Barrierefreiheit, Deltaroboter und TrainingsdatenDie Klassenstufe 10 der Schule Sankt Gertrudis besuchte die Hochschule Aalen

Prof. Dr. Markus Glück zeigte den Schülerinnen und Schülern der Schule St. Gertrudis wie man einen Roboter bedient. Foto: ©Hochschule Aalen | Kristina Gaugler
Der nun zweite Hochschultag der Schule Sankt Gertrudis Ellwangen am 2. Februar 2026 führte mehr als 70 Schülerinnen und Schüler für einen intensiven Vormittag an die Hochschule Aalen. Zum Abschluss ihres Unterrichtsprojekts in der Schule erlebten die jungen Leute Technologie und Wissenschaft vor Ort hautnah.
Die Schülerinnen und Schüler haben im Unterricht im Rahmen des Schulprojekts „Smart Green Home“ Konzepte entworfen, Modelle entwickelt und Microcontroller programmiert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Höfig und Prof. Dr. Lukas Amadeus Schachner aus den Studienbereichen Mechatronics Engineering and Technology Education lernten sie zum Abschluss vor Ort an der Hochschule verschiedene Bereiche der Mechatronik kennen.
Roboterfahrschule und viele Fragen
Unter der Anleitung von Prof. Dr. Markus Glück erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie man einen Roboter bedient. Zur Vorbereitung wurden die sechs Achsen eines Roboterarms betrachtet, bevor es nach Koordinatentransformation und vorprogrammierten Abläufen an die „Autobahnfahrt“ der Roboterfahrschule im automatischen Programm ging. Prof. Höfig bot den interessierten Zuhörenden eine Zeitreise durch die Entwicklung der Robotik, bei der es unter anderem um verschiedene Robotertypen ging. In der fachlichen Diskussion zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass sie bereits gute Vorkenntnisse besaßen und die Thematik in der Tiefe hinterfragten.
Barrierefreiheit und Trainingsdaten
Bei Prof. Dr. Constance Richter vom Studienbereich Human Centricity erhielten die Schülerinnen und Schüler einen spannenden Einblick in die Thematik der Barrierefreiheit. Sie erlebten Barrieren am eigenen Körper durch die Simulation von Sehbehinderung durch Brillen und Mobilitätsproblemen durch Gewichtsmanschetten. Aber nicht nur körperlich bedingte Barrieren wurden thematisiert, sondern auch physiologische Rahmenbedingungen und sprachliche bzw. typographische Gestaltung. Der dritte Workshop drehte sich um Künstliche Intelligenz, vielseitig illustriert durch Echtzeitbeispiele und Mitmachangebote mit dem Smartphone von Prof. Dr. Holger Schmidt. Geklärt wurden Fragen wie: „Was sieht, hört, liest und schreibt ein Computer?“, „Was ist der Unterschied zwischen klassischer Programmierung und Machine Learning bzw. KI?“ Dabei wurde auch deutlich, welche Rolle Trainingsdaten in diesem Zusammenhang spielen.
Ein Quiz und ein Abschied zum Abschluss
Ganz im Sinne der klassischen Ergebnissicherung wurde zum Abschluss ein humorvolles Quiz durchgeführt, an dem die Schülerinnen und Schüler mit Ihrem Smartphone rege teilnahmen. Die Sieger auf den drei ersten Plätzen wurden mit Preisen belohnt. Der Schluss der Veranstaltung war geprägt von Dankbarkeit und auch leiser Wehmut: Der federführende Lehrer Anton Gösele verabschiedet sich am Ende des Schuljahres in den Ruhestand und wurde von den Schülerinnen und Schülern für seinen einzigartigen Einsatz mit einer an der Hochschule gefertigten, elektronischen Jukebox als Geschenk und rauschendem Applaus belohnt.
