25 Jahre Optoelektronik an der Hochschule AalenJubiläum mit großer Lasershow und Kolloquium

Di, 25. Oktober 2016

Das Studienangebot Optoelektronik wurde im Wintersemester 1991/92 zum ersten Mal an der Hochschule Aalen angeboten. Ein Grund zu feiern und zurückzublicken auf ein viertel Jahrhundert mit vielen Lichtblicken in der Lehre und Forschung. Gleichzeitig läutet das Jubiläum den Auftakt in eine neue Ära ein – jetzt unter dem Namen Optical Engineering.

Was macht ein Optoelektroniker denn eigentlich? Diese Frage ist berechtigt. Denn eine der Herausforderungen war in den vergangenen 25 Jahren, die Studieninteressierten erstmal neugierig zu machen. Unter dem Begriff Optoelektronik kann sich kaum ein Schüler etwas vorstellen. „Dabei ist das Anwendungsspektrum breit gefächert und die Absolventen sehr gefragt – ob im Aus- oder Inland, ob bei mittelständischen oder großen Unternehmen“, betont Studiendekan Prof. Dr. Harry Bauer. Bei der Frage, wie Studieninteressierte für ein Optoelektronik-Studium begeistert werden können, wurde seit mehreren Jahren auch der Name diskutiert. Seit diesem Semester – also genau nach 25 Jahren – wurde aus Optoelektronik/ Lasertechnik das neue Studienangebot Optical Engineering.

Zurück zur Frage: Was macht eigentlich ein Optoelektroniker, ein Optical Engineer? Er oder sie –die Quote des Studentinnen liegt mit über 25 Prozent sehr hoch für Ingenieurwissenschaften – macht die faszinierenden Eigenschaften des Lichts in Kombination mit Elektronik für die Menschen in der modernen Welt nutzbar. Die Studierenden lernen, wie Laser oder LED-Beleuchtungen funktionieren, entwickeln Diagnose- und Behandlungsverfahren in der Medizin und beschäftigen sich mit der innovativen 3D-Drucktechnik. Ein Beispiel für das Zusammenspiel zwischen Licht und Elektronik ist die Glasfaserkommunikation, die große Datenmengen sehr schnell übertragen kann.

Die Vorbereitung auf den Beruf ist Studiendekan Prof. Dr. Harry Bauer ein besonderes Anliegen. Als forschungsstarker und innovativer Studiengang ist Optical Engineering eng mit Unternehmen und internationalen Hochschulen vernetzt. Das Alumni-Netzwerk bietet Studierenden regelmäßig die Möglichkeit zum Austausch mit den Absolventen und Absolventinnen der vergangenen 25 Jahre. Diese sind Unternehmensgründer, Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Produktion, Produktmanagement und Vertrieb.

Die Vernetzung zwischen Studierenden und Alumni ist eines der Highlights der Feier zum Jubiläum 25 Jahre Optoelektronik am Freitag, 28. Otkober. Im Career Center stellen Alumni ihren Arbeitgeber vor und bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich über Praxissemester, Abschlussarbeiten oder Karrierechancen zu informieren. Dies soll aber nicht das einzige Highlight sein, denn die fantastische Lasershow von HB-Laser, dessen Geschäftsführer Lutz Bartl ein Optoelektronik-Absolvent der ersten Stunde ist, wird alle Besucher verzaubern. Geplant sind zwei Shows mit mehreren Sequenzen und stimmungsvoller Musik. Ein würdiger Rahmen um diesen besonderen Anlass zu feiern.

Anlässlich des Jubiläums der Optoelektronik lädt die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) am Freitag zu einem wissenschaftlichen Kolloquium auf dem Campus-Teil Burren ein. Von 15 bis 17 Uhr finden im Gebäude G1, Hörsaal 0.20 folgende Vorträge statt:

  • Lichtmikroskopie jenseits des Abbe-Limits (Prof. Dr. Christoph Cremer, Institut für Pharmazie und Molekulare Biologie der Universität Heidelberg)
  • Genauer geht es nicht: Sensoren am Quantenlimit (Prof. Dr. Jörg Wrachtrup, 3. Physikalisches Institut der Universität Stuttgart)
  • Organische Leuchtdioden – Von Kuriositäten im Labor zu modernen Anwendungen in der Optoelektronik (Prof. Dr. Wolfgang Brütting, Physikalisches Institut der Universität Augsburg)
  • Laser in der Zahnheilkunde: gestern, heute und morgen (Prof. Dr. Raimund Hibst, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm).

Der Eintritt ist frei.