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28. Oktober 2026

Erster Preis des EUHA-Förderpreises geht nach Aalen

Großer Erfolg für die Hochschule Aalen: Adriana Barthel wurde beim diesjährigen Kongress der Europäischen Union der Hörakustiker (EUHA) in Hannover mit dem ersten Preis des EUHA-Förderpreises ausgezeichnet. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Vergleichbarkeit von App-basierten Fernanpassungen und klassischen Vor-Ort-Anpassungen in der Nachsorge von Cochlea-Implantaten – ein Thema mit hoher Relevanz für die digitale Gesundheitsversorgung.

 

 

 

 

Ein besonderer Erfolg für die Hochschule Aalen: Adriana Barthel hat beim diesjährigen Kongress der Europäischen Union der Hörakustiker (EUHA) in Hannover den ersten Preis des EUHA-Förderpreises erhalten. Ausgezeichnet wurde ihre Masterarbeit zum Thema „Vergleich von Vor-Ort- und App-basierter Fernanpassung in der Cochlea-Implantat-Nachsorge“. Mit großem Engagement und einer hervorragenden Organisation widmete sich Adriana Barthel ihrer Forschungsaufgabe und überzeugte mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Digitale Nachsorge von Cochlea-Implantaten im Fokus

App-basierte Fernanpassungen eröffnen neue Möglichkeiten in der Nachsorge von Cochlea-Implantaten (CI). Über Smartphone-Apps lassen sich beispielsweise Anpassungen in Echtzeit vornehmen, Implantate und Sprachprozessoren überprüfen sowie Hörkontrollen durchführen. Die digitale Versorgung könnte damit künftig eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Vor-Ort-Terminen darstellen.

Ziel der Masterarbeit war es, beide Anpassungsmethoden hinsichtlich objektiver und semiobjektiver Messwerte sowie der subjektiven Zufriedenheit der CI-Trägerinnen und -Träger miteinander zu vergleichen. Zudem wurde untersucht, ob sich die Ergebnisse bei zwei unterschiedlichen CI-Herstellern gleichermaßen zeigen.

An der Studie nahmen 21 Personen mit Cochlea-Implantat teil. Beide Anpassungsmethoden wurden in randomisierter Reihenfolge durchgeführt. Anschließend verglich Adriana Barthel unter anderem Impedanzen, elektrisch ausgelöste Summenaktionspotenziale des Hörnervs (ECAPs), Anpassungsparameter, die Dauer der Anpassungen, Ergebnisse verschiedener Hörkontrollen und die subjektiven Bewertungen der Teilnehmenden.

Vielversprechende Ergebnisse für die digitale Gesundheitsversorgung

Die Ergebnisse zeigen, dass die Vergleichbarkeit der beiden Methoden teilweise vom jeweiligen CI-Hersteller abhängt. Bei einem Hersteller wurden signifikante Unterschiede bei den ECAPs und den T-Leveln festgestellt, beim anderen bei den Impedanzen und der Anpassungsdauer. Bei den semiobjektiven Hörkontrollen zeigten sich – mit Ausnahme der ABK bei App-basierter Messung – keine signifikanten Unterschiede. Auch bei der subjektiven Zufriedenheit der CI-Tragenden ergaben sich keine Unterschiede zwischen den beiden Methoden.

Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse das Potenzial App-basierter Fernanpassungen: Trotz einzelner herstellerspezifischer Abweichungen erwies sich die Methode als durchführbar und effizient. Zudem wurde sie von den Teilnehmenden ebenso positiv bewertet wie die klassische Vor-Ort-Anpassung. Damit liefert die Arbeit wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung einer digitalen und patientenorientierten CI-Nachsorge. App-basierte Verfahren könnten die konventionelle Versorgung künftig sinnvoll ergänzen und in ausgewählten Bereichen möglicherweise auch ersetzen.

Die Hochschule Aalen gratuliert Adriana Barthel herzlich zu dieser Auszeichnung und freut sich über den Erfolg ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Der Erfolg zeigt, wie wissenschaftliche Forschung dazu beitragen kann, innovative Versorgungskonzepte voranzubringen und neue Perspektiven für die Hörgesundheit zu eröffnen.

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