Gründerspirit am CampusDie Hochschule Aalen ist als beste Gründerhochschule Deutschlands in der Kategorie „Mittelgroße Hochschule“ ausgezeichnet worden.

Durch das umfassende Angebot am Gründercampus hat sich die Gründungskultur in den vergangenen Jahren weiterentwickelt

Di, 19. Oktober 2021

Das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen INNO-Z ist ein von der EU gefördertes Leuchtturmprojekt, das partnerschaftlich von der Stadt Aalen, dem Ostalbkreis und der Hochschule Aalen betrieben wird. Ziel ist es, Unternehmensgründungen aus der Hochschule und der Region zu fördern sowie den Technologietransfer zu unterstützen und die Innovationskraft von Unternehmen, insbesondere kleinen und mittelständischen, zu stärken. Die Angebote im INNO-Z sind vielfältig und sollen den Start und die Arbeit von Gründerinnen und Gründern erleichtern. „Wir bieten zum einen attraktive und praktische Räumlichkeiten, das heißt möblierte Büros, Besprechungsräume, Labore und eine Maschinenhalle für Entwicklungsarbeiten“, sagt Geschäftsführer und Innovationsmanager des Innovationszentrums Dr. Andreas Ehrhardt. „Zum anderen gibt es bei uns
Coaching und Beratung beispielsweise hinsichtlich Förderprogrammen, sowie die Vernetzung mit unseren zahlreichen Partnern. Damit bieten wir all das, was sich Start-ups nur wünschen können“, sagt er.


Unternehmerisches Denken

Unternehmerisches Denken und Handeln in den Köpfen Studierender verankern - das ist das Ziel des Gründercampus an der Hochschule Aalen. Die Studierenden sollen durch die Aktivitäten und Angebote des Gründercampus dazu motiviert werden, ihren Innovationsgeist in Unternehmen zu tragen oder sogar selbst ein eigenes Start-up zu gründen. 

Seit 2016 ist auch die Gründungsinitiative stAArt-UP!de der Hochschule Aalen im Innovationszentrum angesiedelt „Hier wollen wir den Studierenden beibringen, unternehmerisch zu denken und zu handeln“, sagt Marleen Keller von stAArt-UP!de und InnoConsult. Die Gründungsinitiative der Hochschule Aalen will Studierende auf den Geschmack bringen, über eine mögliche eigenständige Geschäftstätigkeit nachzudenken, und gezielt dabei helfen, mögliche Hürden einer Gründung erfolgreich zu meistern. „Hierzu bieten wir verschiedene Workshops an wie beispielsweise die Gründertalks“, sagt Keller. 

Wer bereits eine Idee entwickelt hat, kann diese im Shared-Desk-Bereich im INNO-Z weiter ausarbeiten oder mit der studentischen Unternehmensberatung InnoConsult Firmen in der Region kennenlernen. „Mit unseren Angeboten versuchen wir die regionale Gründungs- und Innovationskultur zu unterstützen und zu fördern“, sagt Keller. Und das funktioniert auch - von den rund 6000 Studierenden der Hochschule Aalen haben 1834 Studierende an sieben Gründertalkveranstaltungen in den letzten beiden Semestern teilgenommen. „Die Gründerkultur hat sich in den vergangenen Jahren spürbar weiterentwickelt. Sicherlich auch durch die umfassenden Angebote am Gründercampus“, sagt Keller. 

Neben den Räumlichkeiten bietet das INNO-Z auch Anschlussangebote an: Wenn ein Start-up nach drei oder spätestens sechs Jahren im INNO-Z auf eigenen Beinen steht und ausziehen soll, dann kann das INNO-Z auch bei der Suche nach Anschlussflächen in der Region, zum Beispiel im Wirtschaftszentrum Aalen WiZ helfen. „So werden die Start-ups auch noch nach dem Auszug begleitet, für eine dauerhafte Ansiedlung in der Region und weiteres Wachstum“, sagt Ehrhardt. Vor allem mit den Gesellschaftern Wirtschaftsförderung Stadt Aalen, Ostalbkreis und der Hochschule Aalen sowie den starken Partnern wie Kreissparkasse Ostalb, IHK Ostwürttemberg, Pegasus Beratung und Beteiligungsfonds, Business Angels Ostwürttemberg Wirtschaftsförderung Ostwürttemberg kann das INNO-Z eine umfassende und qualitativ hochwertige Gründungsunterstützung anbieten. „Diese Unterstützung spielt sicherlich eine große Rolle, warum die Region Ostwürttemberg zur gründungsfreundlichsten Gründerregion in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde“, sagt Ehrhardt. „Und insbesondere wurde jüngst die Hochschule Aalen vom Stifterverband als beste Gründerhochschule, in der Kategorie mittelgroße Hochschule, in ganz Deutschland ausgezeichnet, forschungsstärkste Hochschule ist sie schon seit vielen Jahren“, sagt er.


Drei Zielgruppen

Das INNO-Z hat drei Zielgruppen: zum einen gründungsinteressierte Studierende der Hochschule Aalen, zum anderen Gründerinnen und Gründer aus der Region sowie Unternehmen aus der Region, die fernab vom Tagesgeschäft eine neue Geschäftsidee entwickeln möchten und von der Hochschule Aalen, als forschungsstärkste Hochschule, profitieren wollen. „Was es im INNO-Z immer mit dazu gibt, ist der Gründerspirit – die Nähe zu vielen anderen innovativen Start-ups, mit denen man kooperieren und sich austauschen kann. Hier können hervorragend Synergien im Haus genutzt werden“, sagt Ehrhardt. „Und mit dem AAccelerator Aalen wollen wir die nächste Stufe der Gründungsförderung in der Region zünden und weitere Flächen, einen coolen Co-Working-Space für alle und tolle Veranstaltungsräume bieten.“


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Förderhinweis

Das Projekt EXIST-Potentiale/SpinnovationNet wird im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.