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„Eine historische Dimension“Spatenstich für zwei Forschungszentren an der Hochschule Aalen

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Volle Kraft voraus für die zwei neuen Forschungszentren: Rektor Prof. Dr, Gerhard Schneider (7.v.l.) beim Spatenstich mit zahlreichen helfenden Händen.

Mo, 24. Juli 2017

Mit Volldampf hat heute die Forschungsrakete an der Hochschule Aalen abgehoben: Beim Spatenstich für die neuen Forschungszentren ZTN und ZiMATE wurde den zahlreichen Gästen mit einem kleinen Experiment vor Augen geführt, welchen Stellenwert die Forschung an der Hochschule Aalen hat – und in Zukunft auch die entsprechenden Forschungsflächen dafür. Rund 3000 Quadratmeter werden dann exzellente Rahmenbedingungen für die Forschungsaktivitäten der Hochschule bieten. Der Forschungsneubau mit einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Millionen Euro soll bis 2019 realisiert werden. Von einer „historischen Dimension“ sprach Landrat Klaus Pavel, die der Neubau sowohl für die Hochschule als auch für die Region habe.

Der Forschungsneubau entsteht an der Rombacher Straße auf dem Campus-Teil Beethovenstraße. In ihm wird das „Zentrum innovativer Materialien und Technologien für effiziente elektrische Energiewandler-Maschinen“ (ZiMATE) seine Heimat finden sowie das „Zentrum Technik für Nachhaltigkeit“ (ZTN). Der geplante Bau wird die Struktur des bestehenden Gebäudes der 1960er Jahre fortsetzen. Als Bauzeit sind zwei Jahre veranschlagt, die Planung stammt von ArGe Architekten aus Waldkirch. „Für die Zukunftsthemen Ressourcen- und Energieeffizienz schaffen wir mit den beiden neuen Gebäuden ZTN und ZiMATE einen idealen Rahmen. Beide Forschungszentren zusammen verfügen dann über rund 3.000 Quadratmeter. Viel Platz für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um zu forschen“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und fügte gut gelaunt hinzu: „Typisch Hochschule Aalen, dass sich auch beim Spatenstich die Nachhaltigkeit zeigt, denn eigentlich sind es ja zwei Spatenstiche in einem.“ Typisch Hochschule Aalen sei auch, dass man schon lange gemeinsam mit der Wirtschaft an der Zukunftsfähigkeit der Region arbeite.

In seiner Ansprache dankte Ministerialdirektor Ulrich Steinbach der Stadt Aalen, der Industrie vor Ort und dem Landkreis für die hervorragende Zusammenarbeit und unterstrich die Innovations- und Forschungsstärke der Hochschule Aalen. „Die Erfolge der Hochschule werden in Stuttgart deutlich wahrgenommen“, betonte der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und versprach: „Wir werden uns auch künftig stark engagieren!“ Mit den beiden neuen Forschungszentren könne die Hochschule „noch mehr Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit erreichen. „Mit dem Neubau beschreitet die Hochschule neue Wege der angewandten Forschung und baut ihre Forschungsstärke für die angewandten Wissenschaften in Baden-Württemberg aus“, sagte Ulrich Steinbach. Zusammen mit der Sanierung des Stammgebäudes seien die neuen Forschungszentren ZTN und ZiMATE ein Meilenstein für die Hochschule Aalen. Auch Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreis, sprach in seinem Grußwort von einer „historischen Dimension“ und würdigte insbesondere die Verdienste von Hochschulrektor Prof. Dr. Gerhard Schneider, der das Projekt mit großem Einsatz und Engagement vorangetrieben habe: „Sie sind der perfekte Motor für die Wissenschaft und die räumliche Entwicklung unseres Landkreises.“

„Forschung braucht die räumliche Nähe zur Wirtschaft“, stellte Dr. Jochen Kress von der Mapal Dr. Kress KG fest. Der Spatenstich für den Forschungsneubau sei ihm eine dreifache Freude, als Kuratoriumsmitglied der Hochschule, als Bürger und als Unternehmer. Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider bedankte sich für all die lobenden Worte und fügte schmunzelnd an: „Es ist enorm motivierend, wenn Sie anmerken, wie hart wir arbeiten!“ Mit dem Spatenstich beginne das Forschungsgebäude, in dessen Planung viel Herzblut geflossen sei, real zu werden. Und dass es beim Spatenstich dann ausgiebig regnete, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. „Heute strahlt die Sonne“, sagte Landrat Pavel und strahlte selbst übers ganze Gesicht.

Weitere Infos:

Das ZTN, in dem zukünftig auch zur nachhaltigen Mobilität geforscht werden wird, ist Teil des RegioWIN-Wettbewerbs „Nachhaltige Innovation im Ostalbkreis“. Die Kosten für das Forschungszentrum mit einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern belaufen sich auf 8,3 Millionen Euro. Davon werden 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, 30 Prozent kommen von der Hochschule Aalen und 20 Prozent vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Das ZiMATE wird neue Funktions- und Leichtbauwerkstoffe erforschen und sich damit beschäftigen, wie elektrische Maschinen effizienter werden können. Mit ZiMATE wurde die Hochschule Aalen als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Baden-Württemberg in das Förderprogramm des Bundes und der Länder aufgenommen. Dadurch können 50 Prozent der Gesamtbaukosten durch Bundesmittel finanziert werden, jeweils 25 Prozent kommen von der Hochschule Aalen und vom Land Baden-Württemberg. Die Kosten für ZiMATE, das eine Fläche von 1.700 Quadratmetern zur Verfügung hat, belaufen sich auf 11,3 Millionen Euro.