Akademisches Auslandsamt

Auslandsaufenthalte

Im Zeitalter der Globalisierung suchen Unternehmen Mitarbeiter, die Auslandserfahrungen mitbringen und Fremdsprachen sicher meistern. Neben den vorausgesetzten Fachkenntnissen werden Sensibilität für Mentalitäten und Kulturen anderer Länder, Mobilität, Flexibilität und Toleranz erwartet. Ausland testet diese Belastbarkeit in zuverlässiger Weise. Dies gilt gleichermaßen für alle Studiendisziplinen.


Wo gibt es Beratung und Hilfe?


Zur Erstberatung dienen Euch die folgenden Seiten, wo Ihr alle wichtigen Informationen über Auslandsprogramme und Stipendien, aber auch ganz allgemeine Tipps z. B. wie und wo man Praktika im Ausland sucht, finden werdet. Im Akademischen Auslandsamt stehen wir Euch beratend zu allen Phasen der Vorbereitung des Auslandsaufenthalts gerne zur Verfügung. Beratung und Hilfe erhält Ihr auch von den Professoren, den Auslandsbeauftragten und dem Praktikantenamtleiter Eures Studiengangs. Es ist wichtig mit Euren Professoren zu reden, da sie über die Anerkennung etwaiger Auslandsaufenthalte entscheiden.

Wir freuen uns über Ihre Interesse an einem Auslandsaufenthalt. Als Erstinformation haben wir für Sie diese www-Seiten erstellt, für weitere Fragen stehen wir Ihnen im Akademischen Auslandsamt gerne zur Verfügung.

Verschiedene Gründe sprechen für einen Auslandsaufenthalt, z.B.: der Reiz am Neuen und Unbekannten, der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen oder das Kennen lernen neuer Forschungsfelder. Auslandserfahrung steht für die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und dem Entwickeln einer kritischen Sicht auf die eigene. Die interkulturelle Kompetenz hat sich zu einer unverzichtbaren Qualifikation entwickelt, um sich im internationalen Wettbewerb zu orientieren und erfolgreich behaupten zu können.

Andererseits mag der Weg ins Ausland manchmal umständlich und langwierig scheinen. Eine Vielzahl von Fragen stellen sich und verschiedene z. T. bürokratische Hürden müssen überwunden werden. Mit den folgenden Hinweisen und Informationen soll das Dickicht durchleuchtet, Möglichkeiten eines Aufenthaltes aufgezeigt und die dazu erforderlichen Schritte deutlich gemacht werden. Besonders wichtig sind auf jeden Fall Eigeninitiative und persönliche Eignung des Studierenden für einen Auslandsaufenthalt.

Weitere allgemeine Hinweise zu Auslandsaufenthalten bieten die www-Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Einen Überblick über Förderungsmöglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes geben die Seiten zur Finanzierung. Weitere interessante www-Adressen zum Thema Auslandsaufenthalte findet Ihr bei unseren Links.

Für Studierende der HTW Aalen gibt es folgende Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes:


Möglichkeit: Teilstudium

Studienaufenthalt an einer ausländischen Universität als Gaststudent
Zeitpunkt: i.d.R. nach dem Grundstudium
Dauer: 3-12 Monate
Abschluss: nein (Ausnahme Doppelabschluss)


Möglichkeit: Sprachkurs

Sprachaufenthalte an privaten Sprachschulen (ganzjährig möglich) oder an Universitäten (z.T. nur im Sommer)
Zeitpunkt: immer möglich
Dauer: 2-6 Wochen (max. 6 Monate)
Abschluss: teilweise (z.B. Sprachzertifikate)


Möglichkeit: Praktikum

Praxiserfahrung bei Firmen, Forschungseinrichtungen, Instituten etc. zur Vertiefung und Anwendung des Hochschulwissens
Zeitpunkt: i.d.R. nach dem Grundstudium
Dauer: 2-6 Monate


Möglichkeit: Zusatzstudium/ Aufbaustudium

Aufbau- oder Ergänzungsstudium im Rahmen einer Spezialisierung oder Vertiefung, auch Promotion

Zeitpunkt: nach dem ersten Studienabschluss

Dauer: 1-2 Jahre (3 bis 5 Jahre im Fall der Promotion)

Abschluss: optional (z.B. MBA oder sonstiger Master bzw. Promotion)

Als Königsweg um in die Mentalität und Kultur eines Landes tief einzutauchen, gilt nach wie vor das Auslandsstudium. Der günstigste Zeitpunkt für einen Studienaufenthalt im Ausland liegt zumeist direkt vor oder nach dem Praxissemester. Wichtig ist, dass man sich aufgrund einzuplanender Vorlaufzeiten (Informationsbeschaffung, Zulassung durch die Gasthochschule, Sprachzeugnis, Auslandskrankenversicherung, Visum, Bewerbungsfristen für ein Stipendium etc.), rund ein bis eineinhalb Jahre vor dem geplanten Auslandsaufenthalt über die verschiedenen Möglichkeiten informiert,

Ein Auslandsstudium sollte jedoch sinnvoll in den persönlichen Studienplan integriert, die Finanzierungsfrage vorab geklärt und die notwendigen Fremdsprachenkenntnisse vorhanden sein. Ratsam ist ein Auslandsstudium von einem bis zu zwei Semestern nach dem Grundstudium, wenn der erforderliche Überblick über das Studienfach gegeben ist.

Je nach Ausrichtung der Lehrveranstaltungen im Hauptstudium kann der Auslandsaufenthalt an den Anfang, das Ende oder bei freier Gestaltung beliebig gesetzt werden. In einigen Studiengängen wird ein Auslandsstudium im 6. und/oder 7. Semester bzw. im 7. plus ein Zusatzsemester zum Erhalt eines ausländischen Abschlusses empfohlen. Es ist auch möglich, den Aufenthalt am Ende des Studiums zu planen und beispielsweise mit der Anfertigung der Abschlussarbeit zu verbinden.

Grundsätzlich richtet sich die Dauer danach, wie gut sich der Aufenthalt im Ausland in das Studium in Aalen integrieren lässt bzw. wie sich der Studienjahresverlauf an der Gasthochschule gestaltet und welches Ziel verfolgt wird. Ein Jahr ins Ausland zu gehen empfiehlt sich besonders, wenn die Lehrveranstaltungen an der Gasthochschule über ein akademisches Jahr ausgerichtet sind, die Sprachkenntnisse erheblich verbessert und ein intensiver Einblick in das Land und dessen Kultur gewonnen werden sollen.

Es versteht sich, dass eine begründete Entscheidung für eine bestimmte Hochschule um so leichter fallen wird, wenn Sie sich zuvor eingehend mit dem ausländischen Hochschulsystem und der Hochschule, an der Sie studieren wollen, vertraut gemacht haben.

Die erste Frage, die sich bei der Planung Eures Auslandsstudiums stellen wird, lautet - Programm oder selber organisieren (also Austauschprogramm mit einer Partnerhochschule oder als „Free Mover)? Die Antwort hängt nebst persönlichen Präferenzen im wesentlich auch davon ab, einerseits über welche Sprachkenntnisse Sie verfügen bzw. bereit sind, sich noch anzueignen. Zum anderen sind die finanziellen Aspekte ausschlaggebend, d.h. welche Kosten sind mit dem Auslandsaufenthalt verbunden und welche persönlichen Ressourcen sind Sie selbst bzw. Ihre Eltern in der Lage aufzubringen.

Der Vorteil von Austauschprogrammen mit Partnerhochschulen ist, dass u. a. die Anerkennung der Studien- und Prüfungsleistungen in der Regel leichter fällt, die Partnerhochschulen teilweise Hilfestellung bei der Wohnraumsuche und Visumbeschaffung geben und normalerweise keine Studiengebühren an der Gasthochschule anfallen

Für einen Studienaufenthalt im europäischen Ausland bietet sich das EU-Programm Erasmus+ an. Innerhalb dieses Programms hat die HS Aalen mit zahlreichen europäischen Partnerhochschulen Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, die den Studierendenaustausch auf Studiengangsebene vereinfachen. Darüber hinaus fördert die EU dieses Austauschprogramm mit Erasmus+-Teilstipendien, die einen Teil der auslandsbedingten Mehrkosten für die Studierenden ausgleichen sollen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von außereuropäischen Austauschprogrammen, von denen einige wiederum im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs gefördert werden.

Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Auslandsstudienaufenthalt sind allerdings Ihre Fremdsprachenkenntnisse in Wort und Schrift. Klausuren, Studienarbeiten, Präsentationen, etc. in der Unterrichtssprache erfordern überdurchschnittliche Sprachkenntnisse. Ein gleichzeitiger Beginn von Auslandsstudium und Sprachunterricht ist daher nicht ratsam. Zur sprachlichen Vorbereitung für ein Auslandsstudium gibt es auch zahlreiche Angebote an unserer Hochschule über das Sprachenzentrum, die Sie nutzen können. Auch bietet sich ein Sprachkurs an der Gasthochschule an, um die vorhandenen Fremdsprachenkenntnisse besonders in der Fachsprache zu verbessern oder aber ein Sommersprachkurs an einer ausländischen Universität Ihrer Wahl, für den man auch ein Stipendium beantragen kann.

Zur Vorbereitung gehört insbesondere:

    zu überlegen, welches Land und welche Hochschule aufgrund der eigenen Sprachkenntnisse oder eines bestimmten Studienschwerpunkts für den geplanten Besuch besonders geeignet ist. Die Unterrichtssprache muss nicht immer identisch mit der Landessprache sein: In Skandinavien z.B. werden teilweise englischsprachige Studiengänge angeboten.

    sich über den Auslandsbeauftragten des Studiengangs, dem Akademischen Auslandsamt und die Webseiten der in Betracht kommenden ausländischen Hochschulen Informationen zu beschaffen über die fachlichen Studienmöglichkeiten und über deren Zulassungsregelungen und Bewerbungsunterlagen.

    sich zu überlegen, ob die erforderlichen Sprachkenntnisse vorhanden sind bzw. wie fehlende Sprachkenntnisse rechtzeitig noch erworben werden können.

    die Finanzierung des Auslandsaufenthalts (Eigenfinanzierung, Stipendien) und ggf. die Voraussetzungen für eine Bewerbung um ein Stipendium zu klären.

    Bei der Planung der wichtigsten Schritte hilft auch folgende Checkliste.


Checkliste zu den wichtigsten Aspekten der Planung eines Auslandsstudiums


In dieser Liste finden Sie die wichtigsten Aspekte, die bei der Planung Ihres Auslandsstudiums berücksichtigt werden sollten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Hochschulsystem des Gastlandes

  • Welche Hochschultypen gibt es? Welcher Hochschultyp/ Welche Hochschule ist für mich geeignet?
  • An welcher Hochschule kann ich studieren? Welche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es für mich?
  • Wie ist das Studium aufgebaut? (Studienjahr, Semester, Trimester; Stufenstudium / -zyklen; Prüfungen)


Gasthochschule-Zugangsvoraussetzungen

  • Ist vor Aufnahme des Studiums eine Sprachprüfung abzulegen oder sind Tests vorzuweisen?
  • Werden bisherige Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt? (Einstufung in höhere Semester an der ausländischen Hochschule)
  • Sonstige Zulassungsvoraussetzungen?


Anerkennung der im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen

  • Was kann anerkannt werden?
  • In welcher Form sind die Studien- und Prüfungsleistungen nachzuweisen?


Finanzierung des Auslandsaufenthalts

  • Studiengebühren; gegebenenfalls Höhe
  • Lebenshaltungskosten im Gastland
  • Förderungsmöglichkeiten des Aufenthalts (z.B. Auslands-BAföG, Stipendien)


Administrative Vorbereitung

  • Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen (z.B. Visum, Jobmöglichkeiten neben dem Studium)
  • Unterkunft
  • Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsfristen (an Uni, für Stipendien, Sprachprüfung oder -test, Wohnheim...)
  • Ist eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung nötig?

Abschlussarbeiten können natürlich auch im Ausland durchgeführt werden. Auch hier stellt sich die Frage, ob diese in einem Unternehmen oder an einer Hochschule durchgeführt wird.

Wer sich für ein Unternehmen entscheidet sollte wie für die Bewerbung um eine Praxissemesterstelle verfahren, um über gleiche Wege an eine Stelle zu gelangen.

Abschlussarbeiten können aber auch an Hochschulen im Ausland geschrieben werden. Dort gibt es in der Regel aber keine Vergütung. Sinnvoll ist auch, einem Auslandsstudiensemester gen Schluss des eigenen Studiums die Abschlussarbeit an der gleichen Gasthochschule folgen zu lassen.

Der DAAD vergibt Kurzstipendien (Laufzeit 2-6 Monate) über das Programm "kurzfristige Studienaufenthalte für Abschlussarbeiten", für die Anfertigung von Abschlussarbeiten im Ausland (Hochschulen oder Unternehmen). Bewerber/innen müssen allerdings eine deutlich überdurchschnittliche Qualifikation (die bisher erbrachten Studienleistungen sollten um 2,5 und besser liegen) vorweisen können, der Nachweis über die Vergabe des Themas der Abschlussarbeit, einschließlich der schriftlichen Zusage des Betreuers im Ausland muss erbracht werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Bewerber bereits konkrete Vorstellungen bezüglich der Durchführung haben (Zeit- und Arbeitsplan muss vorgelegt werden). Die Bewerbungsunterlagen sind beim Auslandsamt erhältlich, Bewerbungsfrist: ca. 4 Monate vor Stipendienantritt.

Eine weitere Förderungsmöglichkeit für Abschlussarbeiten an den europäischen Partnerhochschulen der HS Aalen bieten Teilstipendien des Erasmus+. Auch können Abschlussarbeiten über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM für die betreffenden außereuropäischen Partnerhochschulen gefördert werden.

Nach einem erfolgreichen (deutschen) Studienabschluss, ist auch eine Zusatzausbildung im Ausland möglich. Als (Post)Graduierten-Ausbildung weit verbreitet ist das Aufbaustudium über ein bis zu zwei Jahren zum Master of Business Administration (MBA). Für Ingenieure stellt der MBA ein sinnvolles Ergänzungsstudium dar, wenn das Berufsziel eher auf Management denn auf Technik ausgerichtet ist; je nach inhaltlichem Schwerpunkt eines MBA-Programmes können auch Absolventen der BWL durch eine Spezialisierung (Finance, Marketing, Information Technology, etc.) bestimmte Zusatzqualifikationen erwerben. Da die Studiengebühren für diese (Vollzeit)Aufbaustudiengänge teilweise enorm hoch sind, empfiehlt sich eine genaue Überprüfung der Programminhalte und -leistungen.

Neben den MBA-Programmen gibt es weitere Möglichkeiten, sich über ein Ergänzungsstudium fachlich zu spezialisieren. Vom Bewerbungsprozedere her ist es relativ einfach, sich bei der (Post)Graduate School an einer unserer Partnerhochschulen für ein Master- oder Postgraduate Programm einzuschreiben. Kursangebote, Studiengebühren und Zulassungsvoraussetzungen, entnehmen Sie bitte den Web-Seiten unserer Partnerhochschulen.

Der DAAD vergibt für deutsche Graduierte Jahresstipendien für Ergänzungs-, Vertiefungs- und Aufbaustudien im Ausland sowie Stipendien für das Aufbaustudium MBA an einer ausländischen Hochschule, das Aufbaustudium Management an einer französischen Grandes Ecoles de Commerce, sowie Thomas-Petersen-Stipendien der Boston Consulting Group. Bewerbungstermine für diese Programme sind unterschiedlich. Wir beraten Euch gerne.

Eine weitere Förderungsmöglichkeit für einjährige Ergänzungsstudien in den USA, bietet die Fulbright-Kommission in ihren speziellen Stipendienprogrammen für Fachhochschulabsolventen. Die Ausschreibung der Stipendien für das folgende akademische Studienjahr erfolgt jeweils im April/Mai über das AAA.

Wer mit dem Gedanken einer Promotion im Ausland spielt, sollte unbedingt zunächst Kontakt mit den Professoren des eigenen Studiengangs aufnehmen, um die jeweiligen Möglichkeiten zu eruieren. Gerne beraten wir Euch zu diesbezüglichen grundsätzlichen Fragen.

A. Allgemeine Bemerkungen

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende der gemeinnützigen Baden-Württemberg-Stiftung GmbH wird im Jahr 2016 erneut an den Hochschulen des Landes ausgeschrieben. Ziel des Programms ist es, den internationalen Austausch von hochqualifizierten deutschen und ausländischen Studierenden zu fördern. Gleichzeitig sollen durch das Baden-Württemberg-STIPENDIUM die Bindungen zwischen den Hochschulen des Landes und ihren ausländischen Partnerhochschulen angeregt sowie nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit entwickelt und gefestigt werden. Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM stellt eine Auszeichnung für gute und sehr gute Studierende dar.

B. Philosophie, Profil und Ziele des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs

a) Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM hat das Ziel, den internationalen Austausch von besonders qualifizierten jungen Menschen zu fördern. Es wendet sich an Studierende staatlicher Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs im Land (Universitäten, Pädagogische Hochschulen, Kunst-und Musikhochschulen, Fachhochschulen sowie Berufsakademien) sowie der Filmakademie und der Popakademie und vergleichbarer Hochschulen im Ausland.

b) Die Stipendien sollen zu gleichen Teilen den Studierenden aus Baden-Württemberg und den Studie­renden aus dem Ausland zugute kommen. Bei der Vergabe soll daher ein ausgewogenes Verhältnis (möglichst 50:50) zwischen „incoming students" und „outgoing students" angestrebt werden.

c) Weltweites gegenseitiges Verständnis, das Interesse an anderen Kulturen und die Kenntnis fremder Sprachen sind Voraussetzungen für zukunftsgerichtete globale Interaktionen. Deshalb soll das Baden­Württemberg-STIPENDIUM nicht allein Studium und Forschung fördern. Die Studierenden sollen vielmehr durch interkulturelle Erfahrungen und Einsichten auch in ihrer persönlichen Entwicklung und Kompetenz gefördert werden und Sensibilität und Wertschätzung anderen Kulturen gegenüber entwickeln. Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM kann damit einen substantiellen und nachhaltigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

d) Durch die Möglichkeit der Förderung von ausländischen Masterstudierenden (mit Ziel des Erwerbs eines Studienabschlusses in Baden-Württemberg) im Bereich der Umweltwissenschaften und/oder entwicklungsorientierter Fächer kann über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM auch ein positiver Beitrag zur globalen Entwicklung geleistet werden.

e) Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM eröffnet den Hochschulen die Möglichkeit, das Stipendium als Instrument der Entwicklung, Pflege und Stärkung ihrer internationalen Hochschulkontakte einzusetzen. Das Stipendium kann gezielt in die jeweilige individuelle Internationalisierungsstrategie im Rahmen der Vorgaben der Landesstiftung eingebettet werden. Die Landesstiftung erwartet dadurch eine Intensivierung des internationalen Austausches und eine spürbare und nachhaltige Stärkung der Hochschulen Baden-Württembergs im internationalen Wettbewerb.

f) Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM zielt nicht nur auf die individuelle Förderung von Einzelpersonen, sondern auch auf die Festigung der Beziehungen und der Zusammenarbeit der in- und ausländischen Hochschulen für weitergehende Kooperationen. Im Hinblick darauf soll es auch an Doktoranden und Postdocs vergeben werden.

g) Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM soll die Bindung der Stipendiaten an das Land Baden-Württemberg fördern. Die Landesstiftung beabsichtigt, hierzu weitere Maßnahmen zu ergreifen (z. B. Veranstaltungen und Empfänge mit Vertretern der Politik, der Kultur und der Wirtschaft des Landes; Aufbau eines Alumni-Netzwerks).

h) Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM zielt auf die Förderung besonders qualifizierter Studierender. Dies setzt ein geeignetes Auswahlverfahren sowohl bei den baden-württembergischen Hochschulen als auch bei den Partnerhochschulen im Ausland voraus. Für die Auswahl sollen die Studienleistung sowie die soziale und die interkulturelle Kompetenz Maßstäbe sein. Gefördert werden sollen nur gute bis sehr gute Studierende.

i) Die Verantwortung für die Auswahl der Studierenden in den Hochschulen soll fachnah wahrgenommen werden. Die Hochschulen sind verpflichtet, Auswahlverfahren zu gewährleisten, die sicherstellen, dass die Zielvorgaben der Landesstiftung hinsichtlich der Qualität der Stipendiatinnen und Stipendiaten eingehalten werden. Über die Art der Auswahlverfahren und die dabei angewandten Kriterien ist der Landesstiftung über den Projektträger zu berichten.

j) Das Programm ist auf Gegenseitigkeit ausgelegt. Sowohl die baden-württembergischen Hochschulen als auch die Partnerhochschulen im Ausland sind dazu angehalten, bei den einreisenden Stipendiaten auf die Erhebung von Studiengebühren zu verzichten. Die Landesstiftung regt an, die Befreiung der ausländischen Stipendiaten im Rahmen der Verpflichtungserklärungen zu vereinbaren.

C. Ausschreibung

Die Frist zur Bewerbung für Studienaufenthalte im einem Wintersemester sowie das Sommersemester ist der 31.03.. Näheres zur Ausschreibung, Voraussetzungen und für welche Partnerhochschulen man sich bewerben kann, erseht Ihr bitte unter International News.

Programmüberblick

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Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Das Programm enthält drei Leitaktionen:

    Leitaktion 1 – Lernmobilität von Einzelpersonen

    Leitaktion 2 – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren

    Leitaktion 3 – Unterstützung politischer Reformen

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen. Informationen zum Erasmus+ finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission: http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/index_en.htm

Mit den Fördermitteln wird vor allem die Mobilität in Europa und voraussichtlich ab 2015 in geringerem Umfang auch mit anderen Teilen der Welt gestärkt. Bis zum Jahr 2020 sollen rund zwei Millionen Studierende von Erasmus+ profitieren, darunter über eine Viertelmillion aus Deutschland. Einbezogen werden dabei Studierende in allen Studienzyklen bis einschließlich der Promotion, die ein Teilstudium oder Praktikum im Ausland absolvieren möchten. Erstmals können die Studierenden dabei im Bachelor, Master und Doktorat jeweils bis zu 12 Monate gefördert werden. Um den finanziellen Anreiz für einen Auslandsaufenthalt zu erhöhen, wird zudem der monatliche Mobilitätszuschuss für die Studierenden angehoben, insbesondere für Gastländer mit höheren Lebenshaltungskosten. Praktika im Ausland sind künftig auch nach Studienabschluss möglich. Schließlich bietet Erasmus+ Studierenden, die ein ganzes Master-Studium in Europa absolvieren möchten, die Möglichkeit, dafür ein zinsgünstiges Darlehen aufzunehmen. Die bisherige Exzellenz-Förderung von Erasmus Mundus, die das ganze Master-Studium von hervorragenden Studierenden in ausgewählten europäischen Masterprogrammen mit gemeinsamem Abschluss unterstützt, wird unter Erasmus+ fortgesetzt.

Erasmus+ trägt zudem zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen mit der Förderung von Kurzzeitdozenturen und Weiterbildungsaufenthalten für das Lehr- bzw. Verwaltungspersonal bei. Weiterhin können die Hochschulen Unternehmenspersonal aus dem Ausland zu Lehraufenthalten einladen und sich nun außerdem mit anderen europäischen Partnern (auch aus dem nicht-akademischen Bereich) an multilateralen Strategischen Partnerschaften beteiligen und gemeinsam innovative Projekte entwickeln (z. B. im Bereich der Curriculum-Entwicklung oder zu bildungsbereichsübergreifenden Themen). Für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bietet Erasmus+ Förderung in den neuen Wissensallianzen an. Hochschulen, die sich im Bereich des Kapazitätenaufbaus in Drittländern engagieren wollen, können dies in den internationalen Hochschulpartnerschaften des Programms tun.

Die Fördermittel für die meisten Mobilitätsmaßnahmen und die Strategischen Partnerschaften werden in den 33 Programmländern (28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien, Norwegen, Türkei) von den Nationalen Agenturen vergeben. In Deutschland nimmt diese Aufgabe wie bisher der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wahr.

Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ werden folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

    Studierendenmobilität Studium (SMS)

    Studierendenmobilität Praktikum (SMP)

    Mobilität von Lehrenden (STA)

    Mobilität von Personal (STT)


Veröffentlichung ECHE/EPS

Jede Hochschuleinrichtung, die am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014-2020 (hiernach „das Programm“ genannt“) teilnehmen und/oder sich darum bewerben möchte, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen.

Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission vergeben. Sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllt.

Gemäß den Vorgaben der Europäischen Kommission ist sowohl die ECHE als auch das European Policy Statement (EPS) auf den Internetseiten der Hochschule zu veröffentlichen. Unsere European Policy Statement (EPS) finden Sie hier: Aalen University European Policy Statement und unsere Charta findet man hier: Aalen University ERASMUS+ Charta.

Haftungsklausel

„Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.“

Verweis auf DAAD

Weitergehende Information und Beratung zu den Erasmus+ Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst

Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Kennedyallee 50

53115 Bonn

Tel.: +49(0)228/882-8877

Fax: +49(0)228/882-555

E-Mail: erasmus@daad.de

Homepage: www.eu.daad.de


Logo: http://www.daad.de/portrait/presse/logos/08959.de.html

Fördersätze SM

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

Seit dem Projektjahr 2014 gelten europaweit die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Studienaufenthalte (SMS):

  • Gruppe 1 (monatlich 250 Euro): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 200 Euro): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 150 Euro): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.

Erasmus+ Praktikanten erhalten monatlich mindestens 100 Euro zusätzlich, also 350 Euro in der Gruppe 1, 300 Euro in der Gruppe 2 und 250 Euro in der Gruppe 3.

Fördersätze ST

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten zu Unterrichtszwecken oder zur Fort- und Weiterbildung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“). Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen.

Ab dem Projektjahr 2014 gelten für Deutschland folgende feste Tagessätze für vier Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 % der genannten Tagessätze:

  • Gruppe 1: 160 Euro am Tag für Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden
  • Gruppe 2: 140 Euro am Tag für Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
  • Gruppe 3: 120 Euro am Tag für Deutschland (Incomer), Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal, Slowakei, Spanien
  • Gruppe 4: 100 Euro am Tag für Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien

Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

  • 100 km – 499 km mit 180 EUR
  • 500 km – 1.999 km mit 275 EUR
  • 2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
  • 3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
  • 4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
  • 8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

Studierende können mit Erasmus+ nach Abschluss des ersten Studienjahres an einer europäischen Hochschule in einem anderen Teilnehmerland studieren, um dort ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern und ihre Berufsaussichten zu verbessern. Sie lernen dabei das akademische System einer ausländischen Hochschule ebenso kennen wie deren Lehr- und Lernmethoden.

Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Vorteile eines Studiums im Ausland

    akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen

    Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule

    Förderung auslandsbedingter Mehrkosten

    Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)

    Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern

    Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Erasmus+ Neuerungen ab dem Projektjahr 2014

    Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden.

    Je Studienzyklus können zwölf Monate gefördert werden.

    In einzügigen Studiengängen (Staatsexamen, Diplom usw.) können 24 Monate gefördert werden.

    Praktika können ab zwei Monaten (bislang drei Monate) während und nach Abschluss des Studiums gefördert werden.

    Lehramtsassistenzen werden als Praktika gefördert.

    Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können dies mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen tun.

Mit Erasmus+ können Studierende während jeder Studienphase Aufenthalte in den Programmländern im europäischen Ausland absolvieren:

    Je bis zu zwölf Monate im Bachelor, Master, Doktorat bzw. 24 Monate für einzügige Studiengänge (Staatsexamen etc.).

    Studienaufenthalte im europäischen Ausland von je 3-12 Monaten Länge (auch mehrfach).

    Praktika im europäischen Ausland von je 2-12 Monaten Länge (auch mehrfach).

    Praktika innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Studienphase (Graduiertenpraktika), falls die Bewerbung innerhalb des letzten Jahres der Studienphase erfolgt ist.

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandsstudium

    reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule

    Abschluss des ersten Studienjahres

    Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (inter-institutional agreement) abgeschlossen hat

    Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)

Studierende können mit Erasmus Praktika in Unternehmen oder Organisationen im europäischen Ausland absolvieren.

Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.


Vorteile eines Erasmus-Praktikums im Ausland

    EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem

    akademische Anerkennung des Praktikums

    Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen

    Förderung auslandsbedingter Mehrkosten

    Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)

    Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern

    Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung


Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandspraktikum

    reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule

    Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)

    nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen und anderen EU-Einrichtungen einschließlich spezialisierter Agenturen (vollständige Liste unter http://europa.eu/institutions/index_de.htm) und Einrichtungen, die EU-Programme verwalten


Nähere Infos zum Auslandspraktikum durch ERASMUS können Sie bei unsere Koordinierungsstelle in Karlsruhe finden: KOOR/BEST - Erasmus-Praktika-Stipendien für PS innerhalb Europa


Das Auswahl- und Vergabeverfahren für Erasmus+ muss fair, transparent, kohärent und ordnungsgemäß dokumentiert sein. Die entsprechenden Unterlagen sind allen am Auswahlprozess beteiligten Personen zugänglich zu machen. Die Förderkriterien sind allen potenziellen Teilnehmern bekannt zu machen. Diese Kriterien gelten auch für Zero-Grant-Geförderte.

Die NA DAAD empfiehlt Projektträgern im Interesse der notwendigen Transparenz dringend, Informationen über das Erasmus+ Programm und die Bewerbungs- und Förderkriterien leicht auffindbar auf den Internetseiten (des Akademischen Auslandsamtes/International Office und ggf. der Fakultäten) zu veröffentlichen.

In den Fakultäten bzw. Studiengängen organisieren Auslandsbeauftragte den ERASMUS-Austausch. Eure Bewerbung ist deshalb in jedem Fall mit den zuständigen Beauftragten im Vorfeld rechtzeitig (mindestens ein gutes Jahr vorher) abzusprechen, da die Entscheidung über die Vergabe der Plätze bei diesen liegt. Bewerbungen für einWinter- sowie Sommersemester sind bis zum 1. Februar des vorherigen Hochschuljahres einzureichen.

Die notwendigen Bewerbungsunterlagen werden auf dem ERASMUS-Bewerbungsformular aufgeführt. Interessenten melden sich bitte im Akademischen Auslandsamt bei Frau Adams. Dort werden Sie beraten und erhalten weitere Informationen. Die ordnungsgemäße Registrierung an der Gasthochschule beinhaltet auch das Ausfüllen von Bewerbungs-/ Anmeldeformulare der Gasthochschule. Ihr solltet Euch deshalb so frühzeitig wie möglich mit Frau Adams in Verbindung setzen.

Es wird auch ein Learning Agreement benötigt, das von dem Auslandsbeauftragten oder je nach Studiengang, dem Studiendekan unterschrieben werden muss. Der Student hat nur Anspruch auf den ERASMUS+ Status, wenn ein Learning Agreement vorliegt! Nur dann kann ein ERASMUS+ Vertrag mit dem Studierenden abgeschlossen werden.

Auswahlkriterien zur Teilnahme und Förderung am ERASMUS+-Programm sind: akademische Leistungen, sprachliche Kompetenzen und Motivation. Ein Rechtsanspruch auf Förderung durch das ERASMUS+-Programm besteht nicht und kann daher nicht gegenüber der Hochschule Aalen geltend gemacht werden.

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die fünf großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er sollte sowohl vor deren Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts stattfinden, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in inter-institutional agreement (IIA) und Learning Agreement (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit Online-Test zu belegen/zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen müssen bei der Auswahl der Teilnehmer durch andere Nachweise abgesichert werden.

Die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der „Erasmus+ Studierendencharta“ geregelt, die jedem Studierenden vor Beginn des Auslandsaufenthalts auszuhändigen ist. Die Erasmus+ Studierendencharta erhalten Sie hier unten als PDF-Dokument zum Download.

Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland im Programm Erasmus+ für während des Auslandsstudiums im Ausland Alleinerziehende) und mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

Unterstützung von Studierenden und Hochschulpersonal mit Behinderung im Programm Erasmus+

Die Inklusion und Chancengleichheit potentieller Geförderter ist ein zentrales Anliegen im Programm Erasmus+. Für Studierende und Hochschulpersonal mit Behinderung gibt es die Möglichkeit, eine Zusatzförderung für durch den Auslandsaufenthalt bedingte Mehrkosten zu erhalten.

Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit

Jede Hochschuleinrichtung verpflichtet sich mit der Unterzeichnung der Erasmus Charter for Higher Education (ECHE) dazu, sämtlichen Geförderten den gleichen Zugang und äquivalente Möglichkeiten zu gewähren.

Zusatzförderung: Erasmus+ Sonderförderung

Geförderte mit Behinderung können zusätzlich zum regulären Erasmus+ Mobilitätszuschuss für Studien- oder Praktikumsaufenthalte bzw. für Lehr- oder Fortbildungsaufenthalte im Ausland um einen Erasmus+ Sonderzuschuss   ansuchen. Bei der Vorbereitung Ihres Erasmus+ Aufenthalts bitten wir um Bekanntgabe Ihrer Situation sowie um Einschätzung der Mehrkosten, die voraussichtlich bei Ihrer Erasmus+ Mobilität bzw. im Gastland entstehen.

Welche Bedürfnisse haben Sie?

Benötigen Sie eine barrierefreie Unterkunft, Unterstützung bei der Reise, medizinische Betreuung im Ausland, Adaptierung von Lernmaterialien, eine Begleitperson, etc.? Je nach finanziellem Mehrbedarf können Sie einen einmaligen Zuschuss beantragen oder einen personenbezogenen Antrag („Langantrag“) über zusätzliche Mittel von bis maximal 10.000 EUR stellen. Um einen Mehrbedarf geltend zu machen, wenden Sie sich bitte an das International Office, das den Antrag mit Ihnen erarbeitet und anschließend bei der NA DAAD einreicht. Weiterführende Informationen Generelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten der NA DAAD. Werfen Sie auch einen Blick auf https://mapped.eu/, eine vom Erasmus Student Network (ESN) entwickelte Online-Plattform, in der Hochschuleinrichtungen ihre Zugangsmöglichkeiten beschreiben können. Das toolkit wurde von Studierenden für Studierende entwickelt und enthält Tipps und Hinweise zur Unterstützung Ihrer Vorbereitung auf einen Erasmus+ Aufenthalt.

Ansprechpartnerin

Nichola Adams, nichola.adams@hs-aalen.de, 07361 / 576 - 1703, Akademisches Auslandsamt, International Center

Datenschutz

Persönliche Daten sind vertraulich und werden entsprechend den jeweiligen Bundesgesetzen nur insoweit weiterverarbeitet als das für Ihr Ansuchen und Ihre Teilnahme am Programm Erasmus+ notwendig ist.

Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland nehmen und dort während der Erasmus+ Mobilität alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten. Die maximale monatliche Förderhöhe wird vorgegeben durch drei Ländergruppen.

Alle Geförderte, die an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme teilgenommen haben, sind verpflichtet, nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus zu erstellen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z. B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

Die Heimathochschule (Auslandsbeauftragte/r oder Studiendekan/in) muss im voraus formell versichern, dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen auf die zum Erwerb des Studienabschlusses an der Heimathochschule erforderlichen Studienleistungen angerechnet werden, vorausgesetzt, dass der Student die geforderte Studienleistung in den von ihm gewählten Kursen erbringt. Hierzu gilt in der Regel das ECTS (European Credit Transfer System).

In der Tat, ein Auslandsstudium bedeutet für viele Studierende wertvolle Erfahrungen und oftmals auch eine Menge Arbeit. Damit Ihr für diese Arbeit mehr bekommt als ein anerkennendes Lächeln, wurde von der Europäischen Kommission das ECTS entwickelt. Ziel des ECTS ist es, die akademische Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu erleichtern. Hierzu werden Studien- und Prüfungsleistungen durch die Vergabe von Credit Points (CPs) nach einem europaweit einheitlichen System bewertet.

Gemeinsam mit dem Auslandsbeauftragten Eures Studiengangs und dem Fachkoordinator Eurer Gasthochschule arbeitet Ihr vor Eurem Auslandsaufenthalt einen Studienplan (Learning Agreement) aus, in dem die zu besuchenden Lehrveranstaltungen und die Anzahl der zu erreichenden Credits festgelegt werden. Sprecht rechtzeitig vor Eurem Studienaufenthalt im Ausland mit Euren Professoren über inhaltliche und formale Anforderungen zwecks späterer Anerkennung Eurer Kurse. Für jeden Kurs, den Ihr anrechnen wollt, sucht Euch das äquivalente Fachgebiet an der HTW Aalen heraus und klärt mit dem Auslandsbeauftragten bzw. gegebenenfalls mit dem jeweiligen Professor, ob der Kursinhalt und -umfang dem Fachgebiet der HTW Aalen entspricht. Wenn möglich, legt den Professoren die Kursbeschreibung aus dem ECTS-Kurskatalog Eurer Gasthochschule vor.

Was sind ECTS Credits? Grundsätzlich ist im ECTS die Vergabe von 60 Credits pro Studienjahr oder 30 pro Semester bzw. 20 pro Trimester vorgesehen. Praktika und Wahlfächer, die Bestandteile eines Studiums sind, erhalten ebenfalls Credits, nicht jedoch solche, die keine Bestandteile des Studiums sind. Credits werden nur dann gewährt, wenn alle Prüfungen bestanden und die Studieneinheit erfolgreich abgeschlossen wurden.

Weitere Instrumente von ECTS:

  • Die Hochschulen bereiten ein Informationspaket vor, in dem die Lehrveranstaltungen mit den jeweiligen ECTS-Punkten aufgeführt und inhaltlich beschrieben sind.
  • Alle an der Gasthochschule erfolgreich abgeschlossenen Lehrveranstaltungen werden mit der Bezeichnung des Kurses und den erzielten Anrechnungspunkten in Form eines Transcript of Records angegeben.

Alle Studiengänge der HS Aalen nehmen am ECTS teil.

Die Anerkennung der Studienleistungen mittels ECTS erfolgt jedoch nicht automatisch. Für eine spätere Anerkennung Eurer im Ausland erbrachten Leistungen solltet Ihr Euch deshalb nach Rückker an das Akademisches Auslandsamt wenden. Nach Erhalt des Transcripts, werden die Noten in einem Antrag auf Anerkennung umgerechnet. Den vom Auslandsamt unterschriebenen Antrag, mit komplett unterschriebenes Learning Agreement, und Kopie vom Transcript bringt Ihr Euerem Sekretariat.

ERASMUS - Studenten sind von der Entrichtung von Studiengebühren an der Gasthochschule befreit, sie können jedoch dazu aufgefordert werden herkömmliche Gebühren an der Heimathochschule während des Auslandsaufenthaltes weiterzuzahlen. Versicherungsprämien, studentische Sozialbeiträge sowie Kosten für den Gebrauch von Materialien, die evtl. an der Gasthochschule bezahlt werden müssen, gelten nicht als Studiengebühren.

BAföG -berechtigte Studierende sollen auch für den Auslandsaufenthalt im Rahmen des ERASMUS - Programms BAföG - Leistungen in Anspruch nehmen. EU - Zuschüsse bleiben auf das BAföG anrechnungsfrei. Das "normale" BAföG kann jedoch nicht weiterbezogen werden. Es muss bei dem für das auserwählte Land zuständige BAföG-Amt "Auslandsbafög" beantragt werden, wenigstens 6 Monate im voraus.

Nach Zusage der Partnerhochschule erhaltet Ihr je nach Gasthochschule über uns im Akademischen Auslandsamt oder direkt von der Gasthochschule weitere Unterlagen und Informationen zum Studienaufenthalt und zu den endgültigen Anmeldeformalitäten. Unabhängig davon solltet Ihr unbedingt selbstständig den Kontakt zu den Partnerhochschulen suchen (z.B. zum International Office/ERASMUS Büro oder direkt zum zuständigen Fachkoordinator der Gasthochschule), um nicht nur die erforderlichen Anmeldeformalitäten in Erfahrung zu bringen und die Unterbringung zu regeln, sondern auch um Euer genaues Anreisedatum mitzuteilen. Wichtig ist uns über Euren jeweilig aktuellen Status in der Vorbereitung auf dem Laufenden zu halten, damit wir zeitnah auf unerwartete Gegebenheiten reagieren und auch die Stipendienzahlungen zeitnah veranlassen können.

Nach Ankunft und Erledigung aller Formalitäten vor Ort solltet Ihr auch Kontakt zu uns halten und rechtzeitig die vom Mittelgeber geforderten Unterlagen wie das Certificate of Enrolment oder den Zwischenbericht einreichen. Zum Schluss des Aufenthaltes ist an den Erhalt der Bescheinigung der Gasthochschule (Confirmation of Attendance), in der der vollständige Zeitraum des Studienaufenthalts bestätigt wird, des Transcripts of Records und von Inhaltsbeschreibungen der belegten Kurse zu denken, damit nach Rückkehr die Anerkennung reibungslos funktioniert. Nach Rückkehr ist außerdem ein Erfahrungsbericht anzufertigen.

Mit dem Abschluss eines ERASMUS - Vertrages bzw. der Gewährung einer Auslandsstudienbeihilfe ist keinerlei Versicherungsschutz verbunden. Für die Dauer des Auslandsaufenthaltes hat der Student sich selbst über die Erfordernisse des jeweiligen Gastlandes zu informieren und für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen! Weder die EU-Kommission noch der DAAD noch die Hochschule Aalen haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit ERASMUS-Auslandsaufenthalten entstehen.

Für ERASMUS - Studierende besteht die Möglichkeit, in die Gruppenversicherung des DAAD aufgenommen zu werden, die einen umfassenden Versicherungsschutz bietet. Informationen hierzu gibt es hier.

Bezüglich Krankenversicherung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) so erhalten gesetzlich Krankenversicherte im Krankheitsfall in der Regel Sachleistungen nach den Rechtsvorschriften des ausländischen Krankenversicherungsträgers, wie z.B. medizinisch notwendige ärztliche Behandlung. Der Krankenversicherungsschutz ist in den Ländern in der Regel in dem Umfang sichergestellt, als ob Ihr dort versichert seid. Die gesetzlichen Krankenkassen geben dazu Versicherungsnachweise aus, die im europäischen Ausland Versicherungsschutz im Krankheitsfalle garantieren (z.B. europäische Versicherungskarte oder E 111, E 109 oder 106). Auf alle Fälle sollte man sich bei der jeweiligen Krankenkasse vor dem Auslandsaufenthalt genauestens informieren. Dies gilt insbesondere für Privatversicherungen (sie geben keine vergleichbaren Versicherungsbescheinigungen aus). Darüber hinaus werden prinzipiell und dringend für das Ausland geltende Unfall- und Haftpflichtversicherungen empfohlen.

For information on Erasmus for Incomings, please see our Incomings page.

Erasmus+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige Erasmus Charta für Hochschulen (ECHE) besitzen. Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.

Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.

Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Personalmobilität muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule (ausgenommen Incoming-Mobilität, s. u.) und nicht das Haupt-wohnsitzland der betreffenden Person ist.

Zu Lehrzwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE gefördert (Outgoing-Mobilität) werden sowie Personal einer sonstigen in einem anderen Programmland ansässigen Einrichtung (Incoming-Mobilität), die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist (Beispiele siehe Anhang C) zu Lehrzwecken an eine deutsche Hochschule mit ECHE.

Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten); das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woch.

    Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

    Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule

    Dozenten ohne Dotierung

    Lehrbeauftrage mit Werkverträgen

    Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende

    Wissenschaftliche Mitarbeiter

    Unternehmenspersonal

Erasmus+ ermöglicht Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal in Programmländern zum Ausbau der Internationalisierung.

Zu Fort- und Weiterbildungszwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE oder eine sonstige in einem anderen Programmland ansässige Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist, gefördert werden.


Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens zwei Tage und höchstens zwei Monate.

Mit STT kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden. Beispiele:

    Allgemeine & technische Verwaltung

    Bibliothek

    Fachbereiche

    Fakultäten

    Finanzen

    International Office

     Öffentlichkeitsarbeit

    Studierendenberatung

    Technologie & Transfer

    Weiterbildung


Weiterbildungsformate (Beispiele)

    Hospitationen

    Job Shadowing

    Studienbesuche

    Teilnahme an Workshops und Seminaren

    Teilnahme an Sprachkursen

    Vorteile eines Erasmus+ Aufenthaltes

    Aufenthalt auf der Basis eines abgestimmten Programms

    Fachlicher Austausch und neue Perspektiven

    Stärkung der eigenen Kompetenzen

    Ausbau und Vertiefung von Netzwerken

Unterstützung von Studierenden und Hochschulpersonal mit Behinderung im Programm Erasmus+

Die Inklusion und Chancengleichheit potentieller Geförderter ist ein zentrales Anliegen im Programm Erasmus+. Für Studierende und Hochschulpersonal mit Behinderung gibt es die Möglichkeit, eine Zusatzförderung für durch den Auslandsaufenthalt bedingte Mehrkosten zu erhalten.

Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit

Jede Hochschuleinrichtung verpflichtet sich mit der Unterzeichnung der Erasmus Charter for Higher Education (ECHE) dazu, sämtlichen Geförderten den gleichen Zugang und äquivalente Möglichkeiten zu gewähren.

Zusatzförderung: Erasmus+ Sonderförderung

Geförderte mit Behinderung können zusätzlich zum regulären Erasmus+ Mobilitätszuschuss für Studien- oder Praktikumsaufenthalte bzw. für Lehr- oder Fortbildungsaufenthalte im Ausland um einen Erasmus+ Sonderzuschuss ansuchen. Bei der Vorbereitung Ihres Erasmus+ Aufenthalts bitten wir um Bekanntgabe Ihrer Situation sowie um Einschätzung der Mehrkosten, die voraussichtlich bei Ihrer Erasmus+ Mobilität bzw. im Gastland entstehen.

Welche Bedürfnisse haben Sie?

Benötigen Sie eine barrierefreie Unterkunft, Unterstützung bei der Reise, medizinische Betreuung im Ausland, Adaptierung von Lernmaterialien, eine Begleitperson, etc.? Je nach finanziellem Mehrbedarf können Sie einen einmaligen Zuschuss beantragen oder einen personenbezogenen Antrag („Langantrag“) über zusätzliche Mittel von bis maximal 10.000 EUR stellen. Um einen Mehrbedarf geltend zu machen, wenden Sie sich bitte an das International Office, das den Antrag mit Ihnen erarbeitet und anschließend bei der NA DAAD einreicht. Weiterführende Informationen Generelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten der NA DAAD. Werfen Sie auch einen Blick auf https://mapped.eu/, eine vom Erasmus Student Network (ESN) entwickelte Online-Plattform, in der Hochschuleinrichtungen ihre Zugangsmöglichkeiten beschreiben können. Das toolkit wurde von Studierenden für Studierende entwickelt und enthält Tipps und Hinweise zur Unterstützung Ihrer Vorbereitung auf einen Erasmus+ Aufenthalt.

Ansprechpartner

Pascal Cromm, pascal.cromm@hs-aalen.de, 07361 / 576 - 1700, Akademisches Auslandsamt, International Center

Datenschutz

Persönliche Daten sind vertraulich und werden entsprechend den jeweiligen Bundesgesetzen nur insoweit weiterverarbeitet als das für Ihr Ansuchen und Ihre Teilnahme am Programm Erasmus+ notwendig ist.

Partnerland: Israel

Sami Shamoon College of Engineering, Beer-Sheva


Im Rahmen der Kooperation mit dem Partnerland A können folgende Mobilitätsaktivitäten gefördert werden:

SMS

STT


Fördersätze SMS

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten in Partnerländern wurde von der Europäischen Kommission auf europäischer Ebene festgelegt:

Entsendeland

Zielland

Betrag

Deutschland

Partnerland

650 Euro pro Monat

Partnerland

Deutschland

800 Euro pro Monat

Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität. Die Entfernungen werden mit dem Berechnungsinstrument der Kommission ermittelt.



Fördersätze ST

Für Deutschland gelten folgende feste Tagessätze bis zum 14. Aufenthaltstag, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 % der genannten Tagessätze:

Entsendeland

Zielland

Betrag bis einschließlich 14. Fördertag des Aufenthalts

Betrag ab 15. Fördertag des Aufenthalts

Deutschland

Partnerland

160 Euro pro Tag

112 Euro pro Tag

Partnerland

Deutschland

120 Euro pro Tag

84 Euro pro Tag

Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität. Die Entfernungen werden mit dem Berechnungsinstrument der Kommission ermittelt.

Sicherlich gibt es eine Reihe von (Teil-)Stipendien und Reisekostenzuschuss-Programmen, allerdings ist eine Stipendienbewerbung auch sehr zeitaufwendig und hat eine lange Vorlaufzeit. Genügend Zeit sollte also eingeplant werden. Es werden in der Regel überdurchschnittliche Studienleistungen vorausgesetzt. Eine Bewerbung ist keine Erfolgsgarantie für eine finanzielle Förderung! Die Tatsache, dass Ihr Euch für einen Auslandsaufenthalt entschlossen habt, ergibt leider keinen Anspruch auf finanzielle Förderung.

Studiengebühren sind außerhalb Deutschlands durchaus üblich. (Aus)Bildung ist dort eine persönliche Qualifikation, die ihren Preis hat (Studierende als zahlende Kunden).

Praktikantenvergütungen entsprechen oft den ortsüblichen Leistungen und sollten die Lebenshaltungskosten im gastgebenden Land abdecken. Bitte setzt Eure persönliche Messlatte nicht zu hoch und akzeptiert die örtlichen Gegebenheiten.

Grundsätzlich wird von Euch erwartet, dass Ihr Euren Auslandsaufenthalt aus der gleichen finanziellen Quelle finanziert, wie Euer Studium in Aalen (Eigenmittel, BAföG usw.).

Links zu den verschiedenen Fördermittelorganisationen findet Ihr hier. Insbesondere die Stipendiendatenbank des DAAD ist zu empfehlen, da sie für jedes Land und für jedes Vorhaben alle möglichen Stipendien, auch von anderen Organisationen als der DAAD anzeigt und Details zu den Bedingungen und Fristen liefert.

Zum Thema Auslandsbafög bitten wir Euch an die Bafög-Berater zu wenden, die regelmäßig an der Hochschule Aalen Sprechstunden durchführen. Die Termine hängen am Bafög-Brett und bei der UstA.                

Eine Übersicht über die wichtigsten Stipendien für Auslandspraktika findet Ihr hier.

Hinsichtlich der Fördermöglichkeiten für ein Auslandsstudium an den europäischen Partnerhochschulen der HTW Aalen verweisen wir auf das ERASMUS - LLP Programm. Auch können Auslandsstudiensemester über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM für die betreffenden außereuropäischen (und auserwählte europäische) Partnerhochschulen gefördert werden. Auch verweisen wir auf die Semesterstipendien bzw. Jahresstipendien des DAAD für Studienaufenthalte an außereuropäischen Hochschulen, insbesondere wenn ein Auslandsstudium als Free Mover angestrebt wird.

Auf eigene Faust ins Ausland

Austauschprogramme und Stipendien sind oft auf bestimmte Länder, Fachrichtungen oder gar Universitäten beschränkt. Wenn Sie an eine ganz bestimmte Universität oder in ein bestimmtes Land möchten, können Sie Austauschprogramme und damit verbundene Stipendienmöglichkeiten nicht nutzen. Dies bedeutet, dass Sie ausreichende finanzielle Mittel verfügbar haben müssen bzw. sich um Individualstipendien von Förderorganisationen wie den DAAD kümmern müssen.

In diesem Fall bzw. auch bei Stipendienprogrammen, die sich nur auf den finanziellen Aspekt erstrecken, ist eine individuelle Bewerbung direkt an die Gasthochschule zu richten. Zu beachten sind die internen Bewerbungsvoraussetzungen der auserwählten Gasthochschule (Anforderungen und Art des Nachweises der Sprachkenntnisse, fachliche Voraussetzungen ...) sowie Bewerbungstermine.

Hinsichtlich eines Auslandsstudiums in manchen Ländern gibt es Organisationen, die einem unentgeltlich bei der Organisation und der Bewerbung zum Auslandsstudium behilflich sind, so zum Beispiel im Fall von Australien und Neuseeland GOstralia/GOzealand oder Ranke-Heinemann. Gerne geben wir Sie im Einzelfall noch Tipps, wie das Vorhaben Auslandsstudium als Free Mover für ein bestimmtes Land angegangen werden kann.

Die meisten Universitäten verlangen für die endgültige Zulassung zum Studium einen Nachweis über die finanzielle Absicherung (Vermögen, Unterstützung durch Eltern, Stipendien...) während des Aufenthaltes an der Gasthochschule.

Es sei an dieser Stelle auf die Checkliste (s. Menüpunkt Auslandsstudium) hingewiesen mit den Fragen, die in der Phase der Vorbereitung geklärt werden müssen.

Studium in Mexiko in spanischer und / oder englischer Sprache

Das Austauschprogramm mit der Monterrey Tech. in Mexiko ist ein Landesprogramm, das von der Hochschule Pforzheim koordiniert wird und an dem die HS Aalen teilnimmt. Eine Förderung über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM ist möglich.

Nähere Details zu den möglichen Studienrichtungen, Bedingungen, Fristen usw. findet Ihr hier.

Der Erfolg eines Auslandsaufenthalts hängt entscheidend davon ab, dass Sie die jeweilige Fremdsprache in ausreichendem Maße beherrschen, um an den Lehrveranstaltungen der ausländischen Hochschule mit Gewinn teilzunehmen.

Insofern nicht ein Aufenthalt zum Besuch von Sprachkursen angestrebt wird, sollten Bewerber über solide Sprachkenntnisse verfügen, um dem Unterricht im Gastland folgen zu können und auch Studienleistungen erbringen zu können. In der Regel ist bei der Eigenbewerbung an einer ausländischen Hochschule (Free Mover) neben den Vorbildungsnachweisen ohnehin auch die ausreichende Sprachkompetenz nachzuweisen.

Auch Fremdsprachen, die in der Schule nicht vermittelt wurden, können rechtzeitig aufgebaut werden. Die Hochschule Aalen bietet in ihrem Sprachenzentrum eine breite Palette an Möglichkeiten an. Rechtzeitige Information und Anmeldung ist erforderlich.

An zahlreichen Hochschulen im Ausland können zur weiteren Verbesserung auch Sommersprachkurse, Intensivkurse vor Vorlesungsbeginn oder Sprachkurse parallel zu den akademischen Veranstaltungen (in der Regel gegen Bezahlung) besucht werden.

Bei der Planung eines Auslandsstudiums sollte man auch berücksichtigen, dass in manchen Ländern neben den landessprachlichen Studiengängen auch Studienstränge in anderen Unterrichtssprachen möglich sind, so z.B. englischsprachige Programme in Schweden, Finnland, Belgien, Südafrika oder der Monterrey Tech in Mexiko. In diesen Fällen sollte geprüft werden, ob ein englischsprachiger Kurs im gewünschten Studienfach an der Zieluniversität angeboten wird. Neben guten Englischkenntnissen sollten bei Bewerbern zur besseren Integration zumindest Grundkenntnisse der Landessprache vorliegen.

  • Informationen zu Sprachkursen im In- und Ausland an privaten Sprachschulen können auch über Broschüren der Aktion Bildungsinformation (ABI) bezogen werden:
    Aktion Bildungsinformation e.V. , Alte Poststr. 5, 70173 Stuttgart, Tel. 0711/ 220 216 30.
  • Das Bochumer Landesspracheninstitut Nordrhein-Westfalen bietet Intensivkurse in Arabisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch, Persisch und Russsisch an.
  • Im Sprachenzentrum der Hochschule liegen zudem auch Angebote zu Kursen in weniger häufig gelernten Sprachen vor.
  • Eine gute Übersicht bieten die www-Seiten Sprachen lernen im Ausland des DAAD.


Zur Vertiefung bereits vorhandener guter Kenntnisse einer Fremdsprache vergibt der DAAD Teilstipendien zum Besuch von drei- bis vierwöchigen Sommersprachkursen an Hochschulen im Ausland. Leider wird die Teilnahme an Englisch-Kursen vom DAAD nicht gefördert. Antragsunterlagen sind Online beim DAAD erhältlich, Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. Januar.