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Studierende machen die Nacht zum Tag„Lange Nacht der Projektarbeit“ an der Hochschule Aalen war ein voller Erfolg

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Wie man Projektarbeiten planen und entspannt angehen kann, lernten die Studierenden bei der ersten "Langen Nacht der Projektarbeit".

Do, 21. April 2016

Wenn es bei der Projektarbeit mal wieder fünf vor zwölf ist, stehen Angstschweiß, Stress und Panik auf der Tagesordnung. Dabei könnte alles so einfach sein – hätte man sich entsprechend vorbereitet. Wie sich Projektarbeiten planen und entspannt angehen lassen, hat die Hochschule Aalen ihren Studierenden jetzt in der ersten „Langen Nacht der Projektarbeit“ in der Hochschulbibliothek auf dem Burren gezeigt.

Die Aufzugtür öffnet sich. Sieben Studierende drängen aus der Enge. Zielstrebig bewegen sie sich auf den Berndt-Ulrich-Scholz-Raum zu, belegen schnell die letzten freien Stühle. Groß ist der Andrang im zweiten Obergeschoss der Aalener Hochschulbibliothek an diesem Abend. Auf dem Programm steht die erste „Lange Nacht der Projektarbeit“.

Um 17.30 Uhr tritt Silke Egelhof vom Bibliotheksteam vor die Studierenden, die inzwischen auch hinter den Stuhlreihen und bis auf den Flur hinaus stehen. Aufmerksame Blicke begegnen ihr. Egelhof begrüßt und erläutert in wenigen Worten, was die Besucher bei dieser Premiere erwartet. „Vorträge, Beratung, Schreiben“ ist die Veranstaltung überschrieben. Schreibplätze wurden eingerichtet. Ein Snackbuffet mit Powerfood – zum Beispiel Gemüse-Sticks, Nüsse oder Käse – soll den Teilnehmern die nötige Kraft spenden, bis zum Ende, das auf 22 Uhr angesetzt ist, durchzuhalten. An drei Beratungsstationen (Schreiben, wissenschaftliches Arbeiten und Microsoft Office) bekommen die Studierenden von Experten ihre individuellen Fragen beantwortet.

Wie sie bei ihrer Projektarbeit am besten durchhalten, zeigt den Studierenden gleich zum Auftakt Claudia Brüggert von der Psychosozialen Beratungsstelle des Studierendenwerks Ulm. Ihr Vortrag hat das Thema: „Konzentration- und Leistungssteigerung durch Entspannung“ – vom autogenen Training bis zu Qigong. Jeder Referent bekommt an diesem Abend etwa 20 Minuten Vortragszeit. Kurze Pause. Dann geht es weiter. Im 30-Minuten-Takt finden so insgesamt neun Vorträge statt.

Silke Egelhof stellt die Literaturrecherche-Software „Citavi“ vor und macht die Studierenden mit Tipps rund um Literaturrecherche fit für Projektarbeiten. Der Leiter der Campus-IT, Matthias Holst, zeigt, wie Formatvorlagen und andere Features das Verwenden von Microsoft Word erleichtern. Lilian Roth versetzt die Besucher mit Office-Yoga in Bewegung. Miriam Bischoff, Leiterin der Zentralen Studienberatung, gibt kreative Tipps gegen Schreibblockaden. Studienberaterin Susanne Reuter referiert über „Wissenschaftliches Schreiben mit Stil“. Doris Düwel befasst sich mit häufig auftretenden Missverständnissen beim Schreiben von englischen Texten. Bei Ulrike Bretzger, Leiterin der Hochschulbibliothek, erfahren die Teilnehmer zu fortgeschrittener Zeit um 21.30 Uhr, wie man Plagiate erkennt und wie sich diese durch richtiges Zitieren vermeiden lassen.

„Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen“, lautet am Ende das Fazit von Manuel Hartenfels. Er macht an der Hochschule seinen Master in Wirtschaftsinformatik. „Ich konnte viele Tipps und Hilfestellungen für meine Masterarbeit mitnehmen“, sagt er und stellt vor allem die Angebote der Bibliothek rund um die Recherche von Quellen und deren Aufarbeitung heraus: „Die waren mir vorher so nicht bekannt.“ Alles in allem sei die „Lange Nacht der Projektarbeit“ eine wirklich lohnenswerte Veranstaltung gewesen, die unbedingt wiederholt werden sollte.

Zu diesem Fazit kommt auch Silke Egelhof, die die Veranstaltung zuvorderst organisiert hat: „Wir sind sehr zufrieden.“ Zwar seien kurz vor 21 Uhr einige gegangen, weil sie auf den letzten Zug gemusst hätten. „Dafür kamen einige erst später neu hinzu“, sagt sie. An den Schreibplätzen hätte nur wenig Betrieb geherrscht, dafür seien die Lernstationen gut besucht gewesen.

Die Studierenden machen an diesem Abend die Nacht zum Tag. Eine Wiederholung der Veranstaltung ist für das kommende Semester schon fest eingeplant.