Forschen

Als eine der forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg spielen für uns Forschung und Transfer eine besondere Rolle. Auf den nachfolgenden Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über unsere Forschungs- und Transferaktivitäten in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften.

Ziel und Nutzen der angewandten Forschung

Prof. Dr. Robert Rieg

Wirtschaftswissenschaftliche Forschung hat das Ziel, zu verstehen und zu erklären, wie in der Unternehmenspraxis gearbeitet wird. Sie sollte auch Vorschläge und Ratschläge erarbeiten, wie Unternehmen erfolgreicher werden können. Unsere Hochschule ist der angewandten Forschung verpflichtet. Deshalb sehen wir in der empirischen Forschung und im Wissens- und Technologietransfer unsere Schwerpunkte. Wohl das wichtigste Ziel des Studiums - und eine wichtige Kompetenz in der Praxis - ist nicht das Lernen von Fakten. Es ist, die Studierenden zu befähigen eigene Urteile zu fällen. Wie könnte das besser gelingen, als wenn Dozenten Forschungsfragen erarbeiten und die Studierenden darin einbinden?

Zum einen profitieren die Studierenden von aktuellen Erkenntnissen, zum anderen schärfen sie ihre analytischen Fähigkeiten und ihre Argumentationskraft. Drittens lernen sie Methoden und Verfahren, wie man zu begründbaren Erkenntnissen und Urteilen kommt durch die Mitwirkung in Transferprojekten und auch bei der Durchführung von empirischen oder konzeptionellen Abschlussarbeiten in ihrem Bachelor- bzw. Masterstudium.

Unser Prodekan für Forschung, Prof. Dr. Robert Rieg, steht Ihnen für gemeinsame Forschungsprojekte und zu Diskussions- und Informationszwecken gerne zur Verfügung.


Forschungsfokus

Der Forschungsfokus liegt in der Fakultät auf angewandten Forschungsthemen und interdisziplinärer Zusammenarbeit in allen wesentlichen Funktions- und Anwendungsbereichen der Wirtschaftswissenschaften. Da Forschung in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vielfältig ist, gibt es typischerweise seltener großangelegte Forschungsprogramme und -projekte. Sie können über die OPUS Datenbank der Hochschule thematisch oder nach anderen Kriterien nach Veröffentlichungen suchen.

Forschungsprojekte und -einrichtungen

Das Kompetenzzentrum ist rund um das  Industrie 4.0-Forschungslabor mit CP (Cyber Physical) Factory angesiedelt. Für die angewandte Forschung steht damit ein ideales Testfeld zur Verfügung, um neue Ansätze und Verfahren in der Produktionsdigitalisierung wie auch innovative Produkte zu entwickeln und deren Markt- und Industriereife bereits im Entwicklungsstadium zu überprüfen. 

Ihr Ansprechpartner: Prof. Dr. Steffen Schwarzer

Das Aalener Institut für Unternehmensführung (AAUF) wurde 2017 ins Leben gerufen und verfolgt das übergeordnete Ziel, Corporate Governance mit dem primären Fokus auf Wertorientierung in der Unternehmensführung innerhalb von Forschungs- und Transferprojekten zu etablieren. Methodische Exzellenz steht im Rahmen der Schließung der existierenden Forschungslücke „Erfolgsfaktoren der wertorientierten Unternehmensführung“ und darüber hinaus für weitere Forschungsprojekte stets im Zentrum unserer Bestrebungen. Es ist ein Anliegen dabei, das Thema Corporate Governance im Forschungskontext zu verankern und durch ein fortlaufendes Angebot an Aus- und Weiterbildungsprogrammen sowie dem regelmäßigen Dialog auch praxisseitig zu verbreiten.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ingo Scheuermann, Prof. Dr. habil. Patrick Ulrich

Der Studienbereich Gesundheitsmanagement ist in drei Kompetenzcenter organisiert: Gesundheitssystemgestaltung, angewandte Gesundheitswissenschaften und Strategie und Führung. Die Kompetenzcenter sind entsprechend den individuellen Forschungsschwerpunkten der Professorinnen und Professoren aufgebaut.

Die Marken Loreal M&M, Garnier und Starbucks verfügen über beliebte und Reichweiten-Starke Social-Media-Präsenzen. Die Posts werden von menschlichen Redakteuren und Editoren (Mitarbeiter) verfasst. Die vorliegende Studie der Hochschule Aalen untersucht, inwieweit entsprechende Instagram Posts auch automatisiert durch KI in deutscher und englischer Sprache erstellt werden können. Der KI-Prozess wird dabei in die Phasen Ideation und Creation aufgeteilt. Für die Ideation Phase wird das KI-Tool "rellify" und für die Creation das KI-System "GPT 3" von Open AI eingesetzt. Die Bewertung der Posts erfolgt zum einen durch eine Audience Befragung (100 unterschiedliche Demografie), zum anderen wird die Lesbarkeit objektiv durch die global anerkannte Flesch-Metrik gemessen.

KI-Studie 2022: Wer schreibt den besseren Social Media Post - Mensch oder Maschine?

KI ist seit vielen Jahren auf dem Vormarsch. Sprachbasierte (Chat-)Bots sind eine Anwendung von KI. Sie sind eine Weiterentwicklung textbasierter (Chat-)Bots, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Die bekannteste Anwendung von sprachbasierten (Chat-)Bots sind sogenannte intelligente persönliche Assistenten. Das Ziel sprachbasierter (Chat-)Bots ist es, dem Nutzer die Ausführung verschiedenster Funktionen durch eine einfache verbale Aufforderung zu ermöglichen, um diese durch eine intuitive Bedienung erheblich zu erleichtern. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Smart-Home-Geräte bedienen oder Dinge im Internet bestellen. Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, wie gut die vier gängigsten Bots – nämlich Amazon Alexa, Apple Siri, Google Assistant und Microsoft Cortana – derzeit funktionieren und ihre Funktionalität miteinander zu vergleichen. Nach Auswertung der gefundenen Ergebnisse werden auch zukünftige Nutzungen diskutiert.

Voice Commerce in der Finanz- und Versicherungswirtschaft: Sparkassen und Volksbanken vor den Big Brands. Der Siegeszug der Smart Speaker und digitalen Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant scheint unaufhaltsam zu sein. Derzeit lässt sich beobachten, dass sich diese Anwendungen zunehmend von nicht kommerziellen und privaten Anwendungen wie Wettervorhersage oder Hausaufgabenhilfe hin zu kommerziellen Anwendungen entlang der gesamten Customer Journey entwickeln.

Die Sprachschnittstelle, als die natürlichste Schnittstelle für uns Menschen, steht vor der Herausforderung verschiedene Sprachen, Dialekte, Sprechweisen und Ausdrücke zu verstehen und sie in klare Absichten und Antworten zu übersetzen.

Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie das Angebot und die Qualität von sprachbasierten Systemen in der Finanz- und Versicherungsbranche in Deutschland. Ein ausführlicher Vergleich nach verschiedenen Kriterien zeigt die jeweiligen Stärken und Schwächen der heutigen Lösungen auf.

Das Konzept der Wissensgraphen lässt sich bis in die 60er Jahre zurückverfolgen und nach drei Jahrzehnten konzentrierten sich die Fortschritte bei den Wissensgraphen auf das Semantic Web, Ontologien und Taxonomien. Heute gewinnen Knowledge Graphen zunehmend an Bedeutung, da ihr geschäftlicher Nutzen in verschiedenen Bereichen und Anwendungsfällen nachgewiesen ist. Aber was sind sie eigentlich? Wissensgraphen stellen eine Plattform dar, die unterschiedliche (interne und externe) Daten kontextbezogen aufnimmt, um Datenpunkte in Insights und Insights in verwertbares Wissen umzuwandeln und so die Entscheidungsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern. Was ist neu: Warum wird die Bedeutung von Wissensgraphen in der heutigen Geschäftswelt so sehr betont?

Das Whitepaper „Business Knowledge Graph: Mit System Unternehmensentscheidungen optimieren“ (2022) von Prof. Dr. Peter Gentsch liefert eine Definition zum Thema, geht auf die Bedeutung des Knowledge Graph als Geschäfts- und Werttreiber ein, gibt einen Marktüberblick und zeigt die Nutzenpotentiale auf.

Verhandlungen spielen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft eine überragende Rolle. Ohne sie und den berühmten „Verhandlungsdurchbruch“ würde es oft keine Lösung geben. Verhandlungsprozesse sind aber auch ein spannendes Forschungsgebiet, und diesem hat sich Prof. Dr. Ingmar Geiger von der Hochschule Aalen verschrieben. Jetzt erhielt der Wirtschaftswissenschaftler für seine Arbeit zur Verhandlungsforschung eine besondere Würdigung: Er wurde mit dem erstmals verliehenen „Gregory Kersten GDN Journal Best Paper Award“ ausgezeichnet.

Die vergangenen Monate mit Maskenaffäre, diversen Bilanzskandalen und spektakulären Insolvenzen haben Prof. Dr. Patrick Ulrich wieder reichlich Stoff für Forschung und Lehre geboten. Der Wirtschaftswissenschaftler forscht und lehrt seit 2016 an der Hochschule Aalen zu evidenzbasiertem Management, Unternehmensethik und nachhaltiger Unternehmensführung, der Formulierung von Richtlinien und ethischen Standards für die Praxis sowie moderner Personalführung im Kontext der Digitalisierung. Themen, die heute aktueller denn je sind. Für sein herausragendes Engagement wurde er jetzt mit dem Forschungspreis der Hochschule Aalen ausgezeichnet.

Die Zahl der Cyber-Angriffe ist stark gestiegen, das bekommen auch immer mehr mittelständische und Familienunternehmen zu spüren. In der aktuellen Studie „Cyber Security im Mittelstand“ geht die Unternehmensberatung Deloitte der Bedrohung auf den Grund. Wissenschaftlich begleitet wurde sie dabei durch die Hochschule Aalen unter Führung von Prof. Roland Hellmann als Fachexperte für IT-Sicherheit sowie dem Aalener Institut für Unternehmensführung (AAUF). Die Untersuchung zeigt, dass die Mehrheit des deutschen Mittelstandes bislang noch nicht ausreichend auf IT-Attacken vorbereit ist. Vielfach werden noch immer die Risiken unterschätzt.

Wie gut sind Chatbots? Sparkassen und Volksbanken schlagen Fintech!

Viele Unternehmen bieten bereits die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme über sogenannte Chatbots an, auch im Versicherungs- und Finanzsektor. Doch wie gut sind die virtuellen Assistenten und welche Fragen können sie bereits beantworten? Das hat Prof. Dr. Peter Gentsch von der Hochschule Aalen am Institute for Conversational Business untersucht. Das Ergebnis überrascht: Traditionelle Banken wie Sparkassen und Volksbanken schlagen beim Einsatz von Chatbots Fintech-Unternehmen. 

Kunden wünschen sich mehr Kontakt zu Unternehmen über WhatsApp, Alexa und Co.

Online-Shopping boomt – gerade in Corona-Zeiten. Doch wie können gerade auch Einzelhändler oder Industrieunternehmen den persönlichen Kontakt zu Kunden erhalten? Die Studie „Conversational Business 2020“ der Hochschule Aalen zeigt, dass die aktuelle Pandemie Messenger-Diensten und Smart-Speaker-Systemen für Marketing- und Service-Angebote einen enormen Schub gegeben hat. Endverbraucher wünschen sich Messenger, Chat-Bots und Voice Assistenten als Kaufkanäle. Dieses strategische Potential wird auf Unternehmensseite meist jedoch noch nicht genutzt.

Software & Programme

Dies ist ein Softwarepaket in Excel für low code development (vgl. z.B. Computerwoche low code oder Industrie of things low code ) und Automatisierung von Prozessen.

1. Beschreibung der Funktionen im Toolset und Installation:

2. Die Funktionalität Vorwärtsrechnen wird in diesem Dokument beschrieben:

3. Semantisch eng verzahnt mit der Vorwärtsrechnung ist die Rückwärtsrechnung

4. Die beliebige Steuerung eines Makros kann man mit MacroRepeat erreichen. Dabei ist MacroRepeat das „Framework“ und das zu wiederholende Makro die semantische (betriebswirtschaftliche oder technische) Komponente:

5. Globale Maxima und Minima können mit dieser Funktionalität berechnet werden. Dabei kommt es auf die Diskretisierung* der Definitionsmenge an, vergleiche die Mathematik und die darauffolgenden Optionen für die Diskretisierung im Dokument. Wegen der verschiedenen Optionen gibt es einige Variationen zu diesem Thema.

*Vorab: Die Diskretisierung beschreibt hier die Art und Weise wie ein geschlossenes Intervall mit unendlich vielen Zahlen in der IT abgebildet werden kann.

6. Die XLAM-Bibliothek in zip-gepacktem Format:

7. Cheat-sheet, ein Spickzettel mit Übungsaufgaben zum Einstieg:

8. Make peace with curve sketching – Frieden schließen mit der Kurvendiskussion: Diese Excel-Mappe berechnet numerisch die Kurvendiskussion.
Die numerische Durchführung der Kurvendiskussion kann z.B. als Probe für die manuelle Berechnung dienen oder in Fällen verwendet werden, in denen die manuellen Berechnungen nicht mehr möglich sind, speziell wenn die Funktionen keine geschlossenen Formeln mehr aufweisen.

Kooperative Promotionen

Die Fakultät verfügt über ein gemeinsames Promotionsprogramm mit der Newcastle Business School (NBS) an der Northumbria University. Seit 2007 konnten bereits mehr als fünf kooperative Promotionen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Doktoranden arbeiten i.d.R. als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule Aalen oder in anderen Unternehmen und promovieren als Externe an der NBS. Die Betreuung findet sowohl durch Professoren der Fakultät statt als auch durch britische Kollegen. Der Titel (PhD) wird nach Einreichung der Dissertation und erfolgreicher mündlicher Prüfung durch die NBS vergeben. Neben dem gemeinsamen Promotionsprogramm konnten zuletzt an der Fakultät drei weitere kooperative Promotionen mit anderen Universitäten im In- und Ausland erfolgreich abgeschlossen werden.

Bei Fragen zum gemeinsamen Promotionsprogramm mit der NBS wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Robert Rieg.