Veranstaltung

„Wir dürfen es nicht vergessen“ – ein Dokumentarfilm mit Zeitzeugin Antje Kosemund

Art
Vortrag
Sprache
Deutsch
Veranstaltungsort
Beethovenstraße, Aula / Hörsaalgebäude, Aula
Veranstaltungsdetails
3. Dezember 2026
18:00 bis 20:00 Uhr

Filmvorführung am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung  - „Wir dürfen es nicht vergessen“ – ein Dokumentarfilm mit Zeitzeugin Antje Kosemund

Anschließende Diskussion mit Maximilian Fichtner, IG Metall Aalen/Schwäbisch Gmünd und Filmproduzent & Thorsten Wagner, Regisseur

Der Dokumentarfilm porträtiert die Hamburgerin Antje Kosemund, die 1928 geboren wurde und in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen ist. Ihr Vater wurde im Mai 1933 durch die Gestapo verhaftet, ihre Mutter starb früh und ihre Schwester Irma fiel dem »Euthanasie«-Mordprogramm der Nazis zum Opfer. Im Gespräch mit ihr erscheinen Menschen, Orte, Straßen und Gebäude. Sie alle erzählen ihre Geschichte vom kommunistischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und von einer Spur im Vernichtungsprogramm der Aktion T4, die bis nach Wien führt. Antje Kosemunds Erinnerungen sind Zeugnis eines widerständigen Lebens und ein Dokument gegen das Vergessen.

Achtung: Der Vortrag ist öffentlich und kann von allen Interessierten besucht werden. 

Workload: 4 für die vollständige Teilnahme (entspricht 0,13 CP)

Anmeldung: Studierende der Hochschule Aalen müssen sich jedoch vorab verbindlich über das SAP-Onlineportal (WiSe26Vort32) anmelden, damit eine Anrechnung des Workloads erfolgen kann. Für Personen, die nicht an der Hochschule Aalen studieren, ist keine Anmeldung erforderlich.

FAKTEN, VIELFALT, FREIHEIT

Für eine resiliente Demokratie und gelebte Erinnerungskultur 

Vor einem Jahr startete an der Hochschule Aalen in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie Ostalbkreis die multidisziplinäre Vortragsreihe FAKTEN, VIELFALT, FREIHEIT, damals mit dem Unterthema „Wissenschaftliche Antworten auf populistische Narrative“. Das Ziel war, angesichts autoritärer Bedrohungen aus dem In- und Ausland für unsere demokratischen Werte einzutreten, diese mit wissenschaftlichen Befunden und Argumenten zu untermauern und – ganz im Sinne unseres Landeshochschulgesetzes – Inhalte zu vermitteln, die zu verantwortungsvollem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat befähigen. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse bei Studierenden und darüber hinaus. 

Da das Thema weiter an Relevanz und Aktualität gewonnen hat, setzen wir die Reihe im Wintersemester 2026/27 mit drei Vorträgen, einer Filmvorführung und einer Theateraufführung fort. Thematisiert werden unter anderem geschlechtsspezifische Unterschiede im Wahlverhalten und Zusammenhänge mit der „Manosphere“, die Frage nach dem Schutz von Hochschulen vor autoritären Strömungen und Angriffen auf die Demokratie sowie die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit in Deutschland.

Ergänzt wird die Vortragsreihe durch Formate der Erinnerungskultur. Die Vorführung des Dokumentarfilms „Wir dürfen es nicht vergessen“ mit anschließender Podiumsdiskussion widmet sich der Aufarbeitung des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten. Die Theateraufführung „NSU-Monologe“ thematisiert die Mordserie des rechtsterroristischen Untergrunds in den späten 1990er- und 2000er-Jahren.

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