Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Prüfungsablauf und Verhalten während der Prüfung.


Für Bachelorstudierende der SPO 27 und 28 sowie Masterstudierende der SPO 27:

Die Prüfungsanmeldung für diese SPO-Versionen muss schriftlich erfolgen (Achtung, dies sind alte Studien- und Prüfungordnungen und trifft nur auf wenige Studierende noch zu!)

Sechs Wochen nach Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters beginnt die Phase der Prüfungsanmeldung (siehe Terminplan der Hochschule Aalen). Hier werden in den Studiengangsekretariaten die Prüfungsanmeldeformulare für die oben genannte SPO-Versionen ausgegeben. Bitte holen Sie die Unterlagen rechtzeitig ab.

Die ausgefüllten Formulare sind fristgerecht (siehe Aushang oder Terminplan der Hochschule Aalen) an das Studiengangsekretariat zurückzugeben. Die Prüfungsanmeldungen müssen unbedingt im Internet kontrolliert werden (Homepage der Hochschule Aalen).


WICHTIG: Sollte die Anmeldung nicht korrekt sein, dann setzen Sie sich bitte umgehend mit Ihrem Studiengangssekretariat in Verbindung.


Für Bachelorstudierende der SPO 29, 30, 31, 32 und 33, sowie Masterstudierende der SPO 28, 29, 30, 31 und 32:

Sechs Wochen nach Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters (siehe Terminplan der Hochschule Aalen) wird im Internet die Online-Prüfungsanmeldung freigeschaltet (Online -Tools). Bitte melden Sie sich dort fristgerecht zu den Prüfungen an, die Sie in dem jeweiligen Semester ablegen möchten. Sie sind selbst für die Anmeldung verantwortlich!

Bitte beachten Sie: Bei Modulen, die über mehrere Semester gehen jedoch aus mehr als einer Teilleistung bestehen, findest du die Prüfung des früheren Semesters in dem Semester, in dem das Modul abgeschlossen wird (Bsp: Modul A besteht aus Prüfung 1 im 1. Sem. und Prüfung 2 im 2. Sem.

– zur Prüfungsanmeldung der Prüfung 1 muss das 2. Sem. aufrufen und dort die Prüfung angemeldet werden, da das Modul im 2. Sem. abgeschlossen werden kann.

Drucken Sie sich einen Beleg über die angemeldeten Prüfungen aus ("Info über angemeldetet Prüfungen) und nehmen Sie diesen als entsprechenden Nachweis über die Prüfungsanmeldung zu Ihren Unterlagen.


WICHTIG:

Wenn Sie einen Ausschluss in Ihrem Studiengang haben und Sie haben einen Antrag auf Weiterstudium gestellt bzw. Rechtmittel eingelegt (Stellungnahme zur Anhörung, Widerspruch oder Klage), dann hat dies aufschiebende Wirkung. D.h. Sie dürfen weiterstudieren und auch Prüfungen ablegen bis endgültig über Ihren Fall entschieden ist. 

zu beachten:

  • bei Zeitausschluss - alle Prüfungen dürfen angemeldet werden
  • bei CP-Ausschluss - alle Prüfungenden dürfen angemeldet werden
  • bei Fachausschluss (unabhängig ob 2. Versuch / 3. Versuch nicht bestanden) - alle Prüfungen mit Ausnahme der Prüfung/Prüfungen, die Sie nicht bestanden haben. 

Bitte melden Sie sich online über die Online-Tools an.

Sollte die Anmeldung nicht funktionieren, dann setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen Sekretariat in Verbindung.

Prüfungsanmeldekontrolle:


WICHTIG:  Bitte prüfen sie nach erfolgter Prüfungsanmeldung ob alle Leistungen systemseitig verbucht wurden. Dies können Sie Hier überprüfen. Sollten die Daten nicht stimmen, dann setzen Sie sich bitte umgehend mit Ihrem Studiengangsekretariat oder dem Zentralen Prüfungsamt (pruefungsamt@hs-aalen.de) in Verbindung.

Anmeldung von Zusatzfächern, Wahlfächern und Anmeldung zu Drittversuchen:

Diese Leistungen können NICHT über die Homepage der Hochschule Aalen (QIS-Systeme) angemeldet werden. Verwenden Sie zur Anmeldung von Zusatzleistungen, Wahlleistungen und auch zur Anmeldung von Drittversuchen vorstehendes Formular und geben Sie dieses in Ihrem Studiengangssekretariat fristgerecht ab.


Mit diesem Formular können Sie Prüfungen anmelden, wenn Sie sich derzeit im Praxissemester befinden.

Während des Praxissemesters dürfen Sie max. 3 Prüfungen, die Sie bereits mind. einmal versucht haben, schreiben.

Eine Prüfung im ersten Versuch dürfen Sie NICHT ablegen.


Bitte verwenden Sie zur Anmeldung der Prüfungen oben aufgelistetes Formular. Eine Online-Anmeldung der Prüfungen ist nicht möglich.


Foreign students with limited registration please use this form for the registration for exams.(Prüfungsanmeldung für Ausländische Studierende: Ausländische Studierende mit eingeschränkter Zulassung benutzen bitte dieses Formular für die Anmeldung von Prüfungsleistungen.)

Bei Studierenden mit eingeschränkter Zulassung bestehen in der Regel "Learning Agreements" die bereits im Vorfeld mit den Studiengängen der Hochschule Aalen sowie der Partnerhochschule abgesprochen sind. Zur Verbuchung der Noten im System sowie zur Dokumentation benötigen wir von Ihnen eine entsprechnde Prüfungsanmeldung.


An der Hochschule Aalen gibt es einen definierten Zeitraum, in dem die Prüfungen von den Studierenden Online bzw. in Papierform ihre Prüfungen anmelden können.

Nach Ende des genannte Zeitraums ist eine Anmeldung ohne größeren Aufwand nicht mehr möglich.

Verspätete Prüfungsanmeldungen können bis zu einem bestimmten Termin noch angenommen werden:

  • Füllen Sie hierzu nachstehendes Dokument aus.
  • Benennen Sie den Grund, weshalb Sie versäumt haben sich fristgerecht während desPrüfungsanmeldezeitraums anzumelden.
  • Bezahlen Sie 10,-- Euro Verspätungsgebühr in der Studentischen Abteilung (Achtung: Bezahlung nur über Chipkarte möglich!). Das Formular wird von der Stud. Abteilung bestätigt.
  • Geben Sie dieses Formular bitte in Ihrem Studiengangssekretariat zur Verbuchung der Prüfungsanmeldung ab.

Achtung: 

Verspätete Prüfungsanmeldungen die per Post (ggf. mit Bargeld) an die Hochschule Aalen geschickt werden (unabhängig davon an welche Stelle dies geschickt wird) werden nicht berücksichtigt. Die verspätete Prüfungsanmeldung wird nicht durchgeführt was dazu führt, dass Sie zu den jeweiligen Prüfungen nicht angemeldet sind.

Sollten Sie persönlich die verspätete Prüfungsanmeldung nicht durchführen können, so haben Sie die Möglichkeit jemanden zu bevollmächtigen, der für Sie die die verspätete Prüfungsanmeldung dann vornehmen kann. Bitte geben Sie Ihrem Bevollmächtigen eine entsprechende Vollmacht mit.



WICHTIG - WICHTIG - WICHTIG

Bei verspäteter Prüfungsanmeldung kann unter Umständen nicht garantiert werden, dass Terminüberschneidungen von Prüfungsterminen oder ggf. mehrere Prüfungen an einem Tag geplant werden, sowie nicht sichergestellt werden kann, dass genügend Plätze im Prüfungsraum vorhanden sind. Wir versuchen für alle Studierenden eine optimale Prüfungsplanung umzusetzen, können dies aber bei verspäteter Prüfungsanmeldung nicht sicherstellen. Die Anmeldung erfolgt auf eigenes Risiko.

Prüfungsabmeldungen sind bis 2 Wochen vor dem vom Senat festgelegten Prüfungszeitraum möglich. Näheres regelt die SPO.

Bitte beachten Sie dazu auch die Aushänge und Internetinformationen.

Die Studierenden der Bachelor-SPO 29+30+31 und 32 sowie Master-SPO 28+29+30+31 können sich online von den Prüfungen während des benannten Zeitraums abmelden.

Zur Prüfungsabmeldung gelangen Sie über die "Online-Tools" der Hochschule Aalen.


Wichtig: Wenn man bei einer angemeldeten Prüfung unentschuldigt fehlt wird diese Prüfung mit der Prüfungsleistung 5,0 (nicht bestanden) bewertet. Daher unbedingt rechtzeitig die Prüfungsabmeldung nutzen, falls eine Prüfung nichtabgelegt werden soll. 

Bei Krankheit ist unbedingt rechtzeitig ein ärztliches Attest vorzulegen. 


Weitere Informationen finden Sie unter "Prüfung / Krankmeldung - was ist zu tun?"

Etwa 2 Wochen vor dem jeweiligen Prüfungszeitraum wird der Prüfungsplan für Ihre Prüfungen bekanntgegeben.

Sie können diesen Plan tagesaktuell abrufen und werden bei Änderungen - sofern Sie Ihre Prüfungen "abonniert" haben, per Mail informiert.

Zum Prüfungsplan und weiteren Informationen rund um den Prüfungplan gelangen Sie HIER

Mögliche Maßnahmen gegen Täuschungsversuche:

  • Die Klausuren werden gekennzeichnet, damit erkennbar wird, welche Personen bei der Klausuranfertigung nebeneinander gesessen haben; Sitzplätze werden von der Aufsicht zugewiesen. Ein Sitzplan wird zur Sicherstellung der Sachlage erstellt.
  • Die Prüflinge haben spätestens 15 min vor Beginn der Prüfung vor dem ausgewiesenen Prüfungsraum zu erscheinen.
  • Der Besuch der Bibliothek oder der Mensa während der Prüfungszeit ist untersagt.
  • Jede Kontaktaufnahme mit Personen innerhalb und außerhalb des Klausurraums ist streng untersagt, mit Ausnahme der Klausuraufsicht.
  • Nur die nächstgelegene, genau bezeichnete Toilette darf aufgesucht werden.
  • Es darf kein Handy bzw. kein Gerät mit Daten-Schnittstelle (Bluetooth / Infrarot) in den Klausursaal mitgenommen werden auch wenn diese ausgeschaltet sind. Sie dürfen auch während des Prüfungszeitraums außerhalb des Klausurraums nicht benutzt werden. Ggf. ist das ausgeschaltete Handy bei der aufsichtsführenden Person abzugeben.
  • Es werden verstärkt Kontrollen nach unerlaubten Hilfsmitteln innerhalb und außerhalb des Klausursaales durchgeführt, um Täuschungsversuchen vorzubeugen.
  • Zur Identitätskontrolle werden der Studierendenausweis sowie der Personalausweis (oder ein vergleichbares amtliches Dokument mit Lichtbild) kontrolliert.


ACHTUNG: Personen, die unter falschem Namen eine Klausur schreiben, erfüllen den Tatbestand der Urkundenfälschung laut § 267 Strafgesetzbuch. Durch das Fälschen von Ausweisen sind weitere Straftatbestände erfüllt, die im Einzelnen überprüft werden. Die Hochschule Aalen wird Fälschungen dieser Art grundsätzlich zur Anzeige bringen!


Was geschieht bei einem Verdacht auf Vorliegen bzw. bei Vorliegen eines Täuschungsversuchs?


Täuschungsversuch wird während der Prüfung festgestellt:

Die Aufsicht erstreckt sich (u.a.) auf das Sicherstellen selbständigen Arbeitens sowie darauf, dass nur die zugelassenen Hilfsmittel benutzt werden.
Wird der Gebrauch unzulässiger Hilfsmittel (oder Abschreiben, Gespräche mit Prüflingen usw.), d. h. im Zweifel ein Täuschungsversuch festgestellt, so wird dieser in einer Aktennotiz protokolliert.
Unerlaubte Hilfsmittel (Bücher, Ordner, Papiernotizen, kommentierte Gesetzestexte, Benutzung von Handy, programmierbaren Uhren oder Taschenrechnern oder Unterlagen (s.o.)) werden dem Prüfling durch die Aufsicht zwecks Beweissicherung abgenommen.

Des Weiteren erfolgt die Abnahme der Klausur sowie der Ausschluss von der weiteren Teilnahme an der Prüfung.
Wird der ordnungsgemäße Ablauf der Prüfung gestört, kann der Prüfling ebenfalls durch die Aufsicht von der Prüfung ausgeschlossen werden.
Die abschließende Entscheidung über einen Täuschungsversuch trifft der Prüfungsausschuss.


Täuschungsversuch wird nach der Prüfung festgestellt:

Wird die Täuschung nach Abgabe der Prüfung festgestellt, so wird die entsprechende Prüfung mit „nicht bestanden“ (5,0) bewertet.

Die von der Entscheidung betroffene Person kann innerhalb einer Frist von vier Wochen verlangen, dass die Entscheidungen des Prüfers vom Prüfungsausschuss überprüft werden.


Die Studierenden sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet. Hierzu sind die allgemein anerkannten Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten. Ein Verstoß hiergegen liegt insbesondere vor, wenn in einem wissenschaftserheblichen Zusammenhang vorsätzlich oder grob fahrlässig Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt wird. Bei einem Verstoß kann die Exmatrikulation des Studierenden erfolgen (§ 62 LHG i.V. mit § 3 Abs. 5 LHG).


Ist im Zweifelsfall nicht zu klären wer die Täuschung durchgeführt hat, so kann durch Beschluss des Prüfungsausschusses die Leistung aller Betroffenen mit „nicht bestanden“ (5,0) gewertet werden oder zeitnah eine Wiederholungprüfung für die Betroffenen angeordnet werden.


Weiteres zu Täuschungsversuchen


Gibt es auch bei Referaten oder bei Haus- und Abschlussarbeiten Täuschungsversuche?

Es wird darauf hingewiesen, dass jede Form von wissenschaftlicher Arbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Referate, Hausarbeiten etc.), die Plagiate enthält, mit NICHT BESTANDEN bewertet wird. Je nach Sachlage ist sogar die Exmatrikulation gemäß §62 Abs. 3 Nr. 4 i.V.m.§ 3 Abs. 5 Sätze 1 bis 3 LHG möglich. Dies gilt unabhängig davon, welchen Umfang die einschlägigen Passagen im Verhältnis zum Gesamtumfang der Arbeit haben. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass Prüfungsleistungen - insbesondere Bachelor- oder Masterarbeiten - auch im Nachhinein aberkannt werden können, wenn sich herausstellt, dass der Vorwurf des Plagiats begründet ist.


Zur Verdeutlichung: 
"Ein Plagiat ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes Werk oder als Teil eines eigenen Werkes. Es ist unter bestimmten Voraussetzungen strafbar und verpflichtet den Plagiator zum Schadenersatz. In der Wissenschaft wird - anders als in der Literatur - bereits die Paraphrasierung eines Textes oder die nicht gekennzeichnete Übernahme einer Argumentation ohne Quellenangabe als Plagiat verstanden."


Notenbekanntgabe


Entsprechend dem Terminplan der Hochschule Aalen werden an einem bestimmten Termin die Noten des jeweiligen Prüfungszeitraumes veröffentlicht.

Die Noten können über die Online-Tools abrufen auf der Homepage abgerufen werden.

Bitte sehen Sie von Rückfragen im Studiengangsekretariat
vor dem festgelegten Freischaltungstermin ab, da hier keine Auskünfte erteilt werden können.


Sollten nach dem Freischaltungstermin Ihre Noten nicht sichtbar sein, setzten Sie sich bitte mit Ihrem Studiengangssekretariat in Verbindung um die jeweilige Sachlage zu klären.


Für Beratung und Rückfragen stehen Ihnen folgende Stellen zur Verfügung:

STUDIO, Frau Bischoff/Frau Theiss, 07361-576-2125, studienberatung@htw-aalen.de


(PBS) - Psychosoziale Beratungsstelle für Studierende (Einzelberatung oder Kurse)
über das Studierendenwerk Ulm, + 49 731 50-23811, pbs@studierendenwerk-ulm.de


Zentrales Prüfungsamt der Hochschule Aalen

Herr Elser/Frau Stradinger, 07361-576-2242/2162, pruefungsamt@htw-aalen.de


Studieren mit Behinderung und chronischer Erkrankung

Studierende mit Behinderungen können aufgrund verschiedener Umstände im Studium benachteiligt sein, weshalb Studierende mit Behinderung, chronischer und psychischer Erkrankung sowie Teilleistungsstörungen einen Rechtsanspruch* auf Nachteilsausgleich (NTA) im Studium haben. Dieser wirkt bestehenden Barrieren entgegen und soll die chancengleiche Teilhabe verbessern.

Hierzu gehören z.B. bauliche, kommunikative, organisatorische oder durch die Lehre betroffene Bedingungen.

Gemäß gesetzlicher Regelungen haben die Hochschulen dafür Sorge zu tragen, dass Studierende mit einer Behinderung oder auch chronischen Erkrankung im Studim nicht benachteiligt werden, so dass Angebote der Hochschule möglichst eigenständig genutzt werden können.

Mit dem Beauftragten für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen genauso wie mit der Zentralen Studienberatung oder dem Zentralen Prüfungsamt können Sie im Vorfeld solcher Anträge gerne ein Beratungsgespräch über die Möglichkeiten und Ihre individuellen Bedarfe von Nachteilsausgleichen führen. Die Kontaktdaten finden Sie nachstehend.

- Zentrale Studienberatung

- Beauftragter für Studierende mit Behinderung

- Zentrales Prüfungsamt / Studentische Abteilung


* rechtlicher Hintergrund

Gemäß Landeshochschulgesetz (LHG) haben die Hochschulen dafür Sorge zu tragen, dass behinderte Studierende in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können (§ 2 Abs. 4 LHG). Zudem müssen Prüfungsordnungen so gestaltet sein, dass zur Wahrung ihrer Interessen die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung in Bezug auf ihre Chancengleichheit berücksichtigt werden (§ 32 Abs. 3 Nummer 4 LHG). Sofern nicht in speziellen Bestimmungen auf die besondere Situation von Studierenden mit Behinderung eingegangen wird, ist aus dem Gleichheitsgrundsatz, dem Diskriminierungsverbot und dem Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes (GG) herzuleiten, dass durch eine Veränderung der Studien- und Prüfungsbedingungen den Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung Rechnung getragen werden muss (s. Art. 3 und Art. 20 GG).

Bei Vorliegen von Nachteilen, die Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen gegenüber nicht beeinträchtigten Studierenden bei der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen haben, sollen diese soweit wie möglich ausgeglichen werden. Daher haben Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, wenn Sie die Kriterien erfüllen, ein Recht auf einen Nachteilsausgleich.

Bitte beachten Sie: 

Die fachlichen und inhaltlichen Anforderungen der Studien- oder Prüfungsleistung dürfen durch nachteilsausgleichende Maßnahmen nicht verändert werden. Sie erhalten ggf. also die Chance, Ihre Studienleistungen in einem adäquaten Rahmen und somit erfolgreich zu erbringen. Studien- und Prüfungsleistungen sind in gleichwertiger Qualität zu erbringen, werden jedoch in der Form flexibel angepasst.

Es ist nicht das Ziel die fachlichen und inhaltlichen Anforderungen zu reduzieren!


Die Ausgestaltung der Maßnahmen ist in Abhängigkeit von der jeweiligen Beeinträchtigung individuell, situationsgebunden und angemessen zu regeln. Jeder Fall wird auf Bedarf und bezogen auf das jeweilige Studienfach einzeln geprüft und durch den Prüfungsausschuss entsprechend beschieden.

Ein Nachteilsausgleich kann für einen Leistungsnachweis, für einen befristeten Zeitraum oder für die gesamte Studienzeit bewilligt werden. Anspruch auf einen bestimmten Nachteilsausgleich besteht nicht.

Beispiele

• Mündliche statt schriftlicher Prüfung - z.B. bei Sehbehinderung, Blindheit, motorische Beeinträchtigung, etc. .....

• Schriftliche statt mündliche Prüfung - z.B. bei Hör-/Sprechbehinderung, etc. ....

• Schriftliche Ausarbeitung statt Referat/Gruppendiskussion - z.B. bei Hörbehinderung, psych. Erkrankungen, etc. ....

• Schreibzeitverlängerung in Klausuren - z.B. bei Sehbehinderung, Blindheit, Hör-Sprechbehinderung, motorische Beeinträchtigung, etc. ...... )

• Schreibzeitverlängerung bei Hausarbeiten, Abschlussarbeiten u.ä.

• Schreiben von Klausuren in gesondertem Raum

• Unterbrechung der Prüfung durch Pausen

• Einsatz technischer Hilfsmittel - m z.B. bei Sehbehinderung, Blindheit, Hörbehinderung, motorische Einschränkung, etc. .....

ggf. weitere Maßnahmen.


Nur wer eine Behinderung oder chronische Erkrankung und daraus entstehende Nachteile durch entsprechende Bescheinigungen nachweist, kann ggf. einen dem Nachteil entsprechenden Nachteilsausgleich erhalten.

Einen Antrag auf Nachteilsausleich bei Prüfungen stellen Sie formlos bei der oder dem Prüfungsausschuss Ihres Studiengangs.


Der Antrag sollte folgende Punkte enthalten:

  • Welche Anpassungen beantragen Sie für Prüfungen?
  • Aus welchen Gründen sind diebeantragten Anpassungen für Sie notwendig?
  • Ein ärztliches Attest, das die Auswirkungen Ihrer Behinderung oder chronischen Erkrankung auf das Studium bzw. das Ablegen von Prüfungen darlegt. Es ist hilfreich, wenn aus dem Attest auch Vorschläge für die Form der Nachteilsausgleiche ersichtlich werden.
  • ggf. Stellungnahme des Beauftragten für Studierende mit Behinderung


Sofern möglich, sollten Sie vorab ein Gespräch mit dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung führen. Er kann ggf. eine Stellungnahme bzw. Empfehlung für den Prüfungsausschuss erstellen, welche die dortige Entscheidung unterstützt.

Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung haben die Möglichkeit, Anträge auf Fristverlängerung für Prüfungen. Die Regelungen dazu stehen in der Prüfungsordnung des allgemeinen Teils Ihrer Studien- und Prüfungsordnung.

Bitte stellen Sie hierzu einen formlosen Antrag an den Prüfungsausschuss Ihres Studiengangs. Dem Antrag müssen Sie ein ärztliches Attest beilegen. Aus dem Attest muss hervorgehen, wie sich Ihre Krankheit oder Behinderung auf Ihr Studium und auf das Ablegen von Prüfungen bzw. inwiefern sie sich studienzeitverlängernd auswirkt.

Nachteilsausgleiche oder Probleme in einzelnen Lehrveranstaltungen können entweder beim Prüfungsausschuss oder auch direkt bei den jeweiligen Dozentinnen oder Dozenten besprochen und beantragt werden. Einfache organisatorische Anpassungen können oft in einem persönlichen Gespräch geklärt und vorgenommen werden, bei komplexeren Anfragen ist der Prüfungsausschuss mit einzubinden.

Studierende mit Beeinträchtigung beantragen einen Nachteilsausgleich formlos im Rahmen der Prüfungsanmeldung zu der jeweils zu erbringenden Prüfungsleistung.

Bitte geben Sie den formlosen Antrag ergänzt durch ein fachärztliches Attest/Gutachten in Ihrem Studiengangssekretariat im Rahmen der Prüfungsanmeldung ab. Das Attest enthält den Zeitpunkt der Diagnosestellung und veranschaulicht die Auswirkungen der Beeinträchtigung auf das Studium.

Der Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit bietet Unterstützung bei der individuellen Klärung des Bedarfs und erstellt eine Empfehlung für den jeweiligen Prüfungsausschuss aus. Der Antrag auf Nachteilsausgleich sollte Ihren Namen und Matrikelnummer, Ihr Studienfach, Semester, Benennung und Begründung des Bedarfs, die Erläuterung der Symptome und deren Auswirkung auf das Studium bzw. die Erbringung der Prüfungsleistung erläutern. Eine Nennung der Diagnose ist nicht erforderlich, jedoch müssen die Auswirkungen der Behinderung/chronischen Krankheit auf das Studium so dargestellt werden, dass medizinische Laien den Bedarf nachvollziehen können.

Der Prüfungsausschuss entscheidet und versendet einen schriftlichen Bescheid. Die Fakultät (Prüfende) setzt den Nachteilsausgleich dann entsprechend um.

Bitte Beachten Sie: Alle Stellen, die im Rahmen der Beantragung und Entscheidung über den Antrag auf Nachteilsausgleich involviert sind, sind zur Vertraulichkeit im Umgang mit den Angaben und Daten der Antragsteller verpflichtet.