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Hochschule wächst weiter Dynamik der Forschung ungebrochen - Zeitplan für Waldcampus steht

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Robert Ihl, Claus Schüßler, Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider erläuterten die Hochschulentwicklung sowie die Bauplanung für den Waldcampus.

Do, 23. Mai 2019

Hochschulrektor Prof. Dr. Gerhard Schneider hat gemeinsam mit Oberbürgermeister Thilo Rentschler, Claus Schüßler von Vermögen und Bau Schwäbisch Gmünd und Jugendwerk-Chef Robert Ihl den Baufortschritt bei den Forschungsgebäuden ZTN und ZiMATE sowie die Planungen am Waldcampus vorgestellt. Die Hochschule Aalen wächst weiter: Bereits zum 13. Mal in Folge ist sie die forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ebenso ist die Hochschule Aalen im Bundesprogramm „Forschung an Fachhochschulen“ mit laufenden Projekten im Umfang von über 13 Millionen Euro bundesweit führend. „Der Campus soll deshalb weiter wachsen. Ziel ist, ihn noch besser mit Leben zu füllen“, so Rentschler. „Als Hochschule gestalten wir den Wandel mit. Wir sind froh, in einer Region zu leben, die das stark unterstützt“, betonte Rektor Schneider.

Forschungsgebäude

Der Doppelbau an der Rombacher Straße befindet sich auf der Zielgeraden. Im Dezember 2019 sollen das 20 Millionen Euro teure Gebäude bezogen werden. „Architektonisch reizvoll und Synergien nutzend, bekommt der Baukörper eine edel wirkende Schieferfassade“, erläuterte Amtsleiter Claus Schüßler. „Wir verfolgen mit unserer Forschungsstrategie gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Themen“, sagte Prof. Dr. Gerhard Schneider. Es gehe hier um Digitalisierung, Batterieforschung, effiziente elektrische Antriebe und Photonik. „Die neuen Gebäude sind Ausdruck und Ergebnis erfolgreicher Anträge für angewandte Forschung“, sagte Schneider. „Über 95 Prozent unserer Forschung findet in Kooperation mit Firmen statt.“

Transfer

Die Hochschule Aalen habe aktuell ein anerkanntes Flächendefizit von 12.000 m², erläuterte Schneider. Deshalb sei es sinnvoll, auch langfristig Anmietungen zu planen. Die Stadt Aalen und die Steinbeis-Stiftung sind sich über den Bau eines Transferzentrums entlang der Westumgehung neben dem INNO-Z einig. „Bezüglich eines weiteren Gebäudes zwischen Parkhaus und Campusteil Burren in nächster Nähe zum geplanten Waldcampus sind wir mit privaten Investoren in Gesprächen. Hier könnten wir ein ganz besonderes Projekt mit einem starkes städtebaulichen Signal verwirklichen. In diesem Hochschulforum könnten Forschungseinrichtungen zur Künstlichen Intelligenz, Datensicherheit und Maschinellem Lernen sowie weitere Nutzungen entstehen“, sagte OB Rentschler. „Uns geht es um Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in den Fachrichtungen Maschinenbau, Produktionstechnik, Wirtschaftswissenschaften und Gesundheitsmanagement. Wir wollen mit den schnell entwickelten Anwendungen dringend benötigte Impulse für die gesamte Region setzen“, fügte Schneider hinzu.

Waldcampus

Der Waldcampus kommt ab 2020. Für das neue Fakultätsgebäude für die Wirtschaftswissenschaften stehe die Entwurfsplanung, sie gelte inklusive Kosten- und Terminangaben als Vorlage für die Bauplanung. „Das Gebäude soll in innovativer Holzbauweise entstehen und rund 25,9 Millionen Euro kosten“, informierte Claus Schüßler. Es steht nun die Ausführungsplanung und Ausschreibungen an. Baubeginn soll September 2020 sein, fertig könnte der Bau dann zwei Jahre später im Herbst 2022 sein. Bei der Mensa warte sein Amt auf den Auftrag zur Weiterplanung durch das Finanzministerium. Baubeginn ist Februar 2023, eine Fertigstellung ist für Juni 2025 vorgesehen. „Uns allen erscheint ein paralleler Bau des Fakultätsgebäudes sowie der Mensa jedoch sinnvoll, weil so die Zeit des Baustellenbetriebs verkürzt würde“, sagte Rentschler.

Studentisches Wohnen und Weiterbildung

Jugendwerk-Vorstand Robert Ihl informierte über die geplanten zwei Neubauten mit 90 bis 95 Studentenapartments auf dem Waldcampus. „Die Zimmergrößen sollen sich in den vier- bis sechs Studenten umfassenden Wohngruppen zwischen 20 und 23 m² belaufen. Die fünf- bis sechsgeschossigen Bauten sollen ebenfalls im Herbst 2020 begonnen werden und zwischen 7 und 7,5 Millionen Euro kosten“, sagte Ihl. Hinzu soll eine viergruppige Kita kommen, für die rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt sind. Insgesamt unterhält das Jugendwerk Aalen als gemeinnützige Stiftung derzeit 421 Studentenzimmer und Apartments.

Die Weiterbildungsakademie, die in Zukunft unter dem Namen Graduate Campus Hochschule Aalen firmiert, zieht in neue Räume. Die bislang im Mercatura ansässige Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen (WBA), die im Herbst ihr zehnjähriges Bestehen feiert, soll im Sommer ins Neue Tor im Südlichen Stadtgraben umziehen. 350 m² werden dann zur Verfügung stehen.

Quicklebendiger Campus

Ziel ist ein quicklebendiger Campus: Durch den Bau von Forschungs-, Fakultäts- und Wohngebäuden sowie das Hochschulforum, der Kita und der neuen Mensa soll erreicht werden, dass der Hochschulcampus sich kraftvoll weiterentwickelt. „Gemeinsam mit dem im März 2018 eröffneten explorhino und dem INNO-Z entstand eine Erweiterung des Hochschulcampus, der der wichtigen Bildungseinrichtung auf lange Jahre ihre Zukunftsfähigkeit gewährleistet“, sagte Oberbürgermeister Rentschler. Er wolle dem neuen Gemeinderat vorschlagen, das zwei Semester gültige kostenlose ÖPNV-Ticket für Erstsemester um zwei Semester zu verlängern. Denn durch das Verlegen einer Buslinie bis zum Campus Burren sei die ÖPNV-Attraktivität gestiegen. „In einer Bürgerinfo-Veranstaltung wahrscheinlich im Juli sollen Anwohner, Hochschule und Studierende über den Stand des Masterplans zur Fortentwicklung der Hochschule Aalen informiert werden“, sagte Rentschler.


Fotos: Thomas Siedler/ Saskia Stüven-Kazi