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Antriebskonzept der ZukunftHochschule Aalen am landesweiten Netzwerk zur Elektromobilität beteiligt

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Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Mitte) eröffnete das landesweite Labornetzwerk für Elektromobiliät XiL-BW-e, an dem auch die Hochschule Aalen beteiligt ist.

Fr, 20. Oktober 2017

Kein Lärm, keine Emission von Schadstoffen, niedrige Betriebskosten: Elekroautos sind die Fahrzeuge der Zukunft. Doch ihr Entwicklungsprozess ist längst noch nicht abgeschlossen. Im landesweiten „Labornetzwerk für Elektromobilität XiL-BW-e“ sollen wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Elektroantriebe geschaffen werden. Jetzt wurde es feierlich von Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, in Stuttgart eröffnet. An dem Labornetzwerk sind neben dem KIT, den Universitäten Stuttgart und Ulm auch die Hochschulen Esslingen und Aalen beteiligt.

Im Beisein von Vertretern aus Politik, Industrie und Forschung eröffnete Wissenschaftsministerin Theresia Bauer das „XiL-BW-e Labornetzwerk für Elektromobilität“. Unter dem Leitmotto „Was kann die Wissenschaft zu den Transformationsprozessen in der Automobilindustrie beitragen?“ wurde die Veranstaltung an der Universität Stuttgart durch eine Vortragsreihe und eine Podiumsdiskussion begleitet. „Angesichts der Dynamik des Transformationsprozesses ist es mein dringender Appell, dass Wissenschaft und Wirtschaft ihre Entwicklungsarbeit, wo immer möglich, intelligent verbinden. Es wird darum gehen, zusammen die Energie zu entfalten, die nötig ist, um in der kommenden Ära der nachhaltigen Mobilität international genauso erfolgreich zu sein, wie wir es heute sind“, sagte Theresia Bauer. Dabei wurde der neue Ansatz von XiL-BW-e als ein wichtiger Beitrag von Politik und Wissenschaft zur Unterstützung des Transformationsprozesses in der Automobilindustrie gewürdigt.

Im XiL-BW-e Labornetzwerk haben sich in den vergangenen zwei Jahren, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) mit insgesamt 10,3 Millionen Euro, gezielt Forschungsstellen in Baden-Württemberg – das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Ulm, die Universität Stuttgart sowie die Hochschulen Aalen und Esslingen – zu einem neuartigen Forschungs- und Laborverbund zusammengeschlossen. Expertisen und Testing-Infrastrukturen zum Thema Elektromobilität wurden dafür mit einem ganzheitlichen Ansatz vernetzt und gezielt erweitert, sodass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie auch von anderen Standorten aus nutzen können. Neben der Prüfstandsvernetzung existieren außerdem Schnittstellen zum Batterieanalysenetzwerk. Somit ist es unter anderem möglich, Antriebssystemkomponenten im Wechselspiel mit aktuellen und neuartigen Batterien unter realen Bedingungen zu untersuchen. Das Labornetzwerk lässt sich bedarfsorientiert erweitern und steht auch Industriepartnern zur Verfügung.

Zusammen mit Kollegen von der Universität Ulm und dem Helmholtz-Institut Ulm sind die Professoren Gerhard Schneider und Volker Knoblauch sowie Dr. Timo Bernthaler vom Institut für Materialforschung (IMFAA) an der Hochschule Aalen innerhalb von XiL-BW-e im Batterieanalysenetzwerk (BAN) organisiert. Der Schwerpunkt an der Hochschule Aalen, die mit einem Fördervolumen von rund 0,7 Millionen Euro des MWK profitierte, war innerhalb des BAN mikroskopische und tomographische Methoden zur Mikrostrukturcharakterisierung von Batteriematerialien aufzubauen und mit deren Hilfe Initialforschungsbeiträge zum besseren Verständnis von Mikrostrukturveränderungen an gealterten Lithium-Ionen Batterien zu erarbeiten.


Weitere Informationen gibt es beim Institut für Materialforschung unter www.hs-aalen.de/imfaa oder unter www.xil-bw-e.de.