Nachhaltige Entwicklung

Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung?

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„Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat.“

Albert Einstein


Im Jahr 1983 setzten sich 19 Vertreter aus 18 Ländern an einen Tisch, um Handlungsempfehlungen zur Erreichung einer dauerhaften Entwicklung zu erarbeiten.

Diese von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Sachverständigenkommission, welche von der früheren norwegischen Umweltministerin und Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland geleitet wurde, stellte vier Jahre später (1987) ihr vielzitiertes Ergebnis der Öffentlichkeit vor: „Unsere gemeinsame Zukunft“ („Our Common Future“), auch bekannt als der „Brundtland-Bericht“.

Demnach ist eine nachhaltige Entwicklung eine „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Die Schwierigkeit besteht neben der Bewahrung des Entwicklungspotenzials für zukünftige Generationen vor allem auch in der Identifikation von essentiellen Bedürfnissen.

Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft müssen in Balance gebracht werden. Das heißt, es darf nicht eine zugunsten einer anderen Dimension vernachlässigt oder bevorzugt werden. Eine boomende Wirtschaft ist ohne intakte Umwelt nicht viel Nütze. Genauso wenig lassen sich eine intakte Umwelt und gerechte Gesellschaft realisieren, wenn die Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten müssen.

Die beiden Begriffe „Nachhaltige Entwicklung“ und „Nachhaltigkeit“ werden oft synonym verwendet, dabei meint ersterer einen Prozess gesellschaftlicher Veränderung, während „Nachhaltigkeit“ das angestrebte Ziel, einen Zustand, das Ende des Prozesses beschreibt. Für die Brundtland-Kommission gehört zu diesem Ziel die Bewahrung der Umwelt, die Herstellung sozialer Gerechtigkeit und die Gewährleistung von politischer Partizipation.

Das Leitbild Nachhaltiger Entwicklung ist ein normatives Leitbild, das bedeutet, es basiert auf Werten – in erster Linie auf dem Wert der Gerechtigkeit, konkret der intra- und intergenerationellen Gerechtigkeit. Es soll also nicht nur zwischen den heute lebenden Menschen Gerechtigkeit herrschen, sondern auch zwischen den heute und den in Zukunft lebenden Menschen.

Das Leitbild Nachhaltiger Entwicklung ist einerseits eine Reaktion auf bestehende Probleme wie Ressourcenverknappung, Klimawandel, Welternährung, Verlust an Biodiversität, … und andererseits eine Aufforderung zur Mitgestaltung der Zukunft – unserer gemeinsamen Zukunft.

Das Nachhaltigkeits-Team der Hochschule Aalen hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung in der Hochschule in den Handlungsfeldern „Studium und Lehre“, „Forschung“, „Wissens- und Technologietransfer“ und “Leitung, Organisation und Betrieb“ zu implementieren.


© Ariane Kropp, M.A., Referentin für Nachhaltige Entwicklung