Industriedialog Industrie 4.0

Alle Vorlesungen finden jeweils von 17.30 – 19.00 Uhr in der Neuen Aula der Hochschule Aalen (Beethovenstraße 1, Neues Aula- und Hörsaalgebäude) statt.

Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos und kann für Studierende der Hochschule Aalen im Rahmen des Studium Generale angerechnet werden.

Vortragsunterlagen können bei Simone Haag angefragt werden. 

Beachten Sie ggf. Änderungen im Programm und bei den Raumangaben.

Der Vortrag kann auch im Live-Stream verfolgt werden unter www.medienzentrum.htw-aalen.de/aalenlive.html

Programm


Zusatztermin „IT-Sicherheit in der Industrie“ aus dem Sommersemester 2018 mit freundlicher Unterstützung der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg

Dienstag, 18.09.2018, 19 Uhr Aula

Thema: 

LIVE-Hacking: Tatort www

Referent: 

Götz Schartner, 8COM Information Security, Neustadt an der Weinstraße

Wirtschaftsspionage und Identitätsdiebstahl – Die Gefahren der digitalen Welt bedrohen alle Ebenen der Unternehmenshierarchie und Menschen jeden Alters, vom Auszubildenden bis zum technikaffinen Senior.

In diesem Vortrag erlebt das Publikum hautnah, wie kriminelle Hacker vorgehen, wenn sie sich in Unternehmensnetze einschleusen, mit fremden Kontodaten einkaufen oder Profile in sozialen Netzwerken übernehmen. Spätestens wenn die Smartphones einzelner Teilnehmer live gehackt werden, haben alle verstanden, dass Cyber-Angriffe jeden treffen können.

Doch unser Referent stellt nicht nur die negativen Aspekte der weltweiten Vernetzung in den Mittelpunkt. Auch die nie dagewesenen Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft sind Inhalt des Vortrags. Schließlich werden Möglichkeiten gezeigt, wie sich Unternehmen und Privatpersonen effektiv vor Hacking-Attacken schützen können.


Ringvorlesung „Industriedialog Industrie 4.0“ Wintersemester 2018:

Übergeordnetes Thema: „Autonome Systeme“

Anders als klassische automatisierte Systeme können sich mobile Autonome Systeme – ganz gleich, ob es sich um Industrie- oder Serviceroboter, Fahrzeuge oder Drohnen handelt – in einer natürlichen Umgebung aus eigener Kraft und ohne Hilfestellung von außen bewegen und dabei ein ihnen gestelltes Ziel selbständig erreichen. .

In nicht allzu ferner Zukunft werden Roboter zunehmend autonom komplexe Aufgaben übernehmen – und zwar ohne langwierige Programmierarbeit. Denn maschinelles Sehen, Bewegungssensoren sowie Bild- und Spracherkennung entwickeln sich dynamisch weiter. Als Folge können Autonome Systeme immer anspruchsvollere Arbeiten ausführen. Sie werden mit ihrer Umgebung – vor allem mit Menschen – interagieren und permanent hinzulernen.

Ein wichtiger Schauplatz dieser Technologie sind industrielle Fertigungsstätten. Hier werden Autonome Systeme den Menschen nicht verdrängen, sondern gemeinsam mit ihnen viele Aufgaben besser als bisher bewältigen. Auch aus diesem Grund müssen Roboter flexibel entscheiden können, denn sie wissen nicht im Voraus, was ihre menschlichen Kollegen als Nächstes tun.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen des „Industriedialogs“ der Hochschule Aalen gibt es unter www.hs-aalen.de/i40dialog Um Anmeldung über die Homepage wird gebeten.

Der Vortrag kann auch im Live-Stream verfolgt werden unter www.medienzentrum.htw-aalen.de/aalenlive.html



1.) Montag, 29.10.18, 17:30 Uhr, Aula:

Thema: 

Autonomes Fahren- wahrgenommene Produktqualität im Zeitalter des Passagiers

Referent: 

Dr. Ruediger Freimann, Head of Research & Development Motor Caravan, Erwin Hymer Group, Bad Waldsee

vorab Grußwort von Prof. Dr. Michael Auer, Geschäftsführer Steinbeis Technologietransfer, Stuttgart

Moderation: Volker Schiek, Vorstand Landesnetzwerk Mechatronik BW GmbH, Göppingen

Durch neue Technologien wie das autonome Fahren wird sich die Art und Weise, wie wir Reisen und mobilen Wohnraum nutzen, nachhaltig verändern. Die Erwin Hymer Group hat als weltweit erstes Unternehmen die Erlaubnis erhalten, autonom-fahrende Reisemobile im öffentlichen Straßenverkehr zu erproben. Das System fährt vollkommen selbstständig. Das Fahrzeug wird zum Chauffeur.

Beim autonomen Fahren kommt eine komplexe Sensorik zum Einsatz. Ziel ist die größtmögliche Absicherung durch redundante Systeme. Sensor Fusion bedeutet die Verknüpfung aller durch Sensoren erfassten Daten. Die Datenaufbereitung erfolgt mithilfe lernender Systeme auf Basis tiefer neuronaler Netze (Deep Neuronal Networks).


2.) Montag, 19.11.18, 17:30 Uhr, Aula: 

Thema: 

Die vernetzte Modellfabrik von MHP und fahrerlose Transportsysteme

Referent: 

Julian Popp, Senior Consultant Digital Supply Chain Solutions/ Connected Logistics MHP GmbH – A Porsche Company, Ludwigsburg

In seinem Vortrag wird Herr Dr.-Ing. Julian Popp von MHP die neu erstellte Modellfabrik inklusive SAP-EWM-Anbindung und Flottenmanagement-Integration vorstellen. In Kooperation mit dem Unternehmen Serva TS wurden kleine FTF konzipiert und gebaut, die auf der Modelloberfläche sowohl Logistik- als auch Produktionsaufgaben wahrnehmen. Dabei kamen unterschiedliche technische Systeme und Protokolle zum Einsatz, die ausführlich präsentiert werden. Aktuell werden unterschiedliche Erweiterungen wie die Integration von IoT-Sensoren sowie Showcases für Sprachbedienung und Blockhain-Beispiele in die Modellfabrik integriert und im Vortrag vorgestellt.


3.) Montag, 10.12.18, 17: 30 Uhr, Aula: 

Thema: 

Wer braucht schon einen Fahrer? – ERD One

Referent: 

Jens Hertfelder, Emotion Rennteam Hochschule Aalen

In der Öffentlichkeit ist es schon ein großes Thema. Einige haben Angst, andere sind hellauf begeistert - autonom Fahren. Die Formula Student teilt die Begeisterung und hat 2017 die neue Klasse "Driverless" eingeführt. Der Weg zu einem autonom fahrenden Rennwagen gestaltet sich von spannend über verzweifelnd bis hin zu purer Euphorie.
Wir gewähren einen Einblick in die Tag- und Nachtschichten des Formula Student Rennteam E-Motion der Hochschule Aalen.

PLUS

Thema: 

AirFeeder: Flugrobotik in der wandlungsfähigen Fabrik der Zukunft

Referent: 

Timm von Bergen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Virtual Automation Lab Hochschule Esslingen

Der Bedarf an individualisierten Produkten begleitet von der Forderung kurzer Lieferzeiten stellt die Produktion der Zukunft vor große Herausforderungen. Die Voraussetzung dafür ist ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktion. Dies erfordert wiederum wandlungsfähige Produktionslinien, die weitestgehend autonom individualisierte Produkte in sehr kurzer Zeit herstellen können.

Eine wichtige Komponente einer wandlungsfähigen Fabrik sind fahrerlose Transportsysteme (FTS), die eine flexible Verknüpfung der ortsfesten Bearbeitungsstationen ermöglichen sollen.

Am VAL wird ein Konzept eines neuartigen Transportsystems entworfen: Der autonome Indoor-Flugroboter VAL AirFeeder. Dieses auf UAVs (Unmanned Aerial Vehicle) basierende System soll den Kleinteile-Transport zwischen Bearbeitungsstationen über den Luftweg ermöglichen, wodurch eine wesentlich höhere Flexibilisierung im Vergleich zu den klassischen bodengebundenen FTS erreicht werden soll.


4.) Montag, 14.01.19, 17:30 Uhr, Aula:

Thema: 

Autonomes Fahren & die Mobilität von Morgen

Referent: 

Eric Salewyn, Head of Autonomous Vehicle and Mobility Projects, Daimler AG, Stuttgart

Wie wird das autonome Fahren die Automobilindustrie verändern? Die notwendigen Sensoren und Kameras werden längst auch in Serienfahrzeugen eingesetzt und nehmen dem Fahrer immer mehr Aufgaben ab. Im Mittelpunkt der Diskussion steht daher nicht mehr die Frage, ob die Technik hält, was sie verspricht, sondern, ob der Mensch will, was die Technik kann. Und ob Gesellschaft und Rechtsprechung für diese „Revolution der Automobilität“ bereit sind.

Auf dem Weg zum autonomen Fahren treibt Daimler die Entwicklung intensiv voran. Was heute schon möglich ist, zeigt z.B. die Mercedes-Benz E-Klasse. Die intelligenteste Business-Limousine der Welk kann selbstständig den richtigen Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten sowie teilautomatisiert auf Autobahnen, Landstraßen und in der Stadt fahren. Sie unterstützt zudem beim Spurwechsel, bei Ausweichmanövern und beim Bremsen. Weiterer Clou: Die E-Klasse lässt sich von außen via Smartphone parken (Quelle: Daimler Geschäftsbericht 2016).

Weitere Termine:


Unser neues Workshop-Format startet im Wintersemester!


Lunch & Learn
Mittagspause mal anders

•Unter dem Motto „Lunch & Learn“ wird in der verlängerten Mittagspause in einem hochwertigen Hands-on-Workshop aktuelles Know-how vermittelt

•In diesem Veranstaltungsformat präsentieren Expertinnen und Experten der Hochschule Aalen (Transfer/ Kompetenzen nach außen tragen) in ungewohntem Rahmen spannende und informative Themen

•Die Themen sind gut aufbereitet und tiefgreifend

•Eine Zusammenfassung wird in einem Handout geliefert

•Die Vorträge finden in kleinen Gruppen (max. 15 Pers.) während der Mittagszeit im Zentrum Industrie 4.0 der Hochschule Aalen statt

•Mittagessen (hochwertiges Fingerfood) inklusive


Weitere Informationen und Termine folgen!