Unternehmen nutzen InnovationsmethodenErfolgreiche Veranstaltung „Mit Methode zur Innovation - fit for future?“

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Prof. Dr. René M. Niethammer (2. v. l.) und Dr. Wolfgang Rimkus (3. v.r.) zählten zu den Referenten des Veranstaltung.

We, 13. July 2016

Innovationen entstehen nicht zufällig: Dies zeigten Unternehmen wie Voith, Zeiss und Bombardier anhand von Praxisbeispielen bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung der Hochschule Aalen und der IHK Ostwürttemberg in der Aula der Hochschule Aalen.

Die meisten Innovationen in den Unternehmen zielen darauf ab, bestehende Produkte besser zu machen. Über viele Jahre waren in Deutschland vor allem bessere Produkte der Garant für den wirtschaftlichen Erfolg. Dass das in der Zukunft vielleicht nicht mehr reichen wird, unterstrich Dr. Wolfgang Rimkus von der Hochschule Aalen in seiner Begrüßung: „Die Digitalisierung stellt althergebrachte Denkmuster und Erfolgsprinzipien noch mehr in Frage. Mit neuen digitalen Technologien und Geschäftsmodellen müssen Innovationen viel umfassender verstanden werden.“ Die Antwort auf die Frage, wie Innovationen in Unternehmen systematisch entstehen können, gab Prof. Dr. René M. Niethammer von der Hochschule Aalen. Der Professor für Innovationsmanagement erklärte, dass klar strukturierte Abläufe in Unternehmen notwendig seien, damit Ideen wachsen könnten - und sich dann auch in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umsetzen zu lassen.

Die Halbleiterindustrie ist eine hochdynamische Branche. Innovationen sind unabdingbar und gerade in diesem Sektor das Differenzierungsmerkmal schlechthin. Deshalb werden bei der Carl Zeiss SMT GmbH in Oberkochen Innovationen nicht dem Zufall überlassen. Beim führenden Systemlieferanten für die Halbleiterindustrie werden Innovationsmethoden eingesetzt, wann immer Produktideen hervorgebracht oder Probleme gelöst werden sollen. Dr. Stephan Back und Sarah Johannes erklärten, dass mit funktionsübergreifenden Teams und Methoden wie „TRIZ“ oder „Design Thinking“ schneller und strukturierter neue Ideen gewonnen werden können.

Immer mehr Unternehmen setzen Innovationsmethoden erfolgreich ein. So berichtete Dr. Falko Baier, Technologiemanager bei der Voith Turbo GmbH & Co. KG in Heidenheim, dass Methoden wie „TRIZ“ dabei helfen, ein technisches Problem systematisch zu analysieren und innovative Lösungen zu finden. Auch beim Hersteller von Schienenverkehrstechnologien Bombardier hilft „TRIZ“ bei Neuentwicklungsprojekten. Thomas Nagel, Director Design Excellence, erklärte, wie mit Hilfe von „TRIZ” neue Stromabnehmer für elektrisch angetriebene Schienenfahrzeuge entwickelt wurden.