Studienbereich Informatik und Theater Aalen mit einem Workshop auf der Digi-Konferenz in Frankfurt

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Winfried Tobias vom Theater Aalen, Benjamin Engel, Lukas Schneider und Prof. Carsten Lecon von der Hochschule Aalen organisierten einen Workshop auf der Digi-Konferenz in Frankfurt

Informatiker der Hochschule Aalen und das Theater Aalen haben im Rahmen der von der Bundeszentrale für politische Bildung organisierten Digi-Konferenz in Frankfurt am Main einen gemeinsamen Workshop organisiert und durchgeführt.

Es gab 550 Interessierte aus ganz Deutschland, die an der Konferenz teilnehmen wollten, 350 Plätze waren zu vergeben. Doch letztlich führte die Situation um den Corona-Virus dazu, dass letztlich doch nur ca. 150 Teilnehmende die Reise nach Frankfurt antraten. Dafür waren die Veranstaltungen umso intensiver. In den Plenums-Veranstaltungen wurden viele Themen vor allen aus den Bereichen Bildung mit digitalen Medien, Digitalisierung allgemein und IT-Sicherheit durch Experten vorgetragen und im Plenum angeregt und teilweise kontrovers diskutiert. Auch auf externe Fragen wurde eingegangen, dazu wurde eine Frage-App bereitgestellt. Ergänzt wurde die dreitägige Veranstaltung durch Workshops, in denen die Teilnehmenden selber aktiv werden konnten.

In einem dieser Workshop wurde eine App vorgestellt, die von Informatik-Studierenden der Hochschule Aalen, Benjamin Engel, Lukas Schneider und Thorsten Blank, für das Theater Aalen programmiert worden ist. Grundlage sind erdachte Geschichten, die am Theater im Rahmen der Schreibwerkstatt von Jugendlichen geschrieben worden sind und in die Rätsel eingebaut wurden. Diese Geschichten werden dann von den Teilnehmenden „durchgespielt“. Dazu finden sich die Geschichten in segmentierter Form auf der App wieder, immer wieder unterbrochen durch Aufgaben, bei denen ein Tablet zum Einsatz kam: Es mussten QR-Codes an zu suchenden Stellen gescannt werden, berührungslose Scanner zeigten das erfolgreich Auffinden eines Gegenstandes oder es mussten Lösungsworte/ -sätze genannt werden. Zuvor jedoch musste jede Gruppe entsprechend der jeweiligen Story einen Parcours aufbauen, in dem die QR-Marker und ESP-Mikrocontroller-Sensoren (für das berührungslose Scannen mittels NFC) für die anderen Gruppen, die dann dieser Geschichte folgten, versteckt wurden. Bei der Auswahl der Umgebung und der Gegenstände war Phantasie gefragt, da nur das im Raum zur Verfügung stehende Equipment zur Verfügung stand: So wurde beispielsweise eine Leiter zu einem „Berg“ oder ein Rollbrett zu einer „Straßenbahn“.

Winfried Tobias vom Theater Aalen führte durch das Programm und erörterte auch die zugrundeliegenden didaktisch-methodischen Konzepte des Workshops. Prof. Dr. Carsten Lecon von der Hochschule Aalen war als Betreuer und aktiver Teilnehmer (als Ersatz für den kurzfristigen Ausfall von Gruppenmitgliedern) vor Ort.

Der Workshop zeigte eine Möglichkeit auf, die Handlung eines Theaterstücks mit modernen digitalen Medien – in diesem Fall mobile Endgeräte mit Text, Bild, Ton und Video – zu verknüpfen. Zielgruppe sind vor allem Kinder und Jugendliche. In der Folge gab es viele angeregte Diskussionen, die letztlich dazu führten, dass bei der anstehenden Weiterentwicklung der App neue Kooperationspartner von anderen Institutionen als Ideengeber/innen beteiligt sind.