Wir legen allen Studierenden ans Herz erste Arbeitserfahrungen im Ausland zu sammeln. Das Auslandspraktikum ist ein alternativer Auslandsaufenthalt zum Auslandsstudium. Viele Studierende unserer Hochschule nehmen diese Möglichkeit wahr, um in neuen Lebens- und Arbeitskulturen praktische Erfahrungen zu sammeln, welche einen nachhaltigen Einfluss auf ihr persönliches und berufliches Leben haben werden. Unternehmen schätzen Auslandserfahrung bei Bewerbern oftmals sehr.

Bei Interesse informieren Sie sich beim Praktikantenamt Ihres Studienangebots. Vergewissern Sie sich frühzeitig, ob Ihr Praktikum bei einem ausländischen Industrieunternehmen anerkannt wird (durch Vorlage des Praktikantenvertrags, Tätigkeitsbeschreibung etc.).

Für Auslandspraktika gibt es verschiedene Fördereinrichtungen, die z.T. auch Praktikantenplätze vermitteln. Eine gute Erstinformation bieten die DAAD-Seiten Auslandspraktika. Bitte lassen Sie bei professionellen Organisationen, die Praxisstellen im Ausland gegen eine "Vermittlungsgebühr" anbieten, Vorsicht walten.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, sich selbst frühzeitig um einen Praktikumsplatz im Ausland zu bemühen und zu bewerben:

  • Evtl. Adressenbeschaffung über Ihr Praktikantenamt
  • Erfahrungsaustausch mit Studierenden höherer Semester
  • Firmenlisten über die Botschaft des Ziellandes suchen
  • Tochterfirmen im Ausland von deutschen Betrieben (ZAV, AHK)
  • Bekannten- und Freundeskreis ("Beziehungen")
  • Job- und Praktikabörsen unter dem Menüpunkt Downloads.

Normalerweise sollte die Praktikantenvergütung im Ausland für die Lebenshaltungskosten ausreichen. Weitere Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie untenstehend.

Freiwilliges Praktikum

Natürlich besteht, neben der Möglichkeit das Praxissemester im Ausland zu absolvieren, auch die Möglichkeit ein zusätzliches, freiwilliges Praktikum im Ausland zu machen. Dies kann in den Semesterferien oder während eines Urlaubssemesters durchgeführt werden.

Die Vorteile sind wie beim Pflichtpraktikum im Ausland: Zusätzliche Praktika wirken sich bei der späteren Stellensuche positiv aus. Außerdem können Kontakte in die Wirtschaft und zu potentiellen Arbeitgebern geknüpft werden.

Auch nach Abschluss des Studiums ist in einigen Ländern ein Praktikum noch möglich. So besteht z.B. die Möglichkeit bis zu einem Jahr nach dem Hochschulabschluss ein Praktikum in den USA zu absolvieren.

Wenn Sie ein Praxissemester im Ausland absolvieren, führen Sie bitte die Auslandsregistrierung für ein Auslandspraktikum durch.

Sie finden internationale Karriereangebote in unserem hochschulinternen Karriereportal.

Weitere Links zu Praktikabörsen und Firmenverzeichnissen haben wir unter Downloads für Sie zusammengestellt.

Die Europäische Union fördert im Rahmen des ERASMUS+ Programms Praktika während und nach dem Studium im europäischen Ausland. Die Beantragung ist möglich für Bachelor-, Staats­examens- und Master-Studierende, eingeschriebene Doktoranden sowie Graduierte im ersten Jahr nach dem Studien­abschluss. Um als Absolvent von einer Praktikums­förderung zu profitieren, muss zumindest ein informeller Antrag vor dem Ende des Studiums, also vor der Exmatrikulation gestellt werden – nehmen Sie bei Interesse rechtzeitig Kontakt mit dem Akademischen Auslands­amt auf.

Derzeit nehmen alle 28 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Türkei und Nordmazedonien am Programm teil. Im Mobility-Online Suchportal für Partner­universitäten sehen Sie, mit welchen europäischen Hochschulen die Hochschule Aalen bereits Austausch-Abkommen abgeschlossen hat. Insbesondere für Erasmus-Aufenthalte von Hochschul­personal können aber auch über diese Partner­universitäten hinaus Aufenthalte mit anderen Einrichtungen in den Erasmus-Programmländern gefördert werden.

Die Schweiz nimmt derzeit nicht am Erasmus-Programm teil, finanziert jedoch ein vergleichbares Programm aus nationalen Mitteln (SEMP-Programm), so dass ein Austausch mit der Schweiz mit ähnlichen Förderkonditionen wie bei Erasmus möglich ist.

Aktueller Hinweis zur Förderung der Austausch­programme mit dem Vereinigten Königreich (Stand Januar 2022)

Trotz des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU und dem Verlassen des Erasmus Programms werden Austausche mit Universitäten im Vereinigten Königreich (Großbritannien und Nordirland) im akademischen Jahr 2021/22 und 2022/23 weiterhin mit dem ERASMUS Programm finanziell gefördert werden können. Die Erasmus Stipendienrate erhöht sich leider nicht und bleibt auf dem Niveau des akademischen Jahres 2021/22, da das Vereinigte Königreich nicht mehr an der neuen Erasmus Programmgeneration teilnimmt.

Welche Art der Förderung ab dem akademischen Jahr 2023/24 möglich sein wird, steht aktuell leider noch nicht fest.

Das Programm bietet einen finanziellen Zuschuss zu Auslands­praktika als Ausgleich für die meist geringe oder oft gar nicht vorhandene Bezahlung. Der Zuschuss beträgt je nach Zielland zwischen 480 bis 600 Euro pro Monat.

Die Mindest­dauer der Praktika beträgt zwei Monate, die maximale Förderdauer beträgt 12 Monate pro Studien­phase (Bachelor/Master/PhD). Falls Sie in der gleichen Studien­phase bereits Erasmus-Förderung für ein Auslands­studium erhalten haben, wird dies auf die Förderdauer angerechnet.

Reichen Sie den Förderantrag bitte so früh wie möglich bei der zuständigen Koordinierungs­stelle ein: die Unterlagen müssen spätestens einen Monat vor Praktikumsbeginn vollständig vorliegen. Für Praktika im Vereinigten Königreich beträgt die Frist sogar 3 Monate vor Praktikumsbeginn, da auch die Beantragung eines Visums (Temporary Worker Visa – T5) notwendig wird.

Achtung! Für den Förderantrag sind diverse Unterlagen und Unterschriften, auch vom aufnehmenden Unternehmen, notwendig! Falls Ihre Antrags­unterlagen bis zur Frist nicht vollständig sind kann leider keine Förderung gewährt werden, da keine Nachreichungen möglich sind. Weiter unten finden Sie Ihre Ansprech­partner für Unterschriften an der Hochschule Aalen

Von einer Förderung ausgeschlossen sind Praktika bei Europäischen Institutionen (zum Beispiel eine politische Fraktion oder ein Abgeordneter des EU-Parlaments) sowie bei Einrichtungen, die EU-Programme verwalten. Für diese Praktika besteht eine Förder­möglichkeit über PROMOS und MWK.

Die Universität Mannheim vergibt die Förderung nicht direkt, sondern über „KOOR – Erasmus Services BW“, die zentrale Koordinierungs­stelle an der Hochschule Karlsruhe. Daher läuft der Antragsprozess auch direkt über diese Koordinierungs­stelle. Hier geht es zu den Informationen und zur Antragstellung: KOOR – Erasmus Services BW.

Mit einem Erasmus-Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungs­schutz verbunden. Weder die Hochschule Aalen, noch die Europäische Kommission oder die Nationale Agentur DAAD haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit Erasmus-Auslands­aufenthalten (Studium, Praktikum, Gastdozenturen oder Fortbildungs­maßnahmen) entstehen. Der Versicherungs­schutz obliegt individuell jedem und jeder Geförderten.

Die nationale Kranken­versicherung bietet mit der Europäischen Kranken­versicherungs­karte für den Aufenthalt in einem anderen EU-Land einen Grund­versicherungs­schutz. Die Abdeckung durch die Europäische Kranken­versicherungs­karte ist jedoch möglicherweise unzureichend, insbesondere, wenn ein Rücktransport oder besondere medizinische Eingriffe vonnöten sind. Die Hochschule Aalen empfiehlt daher dringend den Abschluss einer Zusatz­versicherung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an der Gruppen­versicherung des DAAD, die allen Erasmus-geförderten Studierenden und Forschenden offen steht.


Bezüglich Krankenversicherung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) so erhalten gesetzlich Krankenversicherte im Krankheitsfall in der Regel Sachleistungen nach den Rechtsvorschriften des ausländischen Krankenversicherungsträgers, wie z.B. medizinisch notwendige ärztliche Behandlung. Der Krankenversicherungsschutz ist in den Ländern in der Regel in dem Umfang sichergestellt, als ob Sie dort versichert sind. Die gesetzlichen Krankenkassen geben dazu Versicherungsnachweise aus, die im europäischen Ausland Versicherungsschutz im Krankheitsfalle garantieren (z.B. europäische Versicherungskarte oder E 111, E 109 oder 106). Auf alle Fälle sollten Sie sich bei der jeweiligen Krankenkasse vor dem Auslandsaufenthalt genauestens informieren. Dies gilt insbesondere für Privatversicherungen (sie geben keine vergleichbaren Versicherungsbescheinigungen aus). Darüber hinaus werden prinzipiell und dringend für das Ausland geltende Unfall- und Haftpflichtversicherungen empfohlen.

Im Fokus der horizontalen Priorität Nachhaltigkeit steht die Sensibilisierung der Erasmus+ Teilnehmenden für die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz sowie insbesondere für den ökologischen Fußabdruck, den Teilnehmende durch Ihre Mobilität erzeugen. Durch die finanzielle Förderung von nachhaltigen Verkehrs­mitteln soll die Anzahl der Mobilitäten mit umwelt­freundlicheren Transportmitteln gesteigert und der ökologische Fußabdruck des Erasmus+ Programms verringert werden.

Wenn Sie mindestens eine Strecke (Hin- oder Rückfahrt) mit einem nachhaltigen Verkehrs­mittel (z.B. Fahrrad, Bahn, Fernbus, Fahrgemeinschaft, Schiff) zum/vom Ort Ihrer Gasthochschule reisen, können Sie den Zuschuss für „Grünes Reisen“ beantragen. Es gibt einen einmaligen Zuschuss für nachhaltiges Reisen in Höhe von 50 Euro und zusätzlich können bis maximal 4 Reisetage beantragt werden. Die Reisetage, an denen Sie „grün“ gereist sind, zählen als zusätzliche Aufenthaltstage und werden mit dem gültigen Tagessatz der entsprechenden Länder­rate finanziell unterstützt.

Alle Informationen zum Antrag dieses Zuschusses erhalten Erasmus Studierende der Hochschule Aalen automatisch mit den Informationen zum Erasmus Stipendienvertrag.

Studierende mit Behinderung oder Studierende, die ihr Kind oder ihre Kinder mit ins Ausland nehmen möchten, finden auf der Website der Koordinierungs­stelle Informationen zu Zusatz-Förder­möglichkeiten.

Eine wiederholte Förderung ist möglich, wenn diese pro Studien­phase (Bachelor/Master/PhD) eine Dauer von zwölf Monaten (inklusive Erasmus-Studium) nicht überschreitet. Bei Studien­gängen ohne Bachelor- und Master-Stufung (zum Beispiel Staats­examen) liegt die Grenze bei 24 Monaten.

Bei korrekter und frist­gerechter Antragstellung sind die Chancen auf Förderung in der Regel sehr gut.

Sie benötigen für die ERASMUS-Praktika auf drei Formularen eine Unterschrift der Hochschule Aalen: für das Bewerbungs­formular eine Unterschrift vom Akademischen Auslands­amt (in der Regel von Frau Wirth, siehe unten), und bei den übrigen Formularen eine Unterschrift Ihres Fach­bereichs. Ihre Fach­bereichs-Ansprech­partner:innen sind i.d.R. die Praktkantenamtsleitung. Bitte tragen Sie die korrekte Ansprechpartner:in ein, das heißt wenn ein:e Ansprech­partner:in im Fach­bereich gefragt ist, bitte NICHT das Auslands­amt eintragen!

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Grundsätzlich sollten Sie Ihren Auslandsaufenthalt aus der gleichen Quelle finanzieren können wie Ihr Studium in Aalen (Eigenmittel, Unterstützung Famile, Ferienarbeit, BAföG, etc.).

Praktikumsgehälter entsprechen oft den ortsüblichen Leistungen und sollten die Lebenshaltungskosten im gastgebenden Land abdecken. Bitte setzen Sie Ihre persönliche Messlatte nicht zu hoch und akzeptieren die örtlichen Gegebenheiten.


Es gibt zusätzlich Stipendien und Reisekostenzuschuss-Programme. Planen Sie genügend Zeit für die Bewerbung ein, denn Stipendienbewerbung sind zeitaufwendig und haben eine lange Vorlaufzeit. Es werden oftmals überdurchschnittliche Studienleistungen vorausgesetzt. Eine Bewerbung garantiert keine finanzielle Förderung. 

Informationen zu Fördermittelorganisationen finden Sie unter Downloads & Links

  • Insbesondere die Stipendiendatenbank des DAAD ist zu empfehlen, da sie für jedes Land und für jedes Vorhaben alle möglichen Stipendien, auch von anderen Organisationen als dem DAAD anzeigt und Details zu den Bedingungen und Fristen liefert.
  • Das PROMOS-Programm des DAAD ist für praktische Studiensemester im außereuropäischen Ausland ausgelegt (Bewerbung über AAA).
  • Für Praktika in Europa (außerhalb Deutschlands) bewerben Sie sich für Erasmus+.
  • Informieren Sie sich auch über Ausland-BAföG, da die höheren Förderungssätze im Ausland dazu führen, dass auch Studierende BAföG-berechtigt sind, die im Inland keine Förderung erhalten. Zum Thema BAföG können Sie sich an das Studierendenwerk wenden: bafoeg@studierendenwerk-ulm.de 
  • Für Aufenthalte in Frankreicht kommt das Deutsch-Französische Jugendwerk in Frage.

Kontakt

Praktikum im Ausland