17. Juni 2026

Superkraft: Wissen! – Einblicke in den Open Campus 2026 der Fakultät Elektronik und Informatik

Bei strahlendem Wetter, bester Stimmung und zahlreichen neugierigen Besucherinnen und Besuchern öffnete die Hochschule am 13. Juni ihre Türen zum diesjährigen Open Campus. Unter dem Motto „Superkraft: Wissen!“ wurde der Waldcampus rund um die Gebäude DIS und WIN zu einem Ort des Entdeckens, Ausprobierens und Staunens.

Die Fakultät Elektronik und Informatik präsentierte dabei ein abwechslungsreiches Programm, das aktuelle Forschung, innovative Technologien und spannende Einblicke in die Welt der Ingenieurwissenschaften und Informatik für Menschen jeden Alters erlebbar machte. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, Forschung nicht nur kennenzulernen, sondern selbst aktiv zu werden.

Technik zum Anfassen

Besonders großen Zuspruch erhielt die Mitmachstation „Entdecke deine Superkraft: Löten!“. Hier konnten Besucherinnen und Besucher ihr eigenes blinkendes „S“ zusammenlöten – passend zum Motto des Open Campus. Das fertige Abzeichen durfte anschließend mit nach Hause genommen werden und wurde von vielen stolz getragen – als sichtbares Zeichen ihrer ganz persönlichen Superkraft.

Bemerkenswert war dabei die Begeisterung der jüngsten Gäste. Selbst Kinder, bei denen man zunächst nicht erwartet hätte, dass sie sich an einen Lötkolben wagen würden, arbeiteten konzentriert und mit großer Freude an ihren eigenen kleinen Elektronikprojekten. Die Station zeigte eindrucksvoll, wie früh technisches Interesse geweckt werden kann, wenn Theorie und Praxis zusammenkommen.

KI verständlich erklärt

Wie moderne KI-Systeme lernen und Entscheidungen treffen, konnten Besucherinnen und Besucher bei den Demonstratoren von Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle erleben. Ein Exponat veranschaulichte die grundlegenden Prinzipien neuronaler Netze und machte sichtbar, wie künstliche Intelligenz Informationen verarbeitet.

Darüber hinaus wurde ein aktuelles Forschungsprojekt vorgestellt, bei dem verschiedene Objekte mithilfe einer Kamera erfasst werden. Durch unterschiedliche Aufnahmesituationen und Einstellungen lernt die KI, Gegenstände zu erkennen und einzuordnen. Auf anschauliche Weise wurde deutlich, wie Verfahren der Bilderkennung heute in Forschung und Industrie eingesetzt werden.

Daten verstehen mit „Dawid – The Data Wizard“

Die Arbeitsgruppe Heckmann präsentierte mit „Dawid – The Data Wizard“ aktuelle Forschungsergebnisse rund um Datenanalyse und intelligente Systeme in einer interaktiven Ausstellung.

Ein Demonstrator ermöglichte es den Gästen, zentrale Technologien direkt auszuprobieren und ihre Funktionsweise nachzuvollziehen. Für jüngere Besucherinnen und Besucher stand zusätzlich ein speziell entwickelter Chatbot bereit, der grundlegende Fragen altersgerecht beantwortete. Was sind eigentlich Daten? Wie können Dinge gemessen werden? Und warum spielen Daten in unserem Alltag eine so wichtige Rolle? Spielerisch und verständlich wurden komplexe Themen greifbar gemacht.

Informatik erleben

Dass Informatik weit mehr ist als Programmieren, zeigte der Informatik-Stand mit zwei spannenden Themenfeldern. Anhand des Hamming-Codes konnten Besucherinnen und Besucher nachvollziehen, wie Datenübertragungen abgesichert werden und warum Fehlererkennung in digitalen Kommunikationssystemen unverzichtbar ist.

Gleichzeitig wurde demonstriert, wie Algorithmen optimale Wege berechnen und Entscheidungen treffen. Damit wurden mathematische Konzepte sichtbar, die heute in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz kommen – von Navigationssystemen bis hin zu modernen Logistikprozessen.

Auf Weltraummission mit „Space Man“

Ein besonderes Highlight wartete in der Medieninformatik. Bei „Space Man – Ab ins All!“ wurden die Besucherinnen und Besucher vor einem Greenscreen gefilmt und anschließend in eine digitale Weltraumumgebung integriert.

Mithilfe eines Joysticks konnten sie ein dreidimensional modelliertes Raumschiff steuern und auf eigene Entdeckungsreise durch das All gehen. Die Verbindung aus Computergrafik, Interaktion und digitaler Mediengestaltung sorgte für viele staunende Gesichter und vermittelte gleichzeitig einen Eindruck davon, welche Technologien hinter modernen virtuellen Welten stehen.

Technologie für die Tiefsee

Wie anspruchsvoll technische Entwicklungen für extreme Einsatzbedingungen sind, zeigte Prof. Dr. Steinhart mit seinem Demonstrator zur Tiefsee-Antriebs-Elektronik.

Im Mittelpunkt stand ein Demonstrator zur Unterwasser-Antriebstechnik, der anschaulich zeigte, wie moderne Antriebssysteme für den Einsatz unter Wasser funktionieren. Zur Veranschaulichung befand sich der Aufbau in einem Aquarium, in dem bunte Mini-Entchen die Bewegung im Wasser sichtbar machten. Besucherinnen und Besucher konnten beobachten, wie der Antrieb gesteuert wird und erhielten einen leicht verständlichen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten rund um elektrisch betriebene Unterwasser-Antriebe.

Wissen teilen, Begeisterung wecken!

Der Open Campus zeigte einmal mehr, wie wichtig der Austausch zwischen Hochschule und Öffentlichkeit ist. Forschung wird häufig erst dann wirklich greifbar, wenn sie erlebt, ausprobiert und hinterfragt werden kann. Genau diese Begegnungen standen im Mittelpunkt des Tages.

Die zahlreichen Gespräche, die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher sowie das große Interesse an den unterschiedlichen Stationen machten deutlich, wie groß die Neugier auf Technik, Informatik und Forschung ist. Gleichzeitig bot der Open Campus vielen jungen Menschen die Möglichkeit, erste Berührungspunkte mit Themen zu sammeln, die vielleicht ihren weiteren Bildungs- oder Berufsweg prägen werden.

Die Fakultät Elektronik und Informatik bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie bei den zahlreichen Mitarbeitenden, Studierenden und Lehrenden, die mit ihrem Engagement zu einem gelungenen Open Campus beigetragen haben.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.