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Einmal USA und zurück! Drei Maschinenbau-Studierende sind begeistert von ihrem Semester in Kalifornien und Colorado

Di, 05. Februar 2019

Die USA. Ein ganzes Semester lang. Für viele ein Traum, für drei Studierende des Studiengangs Maschinenbau / Produktion und Management Wirklichkeit. Als die ersten USA-Outgoings ihres Studiengangs studierten sie an zwei Partneruniversitäten: Holger Havlin und Jan Groß in Kalifornien, Franziska Steidle in Colorado. Die drei Studierenden der Hochschule Aalen und ihr Studiendekan, Professor Dr. Harro Heilmann, durch den die Partnerschaften mit den US-Universitäten zustande kamen, berichten von ihren Erlebnissen in den USA.

„Die ersten drei Tage verbrachten Holger und ich in San Francisco, bevor Ende August das Semester mit der großen ‚Orientation Week‘ startete“, erzählt Groß. Während ihres Auslandssemesters wohnten die beiden jungen Männer direkt auf dem Campus der privaten „University of the Pacific“ in Stockton, das ungefähr 130 Kilometer östlich von San Francisco entfernt liegt. Ihre Kommilitonin studierte zeitgleich an der staatlichen Technischen Universität “Colorado School of Mines” in Golden, etwa 15 km westlich von Denver. Die angehende Ingenieurin lebte zusammen mit ihrer Mitbewohnerin in einer Studentensiedlung in Campusnähe. Alle drei Studierenden nutzten das Baden-Württemberg-Stipendium zur Finanzierung ihres Auslandssemesters.

College Life

„Hey, the Germans“, wurden die Studenten in Kalifornien gleich von der internationalen Studentenverbindung „Theta Chi“ begrüßt. Denn bereits während ihres gemeinsamen Praxissemesters hatten die zwei Maschinenbaustudenten den Amerikaner Gavin kennengelernt. Durch Gavin, der ebenfalls an „University of the Pacific“ studiert, bekamen die beiden Kontakt zu der Verbindung.

Ein großer Unterschied zu Vorlesungen an deutschen Hochschulen ist der zeitintensive Arbeitsumfang. Die Studierenden bekommen Hausaufgaben und es werden Noten für Mitarbeit und Anwesenheit vergeben. Es ist normal mehrere benotete Tests während des Semesters zu schreiben „Unter der Woche war bei meinen amerikanischen Kommilitonen daher hauptsächlich lernen angesagt“, erinnert sich Steidle. „Die intensive Betreuung in den USA ist natürlich toll, aber aus unserem deutschen System kommen gute ausgebildete Absolventen, die sich selbst organisieren können“, so Prof. Harro Heilmann, der selbst viele Jahre USA-Erfahrung hat und die akademischen Beziehungen zu den beiden US-Partneruniversitäten etablierte und regelmäßig pflegt.

Die drei Studierenden können nach ihrer Erfahrung beiden Systemen viel abgewinnen. Auf jeden Fall ermuntert einen das deutsche System zu viel Selbstständigkeit: „Man lernt sich selbst zu organisieren und Aufgaben zu priorisieren.“ Die amerikanischen Studenten kamen richtig in Prüfungsstress. Man darf dabei allerdings auch nicht die hohen Gebühren vergessen, die hinter einem Studium in den USA stecken. Die drei erinnern sich schmunzelnd an Schlafbereiche, die während der Prüfungszeit in der Bibliothek eingerichtet wurden, an ‚Midnight Breakfasts‘ und Massagen, um die prüfungsgestressten Studierenden zu motivieren. „Die Amerikaner machen eben aus allem ein Event“, sagt Groß. Die Amerikaner lernten sie als offen und hilfsbereit kennen, die einen schnell aufnehmen. Das Klischee, wonach Amerikaner als sehr unverbindlich gelten, bestätigte sich leider in manchen Fällen, „aber man lernt damit umzugehen“, so Halvin.

Wie klappte es sonst mit der Verständigung? „Die Hemmschwelle englisch zu sprechen wurde gesenkt. Man ist sehr schnell drin“, erzählt Groß. „Und für die schriftlichen Ausarbeitungen hatten wir immer genug Zeit für die Vorbereitung“, ergänzt Steidle. Halvin lacht: „Man kann sagen, wir kamen gut durch das Semester.“

Auf Reisen

Bei einem Sprung über den großen Teich darf das Sightseeing natürlich nicht zu kurz kommen. Die Wochenenden haben die drei Deutschen oft dazu genutzt, um Ausflüge zu unternehmen. Für die Studentin ging es zusammen mit anderen Austauschstudenten zum Zelten quer durch Colorado, mit dem Mietauto in die Rocky Mountains, in den Mesa-Verde-Nationalpark, in den verschneiten Yellowstone Park und per Flugzeug nach San Diego an die Südspitze Kaliforniens.

Bei den beiden Männern standen unter anderem ein Ausflug zum Calaveras Big Trees State Park, der Wälder mit Riesenmammutbäumen beherbergt, sowie ein Trip zum Yosemite National Park auf dem Programm.

Fazit: Empfehlenswert!

Pünktlich zu Weihnachten waren sie wieder Zuhause. Die Faszination Amerika hält an, denn eine Rückkehr ist bei allen drei für 2019 fest eingeplant: Groß und Halvin werden mit ihren jeweiligen Freunden und Familien zurück nach Kalifornien kommen um ihnen zu zeigen, wo sie ihr Auslandssemester verbracht haben. Steidle wird einen Freund in Mexiko besuchen. Vorher stehen jedoch erst einmal die Bachelorarbeiten an.

„Bei Auslandsaufenthalten schafft man sich kulturelle und landschaftliche Erinnerungen, die einen für das Leben inspirieren und prägen“, so ihr Professor. Im Herbst fliegt er mit Kollegen in die USA um dort Vorträge an den Partneruniversitäten zu halten und die Partnerschaften weiter auszubauen. „Die USA sind schon eine andere Welt“, resümiert Halvin, „aber als Deutscher lebt man sich gut ein“, ergänzt Groß. Alle drei können nur empfehlen, für ein Auslandssemester in die USA zu gehen!


Fotonachweis zu Bild von Jan Groß: © Holger Havlin
Fotonachweis zu Bild von Holger Havlin: © Jan Groß
Fotonachweis zu Bild von Franziska Steidle: © Friederike Tiedtke