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„Yes, it’s #Humboldt“ Wissenschaftsministerin Theresia Bauer war Gast der Hochschule Aalen und der HfG Schwäbisch Gmünd

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Unter dem Motto "Yes, it's #Humboldt" diskutierte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer an der Hochschule Aalen über "gute Lehre heute".

Mi, 14. Juni 2017

Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer war im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Yes, it‘s #Humboldt“ Gast der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und der Hochschule Aalen. Am Dienstag, 13. Juni, ging es in der Aula der Hochschule Aalen um das Thema "Studium und Lehre". Studierende, Professoren und die interessierte Öffentlichkeit diskutierten mit der Ministerin über gute Lehre heute: Was macht gute Hochschullehre aus, warum ist die Qualität der Lehre so wichtig und was braucht es überhaupt für ein erfolgreiches Studium?

„Wir wollen gemeinsam mit den Studierenden überlegen, was ein gutes Studium ausmacht und wie Studium und Lehre weiter verbessert werden können. Ob aus Studierenden erfolgreiche Absolventen werden, hängt von vielen Faktoren ab: Vom guten Übergang von der Schule in die Hochschule, vom Studienstart und nicht zuletzt von guter Betreuung und Lehre. Mit unseren beiden Förderprogrammen Strukturmodelle in der Studieneingangsphase und Wissenschaft lernen und lehren - WILLE möchten wir deshalb den Studieneingang und die Qualität der Lehre an den Hochschulen verbessern: Die Studierenden werden ermutigt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, Wissen selbst zu erarbeiten, dieses kritisch zu hinterfragen und eigenständig ihren Ideen zu folgen“, sagte Ministerin Bauer.

Deshalb diskutierte sie gemeinsam mit der Hochschule Aalen und der Hochschule für Gestaltung (HfG) Schwäbisch Gmünd am 13. Juni über das Thema gute Lehre heute. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Yes, it's #Humboldt“ besucht die Wissenschaftsministerin insgesamt sieben verschiedene Hochschulstandorte: Humboldt trifft neue Bedingungen, aber auch eine neue Generation von Studierenden. Um das humboldtsche Bildungsideal unter diesen neuen Voraussetzungen weiter lebendig zu halten, braucht es innovative und aktivierende Lehrformate.

An der Hochschule Aalen fand „Yes, it’s #Humboldt“ in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd statt. Ministerin Bauer lobte das vielfältige Engagement der Hochschule Aalen und der Hochschule Schwäbisch Gmünd im Bereich der Lehre: „Den beiden Hochschulen gelingt es, den Lehrstoff lebendig zu vermitteln. Denn Gute Lehre entsteht da, wo Studierende und Lehrende gemeinsam fragen, forschen und denken.“

„Unsere Fragestellungen in Forschung, Lehre und Transfer beziehen sich auf die Teilhabe der Menschen an technologischen, naturwissenschaftlichen, kulturellen, ökologischen und ökonomischen Entwicklungen und Erkenntnissen. Im besten Sinne des humboldtschen Ansatzes, einer generalistischen Bildung, ist die Lehre an der HfG geprägt von der interdisziplinären Verbindung von gestalterischen Methoden, bezugswissenschaftlichen Theorien und disziplinären Techniken“, sagte Prof. Ralf Dringenberg, Rektor der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd.

„Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften zeichnen sich seit jeher durch eine hohe Qualität der Lehre aus. Wir müssen jedoch den Ehrgeiz haben, diese kontinuierlich weiterzuentwickeln. Denn die Wege akademischer Wissensvermittlung ändern sich. Hier sind auch neue digitale Lehr- und Lernformate wie E-Learning gefragt“, sagte Prof. Dr. Gerhard Schneider. Der Rektor der Hochschule Aalen ist davon überzeugt, dass digitales Lehren und Lernen zum integralen Bestandteil der Hochschullehre wird.

Mit dem Fonds „Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“ schafft das Land Experimentierräume, um genau solche Formate auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Das vernetzte Denken und das Finden kreativer Lösungen wird ebenso unterstützt wie Rahmenbedingungen für ein gutes, erfolgreiches und flexibles Studium. So können Studierende mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen individuell gefördert werden.

Auf dem Podium diskutierten mit Wissenschaftsministerin Theresia Bauer:
  • Prof. Dr. Holger Schmidt (Hochschule Aalen, Projektverantwortlicher Strukturmodelle, Didaktik-Beauftragter, Professur „Mathematik für Ingenieure“ an der Fakultät Optik und Mechatronik)
  • Prof. Dr. Martina Hofmann (Hochschule Aalen, Professorin und Studiendekanin im Studiengang Elektrotechnik, Professur für „Erneuerbare Energien“)
  • Prof. Dr. Susanne Schade (HfG Schwäbisch Gmünd, Professur für den Bereich Produktgestaltung, Studiengangleiterin für das Master-Programm „Strategische Gestaltung“)
  • Alice Bader (Hochschule Aalen, Bachelor-Studentin des Studiengangs Maschinenbau/Produktentwicklung und Simulation, eine der besten Studierenden ihres Jahrgangs)
  • Fabian Schöttle (HfG Schwäbisch Gmünd, Master-Student des Studiengangs „Strategische Gestaltung“, Teilnehmer am durch WILLE geförderten „Student Coaches“-Programm)
  • Franz Donner (Carl Zeiss AG, Leiter der Konzernfunktion Personal)

Die Moderation der Veranstaltung übernahm Prof. Dr. Markus Peter.

Weitere Informationen

Die Veranstaltungsreihe geht zurück auf die beiden Initiativen „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“ sowie „Wissenschaft lernen und lehren (WILLE)“, über die das Land an 23 Hochschulen mit insgesamt 49 Projekten die Hochschullehre und ein individuelles Studium fördert.

Die Hochschule Aalen bietet in ihrem Projekt „ESMA - erweitertes Strukturmodell“ (Strukturmodelle in der Studieneingangsphase) viele verschiedene Maßnahmen zur Orientierung vor Studienbeginn und in der Studieneingangsphase an. Dazu gehören unter anderem Workshops, Info-Tage, ein Mentoring-Programm, ein Frühwarnsystem zur Identifikation leistungsschwächerer Studierender sowie Lehrvideos (rd. 1,14 Mio. Euro).

Mit dem Projekt „Digitale Lernumgebung für die Projektarbeit als ganzheitlicher Ansatz in der Produktentwicklung“ (WILLE) bietet die Hochschule Aalen innovative Lernformate an und verknüpft die digitale mit der physischen Welt in den Bereichen Technik und Design (rd. 700.000 Euro).

An der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd wird das Projekt „Method and Research Learning Lab“ (MRLL) unterstützt. Es fördert methodenbasiertes inter- und transdisziplinäres Lernen in der Designausbildung. Hier arbeiten unter anderem Teams aus Bachelor- und Master-Studierenden zusammen. Ziel ist es, Aktivitäten im Sinne des Forschenden Lernens über alle Studiengänge der HfG Schwäbisch Gmünd hinweg zu unterstützen und zu fördern (rd. 274.000 Euro).