EDA-Zentrum

Mit der stürmischen Entwicklung der technischen Möglichkeiten in der Mikroelektronik wurde die Dichte der Bauelemente pro Chip und damit die Komplexität der Schaltkreise derart gesteigert, dass der Entwurf moderner integrierter Schaltkreise nur noch mit CAE-Hilfsmitteln durchgeführt werden kann. Eine praxisnahe Ausbildung auf diesem Gebiet setzt deshalb die Verfügbarkeit leistungsfähiger CAE-Geräte voraus.

Die Hochschule Aalen hat dieser Notwendigkeit durch die Einrichtung einer EDA-Anlage Rechnung getragen. Die EDA-Anlage wurde im Rahmen eines HBFG-Antrages beschafft. Mit der Installation der Hard- und Software im Oktober 1989 (5 Apollo-Workstations DN3500 mit jeweils 2x4MB Arbeitsspeicher, vernetzt über Token-Ring) wurde das EDA-Zentrum als zentrale Hochschuleinrichtung eingerichtet. Die Verwaltungs- und Benutzungsordnung des EDA-Zentrums ist nach Beschluss des Senats und nach der Zustimmung des MWK am 01.09.1990 in Kraft getreten. Diese Organisationsform innerhalb der Hochschule Aalen wurde gewählt, um allen technischen Studiengängen einen optimalen Zugang zu den Entwurfshilfsmitteln der Basistechnologie Mikroelektronik zu ermöglichen.

Dem EDA-Zentrum wurde die Aufgabe zugewiesen, allen Studiengängen der Hochschule durch die Bereitstellung von Geräten, Einrichtungen und fachlicher Beratung die Durchführung von Vorlesungen, Übungen, sowie Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten zu ermöglichen. Weiterhin soll die Möglichkeit für die Bearbeitung von anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsaufgaben geboten werden. Dazu stehen dem EDA-Zentrum derzeit neben dem Zentrums-Leiter noch ein Laboringenieur (Dipl.-Ing. FH) als Systembetreuer mit 100 % zur Verfügung. Im EDA-Zentrum werden im Rahmen des Vorlesungsbetriebes Praktika für verschiedene Studiengänge durchgeführt, in denen komplette integrierte Schaltkreise entworfen werden. Daneben befinden sich dort auch die Arbeitsplätze von Studenten, die Studien- und Bachelor oder Masterarbeiten erstellen. Nach der Fertigung werden die Schaltkreise geprüft und in ein Gesamtsystem eingebaut.

In einem HBFG-Ergänzungsantrag wurden im Jahre 1992 vier weitere Workstations HP 9000/720, und 1998 sieben HP C200 beschafft. Diese wurden 2004 durch SUN Server mit 20 Thin Clients ersetzt. Im Jahre 2013 wurde auf eine PC Umgebung umgestellt, wobei die Chip Design Software auf einem virtualisierten Linux Server läuft.