29. Juni 2026

Junior-Ingenieur-Akademie des THG Aalen zu Besuch im Labor für Spanende Fertigung

Die Klasse 10 der Junior-Ingenieur-Akademie des Theodor-Heuss Gymnasiums erhielt im Labor für Spanende Fertigung spannende Einblicke in moderne Fertigungstechnologien durch Prof. Dr. Eckehard Kalhöfer und Michael Hafner. Neben präziser Messtechnik und CNC-Fertigung stand auch ein besonderes Forschungsprojekt im Fokus: die Herstellung von Bauteilen aus Mondstaub für zukünftige Raumfahrtmissionen.

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Spanende Fertigungsverfahren“ besuchte die Klasse 10 der Junior-Ingenieur-Akademie des Theodor-Heuss Gymnasiums kürzlich gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Frau Ebert das Labor für Spanende Fertigung an der Fakultät Maschinenbau / Werkstofftechnik. Dort erhielt die Klasse praxisnahe Einblicke in moderne Fertigungsverfahren sowie in verschiedene Möglichkeiten der präzisen Messtechnik.

Zu Beginn führte Michael Hafner die Klasse in das CNC-Drehen ein. An einer CNC-Drehmaschine erklärte er anschaulich, wie der vollautomatische Werkzeugwechsel mithilfe eines Revolvers funktioniert. Außerdem zeigte er, welche Bedeutung die Programmierung bei CNC-Maschinen hat und worin die Vorteile, aber auch die Grenzen im Vergleich zum konventionellen Drehen liegen.

Im anschließenden Messpraktikum konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Dabei standen der richtige Umgang mit dem Messschieber sowie die Bedeutung von Toleranzen und Messgenauigkeit im Mittelpunkt. Zusätzlich wurde verdeutlicht, wie sich die Bügelmessschraube vom Messschieber unterscheidet und warum mit ihr besonders genaue Messungen möglich sind.

Danach stellte Prof. Dr. Eckehard Kalhöfer ein hochpräzises Koordinatenmessgerät der Firma Zeiss vor. Mit diesem Gerät können Werkstücke äußerst exakt vermessen werden, sodass selbst kleinste Abweichungen sichtbar werden. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei erkennen, dass sogar Spuren der Einspannung am Werkstück nachweisbar sind, die während des CNC-Drehens entstanden waren.

Besonders spannend war außerdem der Einblick in ein außergewöhnliches Forschungsprojekt von Frau Prof. Dr. Miranda Fateri, das Prof. Dr. Kalhöfer der Klasse vorstellte. Dabei ging es um die Nutzung von Mondstaub als Werkstoff für den 3D-Druck. Im Rahmen eines Parabelflugs wurden Bauteile unter Bedingungen der Mondgravitation gefertigt. Dadurch wurde deutlich, welche Rolle moderne Fertigungstechnologien künftig auch in der Raumfahrt spielen könnten.

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