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Wie man Elektromotoren optimiertHochschulpreis der Sparkassenstiftung Ostalb geht an Dominic Hohs

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Preisträger Dominic Hohs (2.v.l.) mit Sparkassenchef Andreas Götz, Prof. Dr. Dagmar Goll und Landrat Klaus Pavel (v.l.n.r.).

Di, 29. Januar 2019

Ein kleines Jubiläum feierte die Sparkassenstiftung Ostalb mit ihrem Hochschulpreis, der gestern Abend bereits zum 20. Mal verliehen wurde. Insgesamt dreizehn Arbeiten waren von den drei regionalen Hochschulen – Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und Hochschule Aalen – vorgeschlagen worden. Von der Hochschule Aalen wurde Dominic Hohs ausgezeichnet. In seiner Masterarbeit ist der Jungforscher der Frage nachgegangen, wie die Struktur magnetischen Materials die späteren Eigenschaften des Elektormotors beeinflusst.

Als Motivation und Würdigung außergewöhnlicher Leistungen zeichnete die Sparkassenstiftung der Kreissparkasse Ostalb die Arbeiten junger Hochschulabsolventen der drei Hochschulen des Ostalbkreises aus. Die Preisträger erhielten neben einer Urkunde und dem Preisgeld in Höhe von je 1.500 Euro die speziell für die Sparkassenstiftung geschaffene Skulptur des erst vor wenigen Wochen verstorbenen, renommierten Schwäbisch Gmünder Bildhauers Eckhart Dietz aus den Händen von Landrat Klaus Pavel und Sparkassenchef Andreas Götz. Die musikalische Umrahmung übernahmen mit Taktgefühl und Passion Moritz Fischer, Dylan Hedrich und Philipp Kühn. Alle drei sind Bundespreisträger des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ und Schüler der Percussionsklasse von Manfred Fischer an der Musikschule Waldstetten e.V.

In seiner Eröffnungsrede erläuterte Landrat Klaus Pavel in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung Ostalb den Gästen die Zielsetzungen der Stiftung. Gleichzeitig lobte er die Qualität aller Arbeiten, die der Region der Talente und Patente alle Ehre machten und freute sich über die Themenvielfalt, die auch die 20. Auflage des Hochschulpreises auszeichne. Sparkassendirektor Andreas Götz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ostalb, betonte den hohen Stellenwert der Hochschulen mit ihren rund 10.000 Studierenden für den Ostalbkreis als Lebens- und Wirtschaftsraum.

Magnetisches Material

Anschließend gaben die Laudationes durch die Vertreter der Hochschulen einen kleinen Einblick in die ausgezeichneten Arbeiten. Professor Dr. Helmut Albrecht von der Pädagogischen Hochschule erläuterte die wissenschaftliche Arbeit „Der Einfluss von Sprache auf die Fachkompetenz – Junge Geflüchtete auf ihrem Weg zur Hauptschulabschlussprüfung im Fach Mathematik“ der Preisträgerin Mareike Lehnert. Professor Marc Guntow von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd stellte die Bachelorarbeit „PACIAN – The Parametric City Analysis Toolbox for Urban Development“ von Yannik Peschke, Maik Groß und Paul Käppler vor. Und Professorin Dr. Dagmar Goll von der Hochschule Aalen brachte den interessierten Gästen die Masterarbeit „Korrelation maßgeblicher Gefügecharakteristika von Elektroband mit den magnetischen Verlusten von Elektromotoren“ von Dominic Hohs nahe. Dabei geht es darum, wie die Struktur magnetischen Materials die späteren Eigenschaften des Elektromotors beeinflusst.

Tieferer Einblick

Dominic Hohs hat an der Hochschule Aalen seinen Forschungsmaster im Studiengang Advanced Materials and Manufacturing gemacht, der sich von einem klassischen Masterstudium durch den Fokus auf die angewandte Forschung unterscheidet. „Die Forschungsarbeit macht mir großen Spaß“, sagt der 28-Jährige begeistert und fügt hinzu: „Es ist toll, sich mit einem Theman ganz intensiv auseinanderzusetzen und einen tieferen Einblick zu bekommen.“ Dass er jetzt mit dem Hochschulpreis der Sparkassenstiftung Ostalb ausgezeichnet wurde, freut den gebürtigen Solinger sehr. „Es ist schön, für die eigene Arbeit Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen. Das fühlt sich doch ganz gut an“, sagt Hohs und grinst verschmitzt. Auch nach dem Forschungsmaster hat ihn die Forschung nicht losgelassen: Inzwischen ist Dominic Hohs Doktorand. Dem Elektromotor bleibt er auch für seine Dissertation treu. „Allerdings habe ich die Seite gewechsel und beschäftige mich nun nicht mehr mit weichmanetischen Materialien, sondern mit Hartmagneten“, sagt der Jungforscher und lacht.


Nominiert waren von der Hochschule Aalen:

Torsten Kunert, Wolfgang Scherber, Julian Schurr und Jan Strohbeck.