News

Vorlesen

Israelische Start-up-Kultur „reloaded“ Hochschule Aalen zu Besuch im Silicon Wadi in Tel Aviv

Image 678 190227 telaviv gruppe2 fotogavriella harel

Studierende des Masterstudiengangs Business Development lernen auf ihrer Exkursion in Tel Aviv nicht nur die Start-up-Szene, sondern auch die israelische Kultur kennen.

Tu, 05. March 2019

Zum Abschluss des Wintersemesters waren 16 Studierende aus Aalen auf Exkursion in der Start-up Metropole Tel Aviv. Firmenbesuche bei Start-ups, Vorträge erfolgreicher Gründer und als Highlight ein Pitch Event – die Studierenden hatten ein buntes Programm, bei dem auch der kulturelle Austausch nicht zu kurz kam.

Jedes Semester unternimmt der Masterstudiengang Business Development der Hochschule Aalen eine Reise in eine international angesagte Start-up-Metropole. So sollen die Studierenden die verschiedenen Kulturen der Start-ups hautnah miterleben und sich mit erfolgreichen Gründern austauschen. Dieses Jahr ging es zum zweiten Mal nach Tel Aviv in Israel. Dort herrscht eine besondere Einstellung gegenüber den Start-ups: zu scheitern und anschließend neu zu starten wird als Teil der Start-up-Kultur angesehen und zählt als wertvolle Erfahrung. Investoren betrachten das Scheitern oft nicht als etwas Negatives, sondern als eine Lernkurve.

Zu Gast bei erfolgreichen Gründern

Zum Auftakt gab der CEO der deutsch-israelischen Industrie- und Handelskammer einen Überblick zu den Besonderheiten des dynamischen Landes und seiner stetig wachsenden Start-up-Szene. Beim Programm folgte ein Highlight dem anderen, wie der Besuch bei BEYONDVERBAL, einem Start-up, das sich mit Spracherkennung, medizinischer und psychologischer Diagnostik beschäftigt. Im Kamingespräch mit dem CEO von ClearCut, einem Unternehmen in der Medizintechnik, das kompakte MRT-Geräte für schnelle Diagnosen von Krebsgewebe im OP herstellt, berichtete dieser über seinen persönlichen Eindruck zum Werdegang von Start-ups und zeigte die Unterschiede israelischer zu deutschen Rahmenbedingungen bei der Start-up-Gründung auf. Eine besondere Erfahrung für die Gruppe war auch die Teilnahme an einem Pitch Event im Co-Working Space „Urban Place“. Beim „StartupBattle133“ versuchten sechs ausgewählte Start-ups, Investoren von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen.

Zu einem interkulturellen Austausch gehören natürlich auch Gespräche informeller Art – zum Beispiel im Hostel mit Reisenden aus aller Herren Länder. Bei einer geführten Tour durch Jerusalem konnte die Gruppe außerdem die Komplexität der Stadt mit ihren parallel bestehenden Religionen und Kulturen sowie ihren politischen Konflikten erleben.

Einzigartige Kombination 

Das israelisch Eco-System für Start-ups basiert auf einer einzigartigen Kombination aus drei Faktoren: Erstens nimmt Israel Immigranten in großer Anzahl auf. So kamen in den 90er-Jahren eine Million Immigranten, darunter viele gut ausgebildete Akademiker aus der ehemaligen UdSSR. Außerdem hat die Regierung in den 90er-Jahren ein Programm (YOZMA) zur konsequenten Förderung der Start-up-Infrastruktur aufgesetzt. Dabei unterstützen spezielle Einrichtungen Unternehmen auf dem Weg der Existenzgründung mit staatlich finanziertem Startkapital. Darüber hinaus werden im israelischen Militär junge Israelis in großer Zahl in Eliteeinheiten auch in wirtschaftlicher Hinsicht ausgebildet, um für die Zeit nach dem Militärdienst beruflich gerüstet zu sein.

Am Ende der Reise freuten sich Studiendekan Professor Dr. Harry Bauer und die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter aus stAArt-Up!de, Christian Kling und Nicole Gentner, dass alle Teilnehmer mit vielfältigen positiven Eindrücken und wohlbehalten wieder nach Hause zurückgekehrt sind.

Weitere Informationen zum Masterstudiengang Business Development gibt es hier.

 

Bildnachweis: © Hochschule Aalen/Gavriella Harel