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Südafrika – ein Land voller GegensätzeMaschinenbau-Studentin Anna-Maria Hengster berichtet von ihrem Auslandssemester

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Anna-Maria bei ihrer Arbeit mit PA2200, einem weißen Polyamid.

Mi, 13. September 2017

Anna-Maria Hengster verbringt ihr letztes Semester ihres Maschinenbau / Produktion und Management-Studiums im Science Park der Partneruniversität „Vaal University of Technology“ in Südafrika. Ende Juli landete die Studentin in Vanderbijlpark und schreibt über ihre ersten Wochen auf der Südhalbkugel.

“Mein siebtes und somit letztes Semester im Studiengang Maschinenbau / Produktion und Management verbringe ich in der Stadt Vanderbijlpark in der Provinz Gauteng. Wir befinden uns im Norden Südafrikas, 50 km vor den Toren von Johannesburg und Pretoria. Ich habe mich dafür entschieden, mein Semester im Southern Gauteng Science Park für Lasersintering Prototyping zu absolvieren.

Der erste Monat in Südafrika ist vorüber. Grenzen- und horizonterweiternd dürften hier die passenden Stichwörter sein. Es ist ein Land mit unzähligen Gegensätzen. Sprachen, Lebensweisen, Vegetation und selbst die Jahreszeiten sind in dem Land, das mehr als 3-mal so groß ist wie Deutschland, am selben Tag verschieden. Die Kunst besteht darin, dies alles aufzunehmen und zu verstehen. Geographisch betrachtet ist Südafrika eines der ältesten Regionen der Erdgeschichte. Historisch hat es mit Nelson Mandela, der in den 1990ern in der ersten demokratischen Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten in der Landesgeschichte gewählt wurde, und dem Ende der Apartheid eine der jüngsten geschichtlichen Wendungen genommen.

Nach den ersten Wochen kann ich begeistert berichten, dass der technologische Standard im Labor absolut mit dem europäischen vergleichbar ist. Es ist mir somit durch dieses Auslandssemester möglich, meine Qualifikationen im Fertigungsverfahren Prototyping tiefgehend zu erweitern. Meine Tätigkeit besteht hauptsächlich und vorzugsweise aus wissenschaftlicher Arbeit im Pulverbereich PA2200, einem weißen Polyamid, und dem Maschinenpark der Münchner Firma EOS, speziell der P100. Derzeit spezialisiere ich mich auf Dichteunterschiede im unprinted/printed- Zustand, die für eine Cost Calculation die Basis sein werden und konnte bereits erste Ergebnisse erzielen.

Ich bin mir sicher, dass die Erlebnisse in Südafrika und die Arbeit hier im Science Park für meine berufliche wie persönliche Erweiterung eine Bereicherung darstellen werden und freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit mit den Kollegen. Speziell bedanke ich mich bei David Mauchline, der hier mein Mentor ist und bei Prof. Dr. Holzbaur, welcher den Kontakt zum Science Park hergestellt hat.“