19. Juni 2026

KI zum Anfassen auf der Landesgartenschau Ellwangen

Wie erkennt Künstliche Intelligenz Störungen in einem Wasserwerk? Wie kann sie beim Recycling unterstützen? Und wie bewegt sich eigentlich ein humanoider Roboter? Drei Tage lang konnten Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau Ellwangen diesen und vielen weiteren Fragen nachgehen. Vom 15. bis 17. Juni 2026 präsentierten verschiedene Teams der Hochschule Aalen interaktive Anwendungen aus Forschung und Transfer und machten aktuelle KI-Technologien für Menschen aller Altersgruppen unmittelbar erlebbar.

ELLWANGEN Künstliche Intelligenz nicht nur erklären, sondern ausprobieren und gemeinsam darüber ins Gespräch kommen: Mit diesem Ansatz war die Hochschule Aalen auf der Landesgartenschau Ellwangen vertreten. Im Pavillon des Ostalbkreises präsentierten die KI-Werkstatt Mittelstand und sowie die Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Doris Aschenbrenner und Prof. Dr. Sebastian Feldmann ihre Exponate zu Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Robotik.

Bereits zum Auftakt am 15. Juni war die KI-Werkstatt zusätzlich an einem Stand neben der Sparkassen-Heimatbühne vertreten. Dort konnten Interessierte unter anderem ein KI-Klavier, den Geochecker und die modularen Cubelets selbst ausprobieren.

Mit den Exponaten „Grade Up – mehr Nutzen aus dem Gelben Sack“ und einem Miniatur-Wasserwerk zeigten Teams der KI-Werkstatt Mittelstand, wie KI-Technologien beispielsweise zur Erkennung und Sortierung von Wertstoffen oder zur Überprüfung, ob Pumpen ordnungsgemäß arbeiten - eingesetzt werden können. Die Arbeitsgruppe Human in Command von Prof. Dr. Doris Aschenbrenner ergänzte das Programm mit der Trash Panda App und brachte damit eine weitere Anwendung an der Schnittstelle von KI und Nachhaltigkeit auf die Landesgartenschau.

Von KI-Anwendungen bis zum humanoiden Roboter    
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte am letzten Veranstaltungstag der humanoide Roboter G1. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sebastian Feldmann vom Allgemeinen Maschinenbau der Hochschule Aalen, lief mit ihrer „Giovanna“ live über die Aktionsfläche und bot den Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Einblick in aktuelle Entwicklungen der Robotik und Embodied AI.

Im Mittelpunkt der drei Tage stand dabei nicht allein die Technik. Die Exponate dienten vor allem als Ausgangspunkt für Fragen und Gespräche darüber, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, wo sie bereits eingesetzt wird und welche Chancen und Herausforderungen mit ihr verbunden sind. Das Angebot erreichte Menschen unterschiedlichster Generationen – von Familien mit kleinen Kindern bis hin zu Besucherinnen und Besuchern im hohen Alter.

Gerade bei Künstlicher Intelligenz ist es wichtig, einen niedrigschwelligen Zugang zu schaffen. Wenn Menschen die Anwendungen selbst ausprobieren können, entstehen ganz andere Fragen und Gespräche, als wenn wir KI nur theoretisch erklären. Die Landesgartenschau hat uns die Möglichkeit gegeben, mit Menschen unterschiedlichster Altersgruppen über Forschung und Zukunftstechnologien ins Gespräch zu kommen“, bekräftigt Lena Fuchs, Projektleiterin der mobilen Ausstellung KI-Experience.

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