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Karl Amon Optometry Award 2016 verliehenPreis geht an Janina Braun und Martin Kündig

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Di, 22. November 2016

Am Samstag wurden über 40 Bachelor- und über 20 Masterbriefe an Augenoptiker/Optometristen überreicht. In Rahmen dieser feierlichen Veranstaltung wurde auch der neunte Karl Amon Optometry Award verliehen. In diesem Jahr ging der mit insgesamt 2.000 Euro dotierte Preis an Janina Braun und Martin Kündig. Beide Studierende des berufsbegleitenden Masters Vision Science and Business (Optometry) haben mit ihrer Thesis eine ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit von praktischem Nutzen für die Branche erarbeitet, so die Begründung der Jury.

Janina Braun hat in ihrer von dem äußerst praxiserfahrenen Optometristen, Dozenten und Masterabsolventen Thomas Hofmann (Basel, Schweiz) betreuten Masterthesis das relativ neue Screeningverfahren RetinaLyze untersucht. RetinaLyze kann fundiert ausgebildete Augenoptiker/Optometristen effizient dabei unterstützen eine diabetische Retinopathie (DR) und altersbedingte Makuladegeneration (AMD) aufzudecken. Frau Braun analysierte dazu 100 gesunde Netzhautbilder sowie jeweils 100 Fundusbilder mit den Merkmalen einer DR- und AMD-Erkrankung. Von den insgesamt 300 Netzhautbildern wurden seitens RetinaLyze 73,7 % korrekt und 26,3 % falsch ausgewertet. Es zeigt sich also, dass auch hier dass das Zusammenwirken von Mensch und Maschine erfolgsentscheidend ist. Oder anders ausgedrückt: Nur ein sehr verantwortungsbewusster Umgang mit RetinaLyze durch fachlich kompetente Optometristen und eine erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten aus dem Berufsfeld der Augengesundheit sind Voraussetzung für das Wohl der AMD- und DR-Patienten.

Martin Kündig hat seine Masterthesis an der US-amerikanischen Partneruniversität, dem College of Optometry der Pacific University in Oregon, geschrieben. Im Rahmen der Visual Fatigue Studie wurden weltweit erstmalig visuelle Funktionen und subjektive Empfindungen während achtstündiger Bildschirmarbeit kontinuierlich aufgezeichnet. In der durch Doktor Yu-Chi Tai, Professorin am Vision Performance Institute (VPI) der Pacific University, betreuten Thesis berichtet Martin Kündig von Veränderungen in der Nahtrias und korreliert diese mit der subjektiv empfundenen mentalen und physischen Ermüdung. Bis dato wurde es vermutet, Martin Kündig hat empirisch belegt: Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit wirken der Ermüdung entgegen und sind somit unverzichtbar. Die Ergebnisse dieser praxisorientierten Masterthesis enthalten Handlungsempfehlungen für den Augenoptiker zum Umgang mit betroffenen Kunden bzw. Patienten und unterstützen Hard- und Software- Unternehmen in der Entwicklung optimierter Geräte.

Auf dem Foto v.r.: Martin Kündig und Janina Braun (Preisträger), Karl Amon (Stifter des mit 2.000 Euro dotierten Karl Amon Optometry Awards.