KI Tools für wissenschaftliche Literaturrecherche lassen sich in zwei Kategorien einteilen:
Finders
- Suche mit Phrasen oder vollständigen Fragen
- es werden vor allem Zeitschriftenartikel auf Englisch gefunden, die eine DOI haben und Open Access publiziert wurden
- es werden wenig Bücher gefunden
- gut für naturwissenschaftliche und medizinische Fächer
- wenig geeignet für Sozial- und Geisteswissenschaften
- Beispiele: Consensus; Elicit; ORKGAsk (Datenschutzkonform)
- Weitere Informationen zu Finders finden Sie hier.
Connectors
- Ausgangspunkt der Suche ist ein bereits gefundenes Paper (Seed Paper) und dessen DOI
- Basierend auf Zitationen und thematischen Beziehungen werden visuelle interaktive Karten von Publikationsnetzwerken erstellt
- sehr schneller Einstieg in ein Thema - eignet sich vor allem als Einstieg in eine Recherche
- Beispiele: Open Knowledge Maps, Research Rabbit, Local Citation Network (Fokus auf Datenschutz)
- Weitere Informationen zu Connectors finden Sie hier.
Wichtige Hinweise zur Nutzung
Empfehlung
KI-Tools sind eine wertvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für traditionelle Recherchemethoden. Nutzen Sie sie als intelligente Unterstützung, nicht als alleinige Informationsquelle. Besonders hilfreich sind sie als Einstieg in eine Recherche. Die Recherchetools der Bibliothek finden Sie unter DBIS.
Besonders empfehlenswert ist hier die fachübergreifende Datenbank Scopus AI. Hier kann so wie bei den Finders auch, die Forschungsfrage eingegeben werden, so dass keine Suchbegriffe wie Schlagwörter benötigt werden. Die Treffer hier stammen aus dem Index der Datenbank und sind somit wissenschaftlich hochwertig.
Einschätzung zur Nutzung von Chatbots für die wissenschaftliche Literaturrecherche
Seit Anfang 2025 haben sich Chatbots wie ChatGPT, Gemini, Microsoft Copilot und Claude durch den Live-Zugriff auf das Web und Funktionen wie „Deep Research“ erheblich verbessert. Dennoch treten weiterhin Probleme mit halluzinierten oder inkorrekten Literaturangaben auf. Zudem werden in den generierten Antworten häufig nur eine begrenzte Anzahl an relevanten Veröffentlichungen aufgeführt.
Aktuell bieten „Allzweck-KI-Chatbots“ daher noch keinen signifikanten Mehrwert oder eine spürbare Zeitersparnis bei der wissenschaftlichen Recherche.