Research & Transfer

Forschungsschwerpunkte der Hochschule

Die Hochschule verfügt aktuell über fünf Forschungsschwerpunkte. Die beiden Schwerpunkte Advanced Materials and Manufacturing (AMM, Neue Materialien und Fertigungstechnologien) sowie Photonics (Photonik) wurden nach Erfüllung qualitativer und quantitativer Kriterien in die Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz aufgenommen (HRK-Forschungslandkarte).

Der Forschungsschwerpunkt Advanced Materials and Manufacturing (AMM, Neue Materialien und Fertigungsverfahren) ist der forschungsaktivste und drittmittelstärkste Schwerpunkt der Hochschule. Im Fokus stehen die Erforschung und Anwendung innovativer Werkstoffe und die Entwicklung ressourcenschonender und energieeffizienter Fertigungsverfahren. Unter Miteinbeziehung der Bereiche Leichtbau und Elektromobilität werden hier Beiträge für eine nachhaltige Energiezukunft geleistet. Beispiele für Forschungsthemen sind die Synthese und Charakterisierung von Funktionswerkstoffe wie z.B. Magnet- und Batteriematerialien, Leichtbau durch innovativen Leichtmetall-Druckguss und carbonfaserverstärkte Kunststoffe, neue Verfahren im Bereich Lasermaterialbearbeitung und der additiven Fertigung sowie Simulation und Erprobung für antriebstechnische Anwendungen.

Der AMM-Schwerpunkt ist maßgeblich an der Etablierung neuer Forschungsinfrastruktur an der Hochschule beteiligt. So wurden zwei neue Forschungsbauten, das Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen (ZiMATE) und das Zentrum Technik für Nachhaltigkeit (ZTN), die bis 2019 fertiggestellt werden sollen, eingeworben. Im Bereich der Forschungsgroßgeräte wurden in den vergangenen Jahren z.B. ein Vibrationsmagnetometer zur Bestimmung von Magneteigenschaften, eine Kaltkammer- Druckgussanlage zur Herstellung von Leichtmetall-Gussteilen, eine SLM-Anlage zum 3D-Metalldrucken, ein Echtzeit-Hochtemperatur-Diffraktometer für Materialanalysen sowie zwei hochauflösende Rasterelektronenmikroskope mit umfangreicher Element- und Strukturanalytik beschafft.

Profesorinnen und Professoren aus AMM sind maßgeblich am Projekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ (SmartPro) beteiligt. SmartPro ist eines von zehn Konzepten, die bundesweit im Rahmen des Programms „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region (FH-Impuls) ausgewählt wurden. Für die kommenden vier Jahre stehen rund fünf Millionen Euro BMBF-Fördermittel zur Verfügung.

Der AMM Schwerpunkt ist an mehreren hochschulübergreifenden Forschungsverbünden maßgeblich beteiligt wie z.B. dem EU-Projekt MUSIC, dem ZAFH Spantec light oder dem BW Labornetzwerk für Elektromobilität XiL-BW-e. Wichtige Instrumente in dne Bereichen Nachwuchsförderung und berufliche Weiterbildung sind der 3-semestrige AMM-Forschungsmaster-Studiengang beziehungsweise der berufsbegleitende Master Elektromobilität im Rahmen der Hochschulföderation SüdWest. Kooperative Promotionen werden mit führenden Hochschulen im In- und Ausland durchgeführt.

Am Schwerpunkt beteiligte Forschungseinrichtungen der Hochschule sind u.a. das Institut für Materialforschung (IMFAA), die Gießereitechnologie Aalen (GTA), das Zentrum für Optische Technologien (ZOT), das Laserapplikations-Zentrum (LAZ), das Institute for Polymer Science and Processing (iPSP) sowie das Institut für Innovative Oberflächen (FINO).

Ansprechpartner: Prof. Dr. Volker Knoblauch

Im Forschungsschwerpunkt Photonics stehen die Erforschung und Anwendung innovativer optischer Messtechniken und Fertigungsverfahren sowie die Forschung auf dem Gebiet der Biophotonik im Mittelpunkt. Dabei werden mit der Anwendung des Lichts einerseits innovative Messtechniken für industrielle und medizinische Anwendungen, anderseits auf Licht basierende Fertigungsprozesse wie Lasermaterialbearbeitung oder 3D-Druck zur Herstellung innovativer Komponenten oder Bauteile entwickelt.

Ausgewählte Forschungsthemen sind:

  • im Bereich Optische Messtechnik: die zerstörungsfreie optische 4-D Messtechnik auf Basis der Optical Coherence Tomograph, die Erfassung von globalen und lokalen Bauteil/-Oberflächenfehlern für Galvanos oder innovative kombinierte optisch/taktile Miniatursensoren.
  • im Bereich Optische Fertigung: die Herstellung von neuartigen Spritzgussformen mittels Selective Laser Melting (SLM), Design und additive Fertigung von Miniaturoptiken für Bohrlochvermessung, neue Hybridsysteme Optik/Sensorik auf Basis additiver Fertigung oder das Design und die Herstellung neuartiger LED Raumbeleuchtung und die barrierefreie Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter im EU-Projekt „Symplexity“.
  • im Bereich Biophotonik: Methodenentwicklung in den Bereichen Lichtscheibenmikroskopie, Spectral Imaging und Fluorescence Lifetime Imaging sowie TIRF-Mikroskopie mit variablem Einstrahlwinkel in den Anwendungsbereichen Tumor-, Apoptose- und Wirkstoffforschung.

Der Schwerpunkt Photonics ist maßgeblich an der Etablierung neuer Forschungsinfrastruktur an der Hochschule beteiligt. Im Bereich der Forschungsgeräte wurden in dne letzten Jahren z.B. eine 5-Achshochgeschwindigkeitsfräse, eine SLM-Anlage zum 3D-Metalldrucken, ein Messmikroskop VR3100 von Keyence , 2 Deflektometrieaufbauten, ein abstimmbarer Pikosekundenlaser sowie ein Keyence Agilista Ink-Jet 3 D Drucker beschafft.

Der Photonics Schwerpunkt ist an mehreren hochschulübergreifenden Forschungsverbünden beteiligt wie z.B. ZAFH PhotonN (ausgelaufen), ZAFH LED-OASYS (ausgelaufen) sowie dem EU Projekt Symplexity. Kooperative Promotionen werden mit führenden Hochschulen im In- und Ausland durchgeführt. Mit Förderung durch das BMBF-Programm Ingenieurnachwuchs wurde im Herbst 2017 ein neues kooperatives Promotionskolleg mit der TU Illmenau etabliert. Am Projekt OpTec4.0 sind neben der Hochschule Aalen die TH Deggendorf und die Ernst-Abbe-Hochschule Jena involviert. Im neuen DFG-Programm "Neue Geräte für die Forschung" war die Hochschule Aalen als einzige Fachhochschule mit einem Antrag aus dem Photonik.-Schwerpunkt erfolgreich und wird in den nächsten Jahren eine 6dimensionale additive Fertigungsplattform aufbauen.

Der Schwerpunkt ist maßgeblich am Projekt „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ (SmartPro) beteiligt. SmartPro ist eines von zehn Konzepten, die bundesweit im Rahmen des Programms „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region (FH-Impuls) ausgewählt wurden. Für die kommenden vier Jahre stehen rund fünf Millionen Euro BMBF-Fördermittel zur Verfügung.

Am Schwerpunkt beteiligte Forschungseinrichtungen der Hochschule sind u.a. das Zentrum für Optische Technologien (ZOT), das Laserapplikations-Zentrum (LAZ) sowie die Biophotonik Forschungsgruppe.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Rainer Börret

Im Forschungsschwerpunkt Intelligente Mechatronische Systeme (IMS) werden Software und Hardware zum Einsatz in vernetzten, autonomen, elektrischen und mechanischen Systemen und die hierfür benötigte Informationstechnologie entwickelt und erforscht. Damit trägt der Forschungsschwerpunkt bei zur effizienten und sicheren Steuerung von Energie, Maschinen und Automatisierungssystemen.

FuE-Beispiele sind :

  • softwaregesteuerte Wechselrichter zur intelligenten Energieeinspeisung und mittels Signalprozessor optimierte elektrische Antriebe für die Mobilität der Zukunft
  • Steuerungen zur Automatisierung von Produktionsanlagen
  • sichere Informationstechnologien für die Produktion
  • Fahrsimulator, der synchron zu den eingespielten virtuellen (nächtlichen) Fahrszenarien eine mechanisch/mechatronisch geführte Vorrichtung erhält, welche den Scheinwerfern eines unter „Virtual reality“-Bedingungen entgegenkommenden Fahrzeugs möglichst realitätsnah reale Blendlichtquellen ortsgenau überlagert.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle

Traditionell sind die Forschungsthemen der Fakultät Wirtschaftswisenschaften vielfältig, sodass hier nur einige wenige Themen des Forschungsschwerpunktes Ökonomische und soziale Innovationen im gesellschaftlichen Wandel herausgestellt werden können:

  • Applied Management Science: Hierbei steht die Anwendung quantitativer Verfahren für verschiedene betriebliche Fragestellungen im Fokus. Schwerpunkte sind zum einen die dynamische Modellierung mittels System Dynamics sowie die Auswertung von Daten mittels statistischer Verfahren.
  • Big Data, Data Analytics: Eine zentrale Thematik vieler Unternehmen ist die Verarbeitung immer größerer Datenmengen aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung. Deren Bedeutung nimmt weiter zu und hat Auswirkungen auf die geschäftlichen Abläufe und strategischen Entscheidungen in einer global agierenden Wirtschaft. In diesem Themenfeld werden Big Data-Anwendungen erarbeitet und neue Erkenntnisse zur Analyse und Auswertung von Daten gewonnen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Algorithmen für konkrete betriebswirtschaftliche Anwendungsfelder.
  • Gesundheitsmanagement (Megatrend Gesundheit): Hier werden drei Themenfelder bearbeitet: a) das Kompetenzcenter Gesundheitswissenschaften unterstützt den Wissenstransfer im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung speziell für Unternehmen, b) das Kompetenzcenter Strategie und Führung betrachtet Managementfragen der Gesundheitsbranche und c) das Kompetenzcenter für Gesundheitssystemgestaltung untersucht rechtliche, regulatorische und organisatorische Fragen der Gesundheitsversorgung.
  • Rechnungswesen und Controlling: Schwerpunkte sind u.a. a) die Auswirkungen von Änderungen von Rechnungslegungsstandards, b) Untersuchung der Organisation von Rechnungswesen und Controlling, speziell im Mittelstand, c) Studien zum Berufsstand im Rechnungswesen, Controlling und Steuerberatung. Mithin wird zudem der Frage nachgegangen, inwiefern sich das Controlling und die Anforderungen an den Controller im Zuge der Digitalisierung verändert (Controller 3.0)
  • Geplant: Auditing und Corporate Governance (Megatrend: Diversity, good Governance). Derzeit in Vorbereitung ist ebenso ein Themenschwerpunkt, der mehrere der vorgenannten Fragestellungen aufgreift und neue Erkenntnisse in der Führung und Kontrolle von Unternehmen erarbeiten soll. Dabei stehen angewandte Fragen der Prüfung, Unternehmensverfassung und Gesamtorganisation von Unternehmen im Fokus.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Robert Rieg