exams

2015

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 28.02.2015

Schlagworte: Schwerhörigkeit


Zusammenfassung


In der vorliegenden Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit dem terzo-Zentrum Stuttgart ein Fragebogen erstellt. Dieser dient zur Evaluierung einer bestehenden Schwerhörigkeit; die Effektivität des terzo-Gehörtrainings soll durch die Beurteilungen der Kunden überprüft werden. Anlässlich der unzureichenden Auswertbarkeit des vorherigen Fragebogens, soll der erstellte Fragebogen durch konkrete Fragestellung und adäquater Skalierung objektiver gestaltet sein. Ferner soll eine erstellte Tabellenvorlage in Excel eine aktuelle Datenauswertung ermöglichen.

Hierzu wurde ein Fragebogen erstellt, der neben den allgemeinen Daten auch die subjektive Beeinträchtigung der Probanden in unterschiedlichen Hörsituationen vor sowie nach dem Gehörtraining erfasst. Die Fragen beziehen sich auf die allgemeine Hörbeeinträchtigung und das Hören und Verstehen in ruhiger sowie in geräuschvoller Umgebung. Außerdem wird auch die subjektive Beeinträchtigung in akustisch komplexen Situationen abgefragt. Im Fokus der terzo®Gehörtherapie steht die Verbesserung des Verstehens in geräuschvoller Umgebung. Die diesbezüglich gestellten Fragen erfassen das Sprachverstehen, Höranstrengung, Konzentration und Lautstärkeempfindlichkeit. Eine vierstufige Ratingskala bezieht sich auf die Häufigkeit der Beeinträchtigung.

Es wurde eine Gesamtauswertung durchgeführt, in welcher die Ergebnisse der unerfahrenen und erfahrenen Hörsystemträger mit einem binauralen Hörverlust > 20 dB einfließen. Zur Auswertung wurde der Median sowie die absoluten Häufigkeiten der einzelnen Beurteilungen vor sowie nach dem terzo-Gehör­training dargelegt. Durch den Vergleich konnte der Erfolg des terzo-Gehörtrainings aufgezeigt werden.


Die Ergebnisse der Beurteilungsfragen haben ergeben, dass sich die mittlere subjektive Beurteilung bei unerfahrenen wie auch erfahrenen Hörsystemträgern nach dem terzo-Gehörtraining in nahezu allen Situationen verbessert hat, oftmals um eine Beurteilungsstufe.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 15.01.2015

Schlagworte: Oldenburg


Das Ausmaß der Beeinträchtigung durch eine Schwerhörigkeit ist eng mit dem Verlust des Sprachverstehens verbunden. Das oberste Ziel einer Hörsystemversorgung ist deshalb das Wiederherstellen der Kommunikationsfähigkeit. Beim Nachweis des Versorgungsnutzens stellt die Sprachaudiometrie einen wesentlichen Bestandteil dar.

In dieser Bachelorarbeit geht es um den Vergleich von Oldenburger Satztest und Oldenburger Kindersatztest in der Sprachaudiometrie Erwachsener. Im Fokus der Untersuchungen standen dabei die Dauer der Messdurchführungen, der damit verbundene Konzentrationsaufwand für den Kunden und die Höranstrengung. Ziel der Bachelorarbeit war es aufzuzeigen, dass der Oldenburger Kindersatztest eine geeignete sprachaudiometrische Methode zur Ermittlung der Sprachverständlichkeitsschwelle bei Erwachsenen darstellt, da er aufgrund seiner reduzierten Durchführungsdauer den Kunden weniger belastet und anstrengt.

An der Studie nahmen insgesamt 30 hörbeeinträchtigte Personen im Alter von 48 bis 78 Jahren teil, wobei der Hörverlustgrad keine ausschlaggebende Rolle spielte. Nach einer ausführlichen Ton- und Sprachaudiometrie, wurden alle Probanden mit denselben Hörsystemen versorgt. Die Anpassung der Hörsysteme erfolgte mittels Perzentilanalyse. Zur Ermittlung der Sprachverständlichkeitsschwellen wurden der Oldenburger Satztest und der Oldenburger Kindersatztest verwendet. In der abschließenden Bearbeitung eines Fragebogens sollten die Studienteilnehmer Durchführungsdauer, Konzentrationsaufwand und Höranstrengung beider Sprachtests bewerten. Die Frage nach der persönlichen Präferenz war zudem von großem Interesse, um Rückschlüsse auf die Anwendung der sprachaudiometrischen Methoden im Akustikbetrieb ziehen zu können.

Die Probanden bewerteten den Oldenburger Kindersatztest aufgrund seiner reduzierten Messdauer größtenteils als weniger zeitintensiv. Bei der Beurteilung des Konzentrationsaufwands und der Höranstrengung hingegen fielen die Ergebnisse nicht eindeutig zugunsten des Oldenburger Kindersatztests aus, da viele Probanden beide Sprachtests gleich bewerteten. Über die Hälfte der Studienteilnehmer empfahl die Verwendung des Oldenburger Satztests zur Überprüfung einer Hörgeräteversorgung beim Akustiker. Die Messergebnisse von Oldenburger Satztest und Oldenburger Kindersatztest unterschieden sich signifikant voneinander. Statistische Tests zeigten, dass eine bereits bestehende Versorgung mit Hörsystemen keinen Einfluss auf die Ergebnisse in den

Zusammenfassung 2

sprachaudiometrischen Tests hat, während das Alter die Messergebnisse doch maßgeblich zu beeinflussen scheint.

Die Untersuchungen zeigten, dass es die Aufgabe des Hörgeräteakustikers ist, abgestimmt auf die Fähigkeiten der Sprachumsetzung und Kognition des jeweiligen Kunden, das geeignete sprachaudiometrische Messverfahren zu wählen. Die Empfehlung zur grundsätzlichen Verwendung des Oldenburger Kinders

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 28.02.2015


Abstract

Folgende Arbeit befasst sich mit einem entscheidenden Bereich in der Anpassung von Hörgeräten. Dem Sprachverständnis im Störgeräusch. Denn das Verstehen in geräuschvoller Umgebung wird bei Personen mit Hörschädigung als erstes erheblich beeinträchtigt.

Um die Zusammenhänge zu verdeutlichen, wird im ersten Teil auf die Funktionsweise des Ohres, die Voraussetzungen für das Verstehen von Sprache sowie auf die Beeinflussung des Sprachverständnisses durch Störgeräusche eingegangen. Zusätzlich werden bereits im Gebrauch befindliche Tests zur Überprüfung dieser Verständlichkeit kurz erläutert.

Der zweite Teil widmet sich der Validierung des neu entwickelten Aalener- Schnell- Satztests (ASS) nach Johannes Burkart. Hierfür wurden im Voraus zu den 4 bestehenden Listen weitere 4 Listen angefügt. Sodass insgesamt 8 Listen getestet wurden. Diese wurden insgesamt 3 Mal im Abstand von jeweils 1 Woche an 22 Probandinnen und Probanden gemessen.

Dies führte zu einer perzeptiven Äquivalenz von 86,42 % mit einem 95 %- Konfidenzintervall zwischen 83,56 % und 89,28 %. Die Test- Retest- Reliabilität beträgt 91,69 % mit einem 95 %- Konfidenzintervall zwischen 88,36 % und 95,01 %.

Subjektiv wird der Test von den Versuchspersonen als gut durchführbar und wenig belastend empfunden. Es wurde allerdings bemängelt, dass manche Sätze zu lang seien und es sich zum Teil um „komische“ Sätze handele. Verbesserungen können im Bereich der Homogenität und Anzahl der Wörter pro Satz getroffen werden. Außerdem könnte durch eine Randomisierung der Sätze dem entstehenden Lerneffekt entgegengewirkt werden.

Ausblickend sollte eine weitere Validierung mit Schwerhörigen unterschiedlichen Grades durchgeführt werden, um den Test für die Verwendung bei Hörgeräteanpassungen gebräuchlich zu machen.

2014

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 30.04.2014

Schlagworte: hörgeschädigt


Einleitung: Die Bachelorarbeit „Hörtraining bei hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen

– Stand  der  Wissenschaft“  soll  einen  Überblick  über  das  Thema  Hörtraining,  die

verschiedenen Arten  des  Trainings  und  bisher  erfolgte  und  publizierte  Studien  geben.  In

diesem  Review  soll  hauptsächlich  auf  das  Hörtraining  bei  schwerhörigen  Kindern  und

Erwachsenen eingegangen werden.

Ziel: Das Ziel der Übersichtsarbeit war es, einen ersten, strukturierenden Überblick über die

vorhandene  Literatur  zum  Thema  Hörtraining  zu  erarbeiten  sowie  Studien  zu dem  Thema

aufzuzeigen. Ebenso sollen folgende Fragen beantwortet werden: Was ist ein Hörtraining?

Was macht man bei einem Hörtraining? Welchen Nutzen hat ein Hörtraining und für wen ist

es  geeignet?  Was  sind  die  Auswirkungen  eines  Hörtrainings  auf  das  Gehör?  Gibt  es

Zusammenhänge der Ergebnisse einzelner Studien? Welche Empfehlungen erschließen sich

für die Praxis?

Methodik:  Um  einen  Überblick  zu  dem  Thema zu  bekommen  wurde  eine  so  genannte

nichtforschende,  narrative  Literaturübersicht  gemacht.  Dadurch  konnte  ein  großes  Wissen

erarbeitet  werden.  Im  Rahmen  der  Recherche  zu  Studien  zu  dem  Thema  Hörtraining  bei

Kindern  und  Erwachsenen  wurden  zunächst  526  Quellen identifiziert,  von  denen

abschließend 22 Studien und Reviews in diese Literaturübersicht eingebunden wurden. Die

Studien,  die  sich  mit  dem  Hörtraining  bei  Erwachsenen  (n=9)  und  mit  dem  Training  bei

Kindern  (n=13)  befassen,  wurden  bearbeitet,  systematisch  in  Tabellen  aufgelistet,

zusammengefasst und diskutiert.

Ergebnisse: Durch  Auswertung der Studien und  Reviews  geht  hervor, dass  auf  Basis  der

bisherigen  Studienlage  keine  eindeutige  Bestätigung  der  Wirksamkeit  des  Hörtrainings

stattfindet. Grund dafür ist, dass der aktuelle Stand der Wissenschaft zum Thema Hörtraining

noch  recht  wenig  aussagekräftige  Resultate  aufzeigt. Weitere  Studien  sollten  durchgeführt

werden.  Erfahrungen  aus  der  Praxis  und  Erfahrungsberichte  der  Probanden  zeigen,  wie

wichtig ein Hörtraining für Hörbeeinträchtigte sein kann.

Fazit: Der  Review  bietet  einen  ersten  Überblick  über  den  Stand  der  Wissenschaft zum

Thema  Hörtraining.  In  Zukunft bedarf  es  der  Durchführung  aussagekräftigerer  Studien um

die Effektivität des Hörtrainings zufriedenstellend zu beweisen.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2014


Im Rahmen dieser Bachelorarbeit „Konzept zur praktischen Entwicklung einer videobasierenden

e-Learning-Plattform zur Unterstützung hörakustischer

Praktikumsveranstaltungen am Beispiel der Tonaudiometrie“ wird ein Leitfaden

entwickelt, anhand dessen es künftig ermöglicht wird, Lernvideos zur Unterstützung

der Lehrveranstaltung „Audiologie Praktikum“ zu erstellen. Die Lernvideos

sollen als Ergänzung der Lernveranstaltung dienen und den Studierenden wie den

Praktikumsbetreuern als praktische Veranschaulichung verschiedener Themengebiete

wie „Messung der Luftleitung“ dienen.

Im ersten Schritt werden die möglichen Themengebiete analysiert, bei denen sich

eine praktische Veranschaulichung im Rahmen eines e-Learning-Moduls anbietet,

welche Themengebiete für die Studenten ausschlaggebend sind und ob diese mit

der in der Modulbeschreibung definierten Kompetenzen deckungsgleich sind.

Es wird im Vorfeld überlegt, wie der Begriff des „e-Learning“ definiert ist und

welche Vor- und Nachteile dieser mit sich bringt.

Darüber hinaus wird der aktuelle „Stand der Entwicklung“ kurz erörtert, um aktuelle

Themen wie beispielsweise Webinare einzuordnen.

Vorrangig wird jedoch die Frage diskutiert, wie die Themen ansprechend und

lernfördernd in einem entsprechenden Videoformat dargestellt werden können.

In diesem Rahmen wird auf die einzelnen Schritte eingegangen, die zur Entwicklung

eines Lernvideos notwendig sind.

Es hat sich dabei gezeigt, dass die Erstellung des Drehbuchs die Grundlage jedes

professionellen Lernvideos darstellt. Auch benötigte Softwareprogramme

und Ausstattung, wie beispielsweise die Kamera, sind ausschlaggebend für die

erfolgreiche Produktion eines e-Learning-Videos. Die Auswahl der Akteure und

der Hintergrundsprecher/in, die eigentliche Videoaufnahme sowie deren fachgerechte

Ver- bzw. Bearbeitung stellt einen weiteren wichtigen Teil in der

praktischen Entwicklung von e-Learning-Videos dar.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 28.02.2014


Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, die herstellerspezifische Umsetzung der präskriptiven Formeln NAL-NL2 und DSL v5.0 bezogen auf die MPO an drei ausgewählten Geräten in zwei simulierten Patientenfällen einer cochleären Schwerhörigkeit zu vergleichen. Die maximale Schalldruckpegelleistung für tone burst Signale werden über die Messboxmessung am Kuppler und am Kemar im Freifeld für das Antaro Mini mit Tragehaken von Hansaton Akustik, das Bolero Q90 von Phonak und dem Alta Mini HDO 85 von Oticon untersucht. Die Messwerte der Kupplermessung zeigen keine eindeuteige Normalverteilung und signifikante Unterschiede innerhalb der Formel mit dem spezifischen Hörverlust zwischen den Hörgeräten.

Mit dem Ziel die Restdynamik des Hörgeschädigten mit Hörgeräten maximal auszunutzen, stellt das Bolero für NAL-NL2 und DSL v5.0, für beide Hörverluste die meiste Dynamik bereit. Für DSL v5.0 ist die Abweichung der MPO geringer bezogen auf die Unbehaglichkeitsschwelle als NAL-NL2.

Für NAL-NL2 zeigt des Antaro die geringsten Unterschiede von -11,5 dB bis 0,5 dB bei 500 Hz und 3 kHz zur 80 Isophone für den Hochtonsteilabfall, Das Bolero und Alta überschreiten sie bis zu 31,5 dB bei 3 kHz. Die DSL Zielwerte werden mit einer gemittelten Abweichung des Bolero von -0,96 dB für den Hochtonsteilabfall und -0,13 dB für den Hochtonschrägabfall vor dem Antaro mit -1,37 dB / -2,94 dB und dem Alta mit -6,31 dB /-3,30 dB unterschritten.

Alle diese Ergebnisse zeigen, dass die Hersteller die präskriptiven Formeln abgeändert haben und weitere Erkenntnisse hinzugefügt haben. NAL-NL2 und DSL v5.0 sind Hörgeräte unabhängige Formeln, d.h. unter optimalen Bedingungen sollten die Hörgeräte gleiche MPO Begrenzungen für die gleiche Formel und Hörverlust aufzeigen. Diese Hypothese wird nicht bestätigt.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 10.02.2014

Schlagworte: Arbeitsplatz


Das Ziel dieser Bachelor Thesis war es, anhand vorhandener Daten statistisch

festzustellen, ob eine Zeit, in der Schallereignisse wie Lärm, Vibrationen und

Explosionen gehäuft auftreten, einen Einfluss auf das Hörvermögen hat.

In Subanalysen wurde der Einfluss der Häufigkeit und Dauer dieser

Schallereignisse, der Einfluss des Alters und Geschlechts der Probanden auf das

Hörvermögen und Unterschiede spezieller Lärmereignisse untersucht.

Dafür wurden von 87 Probanden, die solchen Schallereignissen beruflich ausgesetzt

sind, vor und nach der Schallexposition Audiogramme aufgenommen und

Fragebögen beantwortet.

Es hat sich gezeigt, dass die Verschlechterung des Hörvermögens in den einzelnen

Frequenzen zwar jeweils gering ist, in den meisten Fällen aber höchst signifikant.

Sieben der untersuchten Probanden waren bereits vor der Schallexposition laut

einer altersabhängigen Schwellenwerttabelle als auffällig einzustufen. Werden diese

sieben Probanden von den Auswertungen ausgeschlossen, ergeben sich keine

statistisch signifikanten Auswirkungen auf das Hörvermögen. Bezieht man sie in die

Studie ein, ergibt sich insgesamt eine signifikante Verschlechterung des

Hörvermögens. Daraus folgt, dass besonders Personen mit bereits vorhandenen

Hörschädigungen rechtzeitig erkannt und engmaschig überwacht werden sollten.

In keiner der untersuchten Subanalysen konnte bei dieser Studie mit nur 87

Probanden ein signifikanter Einfluss von Alter, Geschlecht, Häufigkeit und Dauer der

Schallexposition auf die Verschlechterung des Hörvermögens nachgewiesen

werden.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2014


Abstract

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Neuerungen von der Verarbeitungsstrategie

Crystalis XDP, die 2014 von Neurelec/OticonMedical

veröffentlicht wurde. Um einen Vergleich mit der bisherigen Verarbeitungsstrategie

Crystalis herzustellen, werden komparative Untersuchungen mit acht

Probanden an der Universitätsklinik Tübingen durchgeführt. Die Tests enthalten

eine Befragung mit dem APHAB-Fragebogen zur momentanen Hörsituation.

Vergleichende Messungen werden mit der Aufblähkurve und den Sprachtests

HSM-Satztest und Freiburger Sprachtest (Mehrsilber) durchgeführt. Mit dem

Wilcoxon-Vorzeichen-Rangsummentest werden die Sprachtest auf Unterschiede

untersucht. Daraus ergibt sich, dass Unterschiede vorhanden sind. Die geringe

Anzahl der Probanden lässt eine tendenzielle Verbesserung des Sprachverstehens

bei dem HSM-Satztest zu. Der APHAB-Fragebogen spiegelt wider, dass

die Probanden noch erhebliche Probleme mit dem Sprachverstehen haben.

Für eine genauere Aussage, werden Untersuchungen in zeitlichen Abständen

und eine höhere Probandengruppe benötigt. Generell sollte bei Sprachtests

immer Satzteste bevorzugt werden und ein Fragebogen solle Bestandteil einer

Anpassung von Hörgeräten und Hörimplantaten sein

Verarbeitungsstrategie, Cochlea Implantat, cochlear implant, CI, Neurelec,

OticonMedical, komparative Untersuchung, HSM-Satztest, Freiburger Sprachtest,

Crystalis XDP, Crystalis, APHAB-Fragebogen

2013

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 01.05.2013



Abstract

Bei der Anpassung des Sprachprozessors von Cochlea-Implantaten (CI) bestimmt der Au-diologe für jede Elektrode die Untergrenze (Wahrnehmungsschwelle, lowest sensation level (LSL), bei Cochlear mit „T-level“ bezeichnet) und die Obergrenze (upper comfortab-le level (UCL), bei Cochlear mit „C-level“ bezeichnet). Diese Werte definieren den Dyna-mikbereich der elektrischen Stimulation. Hierbei fällt es vielen CI-Trägern schwer, qualifi-zierte Äußerungen über die empfundene Lautheit zu machen. Dies gilt vor allem für Kin-der und nicht kooperative Erwachsene.

Das Ziel dieser Arbeit besteht nun darin, die CI-Anpassung bei Kindern und bei allen CI-Trägern, die zu ihren Empfindungen keine qualifizierten Aussagen machen können, durch die Untersuchung des Zusammenhanges zwischen der akustischen Schwelle und des elektrischen T-levels zu verbessern.

Hierfür wurde bei 25 erwachsenen CI-Trägern, die mit einem CI-System der Firma Coch-lear™ versorgt sind, mit verschiedenen Einstellungen der T-level im freien Schallfeld die Tonhörschwelle bestimmt („Aufblähkurve“). Dabei wurde untersucht, um welchen dB-Betrag sich die akustische Schwelle verschiebt, wenn der T-level um ein bestimmtes Maß verändert wird.

Es wurde erwartet, dass eine Erniedrigung der T-level zu einer Verschlechterung der Auf-blähkurve und eine Erhöhung der T-level bei richtig eingestellten Ausgangswerten zu kei-ner Änderung der Schwelle führt.

Die Ergebnisse wiesen bei allen Frequenzen im Durchschnitt bei einer Erniedrigung der T-level eine Verschlechterung der gemittelten Schwellen auf. Die Erhöhungen der T-level führten im Durchschnitt bei allen Frequenzen zu einer Verbesserung der gemittelten Schwellen.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2013

Schlagworte: Wahrnehmungsveränderung Stressbelastung



1 Abstract

Wer kennt ihn nicht, den Rettungsdienst, der oft mit Blaulicht und Martinshorn in

der Stadt unterwegs ist? Hat sich jedoch auch schon mal einer die Frage gestellt

was es für Menschen sein müssen die eine solche Risikobereitschaft auf sich

nehmen um anderen zu helfen? Was ist das für ein Typus Mensch, der

Rettungsdienstmitarbeiter?

Was hat die Tätigkeit im Rettungsdienst für Auswirkungen auf die visuelle und

auditive Wahrnehmung? Besonders da der Rettungsdienst zu vielen Situationen

hinfährt wo jeder andere am liebsten weggehen möchte.

Viele Fragen, die nachfolgend besonders in Hinsicht auf die visuelle und auditive

Wahrnehmung und die damit zusammenhängende Stressbelastung betrachtet

werden. Auch der Stressfaktor Lärm wird dabei im Detail aufgefasst und erläutert

werden. Mögliche Stressbelastungen werden dabei genauer von jedem

Teilnehmer befragt und in Verbindung mit dem Typus Rettungsdienstler und

seiner Wahrnehmung betrachtet.

Um ein möglichst exaktes, aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen wird zusätzlich

zu einigen Testen am Computer auch ein Fragebogen gestellt, wo die Mitarbeiter

und entsprechend die Probanden auch ihr eigenes Empfinden bezüglich der

Wahrnehmung, der Stressbelastung und der Motivation angeben können.

Es wird hiermit versucht die heikle Frage der Belastung von Einsatzkräften auf

den Grund zu gehen. Denn nicht jeder Mensch ist ewig belastbar und in

Notfallsituationen langfristig, also über mehrere Stunden, einsetzbar ohne selbst

einen psychischen oder physischen Schaden zu nehmen.

Um auch das Vorurteil zu untersuchen, dass es auf einer Landwache immer

entspannter zugeht und weniger Stressbelastung vorliegt, wie auf einer

Stadtwache, wurde während dem Studienzeitraum die Studie auf zwei

Rettungswachen parallel durchgeführt. In Stuttgart, der Stadtwache und in

Freudenstadt im Schwarzwald, der Landwache.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 15.11.2013


Hintergrund

In dieser Studie wurde die Anpassung mithilfe des Phoneme-Perception-Tests mit einer herkömmlichen First-Fit-Anpassung verglichen, um herauszufinden, ob ein Unterschied in der Sprachverständlichkeit erkennbar ist. Zudem sollte herausgefunden werden, welches Kriterium für eine hohe Spontanakzeptanz bei der Erstanpassung entscheidend ist.

Methoden

Zwei Gruppen mit mittel- bis hochgradigen Schwerhörigkeiten wurden mit Hörsystemen versorgt. Die Kontrollgruppe wurde mittels einer First-Fit-Einstellung angepasst, während die Testgruppe mithilfe des Phoneme-Perception-Test-Tools angepasst wurde. Für die Überprüfung der Sprachverständlichkeit wurden verschiedene sprachaudiometrische Messungen durchgeführt. Die Antwort auf die Frage nach den Kriterien für eine hohe Spontanakzeptanz wurde durch Fragebögen ermittelt.

Ergebnisse

Bei der Studie profitierten alle Teilnehmer, sowohl in der Kontroll- als auch in der Testgruppe, von der Hörgeräteanpassung; es gab eine signifikante Verbesserung der Sprachverständlichkeit innerhalb der Gruppen. Beim Vergleich zwischen Kontroll- und Testgruppe gab es jedoch keine signifikanten Unterschiede bei den Ergebnissen im OLSA und Freiburger Sprachtest für Einsilber. Auch bei Fragen zur subjektiven Beurteilung der Hörsystemanpassung konnte keine Differenz zwischen den Gruppen festgestellt werden.

Um eine möglichst hohe Spontanakzeptanz zu erlangen, sollte spontan eine gute Verständlichkeit des Gegenübers gewährleistet sein. Dies Ergab die Umfrage mittels der Fragebögen.

Schlussfolgerung

Die Anpassung mit dem Phoneme-Perception-Test gewährleistet eine gute Sprachverständlichkeit und Akzeptanz, auch wenn kein Unterschied zu der First-Fit-Einstellung festgestellt werden konnte. Das wichtigste Kriterium für eine hohe Spontanakzeptanz bei der Erstanpassung ist die Gewährleistung einer guten Verständlichkeit des Gegenübers.


2012

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger


Ziel: Die vorliegende Arbeit untersucht die möglichen Zusammenhänge der visuellen Wahrnehmungsgeschwindigkeit mit der Praxis der Achtsamkeitsschulung. Der theoretische Teil dieser Arbeit befasst sich zunächst mit der Definition des Begriffes der Achtsamkeit/-praxis. Vor dem Hintergrund der visuellen Wahrnehmung wird auch aus der Sicht der Neurophysiologie und Neuropsychologie erörtert, ob das Training zum Erhöhen des Grades der Achtsamkeit Einfluss auf die visuelle Wahrnehmungsgeschwindigkeit hat.

Material & Methode: Diese Hypothese bezog sich auf die Fragestellung inwiefern visuelle Stimuli, die mittels eines Tachistoskops als nicht-maskierte Buchstaben mit unterschiedlichen Verschlusszeiten von 1000ms bis 30ms dargeboten wurden, wahrgenommen und wiedergegeben werden konnten.

Bezogen auf die visuelle Reaktionsleistung wurden in einer primären, prospektiven Fall-Kontroll-Studie aus einer Stichprobe (N=40) zwanzig Personen mit Achtsamkeitspraxis mit einer Kontrollgruppe ohne geschulte Achtsamkeit gematcht. Die Daten wurden nach der Anamnese und Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien, durch subjektive Messungen erhoben.

Ergebnisse: Um mögliche Reaktionszeitunterschiede der Versuchspersonen aufzuzeigen, wurden die Ergebnisse der tachistoskopischen Messungen in verschiedene Verschlusszeitengruppen unterteilt und drei t-Testen unterzogen. Es ergaben sich signifikant kürzere Reaktionszeiten in allen gebildeten Verschlusszeitengruppen bei Achtsamkeitspraktizierenden gegenüber der Kontrollgruppe. Die vorliegenden Daten zeigen, dass Personen mit Achtsamkeitspraxis eine deutlich bessere visuelle Reaktionsleistung als die Kontrollgruppe aufwiesen. Diese Befunde sprechen dafür das Achtsamkeitspraxis auch einen positiven Effekt auf die visuelle Wahrnehmung hat.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften, das die Kontrolle der Achtsamkeit ein effizienter Weg ist, neuroplastische Veränderungen hervorzurufen. Da Achtsamkeit trainierbar ist, wie jede andere kognitive Fähigkeit, zeigt diese Arbeit einen möglichen neuen Weg auf, die visuelle Reaktivität positiv zu beeinflussen.

Da unter den vielen Formen der Schulung der Achtsamkeit die, in dieser Arbeit angewendete Form der Vipassana Meditation, einen erheblichen Zeit- und Disziplinaufwand von den Praktizierenden fordert, eignet sie sich nur bedingt für eine breiter gestreute Trainingsmöglichkeit.

Die Befunde dieser Arbeit sprechen dafür, dass Folgestudien bezüglich der Zusammenhänge von Achtsamkeitspraxis und visueller Wahrnehmung durchaus mit anderen Formen der Achtsamkeitsschulung, wie beispielsweise dem  MBSR™ durchgeführt werden könnten, die einen für die Versuchspersonen geringeren und realistischeren Zeit- und Disziplinaufwand haben.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger




Einleitung: Ziel der vorliegenden Studie ist es, herauszufinden mit welcher Art der Hochtonverstärkung Hörgeschädigte mit und ohne Dead Region (= DR) 1. das beste Sprachverstehen im Störlärm 2. die beste Phonem - Verständlichkeit 3. die subjektiv beste Bewertung erreichen. Als Hochtonverstärkung werden die Lineare Frequenztransposition, die Nichtlineare Frequenzkompression, eine Breitbandige Übertragung und ein Akklimatisierungsverfahren miteinander verglichen.

Material und Methode: Das Probandenkollektiv besteht aus 15 Studienteilnehmern (11 männliche, 4 weibliche) im Alter von 43 – 83 Jahren. Diese werden mit Hilfe des TEN (HL) – Testes (Moore, 2004) in 2 Gruppen (mit DR = „TEN auffällig“ bzw. ohne DR = „TEN unauffällig“) eingeteilt. Das Sprachverstehen im Störlärm wird mit Hilfe des OLSA gemessen, die Phonem – Verständlichkeit mit dem Logatomtest A§E. Zur subjektiven Beurteilung der Hochtonverstärkung erhalten die Probanden je einen Fragebogen zu jedem Verfahren, sowie einen Abschlussfragebogen. Die objektiven Messungen werden zu Beginn und am Ende ohne Hörsysteme durchgeführt, sowie jeweils nach vierwöchiger Tragezeit mit den entsprechenden Arten der Hochtonverstärkung. Es werden die Ergebnisse von neun Teilnehmern ausgewertet.

Ergebnisse: Die Probanden mit DR erreichen das beste Sprachverstehen im Störlärm mit der LFT, die beste Phonem – Schwelle mit der NLFC und die beste Phonem – Erkennung mit der LFT. Subjektiv schneidet in dieser Gruppe die LFT am besten ab. Probanden ohne DR erreichen das beste Sprachverstehen im Störlärm mit der Breitbandigen Übertragung, die beste Phonem – Schwelle mit der NLFC, sowie der Breitbandigen Überragung und die beste Phonem – Erkennung mit der Breitbandigen Übertragung. Subjektiv wird in dieser Gruppe die Breitbandige Übertragung am besten bewertet.

Diskussion: Die beschriebenen Ergebnisse können zwar Tendenzen aufzeigen, ein signifikanter Unterschied zwischen den Verfahren ist in dieser Studie jedoch leider nicht nachzuweisen.

Schlussfolgerung: Sollten durch die Ergebnisse aller Studienteilnehmer signifikante Unterschiede feststellbar sein, könnte man über den routinemäßigen Einsatz des TEN (HL) – Tests in der Praxis nachdenken, um so gezielter ein Verfahren


2011

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.03.2011


Erstellung eines Ratgebers für Menschen mit Höreinschränkungen

Bachelor Thesis Nergis Emir WS 2010/2011

In Aalen besteht bereits seit geraumer Zeit die Beratungsstelle für Menschen mit Seheinschränkungen „Augenblick“, die eng mit der Hochschule Aalen kooperiert. Nun soll diese Beratungsstelle erweitert werden und künftig zudem Menschen mit Höreinschränkungen Beratung und Information rund ums Thema Hören bieten.

Hierfür wurde eine umfassende Zusammenstellung einzelner Kapitel erstellt, die spezifische und auch allgemeine Informationen bezüglich „Hören“ und Unterstützung beinhaltet. Diese Zusammenstellung dient der Erstellung eines Ratgebers in Form einer Broschüre, die dem Leser sowohl als Informationsquelle als auch als Nachschlagewerk dienen soll.

Inhaltlich ist dieser Ratgeber folgendermaßen aufgebaut:

Die Broschüre bietet Beratung und Vermittlung. Sie beinhaltet umfassende Informationen über das Gehör, Erläuterungen zu den möglichen Veränderungen im Bereich des Gehörs, Hinweise zum weiteren Vorgehen und Verweise auf zur Verfügung stehende Ansprechpartner.

Im Allgemeinen liefert diese Broschüre einen Überblick über alltägliche, medizinische, rechtliche und technische Teilbereiche und soll dem Nutzer diese zusammenfassend näher bringen.

Der Ratgeber bezweckt also, die Informationen, den Rat und die Anleitung zur Auseinandersetzung mit zur Verschlechterung führenden Krankheiten, an den Hörgeschädigten und dessen Mitmenschen weiterzugeben und ihnen die Dienste der Fachleute vorzustellen.

Die Beratungsstelle hat die Nachteile hörgeschädigter Menschen in den Fokus gestellt und bietet hier in Zukunft Beratung und Hilfe in allen Bereichen des Hörens an. Fachleute haben sich auf die verschiedenen Aspekte der Höreinschränkungen spezialisiert. Sie stellen daher Ansprechpartner dar, die dem Hörgeschädigten auf dem Wege zur Bewältigung der Erkrankung Hilfestellung geben wollen und eine Art Wegweiser sind.

Zusammenfassend soll der Ratgeber ein allgemein gern benutzter und zuverlässiger Berater für Hörgeschädigte und ebenso für ihre Angehörigen und die beratenden Institutionen sein.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.12.2011


Zusammenfassung Hörsystemversorgungen werden bei Erwachsenen mit subjektiven Verfahren validiert. Bei Säugligen/Kleinkindern können diese Verfahren nicht angewendet werden, da siekeineAussage über ihr Hören und Hörempfinden machen können. Es gibt verschiedene Ansätze für eine objektive Verifizierung einerHörsystemversorgung bei Säuglingen/Kleinkindern. In dieser Arbeit wirddie Möglichkeit der Verifikation mittels einer Chirp-­‐BERA untersucht. Dazu wurden Messungenan einem Kopf-­‐ und Rumpfsimulator sowie an dreiProbanden vorgenommen.

Im ersten Teil wurden die Stimuli auf ihre möglichen Veränderungen durch die Hörsysteme getestet, im zweiten Teil wurde geprüft, ob und wie sich die Latenzzeiten der Welle V der Probanden bei der Messung ohne und mit Hörsystemen unterscheiden. Als Stimuli wurden je ein hoch-‐ und tieffrequenter Chirp verwendet. Für beide Signale ergaben sich Änderungen im Frequenzbereich durch die Verarbeitung der Hörsysteme. Diese konnten anhand derMessungen am Kopf-­‐ und Rumpfsimulator aufgezeigt und analysiert werden. Die Chirp-­‐BERA konnte auch mit Hörsystemen durchgeführt werden.

Dies wurde durch die Messungen am Probanden deutlich gemacht. Nach Berücksichtigung von Laufzeiten im Freifeld und in den Hörsystemen konnten die Messungen ohne und mit Hörsystem verglichen werden. Es ergaben sich Änderungen in der Amplitude und der Latenzzeit der Welle V. Die Latenzzeiten der Messung ohne Hörsysteme und die korrigierten Latenzzeiten der Messungen mit Hörsystemen wurden ausgewertet. Es wurde festgestellt, dass sie sich erwartungsgemäß unterscheiden. GenerellisteineVerifizierungder

Hörsystemanpassung mit der Chirp-­‐BERA möglich.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 01.12.2011


Einleitung: Die vorliegende Querschnittsstudie befasst sich mit dem komplexen Thema der „Inklusion“. Dabei ist das Ziel, dass behinderte Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben, ohne Diskriminierung oder Ausgrenzung. Sie sollen die gleichen Bildungschancen erhalten wie nicht behinderte Menschen. In dieser Arbeit wurden die Einschätzungen von Eltern hörgeschädigter Kinder im Grundschulalter bezogen auf das Thema Inklusion ausgewertet. Material und Methode: Der erstellte Fragebogen, besteht aus 4 Abschnitten und 39 Fragen. Die Einschätzungen von 49 Müttern und 40 Vätern hörgeschädigter Kinder wurden ausgewertet. Zur Auswertung der Fragen wurden die besuchten Schulformen und die Sichtweisen von Müttern und Vätern herangezogen. Ergebnisse: Als Ergebnis der Studie war festzustellen, dass Inklusion noch nicht zufriedenstellend umgesetzt wurde. Es besuchen weiterhin mehr Schüler eine sonder-pädagogische Schule als eine allgemeine Schule. Außerdem ist die Form der Einzelintegration in den allgemeinen Schulen stark vertreten. Im Befinden der Schüler waren keine gravierenden Unterschiede zwischen den Schulformen festzustellen. Die meisten Kinder der Befragten besuchen die Schule gern. Dennoch zeigten die Ergebnisse, dass die Schüler der allgemeinen Schule nach einem Schultag tendenziell erschöpfter sind, als die der sonderpädagogischen Schulen. Die Einschätzungen der Eltern zu ihrem eigenen Wohlbefinden ließen erkennen, dass die Eltern allgemein beschulter Kinder belasteter sind. Diskussion: Ursachen für die Ergebnisse können eine unzureichende Beratung der Betroffenen sein oder die noch zu geringen Erfahrungen der allgemein bildenden Schulen im Umgang mit hörgeschädigten Kindern. Nicht ausreichend umgesetzte Rahmenbedingungen und die Problematik der bundesweit unterschiedlichen Schulgesetze können ebenfalls für die schleppende Umsetzung von Inklusion verantwortlich sein. Schlussfolgerungen: Für die Umsetzung von Inklusion ist die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen von großer Bedeutung. Gerade das Wissen Betroffener und derjenigen, die erfolgreich hörgeschädigte Kinder erziehen und unterrichten, sollte Berücksichtigung finden. Bis ein Umdenken flächendeckend stattgefunden hat, ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Dennoch scheint der Wunsch nach gleichberechtigter Teilhabe präsent und umsetzbar zu sein.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2011


Zusammenfassung

Zunehmend gerät die Höranstrengung in den Fokus der aktuellen Forschungen, um die Sprachverständlichkeit und den Hörkomfort im Störgeräusch für schwerhörige Menschen weiterhin zu verbessern (Sarampalis, et al., 2009) (Hicks, et al., 2002). Zu einer objektiven Bestimmung dieser Höranstrengung können verschiedene physiologische Aspekte wie z.B. die Pupillenreaktion betrachtet werden (Schulte, et al., 2011).

In dieser Studie wurden zu 3 akustisch unterschiedlichen Signalen („Wobbelton“, „Marburger Sätze“, „Hörbuch“) in einer fest randomisierten Reihenfolge unterschiedlich hohe Störgeräuschpegel (SNR -15 bis +20) dargeboten und die Reaktionen von Atmung, Blutdruck und Hautleitwert aufgezeichnet und analysiert. Bei der Auswertung der Atmung konnte eine zeitlich verzögerte Reaktion festgestellt werden. Nach einer erhöhten Belastung war eine intensivere Atmung nachweisbar. Die Analyse des BVP (engl. Blood Volume Pressure) zeigte eine konstant zunehmende Steigung der BVP-Werte während der gesamten Messdauer an. Direkte Korrelationen konnten zwischen den gemessenen Hautleitwerten und den veränderten Störgeräuschpegeln festgestellt werden. So konnte man besonders bei der Messung mit Wobbeltonsignal die Reaktion des Hautleitwerts bei Pegeln über 70 dB SPL (SNR ≤ -5) deutlich erkennen, und eine erhöhte Höranstrengung feststellen.

Diese Ergebnisse zeigen, dass objektive Messungen von Höranstrengung im Störgeräusch möglich sind. Insbesondere die Messung des Hautleitwerts scheint vielversprechend zu sein, da dieser mit relativ geringem Aufwand die deutlichsten Reaktionen lieferte.



First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2011


Abstract

To process speech there are always cognitive processes involved, so speech

understanding draws from a pool of cognitive skills (Pichora-Fuller et al., 1995). As

resources of this cognitive pool are limited, deteriorating listening condition results in

greater effort perceived by the test subjects. Other characteristics like reaction time

draw from the same pool of resources and therefore their performance is thought to

decrease as well. In terms of reaction time to speech stimuli the time needed to

process speech information increases. Similar results were found for reaction time to

visual stimuli when different listening conditions were presented. Reaction time

increased as the listening task got harder (Sarampalis et al., 2009). When the time

that is required to process speech is measured via reaction time, it is predicted that

the harder it is to understand the content of sentences the slower reaction time will

get. In the study presented here, 25 young normally hearing students (mean age:

24.7 years) were recruited from Aalen University undergraduate courses. All

participants tested were unpaid volunteers. To inspect the relationship between

reaction time and listening effort a test battery was created to screen subjects for

hearing and neurological impairments since participants with a pure tone threshold of

higher than 20 dB HL between 250 Hz and 16 kHz needed to be excluded.

Neurological impairments may cause interference with reaction time or speech

processing. Reaction time, listening effort and accuracy in repeating words were

tested using the HSM-Sentence-Test (Hochmair-Desoyer et al., 1997). Participants

repeated the presented sentences as correctly and quickly as possible to measure

reaction time and accuracy in different listening conditions reaching from speech in

quiet to a signal-to-noise ratio of -8 dB using simulating noise. Listening effort was

collected after every condition as participants rated their effort on a scale. As

expected, listening effort, reaction time and the error rate for words recalled

increased with deteriorating listening conditions. Whilst reaction time and error rate

increased in a progressive manner, listening effort remained linear. Since reaction

time does not correlate as well with listening effort as it does with error rate, it can be

2

concluded that an inference from reaction time to an explicit listening effort value is

not advisable. Reaction time measurement can be conducted as an indication for

effort if used to compare numerous conditions with each other to detect a possible

benefit from effort reduction.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 21.10.2011


A. Zusammenfassung

Hintergrund

Das Cochlear Implant (CI) hat sich in den letzten Jahren immer öfter für die Versorgung

von einseitig ertaubten Menschen als erfolgreich herausgestellt ([1], [2], [3]) und viele

mehr. Im Ulmer Bundeswehrkrankenhaus werden bereits einseitig Ertaubte mit Cochlear

Implants versorgt. Doch welche Patienten von der einseitigen CI-Versorgung profitieren

wird im Rahmen dieser Bachelorarbeit untersucht.

Methoden

11 Patienten wurden mit einseitiger Taubheit und meist begleitendem Tinnitus selektiert.

Diese wurden anhand eines Fragebogens befragt und ton- und sprachaudiometrische

Messungen, sowie eine Untersuchung der Lokalisation durchgeführt.

Ergebnisse

Bei allen 11 Patienten konnte ein Hörerfolg durch das CI festgestellt werden. Der Tinnitus

konnte mittels CI auf ein Minimum reduziert werden.

Schlussfolgerung

Eine Cochlear Implant-Versorgung nach einseitiger Ertaubung erwies sich für jede

Altersgruppe als erfolgreich, bei der eine Ertaubungsdauer von weniger als 10 Jahren

vorlag und Motivation zur Spracherkennung im Störlärm und Richtungshören gegeben

war. Ein Tinnitus kann durchaus positiv beeinflusst werden.

B. Abstract

Background

In recent years the cochlear implant has established increasingly to be a successful supply

for unilateral deaf patients ([1], [2], [3]) and many else. In the armed forces hospital in Ulm

they go ahead and implant unilateral deaf patients with cochlear implants already. But which

of these patients really benefit from this single-sided supply this should be examined in frame

of this bachelor-thesis.

Methods

11 patients with single-sided deafness and often with accompanying tinnitus were selected.

They were interviewed using a questionnaire and carried out measurements of audiometry

and localization.

Results

All of 11 patients had a hearing success with the cochlear implant. The tinnitus could be

reduced to a minimum with the CI.

Conclusions

The cochlear implant care after unilateral deafness proved to be successful for each age

group, in which duration of deafness existed less than 10 years. A good motivation for

training the speech recognition in noise and localization is essential. The tinnitus may be

affected well.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 22.10.2011


Abstract

Comparative measurements of elder dementia patients using multiple choice auditory graphic interactive check (MAGIC) and standard audiometry

Setting

Considering the demographic change of Germany (Statistisches Bundesamt, 2011) and the accordingly increasing risk of age-related diseases (Neubauer, et al., 2011), this research analyzes the measurement of deafness of probands who suffer from dementia, aged between 69 and 95 years with an average age of 86,3 years. One characteristic of dementia disease is communication problems (Alzheimer, 1911; Richter, 2003), which can be intensified by an eventually coexisting deafness (Lin, et al., 2011).

Object of investigation

The investigation, informing this research, engages in the question, wether an established audiometry for children can simplify the screening of hearing of elder people suffering from dementia and to what extent an additional loss of hearing can be detected.

Research method

The measurements were performed with a standard audiometry and compared to a multiple choice auditory graphic interactive check (MAGIC) (PATH, 2011) to analyze the grade of deafness of 18 nursing home residents (72 % female, 28 % male) who were diagnosed with dementia beforehand. The used ranges of frequencies in this measurement were 500 Hz, 1000 Hz, 2000 Hz, and 4000 Hz.

Results

Out of this group of probands 7 persons could be tested with the standard audiometry and 6 persons could be tested with the MAGIC. 5 persons could be tested also with the standard audiometry and the MAGIC. It was noticeable, that more probants were diagnoseable with the standard audiometry than there were with the MAGIC. During conducting the measurements it was often difficult for the probands to follow the sequence of the MAGIC.

Conclusions

The utilisation of the MAGIC in its current design is only restricted recommendable related to people suffering from dementia at present and often must be replaced by a the standard audiometry. The measurements performed in the context of this rersearch show the importance and necessity to diagnose a loss of hearing, since all probands showed signs of deafness.

Keywords: demographic progress - dementia – MAGIC – standard audiometry

2010

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger


Entwicklung eines Anpasskonzeptes und klinische Evaluation einer Kombination von AGCi und AGCo


Zusammenfassung


Diese Bachelorarbeit untersucht subjektive und objektiv feststellbare Unterschiede zwischen zwei verschiedenen Kompressionssystemen.

Dazu wurde eine Studie mit 15 schwerhörigen Probanden durchgeführt. Bereits der, anhand eines Fragebogens durchgeführte Vergleich der beiden Systeme hinsichtlich ihrer Spontanakzeptanz, ließ keine subjektiv signifikanten Unterschiede feststellen. Und auch die Auswertung eines doppelblinden A/B-Vergleichs zeigte keine klaren Tendenzen für die Bevorzugung eines der beiden Systeme. Geprüft wurde in 13 unterschiedlichen Hörsituationen mit verschiedenen Lautstärken und Dynamikeigenschaften. Hinzu kommt, dass der A/B-Vergleich aufgrund des Ergebnisses des Test-ReTests nicht als stabil gewertet werden kann, da sich die Probanden hierbei zu sehr auf den Antwort-Button „A“ fixierten. Somit konnten keine klaren und eindeutigen Aussagen über die subjektive Beurteilung der zwei Systeme getroffen werden.

Auch der anschließend mit den Probanden durchgeführte Sprachtest in Ruhe, bei 50 dB, zeigte keine statistisch signifikanten Unterschiede der beiden Systeme, die auf eine Verbesserung des Sprachverstehens in Ruhe schließen ließen. Gleiches gilt auch für die Untersuchung von Sprache im Störgeräusch mit dem Oldenburger Satztest, denn auch sie ergab kein signifikant höheres Sprachverstehen für eines der beiden Systeme. Die, mit der Messbox Unity2, durchgeführte Überprüfung der physikalischen Eigenschaften hinsichtlich der zwei verschiedenen Konditionen zeigte unterschiedliche Verstärkungspegel und Dynamikeigenschaften der zwei Systeme. Diese konnten aber beim A/B-Vergleich von den Probanden subjektiv nicht wahrgenommen werden.

Der Ausblick der gewonnen Erkenntnisse lässt keine klare Tendenz in verschiedenen Hörsituationen ermitteln.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 15.04.2010


Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Thema der linearen

Frequenztransposition (Widex: Audibility Extender) und der nichtlinearen

Frequenzkompression (Phonak: SoundRecover). Geklärt wurde die Frage, welches

der beiden Systeme bringt eine höhere subjektive Kundenzufriedenheit und ein

besseres Sprachverstehen. Zur Beantwortung der beiden Fragestellungen wurde ein

Kollektiv aus 10 Probanden verwendet. Alle Probanden trugen beide Systeme in

randomisierter Reihenfolge durchschnittlich 25 Tage. Die Anpassung wurde bei

beiden Systemen mit Hilfe der herstellerspezifischen „First Fit“ Programmierung

durchgeführt.

Um die subjektive Zufriedenheit fest zu stellen, wurden von jedem Probanden fünf

Fragebögen ausgefüllt. Für beide Systeme gab es einen Fragebogen, welcher kurz

nach der ersten Anpassung und einen, welcher nach der Tragezeit auszufüllen war.

Abschließend wurde ein vergleichender Fragebogen von den Probanden

beantwortet. Das Sprachverstehen wurde über den HSM-Test ermittelt.

Ergebnis der Studie war, dass das Phonak Audéo Yes V (SoundRecover) bei der

subjektiven Kundenzufriedenheit deutlich vor dem Widex Passion 115 (Audibility

Extender) lag. Bei dem Sprachverstehen konnte sich hingegen keines der beiden

Systeme vom Anderen abheben.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 30.04.2010


Abstract

Grundlage der vorliegenden Bachelorarbeit war ein Hilfsprojekt in einem Entwicklungsland,

in dessen Rahmen in einer Gehörlosenschule in Jordanien Schüler mit Hörgeräten

versorgt wurden.

Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Situation vor Ort bezogen auf die Versorgung

mit Hörgeräten und die damit verbundenen Untersuchungen und zwar in zweierlei

Hinsicht. Zum einen wurde überprüft, wie die aktuelle Situation ist und ob man alle

Personen, die diese Schule besuchen, mit einem Hörgerät versorgen kann. Zum anderen

ging es darum zu analysieren, ob und wie es möglich ist, in einem Entwicklungsland

wie Jordanien ein System zu installieren, das es in die Lage versetzt, langfristig selbst

ihre Schwerhörigen zu untersuchen und deren Versorgung mit Hörgeräten sicherzustellen.

Für die erste Frage wurden insgesamt 93 Probanden (Alter 3-22 Jahren) untersucht. Sie

erhielten alle eine HNO-Voruntersuchung und wurden einer Audiometrie unterzogen.

Alle, die über keine intakten Hörsysteme verfügten, wurden im Anschluss mit solchen

versorgt.

Die Ergebnisse der Audiometrie zeigen, dass 96% der Probanden unter einem hochgradigen

Hörverlust leiden. Aufgrund dessen hatten die meisten Probanden eine sehr

schlechte sprachliche Entwicklung. Auffällig war dabei, dass alle Personen, die einen

etwas geringeren Hörverlust aufwiesen, weilblichen Geschlechts waren.

Ganz offensichtlich besteht in Jordanien ein Zusammenhang zwischen der hochgradigen

Schwerhörigkeit und den Eheschließungen innerhalb des ersten Verwandtschaftsgrades,

denn bei solchen Verbindungen sind Gendefekte signifikant höher, die Krankheiten

wie Schwerhörigkeit zur Folge haben. In dieser Schule waren deshalb oftmals

alle Kinder einer Familie betroffen.

Für die zweite Frage ist ein Blick auf das pro Kopf Einkommen und die ökonomischen

Begebenheiten vor Ort wichtig. Diese machen den Erwerb eines Hörsystems in einem

Schwellenland wie Jordanien für viele Betroffene sehr schwer. Da dieses Pilotprojekt

und andere Untersuchungen aber gezeigt haben, wie wichtig eine frühe Versorgung

mit Hörgeräten oder mit einem CI-Implantat ist, um die Möglichkeit zu haben, am

normalen gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, wird das Dilemma sichtbar.

Dieses kann, wenn überhaupt, kurzfristig nur aufgelöst werden durch konkrete Hilfen

wie bei diesem Projekt, mittelfristig durch gezielte Hilfe zur Selbsthilfe und langfristig

durch systematische Aufklärung besonders bei der armen Bevölkerung, um die Hauptursache

von Schwerhörigkeit in den Griff zu bekommen.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 08.03.2010


Kurzfassung

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Gütekriterien Reliabilität und Ökonomie einiger Varianten der Lautheitsherstellungsmethode, sowie der Validität der Lautheitsherstellung. Dazu wurde das Lautheitsskalierungs- und Lautheits-herstellungsverfahren mit einer abhängigen Versuchsgruppe von zwölf normal-hörenden Personen untersucht. Beide Verfahren wurden mit zwei verschiedenen Kategorienskalen zur Lautheitseinstufung angewendet. Die Ergebnisse der Lautheitsskalierung wurden als Referenz für die Validierung der Lautheits-herstellung genutzt. Die beiden Kategorienskalen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bewertungsgenauigkeit nur minimal, allerdings wird die Einfachere von den Versuchspersonen bevorzugt. Die verschiedenen Methodenfaktoren der Lautheits-herstellung zeigen nur einen geringen Einfluss auf die Genauigkeit der Ergebnisse. In Anbetracht der geringen Unterschiede ist die vereinfachte und schnellere Variante der Lautheitsherstellung zu empfehlen.

First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger



Das Ziel dieser Bachelor Thesis ist das Ermitteln einer Anpassmethode in der Hörsystemanpassung, welche sowohl für den Hörgeräteakustiker zeitsparend, als auch für den Hörgeräteträger optimal ist. Durch das Verifizieren der Anpassung mittels einer In-Situ Methode wird sichergestellt, dass die gewünschten akustischen Wiedergabekurven auch tatsächlich den Zielkurven entsprechen. Hierbei stellt sich die Frage ob und inwieweit es möglich ist, eine qualitativ hochwertige Anpassmethode durchzuführen, welche subjektiv ein sehr gutes Ergebnis bringt.


In dieser Bachelor Thesis wurden die In-Situ Anpassmethode DSLm[i/o], angepasst mit dem Messsystem Verifit, mit der Perzentileanalyse, angepasst mit der Acam 5, miteinander verglichen. Unterstützend zur Verifikation wurde ein Fragebogen entwickelt, welcher den Probanden die Möglichkeit gibt verschiedene Tragesituationen zu bewerten.


First supervisor: Prof. Dr. Annette Limberger

Bearbeitungszeit bis 31.08.2010


In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, in welcher Relation Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) mit anderen Wahrnehmungsstörungen stehen.

Eine Gruppe von 16 Kindern und Jugendlichen mit LRS wurde untersucht. Der Al-tersdurchschnitt betrug 11,07 Jahre. Es wurden folgende Untersuchungen durchge-führt: Tonschwellenaudiometrie, Sprachaudiometrie, Überprüfung des dichotischen Hörens, Überprüfung der Hörmerkspanne, Gleichgewichtstest, Überprüfung des Visus und der visuellen Wahrnehmung.

In dieser Arbeit wurde herausgefunden, dass neben einer Lese- Rechtschreib-schwäche auch andere Defizite bei den Kindern vorliegen. Das wahrscheinlich be-deutsamste Ergebnis dieser Studie ist, dass die Tendenz einer AVWS bei einigen untersuchten Probanden festgestellt wurde. Desweiteren wurden zum Teil schwa-che bzw. sehr schwache Leistungen in der visuellen Wahrnehmung ermittelt. Dies kann unter anderem auf die vorhandene Lese- Rechtschreibschwäche zurück ge-führt werden.

Bei der Therapie der LRS ist nicht nur die schulische Leistung im Fach Deutsch aus-schlaggebend. So greifen Hörsinn, Sehsinn und Motorik ganz eng ineinander, wobei hier vor allem die Wahrnehmung eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Aufgrund der nicht repräsentativen Teilnehmerzahl und der individuellen Defizite kann keine konkrete Aussage für allgemeine Therapiekonzepte gegeben werden. Gleichwohl kann jetzt schon gesagt werden, dass eine einseitige Therapie nicht als sinnvoll erscheint.

Limberger anette

Prof. Dr. Annette Limberger

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