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Ethik in der digitalen WeltÖffentliche Tagung der berufsbegleitenden Wirtschaftinformatiker

Mo, 04. April 2016

In unserer digitalen Welt werden immer mehr Daten gespeichert, verarbeitet und zueinander in Beziehung gesetzt. Die Digitalisierung durchdringt die verschiedenen Lebens- und Berufswelten. Das wirft eine Reihe ethischer Fragen auf, die Gegenstand der Tagung „Ethik in der digitalen Welt“ sind. Zu der kostenlosen, öffenlichen Veranstaltung am Freitag, 27. Mai 2016, lädt jetzt der berufsbegleitende Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik ein.

Die Tagung richtet sich an Studierende, die Credit Points im Rahmen des Studium Generale sammeln wollen, an Studieninteressierte des Masters Wirtschaftsinformatik (berufsbegleitend) sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Sie beschäftigt sich u.a. mit folgenden ethischen Fragen:

  • Sprechende Smartphones, Armbanduhren mit Bewegungsaufzeichnung, Drohnen und selbstfahrende Autos: Worin liegen Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz in unserem Alltag?
  • Internetgiganten wie Google, Facebook, Amazon sowie auch immer mehr Unternehmen mit klassischen Geschäftsmodellen, ziehen wirtschaftlichen Nutzen aus unserer Teilhabe an sozialen Netzwerken. Leistungen von Unternehmen werden oftmals oder sogar ausschließlich mit Daten bezahlt. Finden Kommunikation und Mediennutzung in einer rein ökonomischen, datengetriebenen Infrastruktur statt?
  • Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt. Werden aufgrund der leichten Verfügbarkeit von Informationen im Internet ganze Berufe wegfallen? Welche Rolle spielen Maschinen zukünftig hierbei?
  • Wie vertragen sich die Überwachungsmethoden von Geheimdiensten zu Werten wie Datensicherheit und Datenschutz? Sind wir auf dem Weg in die totale Überwachung? Haben wir noch Privatsphäre?
  • Der Einsatz von Big Data-Methoden ermöglicht Vorhersagen menschlichen Handelns. Werden wir zu „Gefangenen von Wahrscheinlichkeiten“? Wird unser Verhalten zunehmend transparent und kalkulierbar? Werden Handlungsfreiheit und Autonomie aus dem menschlichen Verhalten „herausgerechnet“?

Unsere Vortragenden sind renommierte Forscherinnen und Forscher der Universität Tübingen, der Technischen Universität München, der DHBW Heidenheim und der Hochschule Aalen. Sie beleuchten in ihren Vorträgen diese und ähnliche Aspekte. Das genaue Programm können Sie dem Tagungsflyer entnehmen.

Ziel ist es, gemeinsam eine digitale Ethik im Sinne einer kritischen Reflexion über das gute Leben zu erarbeiten. Denn neben digitalem Know-how (das für die Digital Natives der heutigen Studierendengeneration bereits selbstverständlich ist) brauchen wir alle auch ethisches Handlungs-, Orientierungs- und (daraus erwachsendes) Entscheidungswissen.

Die Tagung wird wird unterstützt vom Förderprogramm „Technik- und Wissenschaftsethik“ des MWK Baden-Württemberg.