„Wir sind die Forschungs- und Transferhochschule“Aalener Hochschulrektor begeistert bei Berliner Transferkonferenz für Kooperation und forschungsbasierten Transfer

Rektor Prof. Dr. Harald Riegel sprach bei der 10. Berliner Transferkonferenz der Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM) über die Rolle von Hochschulen im Wissenstransfer. Foto: © Hochschulallianz für den Mittelstand | Kai Martin Ulrich

We, 25. February 2026

Bei der 10. Berliner Transferkonferenz diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin über die Zukunft des Transfers in Deutschland. Einer der geladenen Speaker war der Rektor der Hochschule Aalen, Prof. Dr. Harald Riegel. In seinem Beitrag hob er die zentrale Rolle der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) für den Mittelstand und die regionale Wirtschaft hervor.

„Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels sind HAWen durch ihre ausgeprägte Praxisnähe wichtiger denn je. Die Innovationskraft Deutschlands – und insbesondere Ostwürttembergs – wird im Mittelstand entschieden“, erläuterte Prof. Dr. Harald Riegel, Rektor der Hochschule Aalen, bei seinem Vortrag in Berlin. Fehlende Fachkräfte, hohe Kosten und Risiken in der forschungsnahen Entwicklung erhöhen den Druck auf Unternehmen. Hochschulen für angewandte Wissenschaften seien nah an der Industrie, insbesondere an kleinen und mittleren Unternehmen mit ihren konkreten Fragestellungen rund um die aktuellen Transformationsherausforderungen. Sie verfügten außerdem über langjährige Erfahrung darin, wissenschaftliche Expertise gemeinsam mit Industriepartnern direkt in betriebliche Praxis und Produktion zu transferieren. „Genau deswegen brauchen wir HAWen gerade jetzt so dringend“, betonte Riegel.

Rund die Hälfte aller Studierenden der Ingenieurwissenschaften in Deutschland ist an HAWen eingeschrieben. Diese Hochschulen sind wichtige Innovationstreiberinnen und bilden die Fachkräfte von morgen aus – insbesondere für den Mittelstand. Auch die regionale Wirkung der Hochschule Aalen sei stark, wie Riegel betonte: „Rund 70 Prozent der Studierenden kommen aus der Region, viele Absolventinnen und Absolventen bleiben in Ostwürttemberg. Damit trägt die Hochschule wesentlich dazu bei, Fachkräfte und junge Talente in der Region zu halten.“

Erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Unternehmen

Mit Forschungsprojekten wie „Sustbearing“ – gefördert durch das Wissenschaftsministerium des Landes und durchgeführt gemeinsam mit dem Lagerhersteller Franke – zeigt die Hochschule Aalen, wie praxisnahe Exzellenz aus Materialwissenschaft und Photonik entsteht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Studierenden: Sie sind Expertinnen und Experten, Problemlöser und Macherinnen, die Unternehmen dringend benötigen.

In der Forschung zählt die Hochschule Aalen inzwischen zu den führenden HAWen in Deutschland. Neben ausgewählter Grundlagenforschung findet der Großteil der Projekte direkt in Kooperation mit Unternehmen statt. Diese Kombination schafft eine außergewöhnlich breite Expertise und ist ein zentraler Erfolgsfaktor, damit aus Ideen marktfähige Innovationen werden. Im vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt „Smart-LIGHT“ beispielsweise, das im Rahmen des Kooperationsnetzwerks SmartPro umgesetzt wird, zeige sich die Hebelwirkung der Zusammenarbeit laut Riegel besonders deutlich: „Jeder Euro aus der Industrie löst vier Euro Bundesmittel aus. Die Hochschule Aalen agiert damit als aktiver Innovationsmotor für die regionale Wirtschaft.“