14. März 2025

Wissenschaftsministerium besucht KI-Werkstatt Mittelstand an der Hochschule Aalen

Einblicke in innovative KI-Projekte zeigen Fortschritte des Leuchtturmprojekts zur Stärkung des Mittelstands

Vertreterinnen des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) besuchten Anfang März die KI-Werkstatt Mittelstand der Hochschule Aalen, um sich über den Fortschritt des mit 4,5 Millionen Euro geförderten Leuchtturmprojekts zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zu informieren.

AALEN Dr. Uta Sprenger, Christine Schienmann und Angeli Geißelhardt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Andrea Hahn vom Landratsamt Ostalbkreis erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und innovative KI-Lösungen. Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle präsentierte als Gesamtprojektleiter das Konzept des Leuchtturmprojektes und zeigte die bisherigen Ergebnisse hinsichtlich des Wissenstransfers zwischen der Hochschule Aalen und der teilnehmenden mittelständischen Unternehmen. Im Zuge der gemeinsamen Vernetzung wurden zudem Kooperationen mit dem landesweiten Netzwerk der KI-Allianz Baden-Württemberg vorgestellt. Bestandteil der Gespräche waren weitere Überlegungen hinsichtlich der Stärkung der regionalen Wirtschaft durch EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) -geförderte Projekte.

Vielfältige KI-Anwendungen für den Mittelstand

Folgende Arbeitsgruppen gaben Einblicke in den Fortschritt ihrer Arbeit: Prof. Dr. Feldmann, Prof. Dr. Aschenbrenner, Prof. Dr. Steffen Schwarzer und Prof. Dr. Merkel präsentierten den "KI-Arbeitsplatz", welcher eine interaktive Zusammenarbeit mit KI-Systemen ermöglicht. Nutzende können per Sprachbefehl agieren, während die KI bei Bedarf eigenständig Ersatzteile entwirft, welche direkt vor Ort ausgedruckt werden können. Zudem stellte das Team von Prof. Dr. Aschenbrenner das "KI-Cockpit" vor, ein Projekt zur Förderung von Transparenz und menschlicher Kontrolle von KI-Technologien im Betrieb. Prof. Dr. Stricker und ihre Mitarbeiterin Teresa Werner demonstrierten mit "KI-Sustain", wie Künstliche Intelligenz Kunststoffabfälle klassifizieren und so zur Nachhaltigkeit beitragen kann.

Das Team von Prof. Dr. Patrick Ulrich, bestehend aus den Mitarbeitenden Felix Stockert, Benjamin Nothacker und Heinrich Graf Adelmann zeigte, wie Künstliche Intelligenz mittelständische Unternehmen bei Planung und Budgetierung unterstützen kann. Die KI erkennt dabei Muster und Trends in großen Datenmengen und ermöglicht präzisere Vorhersagen für wirtschaftliche Entscheidungen. Patrick Krawczyk führte mit dem Projekt "SuReQA" vor, wie KI die Qualitätssicherung in der Produktion revolutioniert. Mithilfe eines Deep Learning Ansatzes wird dabei die Auflösung von Mikroskopieaufnahmen in der industriellen Qualitätssicherung verbessert. 

Den Abschluss bildete die Besichtigung des NVIDIA-Hochleistungsrechners, der das technische Herzstück der KI-Werkstatt darstellt und von Systemadministrator Oday Al-Hyali betreut wird.

Regionale Innovationskraft im Fokus

"Die KI-Werkstatt Mittelstand zeigt eindrucksvoll, wie Spitzenforschung und praktischer Nutzen für regionale Unternehmen Hand in Hand gehen können", lobte Dr. Uta Sprenger vom Wissenschaftsministerium. Die Delegation zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Anwendungsbeispiele und dem praxisnahen Ansatz. "Mit diesem Leuchtturmprojekt schaffen wir die Grundlage, um auch kleineren und mittleren Unternehmen den Zugang zu KI-Technologien zu ermöglichen", betonte Prof. Bürkle.

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