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5. November 2026

Silicon Valley hautnah: Speed, KI, Innovation – neue Perspektiven und internationale Einblicke

Wie entstehen Innovationen? Welche Ideen prägen die Technologien von morgen? Wohin führt uns künstliche Intelligenz, auch mit Blick auf ihren wachsenden Energiebedarf? Und was macht das Silicon Valley zu einem der bedeutendsten Innovationszentren der Welt? Vom 11. bis 16. Oktober 2026 sind Studierende aus den Masterstudiengängen Leadership in Industrial Sales & Technology und Advanced Materials and Manufacturing diesen Fragen direkt vor Ort nachgegangen. Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Dr. Alexander Grohmann, der die Exkursion initiiert und organisiert hat, und von Prof. Dr. Arndt Borgmeier. Zwischen inspirierenden Keynotes, persönlichen Begegnungen und Besuchen bei international führenden Unternehmen erlebte die Gruppe, wie Forschung, Technologie und Unternehmertum im Valley ineinandergreifen.

Studierendengruppe vor der Golden Gate Bridge

Den Kern des Programms bildeten Keynotes ausgewiesener Persönlichkeiten aus Technologie und Wirtschaft. Gert Christen (Unternehmer und Professor an der University of California, Berkeley), Timothy Chou (ehemaliger Präsident des Cloud-Geschäfts von Oracle und Professor an der Stanford University), Dr. Mario Herger (Technologietrendforscher und Autor) sowie Steve Feyer (Director of Solutions Marketing & Competitive Intelligence bei WalkMe) eröffneten ganz unterschiedliche Blickwinkel auf technologischen Wandel, unternehmerisches Denken und Innovation. Die Vorträge regten zu einer kritischen Auseinandersetzung damit an, wie neue Technologien Unternehmen und Märkte verändern. Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit den Referenten. Er machte die Keynotes zu einem der Höhepunkte der Reise.

Physical AI: der prägende Trend der kommenden Jahre
„Zwei Erkenntnisse zogen sich wie ein roter Faden durch die Woche“, resümiert Prof. Dr. Alexander Grohmann. „Erstens wird Physical AI der prägende Trend der kommenden zehn Jahre und das ist – in meiner Interpretation – die Chance für Deutschland. Damit meine ich künstliche Intelligenz, die über Roboter, autonome Systeme und intelligente Maschinen unmittelbar in der physischen Welt wirkt. Zweitens stehen wir mit KI trotz aller Dynamik der vergangenen Jahre erst ganz am Anfang. Die eigentlichen Veränderungen für Unternehmen, Märkte, Arbeitswelt und auch Ausbildung liegen noch vor uns.“

Persönliche Gespräche ergänzten das Programm um tiefe Einblicke in die Praxis. Bei der German American Chamber of Commerce (GACC) tauschte sich die Gruppe mit Simone Fiese aus. Bei Plug and Play, einem der bekanntesten Start-up-Inkubatoren und -Investoren der Region, zu dessen frühen Investments u. a. Dropbox und PayPal zählen, sprachen sie mit Partner Johannes Rott. Gerade für die Studierenden zeigten diese Begegnungen, wie vielfältig Karrierewege verlaufen können und welche Rolle Offenheit, Austausch und der Mut zu neuen Perspektiven für die berufliche Entwicklung spielen.

Wie Innovation in Forschung und Unternehmen konkret Gestalt annimmt, erlebten die Masterstudierenden bei mehreren Besuchen vor Ort. Eine Führung über den Campus der Stanford University vermittelte Eindrücke von einer der renommiertesten Universitäten der Welt. Im ZEISS Innovation Center lernten sie aktuelle technologische Entwicklungen kennen. Im Austausch mit Vice Presidents und Product Managern aus unterschiedlichen Bereichen bekam die Gruppe facettenreiche Einblicke in die Arbeit des Unternehmens. Im Apple Experience Center erlebten sie die Produkte und die Markenwelt von Apple aus erster Hand. Dort berichtete Adrienne Neumann, Vice President Global Development, auch von ihrem beruflichen Werdegang und ihren Erfahrungen in einem global agierenden Technologieunternehmen.

Möglich wurde die Exkursion erst durch das Engagement der Gruppe selbst. Aus eigener Initiative hatte sie insgesamt 9.000 Euro eingeworben und damit die Reise subventioniert. Unterstützt wurden sie dabei durch das Institut für Internationalen Technischen Vertrieb Aalen e. V. sowie die Unternehmen Günther + Schramm, BOSIG, Kärcher, EST Technologie, Baumann, Wasseralfinger Bier und Horlbeck. 

Jährliche internationale Exkursionen geplant
Neben dem fachlichen Programm blieb auch Zeit, San Francisco gemeinsam zu entdecken. Ein besonderes Highlight war die Radtour über die Golden Gate Bridge mit eindrucksvollen Ausblicken auf die Stadt und die Bucht. Dieses gemeinsame Erlebnis hat den Zusammenhalt der Gruppe zusätzlich gestärkt. Mit vielen neuen Eindrücken, Denkanstößen und wertvollen Kontakten im Gepäck gingen sechs intensive Tage zu Ende. Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, wie inspirierend es für die Studierenden ist, Innovation dort zu erleben, wo neue Ideen entstehen, unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und Zukunft gestaltet wird. „Deshalb“, so Prof. Grohmann, „plane ich, das Format mit unterschiedlichen Zielen künftig jährlich zu initiieren. Denn diese weitere inspirierende, prägende Komponente macht ein Studium an der Hochschule Aalen noch ein wenig attraktiver, als es bereits ist“.

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