Prof. Dr. Claus Feuchter
DSMC (Direct Simulation Monte Carlo) ist eine Methode zur Strömungssimulation auf molekularer Ebene, bei der die freie Bewegung der Moleküle und die Stoßprozesse zwischen einzelnen Molekülen modelliert werden. Während die Positionen und Geschwindigkeiten der Moleküle direkt berechnet werden, liegen den Kollisionsprozessen der Moleküle geeignete stochastische Modelle zu Grunde. Alle makroskopische Strömungsgrößen, wie etwa die Strömungsgeschwindigkeit, Dichte oder Temperatur, lassen sich dann aus einer statistischen Mittelung der molekularen Größen bestimmen.
Herkömmliche Anwendungen dieser Methode sind Strömungsvorgänge stark verdünnter Fluide im Über- und Hyperschallbereich, wie beispielsweise beim Wiedereintritt von Raumsonden in die Erdatmosphäre.
Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld sind Strömungsvorgänge bei hohen Knudsen-Zahlen, also wenn die mittlere freie Weglänge der Moleküle vergleichbar mit der charakteristischen Längen des Strömungsproblems ist. Solche Strömungsphänomene treten in Mikrostrukturen (z.B. Nanofasern) auf und lassen sich nicht mehr mit den makroskopischen Navier-Stokes Gleichungen beschreiben.
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