sehbeschwerden, die einen Zusammenhang mit der Phorie aufzeigten. Die Probanden, die einen eindeutigen Zusammenhang mit Sehbeschwerden in die Nähe aufzeigten, wurden zur weiteren Abklärung in die Orthoptik überwiesen. Eine exakte Augenglas- und Phoriebestimmung in die Ferne und Nähe sollte bei der Tränenfilmanalyse immer angestrebt werden, da sie für die Bewertung des Trockenen Auges notwendig ist. Bei der Beurteilung der Interferometrie und der Meibographie zeigte sich bei 72% der untersuchten Augen eine instabile Lipidschicht, 34% der Augen zeigten eine instabile wässrige Phase, und bei 12% wurde eine Beeinträchtigung der Muzinschicht diagnostiziert.

Alle von uns angewendeten Tränenfilmteste sind zur Diagnose von subklinischen Sicca Symptomen geeignet. Nach der Auswertung aller Tränenfilmteste, sowie der Biomikroskopie zeigten sich bei 15 der 50 untersuchten Personen keine Auffälligkeiten des Tränenfilms, die in einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Trockenen Auge gebracht werden können. Bei 22 Probanden zeigte sich der Schweregrad 1 nach dem Klassifikationsschlüssel von H. Brewitt und M. Zierhut. Der Schweregrad IIa zeigte sich bei 6 Probanden, bei 7 Probanden wurde ein Grad IIb und bei keinem der Probanden wurde der Schweregrad III diagnostiziert. Bei der Auswertung nach dem Klassifikationsschlüssel ist ein Anstieg der Schweregrade mit Sicca Symptomen in den höheren Lebensaltersgruppen zu erkennen. In der Wirkstoffgruppe der Tränenersatzmittel und der Hyaluronsäure wurden von uns jeweils 35 Produkte abgegeben. In der Wirkstoffgruppe der Lidrandpflege und zum Aufbau der Lipidschicht wurden insgesamt 45 Produkte zur Verbesserung der subklinischen Sicca Symptome abgegeben und empfohlen. Bei 5 Augen wurde eine reduzierte Sekretionsleistung der Tränendrüse von ≤ 5 mm festgestellt. 3 Probanden wurden zum Einsetzen von Punktum Plugs dem Augenarzt überwiesen. Einem Probanden wurden während der Masterarbeit neue weiche torische Kontaktlinsen angepasst, da die Sehleistung und Anpassung der getragenen Kontaktlinsen ungenügend war. Ein Proband wurde zum Kontaktlinsenspezialisten überwiesen, da die 5 Jahre alten formstabilen Kontaktlinsen betreffend Material- und Sehqualität ungenügend waren. Bei 9 Probanden wurde ein positiver Jones - Test diagnostiziert und eine Empfehlung zur Tränenwegspülung beim Augenarzt abgegeben. Insgesamt wurden 30 weitere Therapieempfehlungen und 12 neue Brillenglasverordnungen an unsere Studienteilnehmer weitergegeben. Bei der Zweituntersuchung der Studie wurden alle Probanden ausgeschlossen, die sich in einer regelmäßigen augenärztlichen Behandlung befanden. Studienteilnehmer mit einer geringen Sicca Symptomatik wurden zur Folgeuntersuchung eingeschlossen. Die Nachkontrolle fand auf freiwilliger Basis mit insgesamt 11 Probanden statt.

Die Zweituntersuchung ergab bei 10 Probanden eine subjektive wie auch eine objektive Verbesserung der Schweregrade des Trockenen Auges und bestätigte somit unsere Therapieempfehlungen. Bei einem Probanden ergab die subjektive und objektive Nachkontrolle eine Verschlechterung der Biomikroskopie und Tränenfilmteste. Das Ergebnis war bei diesem Probanden auf einen grippalen Infekt und eine Pollenallergie zurückzuführen und bestätigte somit die Zuverlässigkeit der angewendeten Fragebögen und Tränenfilmteste.

Mit unserer Studie können wir bei der Auswertung der Ergebnisse von 50 Probanden die neue Definition aus dem Dry Eye Workshop (DEWS) von 2007 durchaus bestätigen.

Jahr: 2014

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Pfund, Annette

Erstbetreuer: M.Sc. Anne Suckow

Externer Betreuer: M.Sc. Thomas Hofmann


Abstract

Ziel:

Ziel dieser Vergleichsstudie bezüglich des Kontrastsehens aktiver Wintersportler war, die Leistungsfähigkeit des Kontrastsehens von aktiven Wintersportlern mit dem Kontrastsehen einer Probandengruppe zu vergleichen und dabei einen möglichen Zusammenhang zwischen aktivem Wintersport und gutem Kontrast-sehen herzustellen.

Methode:

Hierzu wurde eine prospektive Vergleichsstudie mit 200 Probanden durchge-führt. Anhand wintersportspezifischer Angaben erfolgte die Aufteilung der Probanden in zwei Gruppen mit je 100 aktiven Wintersportlern und 100 Vergleichsprobanden. Zuerst erfolgte die Überprüfung der Sehleistung, anschließend wurde die Ermittlung der Kontrast-Sehleistung vorgenommen, jeweils entsprechend der Vorgaben der Fahrerlaubnisverordnung. Alle Messun-gen erfolgten mit Hilfe des Binoptometer 4P, eines Umgebungs-unabhängigen Einblick-Geräts der Firma Oculus.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse der durchgeführten Vergleichsstudie zeigten auf, dass die Kontrastsehleistung der aktiven Wintersportler der Kontrastsehleistung der Vergleichsgruppe ähnlich gut war. Es konnte kein signifikanter Leistungsunter-schied zwischen den beiden Probandengruppen bezüglich ihres Kontrastsehens verzeichnet werden, was der aufgestellten Nullhypothese entsprach.

Schlussfolgerung:

Dies lässt den Schluss zu, dass überdurchschnittlich gutes Kontrastsehen bei aktiven Wintersportlern nicht zwingend auf gute Performance bei schlechten Wetterbedingungen hindeutet. Vielmehr weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Wintersportler über weitere, über die visuelle Wahrnehmung hinausgehende Fähigkeiten, wie beispielsweise Mut, Erfahrung und einen guten Gleichge-wichtssinn verfügen müssen, um ihren Sport trotz verminderter Sicht- und Kontrastbedingungen gut und sicher ausüben zu können.


Schlüsselwörter: Kontrastsehen; Wintersport; prospektive Vergleichsstudie; Binoptometer 4P

Jahr: 2014

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Petra Selmeier und Christian Mayerhofer

Erstbetreuer: Prof. Dipl.-Ing. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: M.Sc. Stefan Lahme


Abstract

Ziel:

Ziel dieser Studienarbeit ist es, mögliche Einflüsse der Größe des Pupillendurchmessers auf die Messgenauigkeit des Plusoptix Vision Screeners A09 zu ermitteln. Die Ergebnisse eventueller Abweichungen könnten dann in den der Software unterliegenden Rechenalgorithmus integriert werden, um das Messverfahren in seiner Genauigkeit zu verbessern.

Methoden:

Es wurden 100 Kinder ohne pathologische Auffälligkeiten in zwei unterschiedlichen Betrieben im Alter von sechs bis 14 Jahren (Median 9,0 Jahre) untersucht. Jedes Kind wurde bei unterschiedlichen Pupillendurchmessern - „Klein“ / „Mittel“ / „Groß“ - mit dem Plusoptix Vision Screener A09 gemessen. Des Weiteren wurden die statische Skiaskopie und eine subjektive Refraktionsbestimmung bei den Kindern durchgeführt.

Ergebnisse:

Die untersuchten Methoden ergaben einen statistisch signifikanten Einfluss der Pupillengröße auf das Messergebnis des Plusoptix Vision Screeners A09. Beim Vergleich der Ergebnisse hinsichtlich der Differenzen des Plusoptix Vision Screeners A09 ergab sich zwischen Pupille „ Klein“ und „Mittel“ keinerlei statistisch signifikante Differenz. Beim Vergleich Pupille „Groß“ zu „Mittel“ und „Klein“ wurde ein im Mittel von +0,25 dpt beim rechten Auge und von +0,12 dpt beim linken Auge höherer positiver Refraktionswert bei Pupille „Groß“ ermittelt. Bei den zylindrischen Werten wurde zwischen den drei unterschiedlichen Pupillendurchmessern keine statistisch signifikante Differenz ermittelt.

Für alle drei Pupillengrößen wurden bei den zylindrischen Werten im Vergleich weder zur subjektiven Refraktion noch zur Skiaskopie statistisch signifikante Unterschiede festgestellt.

Ebenso können beim Vergleich aller drei Pupillengrößen zur subjektiven Refraktion bei den sphärischen Werten (BSG = bestes sphärisches Glas) keine statistisch signifikanten Differenzen festgestellt werden. Beim Vergleich der Pupillengrößen „Klein“ und „Mittel zur statischen Skiaskopie ergibt sich für diese Pupillengrößen eine statistisch signifikante Differenz. Sowohl für das rechte als auch das linke Auge ergibt sich für die statische Skiaskopie ein um durchschnittlich +0,12 dpt höherer positiver Messwert. Für Pupille „Groß“ lässt sich keine Differenz zum Plusoptix A09 ermitteln.

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse dieser Studie lassen den Schluss zu, dass der Pupillendurchmesser zwar einen Einflussfaktor auf die Messgenauigkeit darstellt, dieser jedoch sehr gering ist. Im Vergleich zur statischen Skiaskopie bei Pupillendurchmesser „Klein“ und „Mittel“ wurde ein geringerer positiver Refraktionswert ermittelt. Bezüglich des Einsatzgebietes des Plus- optix Vision Screeners A09 zur Amblyopievorsorge sollten besonders die Hyperopien als Risikofaktor erfasst werden. Aus diesem Grund ist zu überlegen, den ermittelten Refraktionswert bei Pupillendurchmessern unter 6,00 mm in der Software mit einem Korrekturwert von +0,12 dpt bis +0,25 dpt zu hinterlegen, wenn eine höhere Sensitivität für das Screening von hyperopen Amblyopie-Risiken gewünscht ist. Festzustellen ist jedoch gleichzeitig, dass die Messergebnisse eine sehr große Streubreite aufweisen, so dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der Faktor der unkontrollierten Akkommodation bei der Messung in Mydriasis einen wesentlich höheren Ungenauigkeitsfaktor darstellt.


Schlüsselwörter: Pupillengröße, Fotorefraktion, Plusoptix Vision Screener A09, statische Skiaskopie, subjektive Refraktion, Amblyopie, Schulkind

Jahr: 2014

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Ersteller: Simon Jäkel

Kurzbeschreibung:

Zweck

In einem Vision-Screening für Sportler haben die Testinstrumente zur Bestimmung der Augen-Hand-Koordination einen hohen Aufforderungscharakter. Ein neuartiges Gerät, welches die entsprechenden Anforderungen erfüllt, ist der „FitLight™ Trainer“ der Firma „FitLight Sports Corp.“ (USA). Er ermöglicht eine vergleichende Studie zu den peripheren Augen-Hand-Koordinations-Fähigkeiten verschiedener Sportler.

Das Ziel der prospektiven experimentellen Studie war ein Vergleich der visuellen Leistungsfähigkeit von Athleten aus verschiedene Sportarten am FitLight™ Trainer im Bereich Augen-Hand-Koordination. Dabei wurde ein Vision-Screening bei 105 Athleten unterschiedlicher Sportarten durchgeführt, um die Daten zu erfassen und auszuwerten. Die getesteten Athleten stammten aus einer gleichen Altersgruppe von 18-30 Jahren (Erwachsenenbereich) und hatten ein gleiches Leistungsniveau im Sport. Dieses Leistungsniveau wurde durch eine gleiche wöchentliche Trainingshäufigkeit definiert. Die Sportarten unterschieden sich nach Meinung des Autors in unterschiedlichen Sehanforderungen. Folgende Einteilung wurde vorgenommen:

Gruppe1: Sportart mit statischen Sehanforderungen (Läufer, Schützen)

Gruppe 2: Sportart mit begrenzt visuell dynamischen Sehanforderungen (Judo, Ringen)

Gruppe 3: Sportart mit visuell dynamischen Sehanforderungen (Handball, Fußball)

Methoden

Es wurden je 35 Athleten pro Sportart-Gruppe in einem Vision-Screening durch den Autor getestet. Alle Vision-Screenings erfolgten im Landkreis Kelheim (Bayern). Zur Anwendung kam dabei ein durch den Autor definierter höhenverstellbarer Versuchsaufbau, an welchem die visuelle Leistungsfähigkeit der Augen-Hand-Koordination der Sportler mittels dem „FitLight™ Trainer“ gemessen wurde. Das Aufleuchten der acht Leuchtsensoren erfolgte in einem randomisierten Modus. Die Anzahl der von den Athleten berührten Leuchtsensoren in einem Zeitraum von 60 Sekunden wurde mittels des PDA-„fitController™“ aufgezeichnet.

Ergebnisse

Es ergab sich bei der Auswertung mit der einfaktoriellen Varianzanalyse ANOVA, kein wesentlicher Unterschied der Augen-Hand-Koordination zwischen den drei unterschiedlichen Sportart-Gruppen. Die Messergebnisse zeigten in der ANOVA keinen statistisch signifikanten Unterschied (F-Wert: 0,47838 bei einem F-Wert-kritisch: 3,08547) bei einem angenommenen Signifikanzniveau von 5%.

Der Gesamtdurchschnitt aller Athleten, bei der peripheren Augen-Hand-Koordination am FitLight™ Testgerät betrug 73,50 berührte Leuchtsensoren.

Schlussfolgerungen

Die Augen-Hand-Koordination bei Athleten in Sportarten mit unterschiedlichen Sehanforderungen unterscheidet sich nicht signifikant. Die erhobene Anzahl der durchschnittlich berührten Leuchtsensoren am FitLight™ Trainer könnte bei weiteren Vision-Screenings als Vergleichswert dienen. Schlagworte: Vision-Screening, Augen-Hand-Koordination, FitLight™ Trainer

Jahr: 2014

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dipl.-Ing. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: M.Sc. Thomas Hofmann, Hochschule Aalen, Dr. med. Jürg Messerli, Universitätsspital Basel

Ersteller: Ralf Beuschel

Kurzbeschreibung:

Hintergrund

Die Endothelzelldichte der Hornhaut spielt für die Transparenz der Hornhaut eine entscheidende Rolle. Üblicherweise wird angenommen, dass die Endothelzelldichte von Geburt an kontinuierlich abnimmt.

Material und Methoden

Mit einer Endothelkamera wurden bei 191 Probanden an gesunden Augen Endothelphotographien angefertigt. Statistisch ausgewertet und in Relation zum Alter gesetzt wurden Endothelzelldichte, Polymegatismus und der Anteil an hexagonalen Zellen.

Ergebnisse

Extrapoliert liegt die mittlere Endothelzelldichte bei Geburt bei 2957 Zellen/mm2. Unter Anwendung einer linearen Regression beträgt der jährliche Verlust 7.58 Zellen. Mit dem Alter nimmt der Polymegatismus zu und der Anteil an hexagonalen Formen ab. Die Abnahme der Endothelzelldichte lässt sich in unseren Daten aber besser in zwei verschiedenen Abschnitten beschreiben: Von Geburt bis ins Alter von ca. 35 Jahren nimmt die Zelldichte deutlich und kontinuierlich ab, während sie später ziemlich konstant bleibt.

Schlussfolgerungen

Unsere Daten legen nahe, dass die Veränderungen des Hornhautendothels in den ersten drei Jahrzehnten und später unterschiedlich ablaufen. Ursächlich dafür könnten unterschiedliche biochemische Eigenschaften von Hornhaut und Kammerwasser, mechanische und physikalische Einflüsse sowie die embryologische Herkunft des Endothels sein.

Schlagworte: Endothelzelldichte, Polymegatismus, Pleomorphismus, Spiegelnde Mikroskopie, Tomey EM3000, Nidek CM350, Feldstudie, Endothelzell‐Fotografie, Endothel‐Mikroskopie

2013

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: M. Sc. Vision Science and Business (Optometry), Thomas Hofmann

Ersteller: Daniel Betschart

Kurzbeschreibung:

Zielsetzung dieser Arbeit

Seit die Möglichkeit besteht, die biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut am Patienten zu messen, berührt diese Thematik auch den Optometristen. Für viele Optometristen ist die Biomechanik der Hornhaut ein neues Gebiet. Das Verständnis der biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut ist wichtig, um das Verhalten der Hornhaut bei Krankheiten, vor oder nach Augenoperationen und bei Kontaktlinsenträgern zu verstehen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die bis heute gewonnenen  Forschungsergebnisse  und die aktuellsten Erkenntnisse über die Biomechanik der Hornhaut.

Methode und Material

Resultate aus Forschungsarbeiten  der letzten 7 Jahre wurden gesammelt, zusammengefasst und erläutert. Dadurch sollen dem Optometristen weitere Arbeiten über die biomechanischen Eigenschaften am Auge eröffnet werden. Diese Arbeit beruht auf empirischen Forschungsergebnissen mit dem Ocular Response Analyzer.

Ergebnisse

Bis heute ist der Ocular Response Analyzer von Reichert das erste Gerät auf dem Markt, welches biomechanische Eigenschaften des Auges am Patienten messen kann. Corneal-Hysterese und Corneal-Resistance-Faktor sind biomechanische Eigenschaften, die  in Zusammenhang mit dem Ocular Response Analyzer stehen. Einflussfaktoren wie Hornhautdicke, Alter und Quellung auf die biomechanischen Eigenschaften werden in dieser Arbeit erläutert. Einen besonderen Aspekt bildet der Zusammenhang zwischen biomechanischen Eigenschaften und dem Glaukom.

Schlussfolgerungen

Das Verstehen der biomechanischen Eigenschaften der Hornhaut ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung eines kompatiblen Verständnisses über das Verhalten und Reagieren des gesamten Auges  auf Krankheiten oder Operationen. Für die Diagnose können die biomechanischen Eigenschaften beim Glaukom und Keratokonus von Bedeutung sein. Bei der LASIK könnte durch die Messung mit dem Ocular Response Analyzer das Risiko für Keratektasien der Hornhaut nach der Operation verringert werden.

Schlagworte: Biomechanik, Corneal-Hysterese, Corneal-Resistant-Faktor, Glaukom, LASIK

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Externer Betreuer: Dr. med. Daniel Bruun, Augenarzt FMH, Kreuzlingen, Schweiz

Ersteller: Lukas Baltensperger

Kurzbeschreibung:

Zweck

Um die Genauigkeit der modernen Intraokularlinsen-Berechnungsmethoden, wie Ray-Tracing, weiter zu verbessern, sind gemäß verschiedenen Studien mehr Informationen zur effektiven Lage der zu implantierenden Intraokularlinsen (IOL) notwendig, Dabei sind Veränderungen in der Position der IOL in der ersten Zeit nach der Kataraktoperation möglich. Die Veränderungen der Positionierung der IOL auf der Längsachse des Auges zu erfassen und auszuwerten ist das Ziel dieser Studie. Durch dieses Wissen können die IOL-Berechnungen weiter optimiert werden.

Material und Methode

Es wurden Vergleichsmessungen mit zwei baugleichen IOL-Typen durchgeführt, die jedoch eine unterschiedliche Haptik haben. Zur Anwendung für die Studie kamen die Lentis LS-312 (C-Haptik) und die Lentis LS-313 (Plattenhaptik) des Herstellers Oculentis. Die beiden IOL-Typen wurden randomisiert eingesetzt. Bei 99 Implantationen wurde in 54 Fällen die Lentis LS-312 verwendet und in 45 Fällen die Lentis LS-313. Die IOL wurden in 51 rechte und 48 linke Augen implantiert.

Die Kataraktoperationen wurden in der Klinik Seeschau in Kreuzlingen (Schweiz) und im Kantonsspital Münsterlingen (Schweiz) von Dr. med. Daniel Bruun durchgeführt. 7-10 Tage, sowie 30 Tage (+/- 3 Tage) nach der Operation wurden Messungen mit dem KR-1W Wavefront Analyzer® (Topcon) und dem LENSTAR 900® (Haag-Streit) durchgeführt um die IOL-Position zu bestimmen.

Ergebnisse

Sowohl die Lentis LS-312 (C-Haptik) wie auch die Lentis LS-313 (Plattenhaptik) verschieben Ihre Position auf der Längsachse des Auges zwischen den Messungen nach einer Woche und den Messungen nach einem Monat signifikant. Die Vorderkammertiefe nimmt bei der Lentis LS-312 um 0.13 mm (SD 0.11 mm) und bei er Lentis LS-313 um 0.16 mm (SD 0.11 mm) zu. Dies führt zu einem geringen hyperopen Shift während dieser Zeitspanne.

Schlussfolgerung

Es ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede in der Positionierung auf der Längsachse des Auges zwischen den beiden Haptik-Typen. Dass die LS-313 sich etwas weiter hinten im Auge positioniert, kann beim Berechnen der IOL-Stärke problemlos berücksichtigt werden. Sehr interessant ist hingegen, dass die beiden Haptik-Typen eine identische Streuung aufweisen. Eine möglichst geringe Streuung ist der entscheidende Faktor, um Überraschungen bei den refraktiven Ergebnissen vorzubeugen.

Die Messungen ergaben dadurch wertvolle Informationen, welche für zukünftige Berechnungsmethoden, wie Ray-Tracing Verfahren, eingesetzt werden können.

Für die Entscheidungsfindung, ob eine Platten- oder eine C-Haptik angewendet wird, sind andere Faktoren wie Rotationsstabilität und intraoperative Vor- respektive Nachteile der beiden IOL-Haptiken höher zu gewichten als die durch die verschiedenen Haptiken bedingte IOL-Positionierung auf der Längsachse des Auges.

Schlagworte: Katarakt, Intraokularlinse, IOL-Haptik, IOL-Kalkulation, IOL-Position

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Prof. Bina Patel, OD, und Thomas Wollherr

Ersteller: Georg Scheuerer

Kurzbeschreibung:     

Ziel: Entwicklung einer Best-Practice Dokumentation für die „primary eye care“-Augenuntersuchungen in Form eines sog. „Logbooks“.

Vorgehensweise: Im ersten Teil wird auf die Ziele und Notwendigkeit optometrischer Dokumentation eingegangen und an dem Beispiel Papille die Vorgehensweise beschrieben. Darauf aufbauend wird eine Logbook entwickelt und einem sog. „proof of concept“ bei den Masterstudierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) der Hochschule Aalen unterzogen. Anhand der Erkenntnisse aus diesem Praxistest wird das Logbook weiterentwickelt und finalisiert.

Ergebnis: Fakt ist, dass für eine optimale augenoptische und optometrische Versorgung eine Dokumentation erforderlich ist, für die bislang noch keine Standards veröffentlicht waren. Mit dem vorliegenden Logbook, das auf der Homepage des berufsbegleitenden Masterstudiengangs M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) zum Download bereitsteht, wird hierzu ein Meilenstein gesetzt. Die Studierenden und Praktiker erhalten mit diesem Logbook einen Leitfaden für eine systematische Durchführung und Dokumentation von „primary eye care“-Augenuntersuchungen.

Schlussfolgerung: Das  Logbook kommt im berufsbegleitenden Masterstudiengang M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) der Hochschule Aalen zum Einsatz und führt so die Studierenden an eine systematisierte Dokumentation ihrer Praxisfälle heran. Wünschenswert ist die Entwicklung und Veröffentlichung weiterer fundierter praxisorientierter Logbooks insbesondere für die Dokumentation der augenoptischen und optometrischen Versorgung der Patienten mit Kontaktlinsen, Low Vision und Vision Therapy.

Schlagworte: Logbook, Dokumentation, berufsbegleitend, Masterstudiengang, Vision Science, Optometrie, Praktiker, Primary Eye Care, Augenuntersuchungen

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Dipl.-Ing. (FH) Augenoptik, M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) Stephan Berner

Ersteller: Adrian Zwahlen

Kurzbeschreibung:     

Ziel: Die Master Thesis verfolgt zwei Ziele: Erstens soll sie interessierten Augenoptikern/Optometristen die Chancen und Vorteile der Funktionaloptometrie als Geschäftsidee aufzeigen. Zweitens soll sie jenen Augenoptikern/Optometristen, welche diese Geschäftsidee der Funktionaloptometrie konkret umsetzen möchten, einen einfach verständlichen Leitfaden zur Erstellung eines klar strukturierten Marketingplans anbieten.

Methodik: Die Kennzahlen wurden mittels einer Umfrage bei Funktionaloptometrie praktizierenden Augenoptikern/Optometristen in Deutschland und der Schweiz erhoben. Hierzu wurden 38 auswertbare Frageboegen zu den unterschiedlichen Themenstellungen eines Marketingplans ausgewertet und interpretiert.

Ergebnisse: Die ermittelten Kennzahlen zeigen auf, dass eine Funktionaloptometriepraxis oder -abteilung wirtschaftlich erfolgreich geführt werden kann. Die Finanzplanung zeigt auf, dass bei einer zu 100% geführten Funktionaloptometriepraxis der Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) nach dem ersten Betriebsjahr erreicht werden kann. Damit eine Funktionaloptometrieabteilung innerhalb eines Unternehmens erfolgreich sein kann, sollte ein minimaler Arbeitsaufwand von 20 % der Gesamtauslastung in diesem Bereich eingesetzt werden. Unter 20 % besteht die Gefahr der fehlenden Berufspraxis und der fehlenden Anzahl Kunden für ein erfolgreiches Empfehlungsmarketing.

Zusammenfassung: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer Funktionaloptometriepraxis oder -abteilung ist, den Zielmarkt  und  die visuellen Anforderungen in unserer Gesellschaft zu kennen und sich Gedanken darüber zu machen, in welche Richtung sie sich in Zukunft wahrscheinlich verändern wird. In der Master Thesis wird auf die verschiedenen Zielgruppen eingegangen und das Marktpotenzial der Funktionaloptometrie aufgezeigt. Artikel, die das Defizit einer beweisgeführten theoretischen Basis der Funktionaloptometrie vermitteln, stellen sich seit der Veröffentlichung von Scheiman aus dem Jahr 2008 als falsch dar. Diese umfassende Studie gilt als wissenschaftlich fundierter Beweis der erfolgreichen Behandlung bei Kindern mit Konvergenzinsuffizienz.

Schlagworte: Funktionaloptometrie, Praxis, Marketingplan, Empirie, Augenoptik, Optometrie

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Externer Betreuer: Rupp + Hubrach Optik GmbH Thorsten Stein

Ersteller: Stefanie Enderlin

Ziel dieser Master Thesis ist die Entwicklung eines Prozesses im Rahmen der spanenden, geometriegebenden Bearbeitung von Kunststoffen zur Erzeugung einer transparenten, beschichtungsfähigen, konkaven Oberfläche ohne die Verwendung von konventionellen Polierschalen für rotationssymmetrische sphärische und torische Brillenglasgeometrien im Bereich von sph +/- 6,00 dpt bis cyl +/- 2,00 dpt in den Materialien CR 39 und MR 8.

Die technologische Herausforderung liegt in der Steigerung des Abtrages bei der Soft Tool Polierbearbeitung auf ein neues Maß bei gleichzeitiger Wahrung der geometrischen Form. Dies gelingt durch die Entwicklung eines Vorpolierschrittes unter Einsatz eines neuartigen PU Polierwerkzeuges und eigens abgestimmten Technologieparametern. Ein auf die neue Prozesssituation angepasster Endpolierschritt leistet die Glättung zur Transparenz. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist ein zweistufiger, automatisierter und schalenloser Polierprozess auf einer CCP 102.

Mit der Entwicklung der schalenlosen Fertigung sphärotorischer Oberflächen wird es möglich, Maschinen und Technologien der Freiformfertigung kosten- und zeitoptimiert zur Herstellung gering-gradig komplexer Brillenglasrückflächen einzusetzen.

Schlagworte: Schalenloses Polieren rotationssymmetrisch konkav Brillenglas-Kunststoff-Optiken: SLOS Voraussetzungen / Rahmenbedingungen:     

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: 

Externer Betreuer: M. Sc. Vision Science and Business (Optometry), Dipl.-Ing. (FH) Augenoptik Karl Amon

Ersteller: Doris Arnold

Kurzbeschreibung:     

Ziel

Ziel dieser Masterthesis ist, die visuellen Leistungsfähigkeiten einer Profi-Fußballmannschaft (2. Bundesliga) mit einer Amateurmannschaft (Bezirksliga) zu messen und zu prüfen sowie die Unterschiede zu analysieren und zu dokumentieren.

Methode/Vorgehensweise

Die Fallstudie wurde mit 44 Fußballspielern in den Räumlichkeiten der Hochschule Aalen durch-geführt. Das Alter der Testpersonen lag zwischen 19 und 33 Jahren. Alle Teilnehmer durchliefen direkt nacheinander neun Teststationen, bei denen folgende visuelle Parameter gemessen wurden.

Die binokulare Sehschärfe, das Kontrastsehen, die Phorie, das Stereosehen, die Vergenz, die Akkommodation, die Augenbeweglichkeit, die Wahrnehmungsreaktion und die Auge-Fuß-Koordination. Bei weiteren drei Tests wurde mittels der Koordination von Auge-Hand die Proaktion, die Reaktionsfähigkeit und die Reaktionszeit gemessen.

Ergebnisse

Bei der Binokularen Sehschärfe, der Akkommodationsflexibilität, der horizontalen Augenbewegung und der Auge-Fuß-Koordination wurden bessere Sehfunktionen bei den Profi-Fußballern statistisch bestätigt.

Bei dem Kontrastsehen, der Phorie, der Vergenz, der Wahrnehmungsreaktion, der vertikalen Augenbewegung sowie allen Auge-Hand-Koordinationstests konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Profi- und Amateursportlern festgestellt werden.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zeigen, dass Profi-Fußballer mehrheitlich bessere Sehfunktionen im Vergleich zu Amateurfußballern aufweisen. Beachtenswert ist des Weiteren der Vergleich von Ergebnissen der Sportler mit vorhandenen Normwerten der Durchschnittsbevölkerung gleichen Alters, bei dem Profi- wie Amateursportler meist deutlich besser abschneiden.

Somit kann der Zusammenhang von einzelnen Sehfunktionen mit dem sportlichen Leistungsvermögen in diesem Schritt nachvollziehbar dokumentiert werden. Für weitere und detaillierte Aussagen über mögliche Leistungssteigerungen durch Visual Training sind dezidierte Studien und Tests notwendig.

Schlagworte: Sports Vision VfR Aalen Profi-Fußballer Armateursportler

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Hecht Contactlinsen GmbH Frank Widmer

Ersteller: Helga Seiler

Kurzbeschreibung:     

Ziel dieser Studie ist, die Messwiederholgenauigkeit und Messunterschiede zwischen Pentacam® HR und Videokeratograph® an Keratokonusaugen zu untersuchen in Bezug auf die Zentralradien, die Exzentrizitäten und Klassifizierung des Keratokonusgrades.

Anhand der Pentacam® HR-Messung wird mit dem Hecht Anpass-Programm APEX® für jedes Auge eine mehrkurvige grenzlimbale Kontaktlinse berechnet, um anschliessend das reale Fluoreszeinbild mit den Simulationen der beiden Geräte zu vergleichen.

Für den Vergleich der Messwerte wurden 105 Keratokonusaugen mit dem Videokeratograph® und mit der Pentacam® HR je dreimal vermessen.  Bereits beim Vergleich der Klassifizierung des Keratokonus zeigt sich in 65 % der Fälle eine gleiche Klassifizierung, aber 27.8 % der Probandenaugen werden von der Pentacam® HR um eine bzw. zwei Keratokonusgrade höher eingestuft.

Den flachen Zentralradius misst die Pentacam® HR im Mittel um Δ=-0.042 mm steiler als der Videokeratograph®, wobei diese Abweichung mit p=0.063 nicht signifikant ist. Aus der ANOVA ergibt sich für den steilen Zentralradius ein hoch signifikanter Unterschied für den Innersubjekteffekt „Gerät“. Im Mittel wird der steile Radius von der Pentacam® HR um Δ=-0.072 mm steiler gemessen.

Betrachtet man die Gesamtexzentrizität in Abhängigkeit des Keratokonusgrades, so zeigen sich für Augen mit Keratokonus Grad 1 um     Δ=-0.011 kleinere Exzentrizitätswerte, bei allen anderen Keratokonusgraden ermittelt die Pentacam® HR deutlich höhere Exzentrizitäten. Bei Keratokonus Grad 3 beträgt die Abweichung etwa eine Exzentrizitätsstufe und bei Keratokonus Grad 4 sogar knapp drei Stufen. Diese Abweichungen sind laut ANOVA signifikant mit p=0.002.

Für die einzelnen Exzentrizitäten in den Halbmeridianen ergibt sich für jeden Quadranten eine Abhängigkeit der jeweiligen Exzentrizität vom Effekt „Gerät“, die ausser für die nasale Exzentrizität jeweils signifikant ist. Die Exzentrizitäten der Halbmeridiane werden im Mittel über alle Augen um 0.059 bis 0.097 flacher gemessen.

Anhand der Pentacam® HR-Messung wird für 90 Augen mit dem Hecht Anpass-Programm APEX® eine mehrkurvige Kontaktlinse individuell berechnet und anschliessend das Fluoreszeinbild fotografiert. Zum besseren Vergleich werden die Simulationen und das reale Fluoreszeinbild in vier Quadranten mit je vier konzentrischen Zonen eingeteilt. Hier zeigt sich, dass in den zentralen Quadranten die Pentacam® HR im Mittel in 13.9 % der Fälle näher an der Realität simuliert als der Videokeratograph®.

In der Peripherie ist ein Unterschied zwischen den horizontalen und vertikalen Quadranten zu erkennen. In der ersten peripheren Zone des horizontalen Quadranten simuliert die Pentacam® HR um einen ähnlichen Prozentsatz wie im Zentrum besser als der Videokeratograph®. In den beiden äusseren peripheren Zonen ist die Pentacam® HR deutlich im Vorteil mit Simulationen, die um 26.2 % bis 38.1% näher an der Realität liegen.

Im vertikalen Quadranten ist die Simulation in der ersten peripheren Zone um 26.2% (superior) bis 34.9 % (inferior) besser. Im inferioren Quadranten wird sogar in der zweiten peripheren Zone bei 45.5 % der Fälle realitätsnäher simuliert. In allen anderen peripheren Zonen ist die Simulation um einen ähnlichen Prozentsatz wie im Zentrum besser.

Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bei Vorliegen eines Keratokonus die Wiederholgenauigkeit der Pentacam® HR minimal besser ist als der Videokeratograph®. Der Hauptvorteil der Pentacam® HR liegt in der deutlich besseren Simulation der Fluoreszeinbilder, die auch lokale Unregelmässigkeiten sehr gut berücksichtigt und dem Anpasser eine deutlich bessere Gestaltung der Geometrie der ersten Anpasslinse zulässt.

Schlagworte: Keratokonus, Videokeratograph®, Pentacam® HR, Messwiederholgenauigkeit, Exzentrizität, Fluoreszeinbild, Fluoreszeinbildsimulation, Anpassprogramm

Jahr: 2013

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie:  Masterarbeit

Erstbetreuer: 

Externer Betreuer: Prof. Dr. Bernd Lingelbach

Ersteller: Andreas Unkelbach

Kurzbeschreibung:

Untersuchungsgegenstand: Diese Arbeit beschäftigte sich mit mehrdeutigen Schattenstrukturen beleuchteter Gitterwürfel, bei denen die Wahrnehmung zwischen zwei verschiedenen Perspektiven (Orientierungen, Drehrichtungen) wechselte. Es wurde ein Versuchsaufbau realisiert, um zweidimensionale Schattenbilder und Stereobilder statischer und rotierender Gitterwürfel zu präsentieren. Die stereoskopischen Halbbilder eines Stereobildes entstanden durch Schattenprojektionen, in denen man einen Gitterwürfel gleichzeitig mit einer "roten" und einer "grünen" LED beleuchtete. Beim Blick durch eine Rot-Grün-Brille (Anaglyphenbrille) nahmen die meisten Versuchspersonen nach Fusion der beiden Halbbilder einen räumlich wirkenden Stereo-Gitterwürfel (Raumbild) wahr. In Experimenten mit zweidimensionalen Schattenbildern statischer und rotierender Gitterwürfel wurde die zeitliche Abfolge von Wahrnehmungswechseln in Abhängigkeit verschiedener Faktoren (z.B. Würfelgröße, Drehgeschwindigkeit, Fixationsstelle, usw.) ermittelt. Während bei zweidimensionalen Schattenbildern statischer und rotierender Gitterwürfel fast alle Versuchspersonen Wechsel wahrnahmen, erlebte keine einzige Versuchsperson einen Wahrnehmungswechsel, wenn sie Stereobilder eines rotierenden Gitterwürfels (60 u/min) durch eine Anaglyphenbrille beobachteten. Es stellte sich die Frage, wie sich dennoch Drehrichtungswechsel bei Stereo-Gitterwürfeln auslösen lassen.

Methoden zur Auslösung von Drehrichtungswechseln bei räumlich wirkenden Stereo-Gitterwürfeln: 1) Willentliche Kontrolle. 2) Änderung der Lidschlagfrequenz. 3) Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit. 4) Überlagerung einer Gitterstruktur (Moiré-Effekt). 5) Simultane Präsentation eines helleren und eines dunkleren stereoskopischen Halbbildes während des gesamten Beobachtungszeitraumes. 6) Plötzliche Helligkeitsreduzierung eines der beiden stereoskopischen Halbbilder.

Ergebnisse: Willentliche Kontrolle oder Änderungen der Lidschlagfrequenz verursachten keine oder nur vereinzelte Wechsel. Die Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit löste zwar Wahrnehmungswechsel aus, der Würfel wirkte mit zunehmender Drehgeschwindigkeit aber immer eingeschnürter. Die Überlagerung einer Gitterstruktur (Moiré-Effekt) führte eine hohe Anzahl an Drehrichtungsänderungen herbei. Die plötzliche Helligkeitsreduzierung eines bestimmten stereoskopischen Halbbildes, oder die simultane Präsentation eines helleren und eines dunkleren Halbbildes während der gesamten Präsentationszeit verursachte eine deutliche Anzahl von Drehrichtungswechseln. Bei der Suche nach einer Erklärung für die ausgelösten Drehrichtungswechsel bei unterschiedlich hellen Netzhautbildern stieß man auf einen Effekt, der möglicherweise bisher nicht bekannt war.

Erklärung des Effektes: Bei unterschiedlich hellen Netzhautbildern tritt ein Pulfrich-Phänomen auf, das die Formwahrnehmung eines rotierenden Stereo-Gitterwürfels beeinflusst. Auf konstruktivem Wege wurde nachgewiesen, dass 1) in Abhängigkeit von der Drehrichtung eines beleuchteten Gitterwürfels, 2) in Abhängigkeit vom Helligkeitsunterschied der Netzhautbilder und 3) in Abhängigkeit davon, in welchem Auge das hellere der beiden Netzhautbild entsteht, entweder ein abgeflachter Würfel wahrgenommen wird, oder ein verzogener Würfel, dessen Volumen sich deutlich in die Tiefe ausdehnt. Im ersten Fall wird auf Grund der reduzierten Tiefeninformationen des abgeflachten Gitterwürfels eine erhöhte Anzahl an Drehrichtungswechseln ausgelöst. Im zweiten Fall reduziert sich dagegen die Wahrscheinlichkeit für Drehrichtungswechsel auf Grund der Volumenzunahme des Stereo-Gitterwürfels und des damit verbundenen Anstiegs der Tiefeninformationen.

In dieser Master Thesis werden u.a. zwei weitere, möglicherweise neue Erkenntnisse präsentiert: 1) So existiert eine Rotationsgeschwindigkeit (eine Art "Wendepunkt"), die die wenigsten Drehrichtungswechsel bei zweidimensionalen Schattenbildern rotierender Gitterwürfel auslöst. Wird die Drehgeschwindigkeit ab diesem "Wendepunkt" entweder reduziert oder erhöht, steigt die Anzahl der wahrgenommenen Wechsel an. 2) Einfluss einer überlagerten Gitterstruktur (Moirè-Effekt) auf die Anzahl von Drehrichtungswechseln beim Raumbild eines rotierenden Gitterwürfels.

Schlagworte: Wahrnehmungswechsel schattenförmige Stereo-Gitterwürfel Moirè-Effekt Stereo-Gitterwürfel Rot-Grün-Brille Anaglyphenbrille

Voraussetzungen / Rahmenbedingungen:

Betreuer:

Prof. Bernd Lingelbach (Hochschule Aalen)
Prof.  Dietmar Kümmel (Hochschule Aalen)

Jahr: 2013

Studiengang:  Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie:  Masterarbeit

Externer Betreuer: M. Sc. Thomas Hofmann

Ersteller: Beat Heer

Kurzbeschreibung:     

Ziel: In dieser Master Thesis wird ein Rebound-Tonometer (Icare PRO) mit einem modernen Noncontact- Tonometer (Reichert 7CR) verglichen. Damit wird geklärt, ob das Icare PRO-Tonometer besser dem Goldmann-korrelierenden Wert des Reichert 7CR entspricht, oder dem die biomechanischen Hornhauteigenschaften kompensierenden Messwert des Reichert-Gerätes. Ausserdem soll die Abhängigkeit der Messresultate von der Hornhautdicke für beide Geräte beurteilt werden.

Methode: An insgesamt 102 Augen von 28 weiblichen und 23 männlichen Teilnehmern im Alter zwischen 19 und 75 Jahren wurden die Hornhautdicke mit einer Oculus Pachycam und anschliessend die Augendruckwerte mit den beiden zu vergleichenden Tonometern gemessen. Die Daten wurden mit Excel erfasst und ausgewertet.  

Ergebnisse: Das Icare PRO-Tonometer ergibt Augendruckwerte mit einem Mittelwert von 14.77 ± 2.24 mmHg (IOPicare). Das Reichert 7CR ermittelte mit seinen 2 unterschiedlichen Messmethoden Augendruckwerte von 15.05 ± 3.13 mmHg (IOPg) und 15.67 ± 2.98 mmHg (IOPcc). Der Mittelwert der zentralen Hornhautdicken der beurteilten Augen beträgt 557.7μm ± 27.37 μm. Die nach Bland-Altman berechneten 95%-Grenzen der Übereinstimmung zwischen den beiden Messwerten des Reichert 7CR ergeben Werte von -2.663 und +3.911mmHg; zwischen den Messwerten IOPcc des Reichert 7CR und des IOPIcare des Icare PRO-Tonometers -4.186 und +5.994mmHg und im Vergleich vom IOPg des Reichert 7CR und dem Icare PRO liegen die 95% Grenzen der Übereinstimmung bei -4.060 und +4.620 mmHg.  

Schlussfolgerung: Zwischen den hornhautkompensierten IOPcc-Werten des Reichert 7CR und den Icare PRO-Werten kann keine gute Übereinstimmung festgestellt werden. Die Icare PRO-Werte liegen in dieser Studie näher bei den mit Goldmann korrelierenden IOPg-Werten des Reichert-Tonometers. Die geringste Abhängigkeit von der Hornhautdicke zeigen die hornhautkompensierten Messwerte des Reichert-Tonometers, während das Icare PRO-Tonometer vergleichsweise am stärksten durch die Hornhautdicke beeinflusst wird.

Schlagworte: Übereinstimmungsvergleich zweier Messverfahren Messung Augeninnendrucks

Voraussetzungen / Rahmenbedingungen:     

von der Hochschule Aalen betreut von:


Prof. Dietmar Kümmel/M. Sc. Anne Suckow

2012

Jahr: 2012 

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Sonja Becker

Kurzbeschreibung: 

Der neue handlungsorientierte Lehrplan für den Ausbildungsberuf Augenoptiker/Augenoptikerin von 2012 stellt eine große Herausforderung dar. Er berücksichtigt in breitem Umfang die geplante zukünftige Neupositionierung des Berufs als reglementierter Gesundheitsberuf und beinhaltet gleichzeitig viele handwerkliche Anteile. Die Beschreibung der Lernfelder ist seitens der bundesweiten Lehrplankommission bewusst offen gehalten, um für zukünftige Entwicklungen flexibel zu bleiben.

Eine besondere Herausforderung stellt sich bei der Bearbeitung des Lernfelds „Einstärken-Brillengläser kontrollieren und einarbeiten“. Es beschreibt zunächst echte berufliche Handlungen. Im Inhaltsteil des Lernfelds werden allerdings vertiefende Stoffgebiete aus der geometrischen Optik genannt, die zusammenhängend und am Anfang des Lernfelds unterrichtet werden müssen. Dieser Teil allein umfasst mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden des Lernfelds. Für den praktischen Anteil, der anschließend, in geteilten Klassen unterrichtet wird, würden dann die Raumkapazitäten nicht ausreichen. Unter Berücksichtigung dieses Umstands strukturiert die Autorin daher das Lernfeld nicht nach Handlungen, sondern zunächst über die logische Abfolge der Inhaltsthemen, um dann Theorie und Praxis an ihren Berührungspunkten zu verknüpfen. Anschließend werden vorläufige Lerneinheiten mit den dafür notwendigen Handlungen herausgearbeitet und mögliche Zeitvorgaben genannt. Ein Modell für die Raumbelegung und den Lehrereinsatz wird vorgeschlagen.

Das Studium der Ausarbeitung 'Selbstreguliertes Lernen in Lernfeldern' des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung in Bayern diente der Autorin als Leitfaden bei der  Analyse und der didaktischen Jahresplanung für das handlungsorientierte Lernfeld.

Schlagworte: Ausbildungsberuf Augenoptiker Augenoptikerin Lernfeld handlungsorientiert Didaktik

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Externer Betreuer: Prof. Roger Crelier, Studiengangleiter FHNW, Institut für Optometrie, Schweiz

Ersteller: Remo Poffa

Kurzbeschreibung:

Die Voraussetzung, damit Augenbewegungen durchgeführt werden können, ist eine normale Entwicklung der Akkommodation, Vergenz und Okulomotorik. Dabei ist die Akkommodation für die Schärfe-Unschärfe-Differenz und die Vergenz für die Ausrichtung der Sehachsen auf ein Objekt verantwortlich. Die Okulomotorik, unterteilt in Fixation, Folgebewegungen und Sakkaden, spielen für die visuelle Verarbeitung beim Lesen eine wichtige Rolle. Eine Vielzahl von kognitiven Prozessen sind mit den Augenbewegungen verknüpft, wie zum Beispiel die Aufmerksamkeit, das Kurzzeitgedächtnis, das Lernen usw. Die Steuerung all dieser Prozesse beanspruchen verschiedene Areale unseres Gehirns und vernetzten diese untereinander. So weiss man aus neueren Forschungen, dass zum Beispiel der hintere parietale Kortex eine gewichtige Rolle bei der Kontrolle von Blicksakkaden spielt. Die binokulare Koordination derselben, die schon seit über hundert Jahren intensiv diskutiert wird (Hering, Helmholtz), ist von zentraler Bedeutung für eine korrekte Ausrichtung der Sehachsen beider Augen. So werden die Entwicklungsprozesse in den letzten Jahren intensiv untersucht und Modelle aufgezeigt (Kapoula et al. 2008).

Die Leseforschung, die sich mit der Erforschung der psychologischen Aspekte des Lesens, der Leseförderung, dem Entwickeln von geeigneten Lehrmitteln und dem Erforschen der Dyslexie befasst, wendet das Messen der Blicksakkaden schon seit über 100 Jahren an. Mit der Einführung der Videotechnologie in den 70-er Jahren wurden die Möglichkeiten die Augenbewegungen aufzunehmen und im Nachhinein auszuwerten massiv vereinfacht und die Forschungsarbeiten in diesem Bereich nahmen stark zu. Die Anwendung von invasiven Methoden wie Search Coil und Elektrookulogramme nahm zugunsten von Eye Trackern verschiedenster Ausführungen ab. Auch begann sich das Medienverhalten der Menschen und damit die Blick- und Wahrnehmungskontrolle unter dem Einfluss von TV, Computern, Handys und Smartphones zu verändern, wobei das Lesen als Informationsaufnahme nach wie vor eine der wichtigsten Kompetenzen bleibt.

Aus optometrischer Sicht sind Forschungsarbeiten zur Fixationsdisparation, binokularen Sakkadenkontrolle und der Einfluss von Sakkadendefiziten auf die Dyslexie von Bedeutung. Diverse Arbeiten zeigen über unterschiedliche Ansätze auf, dass diese Bereiche nicht komplett isoliert betrachtet werden können, sondern einander gegenseitig beeinflussen. Es zeigt sich, dass vor allem Defizite in der kortikalen Vernetzung und Verarbeitung zu Schwierigkeiten der visuellen Verarbeitungsprozesse und Koordination des beidäugigen Sehens führen.

Zukünftig wird in der Forschung sicher der binokulare Aspekt der visuellen Prozesse noch weiter erforscht werden müssen. Da ist vor allem der Einfluss des monokularen visuellen Wahrnehmungsbereichs beider Augen auf die binokulare Verarbeitung und deren Auswirkung auf das Lesen in Zusammenhang mit der binokularen Koordination von Interesse.

Schlagworte: Blicksakkaden Leseforschung Augenbewegungen Akkomodation Vergenz Okulomotorik Sehachsen

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Annette Limberger

Ersteller: Lars Schweikhardt

Kurzbeschreibung:

Ziel: Die vorliegende Arbeit untersucht die möglichen Zusammenhänge der visuellen Wahrnehmungsgeschwindigkeit mit der Praxis der Achtsamkeitsschulung. Der theoretische Teil dieser Arbeit befasst sich zunächst mit der Definition des Begriffes der Achtsamkeit/-praxis. Vor dem Hintergrund der visuellen Wahrnehmung wird auch aus der Sicht der Neurophysiologie und Neuropsychologie erörtert, ob das Training zum Erhöhen des Grades der Achtsamkeit Einfluss auf die visuelle Wahrnehmungsgeschwindigkeit hat.

Material & Methode: Diese Hypothese bezog sich auf die Fragestellung inwiefern visuelle Stimuli, die mittels eines Tachistoskops als nicht-maskierte Buchstaben mit unterschiedlichen Verschlusszeiten von 1000ms bis 30ms dargeboten wurden, wahrgenommen und wiedergegeben werden konnten.

Bezogen auf die visuelle Reaktionsleistung wurden in einer primären, prospektiven Fall-Kontroll-Studie aus einer Stichprobe (N=40) zwanzig Personen mit Achtsamkeitspraxis mit einer Kontrollgruppe ohne geschulte Achtsamkeit gematcht. Die Daten wurden nach der Anamnese und Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien, durch subjektive Messungen erhoben.

Ergebnisse: Um mögliche Reaktionszeitunterschiede der Versuchspersonen aufzuzeigen, wurden die Ergebnisse der tachistoskopischen Messungen in verschiedene Verschlusszeitengruppen unterteilt und drei t-Testen unterzogen. Es ergaben sich signifikant kürzere Reaktionszeiten in allen gebildeten Verschlusszeitengruppen bei Achtsamkeitspraktizierenden gegenüber der Kontrollgruppe. Die vorliegenden Daten zeigen, dass Personen mit Achtsamkeitspraxis eine deutlich bessere visuelle Reaktionsleistung als die Kontrollgruppe aufwiesen. Diese Befunde sprechen dafür das Achtsamkeitspraxis auch einen positiven Effekt auf die visuelle Wahrnehmung hat.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften, das die Kontrolle der Achtsamkeit ein effizienter Weg ist, neuroplastische Veränderungen hervorzurufen. Da Achtsamkeit trainierbar ist, wie jede andere kognitive Fähigkeit, zeigt diese Arbeit einen möglichen neuen Weg auf, die visuelle Reaktivität positiv zu beeinflussen.

Da unter den vielen Formen der Schulung der Achtsamkeit die, in dieser Arbeit angewendete Form der Vipassana Meditation, einen erheblichen Zeit- und Disziplinaufwand von den Praktizierenden fordert, eignet sie sich nur bedingt für eine breiter gestreute Trainingsmöglichkeit.

Die Befunde dieser Arbeit sprechen dafür, dass Folgestudien bezüglich der Zusammenhänge von Achtsamkeitspraxis und visueller Wahrnehmung durchaus mit anderen Formen der Achtsamkeitsschulung, wie beispielsweise dem  MBSR™ durchgeführt werden könnten, die einen für die Versuchspersonen geringeren und realistischeren Zeit- und Disziplinaufwand haben.

Schlagworte: Visuelle Wahrnehmung, visuelles Bewusstsein, Achtsamkeitspraxis, Neurowissenschaften, Anatomie

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Prof. Dipl.-Ing. Dietmar Kümmel & Thomas Hofmann

Ersteller: Philipp Scherb

Kurzbeschreibung:     

Ziel: Die Beurteilung der Messunterschiede zwischen herkömmlichen NCT (Topcon TRK-1P) und einem NCT, welcher die Biomechanik der Hornhaut berücksichtigt (Oculus Corvis ST).

Methode: An der Studie nahmen 91 Personen, davon 49 Männer und 42 Frauen teil. Das Durchschnittsalter betrug 47 Jahre. Alle Probanden wurden an beiden Geräten untersucht. Die Messungen fanden direkt nacheinander statt. Es wurden der IOD, Pachymetrie,  Applanationszeiten,  Applanationslängen und weitere Daten ermittelt.

Testergebnisse: Der korrigierte IOD am TRK-1P ergab Werte im Median von 16.6 mmHg (SD ± 3.3 mmHg), beim Corvis ST einen durchschnittlichen Wert von 13.7 mmHg (SD ± 3.3 mmHg). Die Pachymetriemessungen ergaben bei dem TRK-1P 557 μm (SD ± 32.5 μm) beim rechten Auge und links 554 μm (SD ± 34.7 μm). Beim Corvis ST resultierte eine durchschnittliche Hornhautdicke rechts von 530 μm (SD ± 36.5 μm) und links 529 μm (SD ± 37.7 μm). Beide Geräte haben bei Myopieprobanden einen geringeren Augeninnendruck gemessen als bei Hyperopen. Das analoge Ergebnis wurde auch bei den Hornhautradien ersichtlich, flachere Augen hatten einen geringeren IOD aufgewiesen als steilere Augen.

Schlussfolgerung: Durch die teilweise grossen Messunterschiede (bis 11 mmHg) lassen sich keine seriösen Aussagen über den Augendruck ableiten. Um einen Glaukomverdacht zu bestätigen erfordert es zusätzliche Untersuchungsmethoden (wie z.B. Perimetrie, Fundusaufnahme, Beurteilung des Opticus, Untersuchung des vorderen Augenabschnittes und Anamnese). Die grossen Messunterschiede beider Geräte konnten nicht zugeordnet werden. Es bestand keine Korrelation zur Hornhautdicke, Refraktion, Alter des Probanden oder auch den Radien. Der Corvis ST zeigte auf, dass vor allem eine 1. Applanationszeit von über 8.2 ms einen IOD grösser als 21 mmHg ergab.

Schlagworte: Non-Contact-Tonometer, Glaukomscreening, Corneal-Hysterese, IOD, Hornhautdicke, Glaukomarten

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Julia Conradt

Kurzbeschreibung:     

Ziel der Masterthesis war eine anonyme, altersunabhängige Marktforschung im eigenen Augenoptikfachgeschäft. Bei der Umfrage wurde mittels standardisiertem Fragebogen, ein Querschnitt bezüglich der Kundenpräferenzstruktur ermittelt und graphisch dargestellt. Das Ergebnis soll interne Geschäftsprozesse widerspiegeln und Chancen auf Verbesserungspotenziale aufzeigen.

Schlagworte: Kundenzufriedenheit augenoptische Betriebe optometrische Dienstleistungen

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Silvia Knopf

Kurzbeschreibung:

Ziel: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung, ob sich das Fluid-Jet-Bearbeitungsverfahren zur Reduktion der Oberflächenrauigkeit auf Rückflächen formstabiler Kontaktlinsen eignet.

Methode/Vorgehensweise: Es erfolgte zunächst die Bearbeitung rotationssymmetrischer Kontaktlinsenrückflächen mit einer Vielzahl von Parametern. Dies diente der Prüfung der Materialreaktionen sowie dem Eingrenzen eines optimalen Parameterbereichs zur Bearbeitung.

Aufgrund nicht reproduzierbarer Ergebnisse während des ersten Bearbeitungsabschnitts im Hinblick auf die Veränderung der Oberflächenrauigkeit sowie der Veränderung der Oberflächengeometrie der bearbeiteten Linsen erfolgten Optimierungen im Einmessverfahren sowie der Linsenbefestigung. Ein zweiter Bearbeitungsabschnitt wurde, basierend auf Erkenntnissen des ersten Bearbeitungsabschnitts sowie zusätzlicher Abtragsversuche, durchgeführt.

Ergebnisse: Mit den ermittelten Bearbeitungsparametern waren keine eindeutigen Ergebnisse hinsichtlich Veränderungen der Oberflächenrauigkeit und der Kontaktlinsengeometrie zu erzielen. Die Abtragsleistung zeigte sich auf den Kontaktlinsenrückflächen deutlich geringer als durch die Ergebnisse der Abtragsversuche auf Kontaktlinsenblanks zu erwarten war. Eine mögliche Ursache sind, sich während des Bearbeitungsvorgangs bildende, Ablagerungen des Poliermittels auf den Kontaktlinsenrückflächen die zu einem Abbremsen des Bearbeitungsstrahls und somit einer Verringerung der Abtragsleistung führen.

Schlussfolgerung: Die Analyse der Gesamtergebnisse zeigt, dass das Fluid-Jet-Bearbeitungsverfahren nach aktuellem Entwicklungstand noch keine Alternative zu konventionellen Bearbeitungsverfahren aus der Kontaktlinsentechnik darstellt. Da jedoch Abtragversuche auf Kontaktlinsenblanks eine gute Abtragsleistung zeigten, ist davon auszugehen, dass das Verfahren in weiteren Arbeiten optimiert werden kann, so dass eine Praxisrelevanz zu erreichen ist. Des Weiteren ist der zur Bearbeitung notwendige Zeitaufwand derzeit als nicht wirtschaftlich anzusehen.

Schlagworte: Fluid-Jet-Polishing, formstabile Kontaktlinsen, Kontaktlinsenrückflächen, Oberflächenrauigkeit

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Prof. Bina Patel, OD

Ersteller: Oliver Buck

Kurzbeschreibung: Der Beruf des Augenoptikers ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Technische Neuerungen bei der Anfertigung von Korrektionsbrillen und der Anpassung von Kontaktlinsen drängen die handwerklichen Anteile der augenoptischen Tätigkeit zunehmend zurück. Neue und  verbesserte Möglichkeiten bei der Augenuntersuchung und -prüfung lassen den Augenoptiker/Optometristen in Zukunft ein Ansprechpartner für Auge und Sehen werden. Zudem ergänzen akademische Ausbildungsgänge mehr und mehr die klassische, handwerklich geprägte Ausbildung zum Augenoptikermeister.

Zunächst wird der Begriff Optometrie, bzw. Optometrist geklärt, um den Umfang der optometristischen Tätigkeiten grundlegend zu definieren. Dieser wird allerdings nicht nur durch die Inhalte der Ausbildung festlegt, sondern hauptsächlich durch die rechtlichen Gegebenheiten des entsprechenden Landes. Nur in diesem rechtlichen Rahmen kann die Berufsausübung stattfinden. Deshalb muss man die internationale Definition auf die deutschen Gegebenheiten anpassen. Dieser Rahmen ist nicht nur für die klassische Augenoptik, sondern auch für die deutsche Optometrie durch das Handwerksrecht definiert und wird hier dargestellt. Er unterscheidet sich  grundlegend von der Rechtsgrundlage der ärztlichen Tätigkeit. Eine Änderung des rechtlichen Rahmens könnte durch die Herauslösung des Augenoptikerberufs aus dem Handwerk und eine damit verbundene Neu- bzw. Höherpositionierung erfolgen. Dies wird dargestellt und verglichen.

Spätestens mit ECOO Eurodiplom und dem Bologna-Prozess ist die Entwicklung der Optometrie in Deutschland auch zu einem europäischen Prozess geworden. Es wird deshalb die Optometrie in Deutschland in den europäischen Kontext eingebettet werden und ein Überblick über das Eurodiplom gegeben. Das Studium zum Master of Science in Vision Science and Business (Optometry) orientiert sich am internationalen Standard und verlässt damit die gewohnten Pfade. Deshalb werden Umfang und Inhalte des Studiums detailliert dargestellt ebenso die Kriterien, die das „Global Competency-Based Model of Scope of Practice“ des World Council of Optometry an einen „Optometristen“ stellt. Der Vergleich zeigt, dass die Absolventen des Studiengangs Master of Science in Vision Science and Business (Optometry) diese Anforderungen erfüllen. Eine Zusammenfassung und ein Ausblick schließen diese Arbeit ab.

Schlagworte: Optometry Berufsentwicklung Medizin WCO World Council of Optometry Masterstudiengang Vision Science Business

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Thomas Hofmann

Ersteller: Bernd Brückner

Kurzbeschreibung:

Ziel: Die vorliegende Arbeit soll einen wissenschaftlichen Beitrag zum besseren Verständnis der Funktionsweise weicher, multifokaler Kontaktlinsen (KL) leisten. Insbesondere soll diese Arbeit Aufschluss über (1) die horizontale Dezentration der Pupille innerhalb der Iris sowie (2) der Dezentration der Nah bzw. Fernzone zum Zentrum der Pupille liefern und die bisherige Literatur zur Funktionsweise weicher, multifokaler KL ergänzen.

Methodik: Die eigene Fallstudie basiert auf 40 presbyopen Probanden, welche eingangs mit dem Oculus Keratographen vermessen wurden. Anschliessend wurden individuelle weiche, multifokale KL mit einer Zentrierkreisgravur angepasst und bzgl. des Sitzverhaltens beurteilt. Die Auswertung der horizontalen Dezentration der Pupille innerhalb der Iris wurde mit dem Oculus Keratographen ermittelt. Die Evaluation der Dezentration der Nah- bzw. Fernzone zum Pupillenzentrum erfolgte mit einem digitalen Messtool (dem MB-Ruler), auf Basis eines an der Spaltlampe aufgenommenen digitalen Fotos der weichen, multifokalen KL mit Zentrierkreisgravur am Auge.

Ergebnisse: Die ermittelte nasale Pupillendezentration innerhalb der Iris beträgt im Mittel 0,25 mm OD und 0,24 mm OS. Die kumulierte Dezentration der Nah- bzw. Fernzone zum Pupillenzentrum beträgt im Mittel für OD 1,05 mm Richtung 43° und für OS 0,88 mm Richtung 129°. Die gemessenen Werte sind für die KL-Anpassung durchaus relevant und statistisch signifikant.

Zusammenfassung: Die Ergebnisse zeigen, dass weiche KL gegenüber der Pupille allgemein nach temporal-inferior dezentrieren. Zusätzlich ist, aufgrund der hohen Mittelwertabweichung der einzelnen Komponenten der Dezentration, eine Standardisierung von multifokalen Kontaktlinsen mit dezentrierten Nah- bzw. Fernzonen nicht möglich. Eine Pupillendezentration nach nasal kann als physiologisch betrachtet werden. Allerdings kann diese nicht für die Akzeptanz von weichen, multifokalen KL herangezogen werden, da diese nicht in jedem Fall zentrisch zur Cornea, sondern häufig nach temporal dezentrieren.

Schlagworte: Presbyopie, multifokale Kontaktlinsen, Kontaktlinsendezentration, Pupillendezentration

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Christian Befort

Kurzbeschreibung:     

Die Intention der vorliegenden Masterthesis „Raus aus dem Mittelmaß“ besteht darin, die Möglichkeit einer intensiven und gewinnbringenden Kooperation von Augenärzten und Augenoptikern/Optometristen aufzuzeigen. Bei diesem Ansatz steht eine optimale Versorgung der Patienten aus medizinischer und augenoptischer/optometrischer Sicht im Vordergrund. Den gesetzlichen Forderungen nach einem ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem wird durch ausgearbeitete Handlungsrichtlinien für den augenoptischen/optometrischen Bereich nachgegangen, so dass diese als Grundlage für die Einbindung in ein mögliches betriebsspezifisches Qualitätsmanagementsystem verstanden werden können.

Die zielstellenden und schwerpunktdefinierenden Konzeptionierungen innerhalb der gewählten Thematik erfassen und erörtern zunächst die Notwendigkeit kooperativer Versorgungsformen im Bereich der Augenheilkunde aus gesellschaftlich-politischer Sicht. Die theoretischen Grundlagen zum Thema Qualitätsmanagement und der Überblick über bestehende Qualitätsmanagementsysteme bilden die Basis für die weiterführende Ausarbeitung der Thematik. Diese orientiert sich an Augenarztpraxen, die eine direkte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Augenarzt und Augenoptiker/Optometristen forcieren, um gemeinsam den Weg ’Raus aus dem Mittelmaß’ zu bestreiten und ein neues Qualitätsdenken in der Versorgung ihrer Patienten anzustreben. Die Arbeit gipfelt schlussendlich in der Darstellung eines betriebsspezifischen Handlungsleitfadens für den Aufgabenbereich des Augenoptikers/Optometristen, welcher das Kernstück der vorliegenden Masterthesis bildet.

Die tatsächliche Aussagekraft meiner Arbeit lässt sich daran evaluieren, dass die Umsetzung der dargestellten Prozessabläufe einen konkreten Einsatz in der Augenarztpraxis Dr. univ. med. Klaus Miller in Innsbruck findet und dort tagtäglich zum Einsatz kommt.

Schlagworte: Augenheilkunde, Augenoptiker, Optometrist, kooperative Versorgungsformen, Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Prof. Dr. Werner Eisenbarth, Hochschule München

Link: http://www.fb06.fh-muenchen.de/fb/index.php/en/vita?staffid=618

Ersteller: Johann Richert

Kurzbeschreibung:     

Altersbedingte Makula Degeneration (AMD) ist Hauptursache für schwere Sehbehinderungen bei Personen älter als 60 Jahre. Leider bestehen im Moment keine Behandlungsmethoden, die ein komplette Wiederherstellung der betroffenen Netzhautregion und deren Leistungsfaehigkeit gewaehrleisten. Betroffene AMD- Patienten profitieren jedoch in vielen Fällen von einer optimalen optischen Versorgung.  

Ziel dieser Master Thesis ist es, die Verbesserung der Kontrastsehleistung einer Optimalversorgung mit Hilfe des Macular Mapping Tests (MMT) zu ermitteln.  

Methode: 33 Testpersonen (Alter 57 bis 84) wurden aus dem Kundenstamm eines Optikers ausgewählt und in zwei Gruppen eingeteilt: AMD-Gruppe (n=10) und Kontrollgruppe (n=23). Teilnehmer brachten ihre “alten” Brillen mit. Der Visus und die Leistung am MMT wurde ermittelt, gefolgt von einer neuen Brillenglasbestimmung samt Visusbestimmung und erneuter Messung am MMT. Der MMT generiert einen General Field Score (GFS), der die Leistung in einer Zahl ausdrückt.  

Ergebnisse AMD-Gruppe: Verbesserung des Fernvisus von 0.32 auf 0.46, Nahvisusverbesserung um 0.16 (p. 0.022) von 0.28 auf 0.44 mit den neuen Brillenwerten. Der GFS beim 10% Test verbesserte sich um 11.36% (2.75 GFS Punkte) und die Leistung am GFS 100% Test verbesserte sich um 8.17% (4.95 GFS Punkte).  

Ergebnisse Kontrollgruppe: Verbesserung des Fernvisus von 0.83 auf 0.93 (p. 0.005), Nahvisus von 0.78 auf 0.91 (p. 0.006). Der GFS beim 10% Test verbesserte sich um 7.5 % (5.09 GFS Punkte) und der GFS bei der 100% Testeinstellung verbesserte sich um 4.7 % (4.17 GFS Punkte).  

Sowohl beim Visus als auch bei der Leistung am MMT wurden in beiden Gruppen Verbesserungen ermittelt. Die AMD-Gruppe hatte jedoch den größeren Effekte mit den neuen Brillenwerten. Besonders die Leistung bei niedrigem Kontrast ist wichtig, da z. B. das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und Bordsteinkanten eine gut funktionierende Kontrastsehleistung erfordert. Die neuen Brillenwerte ermöglichten den AMD-Testpersonen eine Verbesserung des GFS um mehr als 8% bzw. 11% bei der 100% bzw. 10% Kontrasteinstellung. Da die Sehfähigkeit bei niedrigen Kontrastsituationen die grössere Herausforderung für AMD-Patienten darstellt, war dies eine bedeutende Verbesserung der Kontrastsehleistung, die auch beim Visus gezeigt wurde.

Schlagworte: Altersbedingte Makula Degeneration AMD Sehbehinderung Macular Mapping Test MMT niedrige Kontrastsituation

Jahr: 2012

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dr. Wolfgang Becken, Rodenstock

Ersteller: Andrea Welk

Kurzbeschreibung:     

Ziel: Aus der Literatur ist bekannt, dass der Betrag und die Achslage des Zylinders sich in Kombination mit Akkommodation zwischen Ferne und Nähe ändern können. Die Motivation für die vorliegende Arbeit war die Tatsache, dass die Individualisierung der Gleitsichtgläser und die immer weiter fortschreitenden Verbesserungen der technologischen Möglichkeiten bei der Optimierung und Fertigung von Gleitsichtgläsern auch die Möglichkeiten für unterschiedliche zylindrische Korrektionen im Fern- und Nahbereich bei Gleitsichtgläsern bieten. Daher war es die Aufgabe dieser Master Thesis, neue Untersuchungen zu diesem Thema durchzuführen.

Material und Methode: Es wird eine Studie durchgeführt, in der untersucht werden soll, wie viele Probanden tatsächlich eine von der Fernkorrektion abweichende Nahrefraktion in Bezug auf Zylinder und Achslage benötigen und wie groß diese Unterschiede sind. Dazu werden 60 Versuchspersonen – es handelt sich um 30 nicht presbyope und 30 presbyope Probanden – sowohl mittels subjektiver Refraktion als auch mittels Vermessung an einem Aberrometer für Ferne und Nähe untersucht und die Ergebnisse anschließend ausgewertet.

Ergebnisse: Die Messungen haben gezeigt, dass tatsächlich individuelle anatomische Ursachen der Hauptgrund für einen geänderten Astigmatismus in der Nähe sind und diese nicht hauptsächlich auf dem Einstellastigmatismus – also dem rein geometrisch-optischen Faktor – beruhen. Dies konnte sowohl für die subjektiven als auch für die objektiven Messungen mit guter Übereinstimmung beobachtet werden. Allerdings besteht kein gut korrelierter Zusammenhang zwischen dem subjektiven und objektiven additiven Nahzylinder. Anhand der objektiven Daten konnte aber sogar gezeigt werden, dass der additive Nahzylinder systematisch mit zunehmender Akkommodation anwächst.

Schlussfolgerung: Die Studie hat gezeigt, dass ein von der Ferne abweichender Zylinder in der Nähe durch die objektive Messung gut erkannt wird. Bei tatsächlich abweichenden Messwerten mit dem Aberrometer in Bezug auf die Fern- und Nahmessung sollte außerdem immer eine Überprüfung mittels subjektiver Nahrefraktion stattfinden.

Schlagworte: Fernrefraktion, Nahrefraktion, Nahastigmatismus, Einstellastigmatismus, Listingsche Regel

2011

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Dr. Matthias Thierbach, Facharzt für Kinder- u. Jugendpsychiatrie

Ersteller: Thomas Kupfer

Kurzbeschreibung:     

Ziel:

Unter dem Gesichtspunkt der visuellen Wahrnehmungsentwicklung sowie der visuellen Teilleistungen wurden die Entwicklung und Funktion von Auge (im Besonderen der Netzhaut), Zentralnervensystem und Gehirn beschrieben.

Methoden:

Durch Literaturrecherche in den Gebieten: Embryologie, Anatomie, Physiologie, Neurobiologie und Neurowissenschaften wurden die für die visuelle Wahrnehmung und Wahrnehmungsentwicklung relevanten Sachverhalte zusammengetragen, geordnet, zusammengefasst und in den Kontext gestellt.

Schlussfolgerung:

Als höhere Stufe der Informationsverarbeitung beschreibt die Wahrnehmung alle Mechanismen zwischen Empfindung und Erkennung. Somit ist die Wahrnehmung unsere unmittelbarste Beziehung zur Außenwelt. Auf diese Weise erlangt der Mensch Informationen über die Umwelt und sich selbst. Als Grundlage der Wahrnehmungsleistungen des visuellen Systems sind die spezialisierten Strukturen des Kortex der Schlüssel zur Verarbeitung von Sinneseindrücken des Auges. In besonderer Weise ist die Wahrnehmungsentwicklung ein Spiegelbild der Entwicklung des Zentralnervensystems mit all seinen Funktionen und Fähigkeiten.

Schlagworte: visuelle Wahrnehmungsentwicklung, visuelles System, Embryologie, Anatomie, Physiologie, Neurobiologie, Neurowissenschaften, Zentralnervensystem

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Hecht Contactlinsen GmbH

Link: http://www.hecht-kontaktlinsen.de/

Ersteller: Mario Rehnert

Kurzbeschreibung:     

Ziel der Arbeit:

Bei altersichtigen Kunden kommen zur kontaktoptischen Versorgung meist simultane Mehrstärkensysteme zum Einsatz. Durch die gleichzeitige Darbietung mehrerer Schärfenebenen kommt es zu einer veränderten Wahrnehmung, die nicht von jedem Träger akzeptiert wird. Daher stellt sich die Frage, welche vorab zu ermittelnden Parameter Einfluss auf das Gelingen der Anpassung nehmen, um somit die Erfolgschancen besser abschätzen zu können.

Methodik:

19 Probanden wurden individuelle simultane Mehrstärkenkontaktlinsen angepasst und nach bestmöglicher Modifikation entschieden, ob die Kontaktlinsen den Sehanforderungen des Probanden entsprechen oder nicht. Der Unterschied der habituellen Kontrastschwelle zur Kontrastschwelle mit den endgültigen Kontaktlinsen wurde ermittelt. Vorab definierte und gemessene Merkmale wurden in die Gruppen "Erfolg" und "Misserfolg" aufgeteilt und auf signifikante Unterschiede geprüft. Außerdem sollte herausgefunden werden, ob vom Alter eines Interessenten auf die Pupillengröße und in Folge auf die abgegebene Größe der Nahwirkungszone schließen lässt.

Ergebnisse:

Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied der habituellen Kontrastschwelle zur Kontrastschwelle mit den angepassten Kontaktlinsen. Die Kontrastwahrnehmung verringert sich mit simultanen Multifokallinsen. Allerdings zeigte sich keine Korrelation zwischen dem Ausgangskontrastschwellwert und dem Kontrastverlust. Bei der Prüfung auf Unterschiede zwischen den Parametern der Gruppen "Erfolg" und "Misserfolg" zeigte sich, dass die Art und Höhe der Fehlsichtigkeit, die erforderliche Addition, das Alter des Probanden, die Fixationsabweichung und ob es sich um eine Neuanpassung oder Folgeversorgung handelt für den Erfolg irrelevant ist. Allerdings konnte ein signifikanter Unterschied festgestellt werden, wie stark der Kontrastverlust ausfällt. Bei der Gruppe "Misserfolg" war die Kontrastschwelle mit Mehrstärkenkontaktlinsen signifikant höher als mit habitueller Korrektur. Dies war bei der Gruppe "Erfolg" nicht der Fall. Für den Erfolg einer Anpassung scheint der Kontrastverlust mit multifokalen Kontaktlinsen mit entscheidend zu sein. Die abgegebene Größe der Nahwirkungszone zeigte keinen linearen Zusammenhang zur Pupillengröße und zum Alter des Probanden.

Schlagworte: Multifokallinsen, Presbyopie, Kontrastsehen, Pupillengröße

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Rainer Börret

Externer Betreuer: Prof. Roger Crelier

Ersteller: Christian Stebler

Kurzbeschreibung:     

Ziel

Anleitung für die Arbeit in der Optometriepraxis nach aktuellem Stand der Wissenschaft und Technik unter Berücksichtigung von Kernkompetenzen sowie rechtlicher, gesundheitspolitischer und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Methode/Vorgehensweise

Zusammenfassung langjähriger Erfahrungen in Aufbau, Organisation und Betrieb sowie berufspolitischer, rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Durchsetzung einer eigenen, lebhaften Optometriepraxis. In die Arbeit einbezogen wurden…

… ausschliesslich authentische, rund um Konsultationen in der eigenen Praxis gefundene Befunde. Alle Fotodokumentationen wurden über Jahre intern erstellt.

… die durch den erfahrenen Bereichsleiter Optometrie der Unternehmung, Herrn Aurèle Bühler, MSc of Clinical Optometry, favorisierte Prüfmethodik.

… die Überprüfung und Zusammenfassung von praktizierten Standards auf Aktualität der Lehre durch den Kollegen, Herrn Valentin Hersche, BSc in Optomerie mit Studienabschluss 2010.

… die Ausrichtung des Leitfadens auf die vom European Council of Optometry and Optics (ECOO) sowie von der European Academy of Optometry and Optics (EAOO) verabschiedeten Standards.

… eigene, als verantwortlicher Praxisinhaber, höherer Verbandsfunktionär gemachte Erfahrungen sowie fachspezifische Literatur und lebenslange Lehre.

Ergebnisse

Das Betreiben einer ausschliesslich eigenfinanzierten, d.h. nicht durch den Verkauf von Sehhilfen oder anderen Produkten quersubventionierten Optometriepraxis erfordert – neben den unabdingbaren erweiterten fachlichen Kenntnissen und entsprechender technischer Infrastruktur – auch das Übertreffen kritischer Grössen. Dazu lässt sich z.B. das notwendige Patientenaufkommen pro Tag anhand betriebs- und marktwirtschaftlicher Parameter errechnen.

Schlussfolgerung

Rund 2/3 aller von Symptomen am wichtigsten Sinnesorgan Betroffenen wählen Augenoptiker und Optometristen als erste Anlaufstelle. Höher ausgebildete Fachleute verfügen über umfassendes Fachwissen rund um das visuelle System. Durch das Aufdecken verdächtiger Befunde und daraus folgender interdisziplinärer Zusammenarbeit, z.B. mit der Ärzteschaft, können sie mithelfen, der Bevölkerung Lebensqualität zu sichern. Aktuelles Fachwissen, adäquate Infrastruktur und die Einhaltung von Kompetenzgrenzen bilden die Voraussetzung für Erfolg.

Schlagworte: Optometriepraxis, Leitfaden, European Council of Optometry and Optics (ECOO) European Academy of Optometry and Optics (EAOO)

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Fritz Buser, dipl. Augenoptiker SBAO, Lichtdesigner SLG

Ersteller: Theres Bucher

Kurzbeschreibung:

Die demografische Veränderung unserer Gesellschaft und das Privileg der immer höheren Lebenserwartung, lassen einen Anstieg von Sehbehinderten aus dieser Altersgruppe resultieren, was eine Forderung nach Low Vision Spezialisten verlangt.

Diese Masterthesis bildet ein Unterrichtsmodul des Spezialgebietes „Low Vision“, basierend auf den Arbeiten von Fritz Buser, dem Low Vision Pionier der Schweiz. Die Optometriestudenten erhalten durch diese Thesis fundiertes Basiswissen für das Arbeiten mit sehbehinderten Personen. Dies umfasst die Grundlagen über den Umgang, den Ablauf der spezifischen Abklärung und die Versorgung der Klienten mit Hilfsmitteln. Ebenso wird die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachstellen geschult.

Nur mit diesem komplexen Wissen und dem Transfer in die Praxis kann die Lebensqualität der betroffenen Personen massgeblich verbessert werden. Diese vorliegende Arbeit geht auf die speziellen Herausforderungen im Alltag Sehbehinderter und die daraus resultierenden Alltagsprobleme ein. Sie bietet Lösungen, wie diese Schwierigkeiten mit optischen Hilfsmitteln umgangen, besten falls eliminiert werden können. Die zunehmende Technologisierung beeinflusst die Kompetenzen der Klienten und Optometristen, was neue Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten implementiert.

Schlagworte: Low Vision Spezialisten Theres Bucher Fritz Buser Schweiz demografischer Wandel Sehbehinderung Unterrichtsmodul

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Georg Stollenwerk

Kurzbeschreibung:

Ziel:

Optimierung bestehender Stereopsisteste und Entwicklung eines Anforderungsprofils für einen neuen Test zum Bestimmen des Stereogrenzwinkels auf Basis wissenschaftlich anerkannter Testverfahren. 

Methode/Vorgehensweise:

Grundlegende Aufarbeitung des Themenkomplexes Stereopsis und Diskussion damit korrelierender, teilweise unterschiedlich interpretierter Begriffe wie Fixationsdisparation und Vergenz-Ruhestellung. Kritische Analyse verschiedener Stereopsisteste und deren Anwendung. Recherche zu Größenangaben für den Stereogrenzwinkel und retrospektive Analyse verschiedener Studien. 

Ergebnisse:

Die kontroversen Auffassungen haben mehrere Ursachen, insbesondere unterschiedli-che Messergebnisse und Erfahrungen aufgrund verfahrensbedingter Einflüsse sowie Missverständnisse zum theoretischen Arbeitsmodell der MKH. Die meisten Stereopsis-teste sind nicht für eine Bestimmung des Stereogrenzwinkels geeignet, weil der kleinste verfügbare Stereowinkel in der Regel größer als der von einem normalen Augenpaar erzielbare Bestwert ist. 

Schlussfolgerung:

Stereopsisteste zur Bestimmung des Stereogrenzwinkels erfordern Stereowinkel von unter fünf Winkelsekunden und sollten logarithmisch abgestuft sein. Notwendig sind außerdem eine eindeutige Konstruktionsvorschrift, die Festlegung eines Zeitfensters für die Stereoreize sowie ein Kriterium für die geforderte Erkennungshäufigkeit. 

Schlagworte: Fusionsreize, assoziierte Heterophorie, Fixationsdisparation, Stereopsis, Stereogrenzwinkel, differenzierte Stereoteste, Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. HAASE

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Dr. Verena Rath

Externer Betreuer: Frank Widmer, Ralf Emminger

Ersteller: Horst Drexel

Kurzbeschreibung:

Ziel dieser Master Thesis ist es, die beiden Geräte Videokeratograph 3 und Pentacam Basic der Firma Oculus in der Kontaktlinsenanpassung bei den Keratokonusstufen 1 bis 4 zu vergleichen und zu evaluieren. Dazu wird auf der Pentacam das Kontaktlinsenanpassmodul APEX der Firma Hecht Contactlinsen GmbH installiert. Verglichen werden die Parameter Zentralradien, die Achsen und alle Exzentrizitäten. Des Weiteren werden die jeweils von Videokeratograph und Pentacam vorgeschlagenen Kontaktlinsengeometrien und deren Radien miteinander verglichen. Zum Schluss werden dann die Simulationen der Fluoreszeinbilder mit dem realen Fluoreszeinbild der abgegebenen Linse evaluiert.

Beim Vergleich des flachen Radius zeigt die Pentacam einen im Mittel um 0,069 mm flacheren Wert als der Videokeratograph. Der steile Radius wird ebenfalls um 0,083 mm flacher gemessen. Auch die einzelnen Quadranten der Exzentrizitäten werden tendenziell flacher von der Pentacam als vom Videokeratographen ermittelt. Beim Vergleich der resultierenden Gesamtexzentrizität zeigt die Pentacam einen um 0,17 flacheren Wert als der Videokeratograph.

Der Vergleich der vorgeschlagenen Kontaktlinsengeometrien und Kontaktlinsenradien ergibt keine signifikanten Unterschiede. Vergleicht man aber diese Daten mit denen der abgegeben Kontaktlinsen, zeigen sich sowohl bei den vorgeschlagenen Geometrien als auch bei den vorgeschlagenen Radien deutlich bessere Übereinstimmungen bei der Pentacam. So liegt der Videokeratograph bei den Radien bis Keratokonus Gruppe 3 circa ein Zehntel Millimeter steiler als die Pentacam, welche in diesen Bereichen sehr gut mit den angepassten Kontaktlinsen überein stimmt. Der Vergleich der Fluoreszeinbilder verteilt über alle vier Gruppen zeigt eine um 20% bessere Simulation der Pentacam gegenüber dem Videokeratographen. Die Pentacam stimmt mit 70% mit den Simulationen überein, der Videokeratograph in etwa mit 50%. Abweichungen der Simulationen liegen zu 25% im steileren Bereich und zu 75% im flacheren Bereich.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die höhere Anzahl an Daten der Pentacam in der praktischen Kontaktlinsenanpassung auch zu besseren Simulationen führt. Die mittels Scheimpflug gemessenen Daten zeigen genauere Messwerte und deutlich geringere Streuungsbereiche. Ebenso stimmen die vorgeschlagenen Linsen und die Fluobildsimulationen der Pentacam besser mit der reellen Kontaktlinsenanpassung überein.

Schlagworte: Optometry Kontaktlinsenanpassung Keratokonus Oculus Geräte Keratograph Pentacam Basic

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Bernd Lingelbach

Externer Betreuer: Dr. Gernot Jendrusch

Ersteller: Maarten Hobé

Kurzbeschreibung:

Im Bereich der Sonnenbrillen und besonders im Bereich der Sportbrillen werden häufig auf den Fassungsscheibenwinkel optimierte und stärker durchgebogene Brillengläser verwendet. Die Glashersteller verwenden zur Fertigung dieser Gläser spezielle Berechnungen, die eine Optimierung der Abbildungseigenschaften beim seitlichen Blick durch das Brillenglas gewährleisten sollen [1.].

Wie gut sind diese Brillengläser wirklich? In der vorliegenden Studie wurden Brillengläser für höhere Fassungsscheibenwinkel (Firma Essilor) genau unter die Lupe genommen. Wie verhält sich die Sehleistung des Sportbrillenträgers beim seitlichen Blick durch das optimierte Brillenglas? Die Sehleistung (Fernsehschärfe) mit optimiertem Brillenglas und die Veränderung der Sehleistung bei unterschiedlichen Blickwinkeln von 0°, 15°, 25° und 35° wurden mit einem stärker gekrümmten Planglasverglichen. Beim Einsetzen des stärker gekrümmten Planglases in die Sportbrille erfolgte die Korrektion der Fehlsichtigkeit mittels Kontaktlinsen.

Es zeigt sich, dass sich kein signifikanter Unterschied bezüglich der Sehleistung ergibt, wenn der Fehlsichtige Blickbewegungen mit der Kontaktlinse hinter einem durchgebogenen Planglas oder gleiche Blickbewegungen bei einem auf den Fassungsscheibenwinkel optimierten Brillenglas durchführt. Bei beiden Korrektionsmöglichkeiten verringert oder verändert sich die Sehleistung beim seitlichen Blick nicht signifikant. Allerdings sind die erreichten Visuswerte mit optimalem Brillenglas höher, als mit Kontaktlinsenkorrektion.

Schlagworte: Sportbrillen, Grundkurve 8, Fassungsscheibenwinkel, Abbildungsfehler, Kontaktlinsen, Sportoptometrie, Sportoptik, Brillenglasperipherie, periphere Sehleistung, Sehschärfe

Jahr: 2011

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Andrea Finkel

Kurzbeschreibung:

Diese Arbeit befasst sich mit dem Wandel des Berufes der Augenoptik/ Optometrie im deutschsprachigen Raum, den damit einhergehenden strukturellen Veränderungen und den daraus folgenden Konsequenzen. Seit einigen Jahren sind Strömungen innerhalb des Berufsstandes zu beobachten, auf der einen Seite die preisaggressiven Augenoptik-Ketten, wo das Produkt Sehhilfe als Handelsartikel begriffen wird, zum anderen die traditionellen Augenoptiker, die Dienstleistungen und handwerkliche Arbeit bis zum Endprodukt der Sehhilfe als wichtig erachten. Um eine Spaltung zu verhindern und dennoch eine zukunftssichere Neupositionierung für alle auf den Weg zu bringen, ist es hilfreich, die aktuelle Situation hinsichtlich Struktur, Ausbildung, Stellung in der Gesellschaft, Stärken und Schwächen zu kennen.

Eine SWOT-Analyse war hilfreich um Stärken zu zeigen, Schwächen aufzudecken und so Möglichkeiten für eine zukunftssichere Positionierung des Berufes zu zeigen. Daten über niedergelassene Augenärzte und über die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur belegen, dass durchaus Bedarf an optometrischen Dienstleistungen besteht. Eine Neupositionierung für den Beruf des Augenoptikers/Optometristen ist möglich, wenn alle Kräfte gebündelt werden, gegebenenfalls auch durch eine neue Struktur.

Schlagworte: Optometrie Zukunft Deutschland Augenärzte SWOT Analyse

2010

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Externer Betreuer: Esser, Gregor

Ersteller: Heejin, Kim

Kurzbeschreibung:     

Purpose:

The designs of Progressive Addition Lenses (PAL) are various from short intermediate zone length to long intermediate zone length. The effect of PAL length on the wearer is less known. It was investigated in this study how PAL length influence the reading availability by the vertical eye movements.

Methods:

The study included 15 adults, of which 9 persons were experienced wearers with PAL glasses and 6 persons were novice wearers who wear PAL glasses the first time or had already experience with PAL, but did not wear them regularly.
Every subject received 2 kinds of PAL glasses for the test; one is PAL with long corridor length (18mm) and the other PAL with short corridor length (14mm).
The test was done at far (distance of 2.5 m) and at near (distance of 40 cm). The subject wore a helm on which two laser pointers were mounted. One laser pointer was used for recording the activities at far and the other one at near. The laser movement was recorded and analyzed during following tests.

Test 1: static test

5 measuring positions at far and near were taken with two different recording systems during static test to compare reproducibility of systems.

Test 2: dynamic test

The subject read the reading chart at far (in the distance of 2.5m) and near (in the distance of 0.4m). Every test was done three times.
Test 3: determination of subjective perception of clear zone

The subjects determined the blur point when they moved their head down or up during looking at zero gaze position. The first blur point was recorded.

Results:

The results of both tests of static and dynamic tests were compared in the group 1 of PAL wearer and also between the groups (group1: experienced PAL wearer, group 2: novice wearer). The p-values of both comparisons were not significant. It was shown in the analysis of dynamic reading that the subjects used almost with both glass types the same portion of the glasses. The subject used for reading a gaze lowering between -25° to -47° with both type of lenses independent of the glass type (corridor lengths). In the analyze of correlation between eye movement and total demand was shown that the subjects did about 60% of the total demanded gaze movement with the eye and 40% with the head. The trend lines of the three types of glasses (PAL1, PAL2, SV) showed a similar gradient (between 0.5857 to 0.6011, ca. 60%) and the square of significant value (R2) amounted between 0.8959 to 0.9266 which means high correlation.

Conclusuion:

This study beagan with the question, how the lens type can influence PAL wearers habit and which type of lens can give advantages to the subject. does he or she get benefit to use a short corridor length because they can reach the near portion more quickly? Firstly, this study showed no correlation between subjects groups (Group 1: experienced wearer, Group 2: novice wearer). It was difference of reading habit between subjects groups founded. Instead the subject did almost the same gaze movement when they were reading, unlike assumption that the lens type can influence the gaze movement. This look-down movement was not related to type of lens. Independent on type of lens the subject did almost the same amount of gaze lowering movement, which could be associated with the total demanded gaze movement. The subjects did 40% of demanded gaze movement with head movement and the eye movement was used for the rest.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Bernd Lingelbach

Zweitbetreuer:  Gerhard Gaida

Externer Betreuer: Dr. Jendrusch, Gernot

Ersteller: Bratenstein, Bastian

Kurzbeschreibung:     

Zweck:

Diese Thesis soll herausfinden ob verschieden Filter wie Blueattenuator oder Blueblocker einen Einfluss auf die periphere Farbwahrnehmung haben.

Methoden:

In 2 Phasen wurden 54 und 46 Probanden getestet. Hier für wurde der periphere Farbwahrnehmungstest entwickelt. Dieser basiert auf dem 15 Hue Test. Die im Halbkreis angeordneten Farbsegmente wurden gemischt und anschließend vom Probanden sortiert. Diese Sortierung wurde mit den verschiedenen Filtern durchgeführt.

Ergebnisse:

In Phase I zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen Ohne Filter - Arancia Hell (p = 0,202), Ohne Filter - Arancia Dunkel (p = 0,561) und Arancia Hell - Arancia Dunkel (p = 0,288). In Phase II zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen Ohne Filter 1 - Blueblocker (p = 0,000), Ohne Filter 1 - Ohne Filter 2 (p = 0,004), Arancia Dunkel - Blueblocker (p = 0,000), Arancia Dunkle - Ohne Filter 2 (p = 0,046) und Blueblocker - Ohne Filter 2 (p = 0,000).

Fazit:

Der Blueblocker beeinflusst die Farbsortierung in einen Bereich von 7° - 33° auf der Netzhaut signifikant. Deshalb sollte der Blueblocker nicht im Sport und im Straßenverkehr getragen werden um Unfälle und Verletzungen durch eingeschränkte Wahrnehmung zu vermeiden.

Schlagworte: Blueblocker, Blueattenuator, Periphere Farbwahrnehmung

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Zweitbetreuer: Thomas Hofmann

Ersteller: Meier, Cordula

Kurzbeschreibung:     

Zweck:

Ermittlung der Netzhautstreulicht- und Kontrastempfindlichkeit-Unterschiede zwischen den beiden Acrysof ReSTOR SN6 D3 Add.4D (zweite Generation) und ReSTOR SN6A D1 Add. 3D (dritte Generation) Intraocular Linsen (IOL) 1 Jahr nach Implantation. 

Methoden/ Materialien:

10 Patienten interessiert an einem Leben ohne Brille, unterzogen sich einem Clearlens Austausch und liessen sich ReSTOR SN6A D3 Add. 4D respektive ReSTOR SN6A D1 Add. 3D bilateral implantieren. Die Netzhautstreulichtmessung erfolgte mit dem Oculus C-Quant Straylight Meter (Oculus Optikgeräte, GmbH, Wetzlar, Germany) Die Kontrastempfindlichkeit wurde mit der Vistech Chart ermittelt. Beide Gruppen wurden über ihre subjektiven Wahrnehmungen der Blendphänomene bei den verschiedenen Lichtbedingungen; Tagessehen, Dämmerungssehen und Nachtsehen, aufgrund eines vorbestimmten Fragebogens befragt. 

Resultate:

In beiden Gruppen Acrysof ReSTOR SN6A D3 und ReSTOR SN6A D1 wurden ähnliche Netzhautstreulichtwerte gemessen. Die Kontrastempfindlichkeit bei Tageslicht, war für beide Gruppen innerhalb des Normbereiches. Der unkorrigierte durchschnittliche Fernvisus war Vsc1.0 in beiden Gruppen. Der unkorrigierte durchschnittliche Nahvisus war für die ReSTOR SN6A D3 Gruppe Vsc 0.96 in 33cm Lesedistanz und für die ReSTOR SN6A D1 Gruppe Vsc 1.0 in 40cm Lesedistanz. Die ReSTOR SN6A D1 scheint im Vergleich zur ReSTOR SN6A D3 eine bessere Tiefenschärfe zu erzeugen. Patienten mit der ReSTOR SN6A D3 versorgt, klagten häufiger über Blendung unter gedimmten Lichtbedingungen und über noch stärkere Blendung bei Nacht.

Schlussfolgerung:

Beide ReSTOR SN6A D3 und ReSTOR SN6A D1 zeigten ähnliche Streulicht-werte. Subjektiv klagten alle Patienten über Blendung unter allen Lichtbedingungen besonders in der Nacht, etwas ausgeprägter bei der Gruppe der zweiten Generation. Das Netzhautstreulicht scheint die Patienten in einem ähnlichen Ausmass zu irritieren, wie der zweite Focus der ReSTOR Linse. Die Kontrastempfindlichkeit zeigt ähnliche Resultate für beide Linsen.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Willard B. Bleything

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Berner, Stephan

Kurzbeschreibung:

Bei Kindern der Klassenstufen 1 bis 3 wurden funktionelle Gesichtsfelder gemessen. Die Größe der Gesichtsfelder wurde verglichen mit den Ergebnissen ausgewählter optometrischer Nah-Tests sowie mit den Bewertungen der Lesefähigkeit der Kinder. Dafür wurde zunächst das obere und untere Quartil aller Kinder hinsichtlich der Leseleistung bestimmt. Beide Gruppen wurden daraufhin für die verschiedenen Messungen miteinander verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Gruppen in Bezug auf die Größe der funktionellen Gesichtsfelder nicht signifikant unterschieden. Von den ausgewählten optometrischen Nah-Tests zeigte die Nah-Punkt-Skiaskopie den statistisch stärksten Zusammenhang mit den Bewertungen der Lesefähigkeit. Die meisten optometrischen Nah-Punkt-Tests wiesen keine enge Verbindung zur Größe der funktionellen Gesichtsfelder auf. Eine Ausnahme war der Recovery-Wert der Positiven Relativen Vergenz. Allerdings zeigte sich ein hoher Grad an Zusammenhang zwischen der Gesichtsfeldgröße und der Klassenzugehörigkeit der Kinder. Schüler der 1. Klasse hatten die größten Felder, während bei Schülern der 2. Klasse die kleinsten zu messen waren. Die Größe der Felder für die Schüler der 3. Klasse lag zwischen den Werten der anderen beiden Klassen. Diese Erscheinung könnte durch unterschiedliche Belastungen im Unterricht der einzelnen Klassenstufen sowie durch die Art und Weise, wie der einzelne Schüler darauf reagiert, hervorgerufen werden

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Kunibert Krause

Ersteller: Lohrengel, Silke

Kurzbeschreibung:

Kontaktlinsenanpassung nach perforierender Keratoplastik 

Patientenzufriedenheit und topographische Analyse für eine zeitgemäße computergesteuerte Kontaktlinsen-Anpassung 

Resultat der Thesis sollte sein, das für die Beratung und Kontaktlinsenanpassung nach perforierender Keratoplastik notwendige Wissen für den Kontaktlinsen-Spezialisten bereitzustellen, topographische Merkmale für einen bestmöglichen Kontaktlinsen-Erstvorschlag in einem intelligenten Anpassprogramm im Oculus-Keratographen ausfindig zu machen und die Zufriedenheit und Einschränkungen der Patienten sowie den Stellenwert der Kontaktlinse im Alltag dieser Patienten zu erfragen. 

131 Augen nach perforierender Keratoplastik waren an der Studie beteiligt wobei zusätzlich torische und rotationssymmetrische Kontrollgruppen in die Studie eingingen. Dabei wurde festgestellt, dass sich Höhe und Ausrichtung des zentralen Hornhautastigmatismus bei perforierender Keratoplasik von denen der Kontrollgruppen statistisch signifikant unterscheidet, ebenso sind der zentrale Astigmatismus sowie die Irregularitäten der Fourier-Analyse und die Indizes statistisch signifikant unterschiedlich. 

Als Resultat der ungleichmäßigen Hornhauttopographien kamen zu 40% torische, zu 31% quadrantendifferente, zu 23% rotationssymmetrische Kontaktlinsenrückflächen und zu 6% Minisklerallinsen zur Anwendung. 

71% der Kontaktlinsenträger sind sehr zufrieden oder zufrieden, wobei die Zufriedenheit statistisch signifikant damit zusammenhängt, ob schon vor der Operation Kontaktlinsen getragen wurden. Beidäugig transplantierte Patienten sind insgesamt zufriedener. Die starken Einschränkungen vor der Keratoplastik sind mit Kontaktlinsen signifikant verringert.

58% aller in der Kontaktlinsensprechstunde vorstellig gewordenen Patienten nach Keratoplastik tragen ihre Kontaktlinsen durchschnittlich ca. 13,7 h/Tag. Der Visius steigt im Median um 2,5 Stufen signifikant im Verhältnis zum besten Visus mit Brille. Je geringer der Visus mit Brille, desto ausgeprägter ist die Visussteigerung.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Tsiounis, Andreas

Kurzbeschreibung:

Die Kontaktlinsenblindstudie beinhaltet den Vergleich zweier moderner sphärischer Silikonhydrogelkontaktlinsen bei unauffälligen gesunden Augenvorderflächen. Bei den Testlinsen handelt es sich um eine individuell gefertigte Silikonhydrogelkontaktlinse und um eine Standard-Silikonhydrogelkontaktlinse. Ziel der Kontaktlinsenblindstudie ist zu erfahren, welche dieser beiden Kontaktlinsenarten bei "Spärischen Standardaugen" besser angepasst werden kann.

Die beiden Silikonhydrogelkontaktlinsen wurden im Direktvergleich von den Probanden getragen. Auf dem rechten Auge wurde die Orbis Definitive, auf dem linken Auge die Biofinity angepasst. Die Probanden wussten nicht welche Kontaktlinsen sie testeten.

Als Ergebnis zeigte sich, dass jeder der Probanden mit jeder der beiden Kontaktlinsen sehr gut hätte ausgerüstet werden können. Während die Biofinity (Standardlinse) im Tragekomfort besser beurteilt wurde ergab die Orbis Definitive (individuell gefertigte Kontaktlinse) weniger Randabdrücke in der Bindehaut und hatte die höhere Beweglichkeit.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Anna Nagl

Ersteller: Lörtscher, Martin

Kurzbeschreibung:

Die Absicht dieser Arbeit ist es darzustellen, wie eine optometrische Augenuntersuchung in der deutschsprachigen Schweiz zusammengestellt ist. Weiter wird versucht, eine Standard-Untersuchung abzuleiten, damit ein Grundlagenpapier entsteht, das für die Weiterentwicklung des Berufsstandes genutzt werden kann.

Diese prospektive Studie basiert auf einer Umfrage, bei der diplomierte Augenoptiker / Optometristen zu ihrer Arbeit befragt wurden. Das Hauptaugenmerk lag beim Ablauf einer Brillenglasbestimmung. Der Grund, weshalb ein Kunde zur Kontrolle kommt, wurde zuvor festgelegt und der Optometrist beantwortete die Fragen, wie er in dieser Situation vorgeht.

In einem standardisierten Fragebogen konnte die Häufigkeit für verschiedene in der Brillenglasbestimmung bekannte Tests angekreuzt werden. Die Skala reichte von Null bis 10. Null bedeutete, der Test wird nie angewendet, 10, der Test wird jedes Mal durchgeführt.

Die optometrische Augenprüfung in der Deutschschweiz setzt sich im Minimum bei der Hälfte aller Befragten aus folgenden Einzeltests zusammen: Anamnese, Autorefraktometer Test, subjektive monokulare Refraktion, Binokularabgleich, Polatest Nulldurchgang und Inspektion der Augenlinse mit der Spaltlampe. Weitere inhaltliche Unterschiede gibt es bei der Ausbildung und der Zeit, die für die Durchführung der Brillenglasbestimmung aufgewendet wird.

Bei einer Augenuntersuchung beim diplomierten Augenoptiker in der Schweiz werden hauptsächlich diejenigen Tests angewendet, die gebraucht werden, um die Korrektionswerte für eine Brille oder Kontaktlinsen zu messen. Methoden, die als Screening eingesetzt werden zur Erkennung von anormalen Veränderungen am Auge werden seltener angewendet.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: Lohrengel, Silke

Ersteller: Kaltenborn, Alexa

Kurzbeschreibung:

Ziele

Ziel dieser Arbeit ist es, Zusammenhänge zwischen den angepassten Kontaktlinsen-Rückflächen-geometrien bei Keratokonus und der Topographie der Hornhaut zu finden und somit auch unterschiedliche bestehende Anpassphilosophien zu validieren.

In Hinblick auf die Indikationsstellung für die Abrechnung von Keratokonuslinsen von Seiten der Krankenkassen soll die Prognostizierbarkeit der erforderlichen Kontaktlinsengeometrie in Abhängigkeit von der Hornhauttopographie und dem Keratokonusstadium überprüft werden.  

Methoden der Datenerfassung

Die dieser retrospektiven Studie zugrunde liegenden Daten von 268 Anpassungen wurden bei 3 renommierten Kontaktlinsenanpassern erfasst. Alle 3 Anpasser verwendeten in erster Linie Kontaktlinsen der Firma Hecht. Die Topographiedaten stammen ausschließlich aus Messungen, die mit dem Keratograph der Firma Oculus als Keratokonus klassifiziert wurden.

Die Refraktionsdaten, Visus und Kontaktlinsendaten wurden von der Verfasserin aus den Kundendateien der Kontaktlinsenanpasser übernommen.   

Ergebnisse

Rotationssymmetrische Rückflächen werden angepasst, wenn der Zentraltorus 0-0,3 mm beträgt (p<0,05).

Torische Rückflächen werden angepasst, wenn der Zernike -Astigmatismus zwischen 0,005 und 0,01 liegt, der Zentraltorus >0,5mm beträgt und somit mäßig bis stark ausgeprägt ist (p<0,001 ) oder der Apex 3-4 mm horizontal und 1-2 mm nach unten dezentriert liegt (p<0,01 ).

Quadrantenspezifische Rückflächen werden angepasst, wenn der minimale Sagittalradius 7-8 mm beträgt oder der Zentraltorus sehr stark (>1,0 mm) ausgeprägt ist (p<0,01).

Asphärische oder 3-kurvige Rückflächen werden angepasst, wenn ein subklinischer Keratokonus vorliegt (p<0,001).

Die KAKC-N wird im Keratokonusstadium 1, die KAKC-Pro im Stadium 4  angepasst (p<0,05 ).

Große Kontaktlinsendurchmesser (10,0 -10,8 mm) werden häufig bei torischen Geometrien eingesetzt.

Kleine Kontaktlinsendurchmesser (8,0 -8,8 mm) werden häufig im Stadium 4 eingesetzt.

Die Basiskurve lässt sich abhängig davon, ob eine torische oder rotationssymmetrischen Rückfläche verwendet wurde, linear in Abhängigkeit vom flachen Hornhautradius berechnen.

Der Visusanstieg mit Kontaktlinsen korreliert sehr stark mit dem Visus mit Brille. Je niedriger der Visus mit Brille, umso höher der Visusanstieg. Es bestehen keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Visusänderung mit Kontaktlinsen und Keratokonusstadium, Aberrationskoeffizient nach Zernike und Art der Anpassung.

Schlussfolgerungen und Diskussion

Die gängigen Anpassempfehlungen treffen bei Keratokonustopographien nur bedingt und mit einigen Einschränkungen zu. 

Ob torische oder rotationssymmetrische Rückflächen zum Einsatz kommen sollen, lässt sich recht zuverlässig aufgrund der Hornhauttopographie (Zentraltorus, Zernikeastigmatismus) vorhersagen. Die Prognose des Abflachungsverlaufs (asphärisch, 4-kurvig, etc.) gestaltet sich schon differenzierter und lässt sich nicht generell nach einzelnen Topographieparametern festlegen. Die Anpassempfehlung für die Auswahl der Kontaktlinsen-Basiskurve richtet sich nach dem flachen zentralen Hornhautradius und dem erforderlichen Kontaktlinsentyp (rotationssymmetrisch oder torisch). Für die Auswahl des Kontaktlinsendurchmessers gibt es keine signifikanten Ergebnisse. Aufgrund von nicht signifikanten Trends sind bei fortgeschrittenem Keratokonusstadium 4 eher kleine Durchmesser und bei torischen Kontaktlinsenrückflächen eher große Durchmesser zu empfehlen.

Stellt man nun den Bezug zwischen den Ergebnissen dieser Studie und der Indikationsstellung der Heil- und Hilfsmittelrichtlinien her, so lässt sich zusammenfassend feststellen, dass die Indikationsstellung der Heil- und Hilfsmittelrichtlinien für die Anpassung von Keratokonus-Geometrien nicht ausreichend ist, um die erforderliche Kontaktlinsen-Geometrie zu prognostizieren.

Bei der Auswahl der Indikationskriterien für die erforderliche Rückflächengeometrie sollte man sich weniger am Keratokonus-Stadium oder dem steilsten Hornhautradius, als an der Hornhaut-Torizität oder der nach unten dezentrierten Apexlage orientieren.
Zudem können gerade bei Keratokonus im Anfangsstadium extrem komplexe Geometrien erforderlich werden, die aufgrund der noch flachen Hornhaut-Radien dann nicht erstattungsfähig sind.

Die Anpassung von Kontaktlinsen bei Keratokonus bleibt trotz ausgefeilter Messtechnik ein Thema, bei dem es nicht möglich ist, nur aufgrund einzelner Daten die individuell benötigte Kontaktlinse zu prognostizieren.

Jahr: 2010

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Externer Betreuer: M.Sc. Vision Science and Business Irk Halter

Ersteller: Blaser, Pascal

Kurzbeschreibung:     

Zweck:

Durch die Entwicklung von Silikon-Hydrogelen im Mouldingverfahren und deren immer größer werdenden Marktanteil, sind die Industrie von drehbaren Kontaktlinsen und die Produzenten von dessen Kontaktlinsenblanks unter Zugzwang gekommen. So stellt sich die Frage, ob trotz der wachsenden Parametervielfalt bei den Silikon-Hydrogelen-Tauschkontaktlinsen, die Nachfrage nach individuellen Parametern aus Silikon-Hydrogel Materialien den Markt von gedrehten Kontaktlinsen wieder erholen lassen kann. Der Hauptbestandteil dieser Arbeit dreht sich um die Entwicklung und Markteinführung einer individuellen, gedrehten Kontaktlinse aus einem Silikon-Hydrogel und der Versuch, dessen Chance am Markt zu erörtern.

Methoden:

Zu dieser Arbeit gehören 3 verschiedene Analysen. Erstens wurde während und nach der Entwicklungszeit der Materialien eine Umfrage über die Wünsche und Erwartungen an eine gedrehte Silikon-Hydrogel-Kontaktlinse durchgeführt. Während der ersten 4 monatigen Testphase wurden Tragetests und -vergleiche mit dem DefinitiveTM Material von Contamac durchgeführt. Eineinhalb Jahre nach der Markteinführung werden anhand einer Marktanalyse die Chancen dieser neuen Generation von gedrehten Kontaktlinsen beschrieben.

Ergebnisse:

Die Umfrage zeigt, dass von der neuen Kontaktlinse deutlich weniger Bindehautabdrücke (81%) erwartet werden, im Gegensatz zu der Aussage, dass knapp die Hälfte der Befragten Bindehautabdrücke mit den Tauschsystemen assoziieren. Eine Bevorzugung der Testkontaktlinse mit 44% und den zusätzlichen 33%, welche eher zu den Testkontaktlinsen tendierten, ist das Ergebnis der Tragestudie. Der Marktanteil des Silikon-Hydrogel Materials innerhalb der drehbaren Materialien stieg in den eineinhalb Jahren nach der Markteinführung linear auf 36%.

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse der Tragetests und der Marktanalyse zeigen auf, dass ein individuelles Silikon-Hydrogel Material gute Chancen auf dem Markt hat, und damit der gedrehten Kontaktlinse einen neuen Impuls gibt.

2009

Jahr: 2009

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Tüß, Stefan

Kurzbeschreibung:

Traditionell werden bei Kataraktoperationen monofokale Linsen implantiert. Durch hochwertige, asphärische Optikenwerden ein guter Fernvisus und vor allem eine gute Sehqualität sichergestellt. Lesen oder arbeiten in der Nähe sind aber nach einer Intraokularlinsen Implantation ohne Lesebrille nicht mehr möglich. Deshalb sucht man seit Jahren nach Lösungen, um auch dieNahschwäche nach einer solchen Operation auszugleichen.

Bisher gab es zum Erreichen dieses Ziels nur stark kompromissbehaftete Lösungen. Probleme, wie zum Beispiel eine schlechte Nachtsicht, Halos und Blendungseffekte traten häufig auf. Eine weit verbreitete Methode ist die Monovision. Dabei wird ein Auge auf die Ferne korrigiert, während für das andere Auge eine leicht myope, zum Lesen befähigende Refraktion angestrebt wird.

Die natürliche kristalline Linse kann akkommodieren. Und das müsste eine optimaleIntraokularlinse auch können, entweder durch tatsächliche Änderung ihrer Brechkraft oder durch Verschieben einer monofokalen Linse entlang der optischen Achse. Akkommodierende Intraokulare Linsen wie die Crystalens Five-0 haben das Potential, die Lensektomie in Richtung refraktiver Chirurgie zu verschieben. Eine akkommodierende Intraokularlinse macht auf einmal auch den Linsentausch für alle jene presbyope Patienten interessant, die bisher keine Kandidaten für die Cornea-Basierte Refraktive Chirurgie, wiezum Beispiel der LASIK, waren.

In dieser Master Thesis werden erste postoperative Ergebnisse aus der laufenden europäischen Zulassungsstudie im Augenzentrum Maus in Köln, das erste europäische Zentrum, das die Crystalens implantiert, präsentiert. Weltweitwurde die Crystalens bisher über 40.000-mal implantiert. Der Großteil davon entfällt auf die USA.

Jahr: 2009

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Wyss, Michael

Kurzbeschreibung:

1.1 Purpose

The purpose of this study is to prescribe follicular-like conjunctivitis associated with Sili-conhydrogels (FoCoSi) in silicone hydrogel contact lens wearers as a novel subtype of the well prescribed contact lens induced papillary conjunctivitis (CLPC).

1.2 Methods

1211 patients who wore silicon hydrogels were included in this prospective, non-randomised, single center study. Subjective symptoms and clinical signs were evaluated for daily wear (DW) and continuous wear (CW) populations for several (Lotrafilcon A, Lotrafilcon B, Senofilcon A, Galyfilcon A) silicon hydrogel lens types. CCLRU and other specifically developed grading scale were utilized for evaluation. Grading of 2 and above was rated as clinically significant. Statistical evaluation was performed for eyes rather than subjects.

1.3 Results

The clinical presentation of FoCoSi could be confirmed and showed an incidence of 3.8%. Lotrafilcon A followed by Senofilcon A on a CW modality presented, with a risk ratio of 2.49 and 1.53 respectively, the highest affinity for developing FoCoSi. Fluo-rescein positive spots showed the closest correlation with subjective symptoms reported by patients and divided FoCoSi into an active and dormant form. Besides Protein, Lipid deposition on the contact lens surface and air pollution like Ozone or fine and ultrafine particles seems to be important factors in developing FoCoSi, whereas mechanical irri-tation played a minor role.

1.4 Conclusion

FoCoSi is a novel and relevant subtype of CLPC. Further studies should be performed to validate these findings and clear up several questions about the aetiology of FoCoSi and CLPC.

Keywords: Giant papillary conjunctivitis (GPC), contact lens-induced papillary conjuncti-vitis (CLPC), follicular-like conjunctivitis associated with siliconhydrogels (FoCoSi)

2008

Jahr: 2008

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Mihelčič, Matjaž

Kurzbeschreibung:     

Die Einstellung der Augen beim Lesen (Akkommodation, Konvergenz und Pupillenverkleinerung) hängt neben den physiologischen Faktoren auch von anderen äußeren Einflüssen ab. Diese Studie forscht, wie der Inhalt des Leseguts mit seinen unterschiedlich gewählten kognitiven Aufwänden auf die Pupillengröße und auf den Status der Akkommodation (lag of accommodation) durch die extra gereizte sympathische bzw. parasympathische Innervation wirkt. Die Resultate lassen darauf schließen, dass der Inhalt selbst signifikant die Grund-Naheinstellung der Augen beeinflussen kann und zum visuellen Stress beitragen kann. Die Ergebnisse wurden auch im Hinblick auf Myopieprogression diskutiert.


Purpose:

The reading of texts associated with intensive mental activity causes physiological mydriasisdue to extra sympathethic arrousal. Larger pupils in this case, as well as every other suboptimal ocularresponse, are believed to be a factor in nearpoint stress. In the present study the relationship of thepupil size changes and lag of accommodation during reading of texts with varying cognitive demandwas examined to determine whether the content of reading has significant influence on theaccommodative and pupillary response. The results are discussed in regard to possible impact onmyopia growth.

Methods:

The study included 112 high school students (84 female, 28 male) aged 17 to 19. At thedistance of 40 cm (=2.5 D) five short texts with different cognitive demands were presented on alaptop screen. Contents were: random word reading (1), the reading of a text with no sense (2), aphilosophical, novel-like text (3), calculation of short equations with a positive result (4) andcalculation of short equations with a negative result (5). From 1.0 m distance, the measurements ofpupil size and accommodation were taken using the Plusoptix Power Refractor. The lines with testcontent were placed in the very upper rows of the screen and had a width of 10 cm to minimizeeccentricity of measurements. The measurements were made with habitual correction in place. Theminimal monocular VA required was 20/22. All anisometropes (over 1.0 D of difference in sph.equivalent OD-OS), higher ametropes (over ±5.0 D), strabismic and amblyopic subjects were excludeddespite appropiate correction.

Results:

Accommodative lag was found to be very stable during all the tests, with the mean value of0.275 D. On the other hand, the pupil size varied significantly, depending on the mental effort and typeof cognitive involvement. Although smallest pupils and lags were expected in the random wordreading test, which represents the minimum cognitive effort in reading, they were just in the averagerange here (5.01 mm). Smallest pupils were associated with the reading of advanced philosophicallyblended texts (4.79 mm), whereas texts with simple calculations were associated with greatest pupilsize (5.08 mm). The difference between the these two was statistically significant with p = 0.0024.Average pupil size overall was 4.97 mm. Separately a group of 62 subjects, which were categorized alsoaccording to the type of their personality, scientific vs. humanistic, was analysed. The scientific groupshowed significantly larger lags of accommodation and notably smaller pupils in all five tests. Themean value of ametropia in these two groups did not differ significantly.

Conclusions:

The results show that the pupil size does not solely depend on the extent of cognitiveinvolvement in reading but also on the type of cognition. According to this study, young subjectsreading contents with higher cognitive demand, particularly those that require instant reasoning, havelarger pupils than subjects reading philosophical novel-like texts. Larger pupils are associated withmore exaggerated aberrations and smaller depth of focus. With consistent lag of accommodation,retinal image in this case must be blurrier or at least closer to the blur point. Consideringaccommodative microfluctuations, whose amplitudes were reported to be just in the range of theaccommodative lag measured in this study, it can be concluded that the content of reading itself is afactor in nearpoint stress and could hypothetically contribute to myopia growth.

Jahr: 2008

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Peter Baumbach

Ersteller: Esser, Gregor

Kurzbeschreibung:     

Ziel. Aus der Literatur ist die Berechnung der Abbildungsfehler zweiter Ordnung (Brechwert und Astigmatismus) einer lokalen Wellenfront bei der Refraktion an einer gegebenen Fläche bekannt. Bei senkrechtem Einfall wird dieser Zusammenhang mit der Schnittweitengleichung und bei schrägem Einfall mit der Coddington-Gleichung beschrieben. Ziel dieser Arbeit ist es, die verallgemeinerte Coddington-Gleichung auf die Abbildungsfehler höherer Ordnung (Koma und sphärische Aberration) zu erweitern.

Methoden. Die einfallende Wellenfront, die brechende Fläche und die ausfallende Wellenfront werden lokal mit einer Potenzreihe beschrieben. Die Koeffizienten der Potenzreihendarstellung der einfallenden Wellenfront und der brechenden Fläche werden jeweils aus den lokalen Abbildungsfehlern bestimmt. Sowohl aus den Richtungsableitungen der einfallenden Wellenfront als auch aus den Richtungsableitungen der brechenden Fläche wird jeweils deren Normale berechnet. Mit dem vektoriellen Brechungsgesetz wird aus den Normalen der einfallenden Wellenfront und der brechenden Fläche die Normale der ausfallenden Wellenfront berechnet. Durch Ableiten der Normalen der ausfallenden Wellenfont werden die Koeffizienten der Potenzreihendarstellung der ausfallenden Wellenfront bestimmt. Aus den Koeffizienten können dann wiederum die lokalen Abbildungsfehler der ausfallenden Wellenfront bestimmt werden.

Ergebnisse. Die Abhängigkeit der lokalen Abbildungsfehler der ausfallenden Wellenfront von den lokalen Abbildungsfehlern der einfallenden Wellenfront und der brechenden Fläche wird allgemein, auch für den schrägen Einfall, analytisch hergeleitet. Der Zusammenhang und die Interaktion einzelner Abbildungsfehler von brechender Fläche und einfallender Wellenfront mit der ausfallenden Wellenfront werden bestimmt. Sowohl die Schnittweitengleichung als auch die verallgemeinerte Coddington-Gleichung werden auf die Abbildungsfehler höherer Ordnung erweitert.
So ergibt sich beispielsweise bei senkrechtem Einfall der Wellenfront und nur einer Aberration gleicher Ordnung der einfallenden Wellenfront und brechenden Fläche, z.B. sphärische Aberration SphAber, ein äquivalenter Zusammenhang zur Schnittweitengleichung S’ = S + D mit SphAber’ = SphAber + SphAberS.

Schlussfolgerung. Mittels der hergeleiteten Formeln können nun die lokalen Abbildungsfehler höherer Ordnung der ausfallenden Wellenfront direkt analytisch aus den Abbildungsfehlern der einfallenden Wellenfront und der brechenden Fläche berechnet werden.

Schlüsselwörter: Wellenfront · Abbildungsfehler höherer Ordnung · Coddington-Gleichung · Koma · sphärische Aberration


Jahr: 2008

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Ersteller: Shono, Lama

Aim: The aim of the study was to create and evaluate standardized Arabic texts for assessment and repeated measurement of reading performance in clinical and scientific settings in normally sighted and visually impaired individuals. This will be the Arabic version of the International Reading Speed Texts (IReST) which is based on the direct measurement of speed. This test has been previously developed in four European languages; German (original version), French, English, and Finnish. Recently Brazilian Portuguese has also been introduced. These texts serve as a tool for reading and low vision research, which is specially suited for international studies.

Methods: The 10 original German texts were translated into Arabic and modified by a native Arabic linguist to match the same criteria as were used in the other languages: Length of the texts: The texts were supposed to have the same length, difficulty, and syntactic complexity.

The Arabic texts had a length of 641 +/- 2 characters (mean ± standard deviation) and of 121± 4 words. 27 young participants (age range 20-34), who were native Arabic speakers, were participating for evaluation of the normal values.

Results: Reading speed was: 748 characters/min, SD: 24, ranging from 707 to 780 characters/min, corresponding to 141 words/min (range from 133 to 151 words/min). A maximum of 6 texts were statistically not different, the remaining 4 showed a slight difference which can be corrected by a factor for scientific approaches. Reading speed was lower in the Arabic language than in the others. For direct comparisons in international studies reading speed for each text can be adapted by calculated factors.

Conclusion: The Standardized Texts for Assessing Reading Performance were developed for Arabic in addition to the four European languages and Brazilian Portuguese. These texts will be useful in testing reading speed. They are available for research on an international level, allowing cooperation between the Arabic speaking world and the West in terms of research in the field of low vision and reading.

Jahr: 2008

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Graham B. Erickson

Zweitbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Hädrich, Heike

Kurzbeschreibung:     

Purpose: Kayak sport athletes are exposed to special environmental conditions that can impair visual performance. To better understand the special needs of the different disciplines in kayak sports, moredetailed information about this group of athletes is necessary. An analysis of optical correction methods for ametropia, experiences with environmental factors, and consumer behaviour should be determined.

Methods: For aprospective cross-section study a web-based survey with 19 questions wascreated. From August 2007 to January 2008 a group of 561 athletes with experience in different types of kayaking completed the anonymous, bilingual questionnaire. The data were evaluated by different statistical analysis (frequency distribution, median, mean, t-test, ANOVA).

Results: More than 50% of the participants were ametropic. The subjective rating of importance of visual performance during sport was generally in the highest score, while the actual assessment was significantly lower. The correction method (e.g. spectacles, contact lenses) used for kayaking differed from the routine method of refractive correction. The proportion of those not using refractive correction increased 4 times from daily life to sport activity. Less than one third of the athletes received the recommendation for the kayaking correction from their Eye Care Practitioner. The most common contact lens complication reported was decentration of contact lenses, while loss of contact lenses had never occurred in 69% of cases. Differences based on expertise levels as well as type of kayaking were found.

Conclusion: Athletes in kayak sports commonly alter their method of ametropia correction and eyewear to accommodate the special demands of the sport. The adjustment of refractive correction differs relative to the discipline of kayaking and expertise level. The obvious difference between theratings of the importance of visual performance during sport and the assessment of the actual visual performance during sport indicates the need for a better care of these athletes. The large number of uncorrected athletes in kayaking compared to habitual correction use supports this statement.

Keywords: Water sports · kayaking · sports vision · contact lenses · spectacles

2007

Jahr: 2007

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Christian Abele

Ersteller: Müller, Nina

Kurzbeschreibung:     

Purpose: To evaluate the performance and safety of four silicone hydrogel contact lens materials (Balafilcon A, Lotrafilcon A, Galyfilcon A, Senofilcon A).

Methods: 438 patients who consistently wore the same lens type over 12 months were included in this retrospective study. Subjective symptoms, such as discomfort, and clinical signs, such as infiltrative events were evaluated for DW and EW populations for each lens type. Where possible, the CCLRU grading scale was utilized for evaluation. Gradings of 2 and above were rated as clinically significant.

Results: Statistical evaluation was performed of eyes rather than subjects, because all events in the evaluation typically occur unilateral, not bilateral. In the category of subjective discomfort symptoms, Balafilcon A and Senofilcon A were significantly less comfortable than Galyfilcon A (p=0.013 and p=0.002). Galyfilcon A had significantly higher tarsal events than Balafilcon A (p=0.003) and Lotrafilcon A (p=0.010). For two of the lens materials a spheric and toric version exists. Statistical evaluation showed no significant differences between spheric or toric lens type at any time. No statistically significant differences could be found between the two wearing modalities (DW and EW) for any lens at any time. Regarding the categories of Bulbar and Limbal Redness, Corneal Staining, Infection and Other Corneal Anomalies no statistically significance was found.

Discussion: Retrospective studies are not as scientifically valid as prospective studies, however this subject population, drawn from a large private practice, is a representative sample of “real world” contact lens wearers and trends can be observed from the outcomes of this study. Future studies in a prospective multicenter design should be performed to validate these findings.

Jahr: 2007

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Lahme, Stefan

Kurzbeschreibung:     

Die optometrische Versorgung von Kindern stellt besondere Anforderungen an den Optometristen. Kenntnisse der Entwicklung des Sehens, spezielle Untersuchungstechniken, psychologische Faktoren, Unterstützung durch Vision Therapie und die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen spielen dabei eine Rolle. Das Vorgehen ist bei der Untersuchung sowohl Alters- als auch Problemabhängig.

2006

Jahr: 2006

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Herrmann, Tobias

Kurzbeschreibung:     

Sehen ist die Aufnahme von Lichtreizen. Sehen im Sinne der Verhaltensoptometrie ist ein erlerntes Wahrnehmungsereignis des gesamten Körpers, bei dem alle internen und externen Sinnesinputs verarbeitet werden. Die Sinnesinputs werden dabei mit der Erfahrung und dem Gedächtnis verknüpft, wodurch Bedeutung der Wahrnehmungen erlangt wird und adäquate Handlungen ausgeführt werden können. Der Mensch beginnt mit dem Erlernen des Sehens nach der Geburt. Diese Entwicklung dauert das gesamte Leben an.

2005

Jahr: 2005

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dietmar Kümmel

Ersteller: Grunow, Annegret

Kurzbeschreibung:     

Zielsetzung:

Athleten zeigen oft extrem hohe visuelle Fähigkeiten. Sakkadische Augenbewegungen in unterschiedlichen Entfernungen sind ein wichtiger Gesichtspunkt bei vielen Sportarten. Diese Studie vergleicht die Ausführung von Augenbewegungen (Sakkaden) in Fern- u. Nahdistanzen mit einem Standardbewertungsverfahren für eine durchschnittliche deutsche Bevölkerung.

Studiendesign:

Deutsche Universitätsstudenten zwischen 18 und 28 Jahren wurden ausgewählt; 52 erfüllten die Aufnahmekriterien der Studie. Der Developental Eye Movement (DEM) Test wurde jeweils in der Ferne (6m) und in der Nähe (40cm) unter gleichen Bedingungen (immer unter dem gleichen Winkel) durchgeführt. Die eine Hälfte der Probanden startete mit den Messungen in der Ferne, die andere Hälfte der Gruppe startete mit den Messungen in der Nähe.

Ergebnisse:

Die durchschnittlichen Ergebnisse für den DEM Test waren 27.73 Sekunden (SD±3.87) in der Nähe und 28.34 Sekunden (SD±4.24) in der Ferne für die vertikalen Testreihen, 29.46 Sekunden (SD±4.53)in der Nähe und 30.42 Sekunden (SD±4.19) in der Ferne für die horizontalen Testreihen, und die Verhältnisanalyse war 1.07 (SD±0.11 )in der Nähe und 1.08 (SD±0.10) in der Ferne. Die Mehrheit der Probanden machte keine Fehler, der Wertebereich lag zwischen 0 und 2 Fehlern. Ein Vergleich der Ergebnisse mit dem DEM-Test bei diesen Prüfentfernungen ergab keine signifikanten Unterschiede mit dem zweiseitig gepaartem t-Test für vertikale Testreihen (p=0.084), horizontale Testreihen (p=0.064), Verhältnisanalysen (p=0.416) und Fehlern (p=0.261). Außerdem war ein Trend für die schnellere Ausführung des DEM-Tests erkennbar, wenn der Proband ein Mann, der Visus ≥1.0 und die durchschnittliche Trainingszeit für Sport ≥4 Stunden pro Woche war.

Schlussfolgerungen:

Diese Studie zeigte keine signifikanten Unterschiede in der Ausführung des DEM Testes in der Ferne im Vergleich zur Nähe. Deshalb ist es möglich sakkadische Augenbewegungen nur in einer Entfernung zu testen. Es ist sinnvoll den DEM Test in der Nähe durchzuführen, weil es unkomplizierter ist, die entsprechenden Testvoraussetzungen zu schaffen. Die ermittelten Standarddaten dieser Studie können vorerst als Basis für die klinische Praxis Verwendung finden. Bei Screening Tests sollten die ermittelten Daten der Sportler über dem Level der ermittelten Standarddaten liegen, ansonsten ist die Ausführung der Sakkaden nicht optimal, es werden dann weitere Testverfahren notwendig. Weitere Studien könnten die Ausführung des DEM Tests für verschiedenen Sportarten bei Athleten vergleichen.

Jahr: 2005

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Prof. Dr. Kunibert Krause

Ersteller: Amon, Karl & Halter, Irk

Kurzbeschreibung:     

Durch die Entwicklung eines erweiterten Augenprüfungsablaufs, der weit über die herkömmliche Refraktionsbestimmung hinausgeht, wird in einer Untersuchung an 240 Probanden belegt, wie wichtig eine erweiterte Augenuntersuchung ist, um sämtliche okuläre Auffälligkeiten zu erkennen.

Hauptbestandteil dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Anamnesebogens sowie eines Untersuchungsbogens(Checkliste), der einen neuen Augenprüfungsablauf beschreibt.

Ziel war eine leichte und effiziente Einbindung des neuen Ablaufs in die tägliche augenoptische Praxis.

Die anschließende empirische Untersuchung mit statistischer Auswertung belegt, wie wichtig diese Neugestaltung der optometrischen Orientierung ist, indem aufgezeigt wird, dass neben anderen Auffälligkeiten, 10 Glaukomfälle im Untersuchungszeitraum aufgedeckt wurden.

Die erhobenen Daten belegen, dass eine bessere Früherkennung innerhalb der Augenuntersuchung beim Augenoptiker sinnvoll ist. Risikofaktoren können minimiert, und das visuelle System optimiert und geschützt werden.

Die Autoren sind der Ansicht, dass jeder Kunde nach einer Augenuntersuchung beim Augenoptiker/Optometristen erfahren muss, ob seine Augen neben der besten visuellen Korrektur auch weitgehend ohne pathologische Auffälligkeiten sind oder ob er den Augenarzt konsultieren sollte.

Die Arbeit zeigt auf, dass Augenoptiker/Optometristen durch diese erweiterte optometrische Augenuntersuchung einen Beitrag zur Prävention von Erblindungen und dem sicheren Aufdecken von Augenkrankheiten speziell bei den 20- 60 jährigen leisten können, weil diese zum Augenoptiker als Erstanlaufstelle für gutes Sehen gehen.

Jahr: 2005

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie:  Masterarbeit

Erstbetreuer: Christian Abele

Ersteller: Hofmann, Thomas

Kurzbeschreibung:     

Optometrische Tests sind dahingehend ausgelegt, unter immer gleichen Bedingungen reproduzierbare, wiederholbare Resultate zu gewährleisten. Trotzdem ist es so, dass es immer wieder Patienten gibt, die in diesem standardisierten, immer gleich gewählten Umfeld, unterschiedliche Messresultate liefern.

2003

Jahr: 2003

Studiengang: Vision Science and Business (Optometry)

Kategorie: Masterarbeit

Erstbetreuer: Christian Abele

Ersteller: Schmitt-Lieb, Annette

Kurzbeschreibung:     

PURPOSE: To evaluate visual refractive outcome after applying wavefront-guided customized ablation with conventional ablation in laser in situ keratomileusis (LASIK) patients.

SETTING: Eye-Surgery Center Lohr, Germany

METHODS: We performed a first clinical trial that included 99 eyes of 50 patients who were treated with LASIK using the Visx STAR S3TM Excimer laser system. We applied wavefront-guided customized ablation (study group) in both eyes of each patient. The conventional ablation (control group) was performed bilateral, too. The study involved patients up to –6,0D of refractive error, up to –3,0D of cylinder and up to –6,0D of spherical equivalence The best corrected visual acuity should be 20/20 or better.

Best spectacle-corrected visual acuity (BSCVA), uncorrected visual acuity (UCVA), spherical equivalent refraction, stability, efficancy, predictability of refractive outcome, contrast sensitivity, and high-order aberrations were evaluated preoperatively and 3 months postoperatively. High-order aberrations were measured using the WaveScan SystemTM, 20/10 Perfect Vision.

RESULTS: The mean preoperative spherical equivalent (SE) of the subjective manifest refraction was –3,75 diopters (D) ±1,42 (SD) (conventional Lasik) and –3,57 diopters (D) ±1,44 (SD) (waveprint-guided Lasik).

In nearly 100% of all treated eyes, best spectacle-corrected visual acuity (BSCVA) is 3-months postoperatively better than 20/25, both for conventional ablation (control) and wavefront-guided customized ablation. At 3-months postoperative, nearly 90% of all treated eyes in the study achieved an uncorrected visual acuity (UCVA) of 20/25 or better with both, conventional ablation (control) and wavefront-guided customized ablation.

The refractive outcomes portrayed some undercorrection in wavefront-guided ablation, less under- and a small amount over-corrections in conventional treated eyes. Only in 14% of all treated eyes, patients lost 1 line or more 3-months postoperatively, nearly 50% have no change in lines, more than 38% gained 1-2 lines.

Contrast sensitivity improved postoperatively with wavefront-guided ablation. This provides particular interest: The contrast sensitivity rose not only objectively in the results, but also subjectively in the patient's satisfaction. Now it is possible to visualize fine details. Preoperatively, mean high-order aberrations in the control group were 0.247 and in the study group 0.239 (RMS error in μ). 3 months after LASIK, mean high-order aberrations in the control group were 0.383 and in the study group 0.300 (RMS error in μ).

CONCLUSION: Wavefront-guided LASIK with the Visx WavePrint system produces excellent results in low to moderate myopia, according to the study. The improvement in contrast sensitivity is promising with wavefront-guided Lasik. The reduction in higher order aberrations may lead to increased contrast sensitivity and higher patient satisfaction with their night vision. The nomogram for wavefront-guided ablations needs further improvement.