Forschungsinfrastruktur

Als eine der bundesweit führenden Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Bereich angewandter Forschung legt die Hochschule Aalen besonderen Wert darauf, ihre Forschungsinfrastruktur kontinuierlich auszubauen und auf neuestem Stand zu halten. Dies betrifft sowohl Gebäude- aber auch Geräteinfrastruktur.

Architektenentwurf ZiMATE und ZTN

Zwei neue Forschungszentren ab Herbst 2020: ZiMATE und ZTN 

Auf Landes- und Bundesebene konnten durch die Hochschule Aalen zwei neue Forschungsgebäude mit einer Gesamtfläche von 3.200 qm und einem Gesamtinvest von mehr als 26 Millionen EUR eingeworben werden. Zusammen mit dem Innovationszentrum INNO-Z wurden so exzellente Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der angewandten Forschung, der forschungsnahen Ausbildung der Studierenden sowie des Wissens- und Technologietransfers geschaffen.

Am Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen (ZiMATE) steht die Erforschung neuer Funktions- und Leichtbauwerkstoffe sowie Fertigungstechnologien zur Steigerung der Effizienz elektrischer Maschinen im Mittelpunkt. ZiMATE wurde im Forschungsbauten-Programm des Bundes und der Länder (Wissenschaftsrat-Verfahren nach Art. 91b GG) beantragt und nach Begutachtung durch den Wissenschaftsrat von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz Mitte 2015 in die Förderung aufgenommen. Damit ist die Hochschule Aalen landesweit die erste und bundesweit die dritte Hochschule vom Typ Fachhochschule unter den bisher seit 2007 geförderten 178 Forschungsbauten (Pressemeldung Wissenschaftsrat auf idw). Der Neubau ZiMATE wurde durch das BMBF und das Land Baden-Württemberg sowie einem Eigenanteil der Hochschule Aalen finanziert.

Am Zentrum Technik für Nachhaltigkeit - Ressourcenschonung, Umwelt, CO2-Reduzierung (ZTN) der Hochschule Aalen soll zukünftig zu Themen wie nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energie und Ressourceneffizienz geforscht werden. Dabei stehen in Anlehnung an den regionalen Bedarf Schlüsseltechnologien wie Leichtbau, neue Produktionstechnologien und Werkstoffinnovationen sowie optische Technologien und Künstliche Intelligenz im Fokus. Das ZTN war ein zentraler Baustein im regionalen Entwicklungskonzepts "Nachhaltige Innovationen im Ostalbkreis" (NIO) des Landkreises im Rahmen des landesweiten RegioWIN-Wettbewerbs um Fördermittel des Europäischen Regionalfonds (EFRE 2014-2020) und wurde zu Beginn 2015 als Leuchtturmprojekt prämiert (Pressemeldung MWK). Der Neubau ZTN wird durch Mittel des Europäischen Regionalfonds, des Landes Baden-Württemberg und der Hochschule Aalen finanziert.

Bild: Spatenstich Forschungsgebäude

Volle Kraft voraus für die zwei neuen Forschungszentren: Rektor Prof. Dr, Gerhard Schneider (7.v.l.) beim Spatenstich mit zahlreichen helfenden Händen.

Juli 2017: Spatenstich 

Foto: Bau Forschungsgebäude

September 2018: Rohbauarbeiten 

Frühling 2020: Letzte Fassadenarbeiten

Modernste Forschungsgeräte im Umfang von knapp 20 Mio. EUR konnten in den letzten Jahren auf Landes- und Bundesebene erfolgreich eingeworben werden.  Einige Beispiele:

  • Forschungsgroßgeräte-Programm der DFG:
    1. Kaltkammerdruckgießmaschine für Aluminium und Magnesium (2013)
    2. Vibrationsmagnetometer mit Mikroskopeinheit (2013)
    3. 5-Achs Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine (2015)
    4. Rasterelektronenmikroskop-System mit schneller Laser- und Ionenpräparation und Analytik - REM/FIB-System (2015)
    5. Computertomograph (2017)
    6. Kerr-Mikroskop (2018)
    7. Antriebs- und Gesamtfahrzeugprüfstand (2019)
  • Geräteprogramm FHInvest des BMBF:
    1. Selektive Laserschmelz-Anlage zur Herstellung von Integralbauteilen (Metall-3D-Druck, 2013)
    2. Rasterelektronenmikroskop für die Charakterisierung von Materialien für die Energietechnik, Leichtbau und nachhaltige Mobilität (MikMELM, 2014)
    3. Laborsinteranlage zur Entwicklung maßgeschneiderter Dauermagnete für Next-Generation-Servomotoren in Industrie 4.0-Produktionsanlagen (SINDBAD4.0, 2016)
    4. Anlage inklusive Hochleistungs-Ultrakurzpulslaser zur Entwicklung adaptiver optischer Elemente und Sensoren für Realtime Messungen bei I4.0 Applikationen (FlexLight4.0, 2017)
    5. Anlage zur Erforschung neuartiger Batteriespeicher für autonome Sensoren, Aktoren und Antriebe (HiBAT4.0, 2018)
    6. Hochauflösendes Massenspektrometer für Anwendungen in der biopharmazeutischen Industrie und medizinischen Diagnostik (MaBioMed, 2018)
    7. Nanoimprint-Lithographiesystem zur Funktionalisierung von Oberflächen (FunNil, 2020)
  • Eigenbeschaffungen, Spenden oder Dauerleihgaben
    • XRD Hochtemperatur-Diffraktometer (2013)

Foto-Galerie rund um die Forschungsgebäude ZiMATE und ZTN