Das Zentrum Industrie 4.0 an der Hochschule Aalen begleitet Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Produktion und Prozesse durch Digitalisierung, Automatisierung und intelligente Vernetzung. Im Fokus steht der beidseitige Forschungstransfer: Wissenschaftliche Erkenntnisse werden gemeinsam mit der Industrie praktisch umgesetzt, gleichzeitig fließen reale Herausforderungen aus der Praxis in anwendungsorientierte Forschungsprojekte zurück.
Das Zentrum bringt interdisziplinäre Kompetenzen zusammen – Professor*innen, wissenschaftliche Mitarbeitende und Studierende aus unterschiedlichen Fachrichtungen stehen als Projektpartner zur Verfügung. Gemeinsam mit Unternehmen werden Lösungen in Bereichen wie digitalisierte Fertigung, KI-gestützte Prozessoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Datenanalyse oder nachhaltige Produktion entwickelt und getestet.
Wir haben aktuelle Informationen zu Förderprogrammen und Kooperationsformaten von Bundes- und Landesregierungen, die angepasst auf die Unternehmensgröße aktiv Digitalisierungsinitiativen fördern. Gerade wenn es um den Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen geht, kann durch die Inanspruchnahme von Förderprogrammen die finanzielle Belastung reduziert werden. Je nach Unternehmensgröße und Förderprogramm sind hohe Förderquoten von über 50% erzielbar. Die Beratung durch das Zentrum Industrie 4.0 ist von der Projektidee bis zur Erstellung eines Demonstrators für die interessierten Unternehmen kostenlos, einschließlich der Fördermittelberatung.
Das Zentrum Industrie 4.0 setzt auch zunehmend Projekte der Industrie 5.0 um. Dieser weiterführende Ansatz stellt den Menschen, Nachhaltigkeit und Resilienz stärker in den Mittelpunkt. Industrie 5.0 zielt darauf ab, Technologie nicht nur zur Effizienzsteigerung, sondern auch zum gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen einzusetzen. Mensch und Maschine sollen dabei in einer unterstützenden Partnerschaft zusammenarbeiten – zum Beispiel über intuitive Assistenzsysteme oder nachhaltige, kreislauffähige Produktionslösungen.
Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung, Lehre und industrieller Praxis bringt das Zentrum Industrie 4.0 Innovationen schneller in die Anwendung. Sprechen Sie uns gerne mit Ihrem Anwendungsfall oder Fragen zu einem unserer Themenbereiche an.
Strategischer Kompetenzaufbau und institutionelle Entwicklung
Entwicklung des Zentrums Industrie 4.0
Thematische Verankerung
Die Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung sind seit vielen Jahren fest in Forschung und Lehre an der Hochschule Aalen verankert.
Gezielter Kompetenzaufbau
Durch neue Studiengänge, Forschungsprojekte und Kooperationsformate wurde systematisch Expertise aufgebaut und weiterentwickelt.
Kontinuierliche Profilschärfung
Auf diese Weise wurde das Profil der Hochschule im Bereich digitaler Technologien und vernetzter Produktionssysteme kontinuierlich geschärft.
Institutionelle Bündelung
Um die vielfältigen Aktivitäten in den Bereichen Industrie 4.0 und Digitalisierung zusammenzuführen, wurde 2016 das Zentrum Industrie 4.0 als zentrale Einrichtung von Prof. Axel Zimmermann gegründet.
Sichtbarkeit und Vernetzung
Das Zentrum fungiert seither als „Marktplatz der Kompetenzen“ und vernetzt Forschung, Lehre und Praxis.
Einbindung in die Landesstrategie
Das Zentrum war Teil der landesweiten Transferplattform BW Industrie 4.0.
Förderung und Zielsetzung
Die Plattform wurde in den Jahren 2017 bis 2024 vom Land Baden-Württemberg gefördert. Ziel war die systematische Stärkung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Neue Leitung
Seit 2019 leitet Prof. Dr.-Ing. Steffen Schwarzer das Zentrum Industrie 4.0.
Strategischer Ausbau
Unter seiner Leitung wurden die Aktivitäten gezielt erweitert, um die digitale Transformation in der Region weiter voranzutreiben.
Unterstützung der Unternehmen
Ein besonderer Fokus liegt auf der Begleitung regionaler Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Industrielösungen.
Transfer wissenschaftlicher Expertise
Von Beginn an verfolgt das Zentrum das Ziel, wissenschaftliche Kompetenzen gezielt nach außen zu tragen und Kooperationsprojekte mit regionalen Unternehmen zu initiieren.
Austausch und Projektarbeit
Neben der Projektarbeit fördert das Zentrum den Austausch zu aktuellen Forschungsthemen und gestaltet den Wissenstransfer aktiv.
Zentrale Anlaufstelle für Industriepartner
Das Zentrum dient als Ansprechpartner für Unternehmen, die gemeinsam mit der Hochschule zukunftsorientierte Innovationsvorhaben entwickeln und umsetzen möchten.
Forschungsprojekte
Der Geochecker ist eine KI-Anwendung zur Geoemterie Überprüfung von Blechteilen im Prozess der Pulverbeschichtung. Ein Echtzeit-KI Modell beschleunigt den Prozess um durchschnittlich 24h.
Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt KI-Cockpit verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz durch ein transparentes und steuerbares System (KI-Cockpit) zu verbessern und dadurch soziale Risiken zu verringern. Hierzu werden Modelle für „Human in Command“ entwickelt, in Studien validiert und in Bereichen wie Human Resources, Logistik und Pflege praktisch erprobt. Ziel ist es, daraus branchenübergreifende Handlungsempfehlungen für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI abzuleiten.
Das im März 2023 gestartete und vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt RecycleBot verfolgt das Ziel, die Recyclingquote von Kunststoff- und Gewerbeabfällen mithilfe kollaborativer Robotik und KI-gestützter Sortierprozesse deutlich zu steigern. Ein flexibles, sensor- und KI-basiertes Sortiersystem soll eine sortenreine Trennung ermöglichen, um wertvolle Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu stärken.
Untersuchung der Anwendbarkeit vortrainierter KI-Modelle zur zuverlässigen Klassifikation von Punktwolken unterschiedlicher Bauteile. Ziel war es, eine datenarme und robuste Klassifikation für den Einsatz in automatisierten Demontageprozessen im Remanufacturing zu ermöglichen.
Intelligente digitale Zwillinge optimieren die Produktionsplanung von Blechteilen im Kontext der Pulverbeschichtung. Auch neue 3D-CAD Daten werden voll automatisch analysiert und simuliert zur Optimierung der Bestückung.